Nachlese

2017

Unter dem Motto „Heimat großer Töchter“ begab sich der Tag des Denkmals 2017 am 24. September auf die Spuren großer Töchter unseres Landes: Denkmalgeschützte Lebens- und Wirkungsstätten bekannter und weniger bekannter Frauen dokumentieren deren Leistungen und Werke für unser Land und unsere Gesellschaft. Ein besonderer Schwerpunkt gilt Maria Theresia: Die erste und einzige Habsburger-Regentin im Erzherzogtum Österreich feiert dieses Jahr ihren 300. Geburtstag.

Aber nicht nur Frauen im Kaiserreich, wie Sisi, ihre Schwiegertochter Stéphanie von Belgien, die „rote“ Erzherzogin Elisabeth Marie, Anna Plochl, oder Frauen einflussreicher Familien, wie etwa die Esterházy, Liechtenstein oder Sachsen-Coburg und Gotha, standen im Mittelpunkt. Der Denkmaltag widmet sich Frauen aus Kunst, Musik und Literatur, Wissenschaft, Politik und Sport: Dazu gehören nicht nur bekannte Schriftstellerinnen wie Bertha von Suttner, Marie von Ebner-Eschenbach, Paula Grogger oder Ingeborg Bachmann, die Architektin Margarete Schütte-Lihotzky oder die Künstlerin Angelika Kaufmann.

Nicht zuletzt ist der diesjährige Tag des Denkmals 2017 auch allen Restauratorinnen und Denkmaleigentümerinnen gewidmet, die durch ihre Begeisterung, Leidenschaft und ihr Engagement unser kulturelles Erbe pflegen und erhalten.

Ein weiteres Schwerpunktthema war das 500-jährige Jubiläum der Reformation.

Martin Luther gilt als die zentrale Persönlichkeit der Reformationsbewegung. Der überlieferte Anschlag seiner 95 Thesen wird auf das Jahr 1517 datiert, weshalb 2017 mehrere Programmpunkte am Tag des Denkmals die Reformation und Gegenreformation thematisieren.

Tag des Denkmals 2017 Broschüre © BDA
Tag des Denkmals 2017 Plakat © BDA

2016

2016 stand der Tag des Denkmals am 25. September unter dem Motto „Gemeinsam Unterwegs“: Pilgerwege, Handelsstraßen und Kellergassen dokumentieren jahrhundertealte Geschichte, zahlreiche Themenwege wie Wein-, Textil-, Barock- und Eisenstraßen, die Via Imperialis und der Mozartweg erschließen spezifische Denkmallandschaften. Nicht zuletzt sind architektonische Meisterleistungen wie die Großglockner-Hochalpenstraße und die Semmeringbahn auch Zeugen beeindruckender historischer Straßen- und Schienenbaukunst.

„Gemeinsam unterwegs“ sind aber auch die zahlreichen „Heritage Communities“, denen die diesjährigen European Heritage Days gewidmet waren: „Das positive Zusammenwirken privater Denkmaleigentümerinnen und Denkmaleigentümer, Vereine und öffentlicher Institutionen hat gerade in Österreich lange Tradition,“ sagt BDA-Präsidentin Barbara Neubauer. „Diesen Heritage Communities möchten wir beim heurigen Tag des Denkmals unsere besondere Aufmerksamkeit schenken. Mit ihrer Leidenschaft und ihrem großen Engagement erhalten sie unser kulturelles Erbe für uns und künftige Generationen lebendig.“

Weitere Schwerpunktthemen 2016: Bundesheer/Kulturgüterschutz und 100. Todestag von Kaiser Franz Joseph I.

Mit der Unterstützung der Haager Konvention von 1954 verpflichtete sich Österreich, militärisches Fachpersonal für den Schutz von Kulturgut bereitzustellen. Seither arbeiten in allen neun Bundesländern Verbindungsoffiziere eng mit Kulturinstitutionen zusammen. Ihre Arbeit auf dem Gebiet des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege präsentierten sie am Denkmaltag  der Öffentlichkeit: Die speziellen Programmpunkte umfassten unter anderem Führungen und Vorträge in denkmalgeschützen Kasernen in Bregenz, Eisenstadt und Wien, dem Salzburger Wehrgeschichtlichen Museum und dem ehemaligen Offizierskasino in Wien. Ein militärhistorischer Bummel durch die Wiener Innenstadt begab sich auf Spuren, die die 2.000-jährige Geschichte als Garnisonstadt hinterlassen hat. Im Heeresgeschichtlichen Museum geben militärische Expertinnen und Experten des Bundesheeres und von Blue Shield Einblicke in den internationalen Kulturgüterschutz im Rahmen von UN-Missionen.

Am 21. November 1916 starb Franz Joseph I. im Schloss Schönbrunn. Bis zu seinem Tod regierte er 68 Jahre als Kaiser von Österreich. Anlässlich seines 100. Todestages widmete der Denkmaltag ihm und dem Kaiserhaus zahlreiche Programmpunkte – von der k. u. k. Konservenfabrik und Erbsenschälerei im burgenländischen Bruckneudorf über das Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner bis zur Kapuzinergruft in Wien, wo neben Franz Joseph I. noch 148 weitere Habsburger aus vier Jahrhunderten begraben liegen.

Rotes Cover mit weißem Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit weißem Schriftzug © BDA

2015

Rund um das Motto „Feuer und Flamme“ bot der Tag des Denkmals 2015 am 27.September ein vielfältiges Programm: Neben historischen Feuerwehrautos, Dampfschiffen und Lokomotiven wurden  alte Handwerkstechniken in originalen, denkmalgeschützten Werkstätten gezeigt, wie zum Beispiel Kalkbrennen, Feuervergolden und Schmieden. Spezielle Stadtrundgänge führen an die Orte historischer Stadtbrände, Museumsführungen widmen sich unter anderem der Darstellung des Feuers in Werken der bildenden Kunst.

Aber auch im übertragenen Sinn offenbaren sich „Feuer und Flamme“ : „Als einzigartiges Fest vermag der Tag des Denkmals Begeisterung für unser kulturelles Erbe zu entflammen. Gleichzeitig dokumentiert er auch das große Engagement und die Leidenschaft der Eigentümerinnen und Eigentümer der Denkmale sowie aller Beteiligten, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beitragen.“ soweit BDA-Präsidentin Barbara Neubauer.

Schwerpunktthemen Industrial Heritage und 150-Jahr-Jubiläum der Wiener Ringstraße

Die Europäische Föderation der Verbände des Industriellen und Technischen Kulturerbes (E-FAITH) hat das Jahr 2015 zum Europäischen Jahr des industriellen und technischen Erbes ausgerufen, welches vom Europarat unterstützt wird. Dazu passend rückt der Tag des Denkmals zahlreiche Industrie- und Technikdenkmale in ganz Österreich in den Mittelpunkt, die den technischen Fortschritt durch „Feuer & Flamme“ dokumentieren: von historischen Dampflokomotiven im Eisenbahnmuseum Strasshof in Niederösterreich über den weltweit letzten erhaltenen Holzkohle-Hochofen im Radwerk IV in Vordernberg in der Steiermark bis zum Hafnerhaus in Abfaltersbach im Tirol und vielen weiteren Programmpunkten.
  
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem 150-Jahr-Jubiläum der Wiener Ringstraße: Am 1. Mai 1865 wurde die Wiener Ringstraße von Kaiser Franz Joseph I. feierlich eröffnet. Zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen am Tag des Denkmals würdigen den 5,3 km langen Prachtboulevard mit seiner Fülle an Denkmalen.

Rotes Cover mit weißem Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit weißem Schriftzug © BDA

2014

2014 stand der Tag des Denkmals am 28. September unter dem Motto „Illusion“. Grotten und Scheinarchitektur, augentäuschende Malerei und die Illusion des Theaters: Vom barocken Deckenfresko des Trompe l’oeil-Malers Franz Anton Maulbertsch, das räumliche Weite vorspiegelt, über sinnestäuschende Fassadengestaltung bis hin zu einer stilisierend-historisierenden Architektur wie Schloss Grafenegg oder der Wiener Zacherlfabrik im orientalischen Stil reichte die Palette der Illusionen. Breiten Raum nahm die Illusion des Theaters ein. Zahlreiche Bühnen, vom Burgtheater in Wien bis zur ältesten aktiven Laienbühne im oberösterreichischen Kremsmünster, vom ältesten Klostertheater bis zu Landestheatern und dem Grazer Opernhaus, erlaubten einen wortwörtlichen Blick hinter die Kulissen. Einige Programmpunkte wollten aber auch mit Illusionen aufräumen oder zeigten das Kulturerbe mit den digitalen Mitteln virtueller Realität, wie die eigens entwickelte App der HTL Dornbirn und Kunstprojekten, wie jenen in der 900-Jahr-Schau im Stift Klosterneuburg. Die nüchterne Realität jenseits jeglicher Illusion zeigten zwei Mahnmale: der Stollen der Erinnerung an die Nazizeit im ehemaligen KZ-Nebenlager in Steyr-Münichholz und das Bunkermuseum am Kärntner Wurzenpass. Es erinnert an die Wehranlagen, die vom Bundesheer im Kalten Krieg unter strengster Geheimhaltung errichtet wurden.

Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA

2013

2013 stand der Tag des Denkmals am 29. September unter dem Motto „aus Stein?“. Den Stein und die Vielfalt seiner Verwendung in Denkmalen, Kunstwerken und der Kulturlandschaft zu entdecken – das ermöglichte ein breit gestreutes Programm. Was ist Stein eigentlich und in welchen Metamorphosen finden wir Stein in historischen Gebäuden und Kunstwerken? Stein, selbst unzählige Male veränderte Materie, ist der Ursprung für eine große Vielfalt von daraus gewonnenen Materialien und Produkten, wie zum Beispiel Ziegel, Sand, Glas, Zement, aber auch Metalle – insgesamt grundlegend für unser gemeinsames kulturelles Erbe. Die vielen Facetten und Erscheinungsformen aber auch Imitationen dieses Material als Werkstoff, Rohstoff und Baustoff, als Dekor, Schmuck, Symbol und Gedächtnisträger waren erlebbar. Vom Steinabbau bis zum Kalkofen, vom Granitblock bis zur Fliese, vom Relief bis zum Grabstein: Ausgrabungen, Schlösser, Wohnhäuser, Kirchen, Brunnen, Friedhöfe, Brücken, Burgen sowie Museen und Werkstätten vermittelten am Denkmaltag die vielfältige Verwendung von Stein, seine Kulturgeschichte und technisch-handwerklichen Details.

Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA

2012

2012 stand der Tag des Denkmals am 30. September unter dem Motto „Geschichte(n) im Denkmal“ und ermöglichte damit so manchen Blick hinter die Kulissen und so manche spannende Geschichte zum oder im Denkmal. Das Thema berührte in vielfältiger Art und Weise die Bau- und Kunstdenkmale Österreichs. In unseren Denkmalen wurde Geschichte geschrieben und selbst erzählen sie viel von der Vergangenheit und der Gegenwart, von den Menschen, die diese Denkmale geschaffen haben, in ihnen gelebt und gearbeitet haben, sie verändert, gepflegt und restauriert haben.

Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA

2011

2011 stand der Tag des Denkmals am 25. September unter dem Motto „aus Holz“. Das Motto wurde in Anlehnung an das, von der UNO ausgerufene „Internationale Jahr der Wälder 2010“ gewählt. Neben der ökonomischen, ökologischen und sozialen Bedeutung des Waldes und des Rohstoffes Holz ist eine Vielfalt unseres kulturellen Erbes „aus Holz“ gemacht. Die gesamte Vielfalt der Kunst und Kultur aus Holz, vom neolithischen Pfahlbau über die Schnitzkunst in allen Zeiten bis zu wertvollen Möbeln, technischen Konstruktionen, Musikinstrumenten oder der wissenschaftlichen Datierung von Holzobjekten (Dendrochronologie) stand am Tag des Denkmals im Mittelpunkt.

Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA

2010

2010 stand der Tag des Denkmals am 26. September unter dem Motto „Orte des Genusses“. Bei der Auswahl der präsentierten Objekte spannte sich der Bogen vom Weinkeller zum Konzerthaus, von der ländlichen Tanzlaube zum Kinosaal, vom Schlossgarten zum Wiener Prater. Stätten des Vergnügens der unterschiedlichsten Art luden ebenso zum Besuch ein wie Gegenstände, die der eigentlichen Kultivierung der Genüsse dienten, zum Besichtigt werden: Von den Lusthäusern des Adels, wie etwa die Gloriette in Eisenstadt oder die Orangerie der Duchesse de Berry im steirischen Brunnsee nahe Mureck, bis zu den Winzerhöfen in Rust im Burgenland, von der Sommervilla eines Hoflieferanten in Seewalchen am Attersee bis zum Kabarett im Keller des Annahofes in der Wiener Annagasse - das Programm war breit gestreut.

Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA
Rotes Cover mit Schriftzug © BDA

2009

Rotes Cover mit Schriftzug © BDA

"Innovation und Kreativität" – der österreichische Themenschwerpunkt des Jahres 2009 - bestimmen maßgeblich unsere kulturelle Entwicklung. Unabhängig davon, ob es sich um die Erleichterung der Lebens- und Arbeitsbedingungen, um kultische beziehungsweise religiöse Bedürfnisse oder dem Streben nach künstlerischem Ausdruck handelt. Seit jeher werden Geräte und Materialien verfeinert, Maschinen perfektioniert, neue Ausdrucksformen gesucht, Dimensionen erweitert. Auf einer Zeitreise am 27. September konnten nicht nur urzeitliches Werkzeug, neue archäologische Funde und alte Handwerksfertigkeiten, mittelalterliche Ingenieurleistungen, gigantische Dachstühle  oder barocke Unterhaltungstechnik, sondern auch alte Maschinen und Geräte sowie die erste Gebirgsbahn der Welt bestaunt werden. Renaissanceschlösser, Barocke „Heilanstalten“, Medizinausbildungsstätten, Industriebauten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts standen ebenso offen wie Geschäfts-  und Wohnbauten des frühen 20. Jahrhunderts oder zeitgenössische Architektur.

2008

ein maurisches Portal © BDA

Der Austausch zwischen unterschiedlichen Völkern und Kulturen ist seit jeher eine wichtige Antriebsfeder jeder künstlerischen und geistigen Entwicklung. Im Sinne des „Europäischen Jahrs des interkulturellen Dialogs 2008“ führte der Tag des Denkmals am 28. September  zu Berührungspunkten verschiedener Religionen, Kulturen und Nationalitäten in Österreich. Unter dem Titel „Kultur-Import – Von chinesischen Zimmern, englischen Gärten und italienischen Fresken“ werden die unterschiedlichen Formen des kulturellen Austausches anschaulich gemacht: Vorantiker Warenverkehr und Völkerwanderung, kriegerische Auseinandersetzungen, ausländische Künstler und Handwerker, religiöse Bräuche verschiedener Glaubensgemeinschaften und die seit der Barockzeit zunehmende Faszination für ferne Lebenswelten. Unter den gezeigten Objekten fanden sich Kleinode wie die verborgenen Gewölbe unter dem Theseus-Tempel in Wien, die berühmten Stilklassen in Berndorf in Niederösterreich, das in Privatbesitz befindliche Schloss Deutschkreutz im Burgenland oder der wieder aufgefundene Gemäldezyklus aus der Werkstatt Giulio Romanos im Schloss Hellbrunn in Salzburg.

2007

Totenkopf © BDA

Ganz im Zeichen des Unterirdischen stand der Tag des Denkmals 2007. Das Schwerpunktthema der Veranstaltung – „Irdisch-Unterirdisch – Keller, Gräber, Grabungen“ – umfasste 170 Denkmale, mit Bezug zum Element Erde:  Die Unterwelt als Reich der Toten, Erde und Stein als Ausgangsmaterialien für die Bau- und Metallindustrie, Erde als Nährboden der landwirtschaftlichen Produktion und Erde als unterirdischer Speicher der Vergangenheit, der durch archäologische Grabungen aufgeschlossen werden kann. Unter den Objekten fand sich etwa der Gipskeller der Wiener Hofburg, weiters das Mausoleum der Familie Henckel-Donnersmarck in Wolfsberg in Kärnten, die Krypta des Nitsch Museums in Mistelbach sowie die „Grube“ in Breitenbrunn.

2006

Kraftwerk © BDA

2006 fand der Tag des Denkmals am 17. September  österreichweit  unter dem Motto „Am Wasser - Schiffe, Mühlen, Brücken, Brunnen“ statt. Die Bandbreite der gezeigten Denkmalobjekte reicht von den historischen Wasserwegen mit Schiffen, Brücken, Schleusen und Kanälen bis zu den großen kommunalen Trinkwasserversorgungsanlagen mit ihren Aquädukten und eindrucksvollen unterirdischen Wasserspeichern. Die Kraft des Wassers nützen romantische alte Mühlen, Säge- und Hammerwerke ebenso wie Elektrizitätswerke, von denen einige bemerkenswerte historische Beispiele aus dem frühen 20. Jahrhundert gezeigt wurden.

2005

Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Dach des Stephansdoms © BDA

2005 fand der Europäische Tag des Denkmalschutzes am 9. Oktober unter dem Motto „Wiederaufbau!“ statt. Das Programm nahm - ebenso wie die laufende Ausstellung in der Kartause Mauerbach – als Schwerpunkt auf den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg Bezug. Im Rückblick auf die Wiederherstellung der Bauten ist kaum noch vorstellbar, welches Ausmaß an Zerstörung einzelne Gebäude damals erlitten haben und wie sehr ganze Ortsbilder betroffen waren. Manches wertvolle Kulturgut wurde unwiederbringlich vernichtet, andere bedeutende Denkmale, die heute Tourismusattraktionen sind gelten und nicht zuletzt zu unserem kulturellen Verständnis beitragen, wurden unter großem Einsatz gerettet und instand gesetzt.

2004

Architekturdetail © BDA

Der Europäische Tag des Denkmalschutzes fand 2004 am 19. September statt und stand unter dem Motto „Alte Bauten – Neue Nutzung“. Anhand einer breiten Vielfalt von unterschiedlichen Objekten wurde gezeigt, wie das Fortbestehen von Denkmalen durch das Finden einer neuen Nutzung gewährleistet werden kann.

2003

Krypta eines Stiftes © BDA

"Stifte und Klöster" öffneten am Sonntag, dem 21. September 2003, ihre Pforten. Beim bundesweiten Europäischen Tag des Denkmalschutzes bot sich den Besucherinnen und Besuchern ein breitgefächertes Programm an unterschiedlichsten Objekten – so etwa das „Öde Kloster“ im burgenländischen Baumgarten oder bedeutende Stifte wie Gurk oder Geras. Österreichs Stifte und Klöster haben eine besondere Geschichte, wurden an besonderen Plätzen errichtet, haben das kulturelle Erbe bewahrt, das gesammelte Wissen verwaltet – und stellen nicht zuletzt Denkmale ersten Ranges dar.

2002

Detail eines technischen Denkmals © BDA

Der Europäische Tag des Denkmalschutzes wurde am 22. September 2002 unter dem Motto „Technische Denkmale“ veranstaltet. Das reichhaltige Programm ermöglichte es, verschiedene technische Denkmale, wie Windmühlen, Wassertürme, Kraftwerke, Sternwarten und Sendeanlagen kennen zulernen. Nostalgiebahnfahrten mit historischen Zügen waren, vor allem für die jungen Besucherinnen und Besucher, ein Highlight.

2001

Das Cover zeigt eine Skulptur © BDA

Der Europäische Tag des Denkmalschutzes fand 2001 am 23. September statt und stand unter dem Motto „Stadtpaläste“; zusätzlich gab es in Oberösterreich ein Sonderthema „Das restaurierte Denkmal“. Mit der Möglichkeit  in ganz Österreich prominente Stadtpaläste unter fachkundiger Führung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesdenkmalamtes kostenlos besichtigen zu können, wurde einem lang gehegten, immer wieder geäußerten Wunsch der Bevölkerung Rechnung getragen, prägten doch Stadtpaläste im groß– und kleinstädtischen Bereich über Jahrhunderte die Wohnstrukturen in allen europäischen Ländern ganz wesentlich.

2000

Gemalte Darstellung der Rotunde im Schlosspark von Eisenstadt © BDA

Im Jahr 2000 stand der Europäische Tag des Denkmalschutzes am 17. September unter dem Motto "Historische Gärten".   Mit der Möglichkeit, spezielle historische Gartenanlagen in ganz Österreich unter fachkundiger Führung kostenlos besichtigen zu können, wurde ein höchst aktuelles Thema aufgegriffen: Denn mit einer am 1. Jänner 2000 in Kraft getretenen Novelle zum Denkmalschutzgesetz wurden 56 ausgewählte Gärten und Parks in diesem Gesetz verankert. Österreich war damit das letzte Land in Europa, in dem man historische Grünanlagen, das heißt aus baulichen und pflanzlichen Elementen gebildete kulturlandschaftliche Gartenarchitekturen, in das Denkmalschutzgesetz integrierte. Veränderungen in nachfolgend angeführten Arealen bedürfen deshalb – ihre Unterschutzstellung vorausgesetzt – nunmehr der Zustimmung des Bundesdenkmalamtes.

1999

Das Cover zeigt einen Altar. © BDA

Österreich veranstaltet  die Europatage des Kulturerbes am 26. September 1999 unter dem Motto „Kirchliche Denkmalpflege in Österreich“.