Salzburg

Großgmain - Salzburger Freilichtmuseum, Führung

Im Salzburger Freilichtmuseum begegnen die Besucher:innen Zeugnissen der Vergangenheit mit sowohl historischer als auch volkskundlich-gesellschaftlicher Bedeutung. <p>Am diesjährigen Tag des Denkmals unter dem Schwerpunkt „Denkmal voraus – Denkmalschutz = Klimaschutz“ wird der Nachhaltigkeitsaspekt von Denkmalen besonders hervorgehoben. Das kann das Freilichtmuseum mit seinen Objekten anschaulich vermitteln. Denn Häuser, die sich selbst recyceln, wo gibt’s denn so etwas? Die Baumaterialen für die Museumshäuser wie Holz, Natursteine, Sand oder Kalk wurden aus der unmittelbaren Umgebung gewonnen. Diese würden sich wieder in die Natur einfügen, wenn das Haus ungenutzt wäre: die Häuser recyceln sich somit tatsächlich quasi selbstständig. Einzig die Metallscharniere von den Fenstern und Türen blieben länger bestehen. <p>Auch der Transport der Baumaterialien ohne motorisierte Fahrzeuge war eine sehr aufwändige Sache. Daher war man trotz obrigkeitsstaatlicher Vorgaben gezwungen, nachhaltig zu agieren. Statt den zwingend vorgeschriebenen Mauerbau zur Eindämmung der Feuersgefahr umzusetzen, blieb Holz für die Bauern ein gewohntes Baumaterial, von dem sie bis Mitte des 19. Jahrhunderts kaum abwichen. Verfügbarkeit, Kosten und Transportwege bewirkten nachhaltiges, ressourcenschonendes Verhalten, ohne dieses so zu benennen. Die Ökobilanz der historischen Gebäude ist somit beachtlich.

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Hallein - Keltenmuseum Hallein, Führung

Im Keltenmuseum Hallein dreht sich im September alles um das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Führungen, Vorträge und Workshops vermitteln einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und geben einen Einblick in die Nutzung von Rohstoffen in der Vergangenheit und Gegenwart. Am Tag des Denkmals widmen wir uns dem Thema Holz. Holz war über Jahrhunderte eine begehrte Ressource. Schon die Kelten auf dem Dürrnberg nutzen Holz unter anderem für den Hausbau und das Auskleiden der Stollen. In erzbischöflicher Zeit nahm der Holzverbrauch erheblich zu. Für die Salzproduktion verheizte man Unmengen des wertvollen Rohstoffs. Die Rodung der Wälder entlang der Salzach verwüstete ganze Landstriche und brachte erhebliche Probleme mit sich. Die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Recycling“ sind heute so aktuell wie nie zuvor. Bei einem interessanten Rundgang verfolgen wir die Geschichte des Rohstoffs Holz durch die Zeiten. Ein Workshop für Kinder und Familien zeigt auf, dass man auch aus Müll noch Nützliches machen kann.

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Kuchl - Museum, Sonderführung Archäologie, Sonderführung „Erinnern Sie sich?"

Die Jahrtausende alte Besiedelungsgeschichte des Georgenbergs steht im Mittelpunkt des Museumsprojektes „Archäologie Georgenberg“. Die im Zuge dieses Projektes gewonnen Erkenntnisse und geborgenen Objekte bilden den Schwerpunkt der archäologischen Führung um 11:00 Uhr, die bei Schönwetter auf dem Georgenberg, bei Schlechtwetter im Museum Kuchl stattfinden wird. Darüber hinaus findet am Nachmittag eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Erinnern Sie sich?“ im Museum Kuchl statt. Eine Führung in der nur am Tag des Denkmals geöffneten Kirche St. Georg auf dem Georgenberg am späteren Nachmittag rundet das Angebot ab.

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Mattsee - Strandbad, Führung

Das 1928 errichtete Strandbad wurde im Laufe der vergangenen 90 Jahre nur oberflächlich in Stand gehalten und nach jeder Veränderung im Nutzerverhalten mehr schlecht als recht adaptiert. Dabei sind aus Sorglosigkeit und mangelnder Wertschätzung der architektonischen Qualität des 1927 vom Architekten Ingenieur Franz Mörth entworfenen Holzbaus einige Fehlentscheidungen getroffen worden. Die letzte Sanierung sollte diese korrigieren, um den Bau in seiner Klarheit und zeitlosen Modernität wieder wirken zu lassen.<p>Es erwies sich für Bauleiter und Professionisten herausfordernd und spannend zugleich, dass immer wieder „neue“ Konstruktions- und Ausführungsdetails auftauchten, die mit den aktuellen material-handwerklichen Standards in Einklang zu bringen waren. Darüber hinaus mussten auch Produzenten bereit sein, Produkte in schon längst nicht mehr gebräuchlichen Formaten herzustellen.<p>Die überraschende Entdeckung des Restaurators hinsichtlich der Farbgebung wird die Wahrnehmung des Gebäudes nach der Wiederherstellung am meisten verändern. Diese Maßnahme rechtfertigt sich doppelt, da dadurch die Geschichte des Baus quasi anschaulich erzählt wird.<p>Bauaufnahme, Planung und in Folge die Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt starteten im Mai 2018. Baubeginn der ausschließlich außerhalb der Badesaison stattfindenden Bauarbeiten war im März 2020. Diese erzwungene Entschleunigung bedeutete jedoch keine Einschränkung, sondern die Chance immer wieder nach- und umdenken beziehungswiese neu planen zu können. Die etappenweise Umsetzung wurde zum Glücksfall.<p>Der positive Eindruck bei der Ankunft, das angenehme Gefühl im Garderobentrakt, die Geborgenheit zwischen den Gebäudeflügeln und besonders die Ansicht quer über den See (vor allem bei Windstille im Morgenlicht) bestätigen eindrucksvoll, dass alle Beteiligten ihr Bestes gegeben haben.

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Mauterndorf - Burg Mauterndorf, Sonderführung

Führung in den über 700 Jahre alten Wehrturm und der restaurierten Burgkapelle mit mittelalterlichem Konzert

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Mittersill - Felberturmmuseum, Führung

Der Felberturm wurde um 1150 erbaut und gilt als das älteste profane Gebäude des Oberpinzgaus. <p>Am Tag des Denkmals widmen wir uns der spannenden Geschichte des denkmalgeschützten Turms und geben Einblicke in die 2021 abgeschlossenen Sanierungs- und Umbauarbeiten. Die Besucher:innen erfahren während der Führungen Näheres über die Planung, Ausrichtung, nachhaltige Umsetzung und Nutzung des Gebäudes. Kinder können die Turmgeschichte anhand einer Rätselrallye entdecken und in der Bastelecke ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

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Ramingstein - Burg Finstergrün, Führung, Kinderprogramm

Die Geschichte der Burg Finstergrün ist geprägt vom „Blick voraus". Gebaut als Grenzburg war nach dem Wegfall der zu bewachenden Grenze der Niedergang eigentlich vorprogrammiert, doch Burg Finstergrün erhielt als gräfliche Wohnburg neues Aussehen und neue Bedeutung. Nachdem sich Familie Szapary von Finstergrün trennen musste, erlebten die alten Mauern als Kinder- und Jugendburg der Evangelischen Kirche neuen Aufschwung. <p>Burg Finstergrün bleibt eine Burg der Visionen - diese sind bis heute nicht ausgeträumt. Optimistisch blicken wir in die Zukunft und hoffen, dass auch die nächsten Generationen Achtsamkeit in Bezug auf Ressourcen und neue Ideen in der Energiegewinnung verwirklichen werden. Heute haben wir den Grundstein dafür gelegt. <p>Die Geschichte der Burg gibt Hoffnung und Mut zum Blick VORAUS.

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Salzburg - Amalie-Redlich-Turm, Führung

1892 wurde der Amalie-Redlich-Turm als Eislager, Wasserreservoir und Aussichtsturm erbaut. Als der Kühlschrank aufkam, wurde das Gebäude für diese Zwecke nicht mehr benötigt und einer anderen Nutzung zugeführt. <p>Heute gehört es zum Museum der Moderne Salzburg. Dort, wo einst der Wasserbehälter hing, befindet sich jetzt eine Artist-in-Residence Wohnung für Künstler:innen. Der Kühlbereich wurde zu einem Atelier für Kinder umgebaut. <p>Die Führung gibt Einblick in diese neu adaptierten Räumlichkeiten. Turmrotunde und Dachterrasse können individuell besucht werden und bieten einen beeindruckenden Panoramablick auf die Stadt und ihre Umgebung.

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Salzburg - Kajetanerkirche, Gesamtrestaurierung

Die Salzburger Kajetanerkirche gehört zu den bedeutendsten barocken Kirchen des Landes. Ab 1685 wurden Kirche und Kloster nach Entwürfen des Schweizer Architekten Giovanni Gaspare Zuccalli errichtet. Die Fertigstellung zog sich über viele Jahrzehnte. 1712 schuf Paul Troger, der später zu einem der bedeutendsten Künstler des österreichischen Barocks werden sollte, hier sein allererstes monumentales Kuppelfresko.<p>Nach Jahrhunderten bewegter Geschichte übernahm 1923 der Orden der Barmherzigen Brüder den Komplex und betreibt hier seitdem ein Krankenhaus. Rechtzeitig zum 100 jährigen Jubiläum der Tätigkeit der Barmherzigen Brüder in Salzburg soll die umfassende Restaurierung dieses barocken Gesamtkunstwerks abgeschlossen sein. <p>Am Tag des Denkmals haben Sie die Gelegenheit, einen Blick in die Kajetanerkirche zu werfen und spannende Informationen über ihre Restaurierung zu erhalten. Die Austria Guides Salzburg erzählen Ihnen bei Führungen interessante Details der Baugeschichte und begleiten Sie in die kunstvollen Nebenräume der Kajetanerkirche und zur Heiligen Stiege. Bitte melden Sie sich für eine Teilnahme an den Führungen per E-Mail an. <p>Gerne stehen Ihnen vor Ort Mitarbeiter:innen des Bundesdenkmalamts für Fragen zum Tag des Denkmals und allgemeine Fragen zur Denkmalpflege zur Verfügung. Die Barmherzigen Brüder freuen sich über große und kleine Spenden für die Gesamtrestaurierung. Mehr Informationen zum laufenden Spendenprojekt finden Sie unter: https://mein-gotteshaus.at/.

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Salzburg - Kirche St. Sebastian - Dachwerk, Führung

Die Sebastianskirche in der Linzergasse erhielt ihre heutige Form nach dem Stadtbrand von 1818. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde um 1500 von der Sebastiansbruderschaft als Bruderhauskirche errichtet. Teile dieses spätgotischen Vorgängerbaus finden sich noch im Bestand. Die Kirche wurde Mitte des 17. Jahrhunderts im Stil des Barocks umgestaltet und nach dem Stadtbrand in vereinfachter Form wiederhergestellt. In den Wirren des 2. Weltkriegs wurde die Kupferdeckung des Dachs entfernt und für Kriegszwecke genutzt. Als Ersatz wurde der Kirchenbau mit grün beschichteten Blechbahnen gedeckt. Nach 75 Jahren erreichte das Dach das Ende seiner Lebensdauer. Daher entschied sich der Eigentümer der Kirche, die Stadt Salzburg, den Kirchenbau erneut mit Kupfer zu decken. Im Vorfeld dieser Maßnahmen wurde das Gebäude bauhistorisch untersucht. Die Untersuchungen ergaben umfangreiche Schäden am Dachwerk aus dem Jahr 1818. Im Rahmen der Führungen wird die Geschichte der Kirche und des angrenzenden Friedhofs mit der Gabrielskapelle erläutert. Die Besucher:innen haben die einmalige Möglichkeit den historischen Dachstuhl zu besichtigen. Hierbei wird die umfangreiche und nachhaltige statische Sanierung des Dachwerks geschildert.

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Salzburg - Landeskrankenhaus, St. Johannes Spitalskirche, Führung zur Restaurierung

Die Spitalskirche St. Johannes am Gelände der Salzburger Landeskliniken im Stadtteil Mülln ist eine der bedeutendsten Salzburger Barockkirchen. Sie wurde unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun-Hohenstein nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach in den Jahren zwischen 1699 und 1704 errichtet. Die Stuckausstattung des Kirchenraums zählt zu den bedeutendsten ihrer Art und wurde im Jahr 2021/2022 umfassend restauriert. Im Rahmen der Restaurierung wurden außerdem das Heizsystem erneuert und der Kirchenraum thermisch optimiert. Ziel dieser Maßnahmen war es einerseits ein angenehmes Raumklima für die Besucher:innen der Krankenhauskirche zu schaffen, anderseits die Nachhaltigkeit der Restaurierung zu gewährleisten.<p>Mittels der Einbringung von Flächenheizungen im Boden- und Gewölbebereich sowie einer kontrollierten Zu- und Abluft sollte verhindert werden, dass es zu Kondensatanfall und unkontrollierten Luftbewegungen im Kirchenraum kommt, die wiederum zur Verschmutzung der frisch restaurierten Raumschale beitragen. Die in Österreich erstmals zur Ausführung gebrachte Gewölbeheizung gewährt eine signifikante Verlängerung der Restaurierungszyklen. Im Zuge der Führungen wird die Restaurierung der Raumschale präsentiert und das erneuerte Heizsystem erläutert. Die Besucher:innen erhalten dabei unter anderem Einblicke in das Handwerk der Stuckrestauratoren und haben die einmalige Möglichkeit, das Dachwerk der Kirche zu erleben. Gemeinsam mit Pfarrer Jean Bosco wird der neue Altar, der das spirituelle Zentrum der Krankenhauskirche bildet, vorgestellt.

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Salzburg - Palais Faber/Hotel Hyperion, Vestibül

Anstelle der heutigen Franz-Josef-Straße befanden sich bis ins 19. Jahrhundert die Basteianlagen der Paris Lodronschen Stadtbefestigung. Mit der Aufhebung der Festungsbeschränkungen durch Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1860 wurde der Weg für eine umfangreiche Erweiterung der Stadt Salzburg in diesem Bereich frei. <p>Die Liegenschaften längs der heutigen Rainerstraße wurden von Moritz Faber erworben und nach Plänen des Wiener Architekten und k.u.k. Hofbaumeisters Franz Sonnleitner in Zusammenwirken mit Valentino Ceconi bebaut. Nach Wiener Vorbild wurden zwei Zinspaläste im Stil der Neorenaissance errichtet. Während die Erdgeschosszone mit Lokalen und Geschäften bespielt wurde, dienten die Obergeschosse Wohnzwecken. Über das mächtige Hauptportal gelangte man in das prächtige mit Säulen und Stuck geschmückte Vestibül. <p>In den Wirren des Zweiten Weltkrieges wurden Teile des Gebäudes durch einen Bombenschaden zerstört. Das Vestibül wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Krieg wurde im Hof das sogenannte Mirabellkino errichtet. Das Vestibül wurde im Stil der 1950er Jahre umgestaltet. Die Reste der historischen Ausstattung verschwanden hinter Vorsatzschalen und wurden vergessen. <p>Im Vorfeld der jüngst abgeschlossenen Umnutzung des Gebäudes zu einem Hotel wurden die Fragmente der historistischen Ausstattung des Vestibüls wiederentdeckt und freigelegt. Die fehlenden Teile wurden entsprechend der historischen Vorbilder in Technik und Materialität ergänzt, um so wieder ein geschlossenes Erscheinungsbild herzustellen. Das historische Eichenportal mit seiner Stuckrahmung wurde entsprechend historischer Fotoaufnahmen fachgerecht rekonstruiert. <p>Im Zuge der Führung wird die Genese dieses einzigartigen Prozesses aus Sicht der Altstadterhaltung, des planenden Architekten sowie des ausführenden Restaurators geschildert.

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Salzburg - Pfarrhof St. Andrä

Der Pfarrhof St. Andrä wurde im Jahr 1900 in der Salzburger Neustadt im Andrä-Viertel nach den Plänen von Architekt Josef Wessicken durch Jakob Ceconi errichtet und stellt in mehrfacher Hinsicht eine Besonderheit dar. Neben der Kirche bildet er heute nach Abriss des Schrannengebäudes das einzige freistehende Bauwerk, gleichsam eine Insel, innerhalb der umgebenden, meist ebenfalls gründerzeitlichen Blockrand-Bebauung. Auch und vor allem mit seiner durchaus kräftigen und „autonomen" Farbgebung tanzt er dabei aus der Reihe. Mit seinen renaissancezeitlichen und spätgotisch nachklingenden Stilformen spielt die Fassadengestaltung des Pfarrhofs auf die Architektur toskanischer Palazzi an. <p>Was im Laufe der Zeit oft unbedacht überformt wurde, sollte im Zuge der umfassenden Sanierung wieder herausgeschält und zur Geltung gebracht werden. Dabei reicht die Palette der Maßnahmen von der Rekonstruktion des originalen Zustandes über dessen Reduktion und Interpretation bis hin zur möglichst sensiblen Integration von gänzlich neuen Elementen. <p> Abgesehen von den funktionalen und räumlichen Umstrukturierungen musste bei der baulichen Umsetzung auch den Anforderungen an Brandschutz und Barrierefreiheit mit dem damit verbundenen Einbau eines Lifts möglichst substanzschonend entsprochen werden. Für das im Alltag wahrgenommene Erscheinungsbild wesentlich ist die Neugestaltung der stark veränderten und bisher sehr uneinheitlichen Geschäftszone im Erdgeschoss mit ihrer Abfolge von Schaufenster-Portalen und Wandpfeilern, die in dieser Ausprägung für Salzburg ebenfalls eine Besonderheit darstellt.

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Salzburg - Pfarrkirche Mülln, das Turmuhrwerk von 1799 im Vollbetrieb

Es ist ein Zeit-Verkünder und ein Zeit-Zeuge: Das Turmuhrwerk 1799 der Pfarrkirche Mülln zeigt die aktuelle Zeit auf fünf Zifferblättern an und macht die Zeit jede Viertelstunde hörbar - und das seit 223 Jahren. <p> Es wurde von Johann Bentele senior in der Salzburger Kaigasse gebaut, mit einem Hakengang und zwei Schlossscheiben-Schlagwerken. Um das Jahr 2000 wurde das kostbare Werk restauriert und mit einem Elektroaufzug versehen. Seither wird es auch ständig mit dem Langwellensender DCF77 der Atomuhr in Mainflingen bei Frankfurt am Main synchronisiert.

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Salzburg - Schloss Hellbrunn, Restaurierung des Stroblofens

Nach aufwändigen Renovierungsarbeiten ist der Kachelofen im ehemaligen Speisezimmer des Schlosses in seiner vollen Pracht zu sehen. Der Ofen besteht aus 126 glasierten Keramik-Kachelsteinen in verschiedenen Größen und Formen. Es handelt sich um Lehmhohlziegeln, deren Außenflächen glasiert und in der Majolika-Technik – farbig glasierte Keramik – verziert sind. Die Verzierungen sind in Blau, Weiß, Gelb, Grün und Mangan auf einem typischen weißen Untergrund gehalten. Das zentrale Motiv stellt Venus mit Amor dar. Zudem finden sich auch Elemente mit Bezug zu Markus Sittikus. Damit die Restaurierungen beginnen konnten, wurden Schwingungsmessungen sowie statische Sicherungsmaßnahmen des Bodenaufbaus vorgenommen. Danach reinigten, ergänzten und sicherten die Restauratorinnen und Restauratoren und „Kachel“-Expertinnen und -Experten aus Portugal Ines Feliciano und Tiago Oliveira in rund vier Monaten den Ofen aus dem Jahr 1608.

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Salzburg - Stefan-Zweig-Schlössl, Führung

Die Geschichte des heute als Stefan-Zweig-Schlössl bezeichneten Ansitzes am Kapuzinerberg reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Während die Kubatur des Schlössls seit Ende des 18. Jahrhunderts bis in das 20. Jahrhundert stets weiterentwickelt und verändert worden ist, wird das heutige äußere Erscheinungsbild des Gebäudes im Wesentlichen von der Zeit des Biedermeier und der ersten Dekade des 20. Jahrhundert geprägt. Das Schlössl erlebte im Laufe der Jahrhunderte eine bewegte Besitzer- und damit verbundene Baugeschichte. Als wohl bedeutendster Bewohner des Ansitzes am Kapuzinerberg kann der Schriftsteller Stefan Zweig hervorgehoben werden. Stefan Zweig lebte und wirkte in den Jahren von 1918 - 1937 am Kapuzinerberg. <p>Die Bausubstanz wurde in den letzten Monaten eingehend bauhistorisch und restauratorisch untersucht. Im Zuge der Führung werden die Erkenntnisse zur Baugenese sowie zur Nutzungs- und Ausstattungsgeschichte am Objekt erläutert. Sowohl der einst im Stil des Biedermeier ausgestattete Salon als auch die Nutzung des Gartens als Nutz- und Ziergarten sollen dabei in den Mittelpunkt gerückt werden. Das Stefan-Zweig-Schlössl soll in den kommenden Jahren grundlegend saniert und auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Rahmen der Führung werden das Nutzungskonzept sowie der architektonische Ansatz präsentiert.

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Salzburg - Stiftskirche St. Peter, das Turmuhrwerk von 1780 im Demobetrieb

Das Turmuhrwerk St. Peter von 1780 ist eines der größten und prächtigsten landesweit, es wurde erst 2021 restauriert und revitalisiert. Das Vorgängerwerk stammt aus der Zeit um 1700, es wurde nach der Erneuerung und Erhöhung des Turms der Stiftskirche im Jahr 1756 um einen Stock höher wieder eingebaut und schließlich der Pfarre Abtenau geschenkt, die noch heute zur Erzabtei gehört. Dort steht es im Turm. <p>Abt Beda Seeauer bestellte beim Salzburger Hofuhrmacher Johann Bentele senior eine neue Turmuhr, die 1780 geliefert wurde und 700 Gulden kostete. Der beachtliche Preis ist auch durch die Besonderheiten des Werks zu erklären, die nur am Tag des Denkmals zu besichtigen sind: die großteils feuerverzinnten silbern glänzenden Zahnräder und Gestellteile, die elf seltenen Lagerstützräder aus Messing und Bronze oder die goldfarben ornamentierten Windflügel der beiden Schlagwerke. <p>Das Turmuhrwerk wird nach der Bewältigung von 114 Stufen im Demonstrationsbetrieb zu erleben sein, das sechs Meter lange Pendel braucht zweieinhalb Sekunden für eine Halbschwingung. Auch das Aufziehen von Gehwerk, Viertelschlagwerk und Stundenschlagwerk wird möglich sein. Die Besucher:innen werden auf den vier Zifferblättern am Stiftskirchturm und auf dem Orgelzifferblatt die „alte Zeigerstellung" mit langem Stunden- und kurzem Minutenzeiger beobachten können - wie auch an der Kollegienkirche und am Glockenspielturm.

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St. Gilgen - Villa Kestranek

Die Villa des Großindustriellen Wilhelm Kestranek wurde vom Münchner Architekten Emanuel von Seidl im Jahre 1908 errichtet. Seidl war seinerzeit führender Villenarchitekt Süddeutschlands, Kestranek hingegen Generaldirektor der Prager Eisenindustrie, eines der größten Industrieunternehmen der Monarchie. Die Wichtigkeit des Bauherrn wird unter anderem dadurch deutlich, dass das mit elektrischer Beleuchtung und Zentralheizung ausgestattete Haus damals eine eigene Station auf der Strecke von Bad Ischl nach St. Gilgen hatte. Der bedeutende Kunstmäzen ließ seinen Landsitz zu einem sommerlichen Zentrum der Kunst- und Geisteswelt mit prominenten Gästen werden. <p> Vielgestaltige Dachformen und -neigungen sowie der von innen nach außen entwickelte Grundriss charakterisieren das Gebäude. Durch Erker, Terrassen und sich zurückziehende Loggien ergeben sich vielfältige Ausblicke und immer neue Ansichten. Von der ehemals edlen Ausstattung zeugen noch die Gestaltung der Halle mit Kamin sowie das Herrenzimmer mit seinen Kirschholzvertäfelungen. Die Durchgestaltung von Innen und Außen in einem einheitlichen, das Material sparsam, aber bewusst einsetzenden Konzept spiegelt die Idee des Gesamtkunstwerks wider. <p>Der Verein „Rettet das Kind Salzburg“ erwarb das großzügige Gelände der Villa Kestranek im Jahr 1957 für die Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen aus Ungarn. Seit April 2022 wird es zur Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine genutzt. „Rettet das Kind Salzburg“ freut sich über große und kleine Spenden direkt vor Ort am Tag des Denkmals oder über folgendes Spendenkonto: Verein Rettet das Kind Salzburg Spendenkonto: „Ukraine“ IBAN: AT22 3400 08549 0441 7416

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Zell am See - Museum Vogtturm, Führung

Der Vogtturm ist neben der Pfarrkirche das zweitälteste Gebäude in Zell am See. Seit 1984 beherbergt er das kulturhistorische Museum der Stadt. Sein genauer Bauzeitpunkt liegt im Dunkeln, wir können ihn aber im 12. Jahrhundert vermuten. <p>Eine architektonische Besonderheit ist die große Zahl an Fensternischen mit gemauerten Sitzen, vor allem im größten Raum im 4. Stock. Der Turm steht für die Nachhaltigkeit natürlicher Baumaterialien und solider Bauweisen, die Jahrhunderte überdauern. <p>Die Führung präsentiert die Ergebnisse einer umfangreichen und überaus gelungenen Restaurierung in den Jahren 2019 und 2020. Seitenblicke widmen sich den Höhepunkten der Museumssammlung.

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