Denkmal voraus

24. September 2023

#tagdesdenkmals #ichbindenkmal

Presse

Presseaussendungen

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Start des Tag des Denkmals am Campus Akademie in Wien

Das alte Universitätsviertel in der Wiener Innenstadt stellt seit jeher einen Ort des Wissens dar. Nach dem Abbruch des Collegium Ducale erfolgte 1624 die Grundsteinlegung für die Jesuitenkirche und für das Kollegsgebäude, unter Maria-Theresia wurde 1756 der Gebäudekomplex um die Neue Aula erweitert, in den 1820er-Jahren um einen modernen Bibliotheksbau ergänzt. Seit 1857 hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften ihren Sitz im Areal. 2017 startete die Bundesimmobiliengesellschaft die Sanierung des riesigen Gebäudekomplexes. Neben einer Reorganisation der Funktionsbereiche wurde der historische Baubestand behutsam restauriert und mittels sanfter Eingriffe an die Anforderungen eines modernen Wissens- und Forschungszentrums angepasst. Heute wird das Viertel von den Jesuiten, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Wien genutzt. Sie luden gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt und der Bundesimmobiliengesellschaft ein, am Tag des Denkmals das Areal zu erkunden. Zentraler Ausgangspunkt war der neue Innenhof des Campus Akademie.

Detailbeschreibung: https://tdd2022.appwebit.at/denkmal/864, öffnet neues Fenster

Bildmaterial Tag des Denkmals 2022 am Campus Akademie

Copyright: Bettina Neubauer-Pregl, Bundesdenkmalamt

Eröffnung der Historischen Wendeltreppe im Schloss Orth in Niederösterreich am Tag des Denkmals 2022

Am Tag des Denkmals wurde die restaurierte Renaissance-Wendeltreppe und Mittelalterstiege im Schloss Orth feierlich durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eröffnet. Im Zuge der NÖ-Landesausstellung werden im Schloss Orth historische Bauteile aus dem 14. und 16. Jahrhundert restauriert und sind seit Juni 2022 für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Tag des Denkmals findet eine feierliche Eröffnung dazu statt. Die Steinwendeltreppe, die Empore und das anschließende Turmzimmer im nordwestlichen Teil des Orther Schlosses sind nach erfolgter Restaurierung erstmals für die Gäste erlebbar. Laut Bauforschung wurde Schloss Orth in der Zeit der Besitzerfamilie von Niklas Graf Salm I. als „Zwilling” der Wiener Hofburg konzipiert – Handwerker und Architekten waren parallel beschäftigt. Die Hohlspindeltreppe samt Stiegenhaus über drei Geschosse wurde um 1550 vom Hofarchitekten Johann Tscherte in Anlehnung an seinen Prototypen gebaut, den er 1542 in der Wiener Hofburg errichtete. Sie ist eine von der aus vier baugleichen Treppen bestehenden Gruppe. Die Tatsachen, dass das Wiener Pendant im 18. Jahrhundert abgetragen wurde und daher nicht mehr existiert, dass die tschechische Treppe halb eingestürzt ist und dass die Treppe in Venedig nach einem Brand 1630 im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde, beweisen umso mehr die Bedeutung der „Schwester“ auf Schloss Orth. Detailbeschreibung: https://tdd2022.appwebit.at/denkmal/729, öffnet neues Fenster

Bildmaterial Tag des Denkmals 2022 im Schloss Orth

Copyright: NLK Pfeiffer bzw. Christian Horak

Der Tag des Denkmals 2022 am Brandlhof in Radlbrunn / Ziersdorf, Niederösterreich

Der historisch und architektonisch wertvolle Brandlhof in Radlbrunn im niederösterreichischen Weinviertel wurde 1209 erstmals urkundlich erwähnt. Der einstige Besitz des Stifts Lilienfeld war mit seiner Eigenversorgung ein gutes Beispiel für das multifunktionale Dasein des bäuerlichen Lebens. Im Zuge der Vorbereitungen für die Niederösterreichische Landesausstellung 2005 wurde der Lehmbau zu neuem Leben erweckt und einer sensiblen Revitalisierung unterzogen. Alle Arbeiten sind in Material und Technik nach dem historischen Bestand in adäquater Art sowie im Einvernehmen mit dem Landeskonservatorat auszuführen. Der Grundstein für einen ökologischen Betrieb ist dadurch bereits gelegt: Die Außenfassaden, die seit jeher einen Lehmputz sowie die traditionelle Kalkfärbelung aufweisen, werden regelmäßig von Hand ausgebessert, wobei der Farbauftrag in Bürstentechnik zu erfolgen hat. Detailbeschreibung: https://tdd2022.appwebit.at/denkmal/690, öffnet neues Fenster

Bildmaterial Brandlhof am Tag des Denkmals 2022

Copyright: Bettina Neubauer-Pregl, Bundesdenkmalamt

Tag des Denkmals 2022 und Fachgespräch in der Gießerei - Haus der Nachhaltigkeit in Ried im Innkreis, Oberösterreich

Mit der Renovierung der Gießerei in den Jahren 2020 und 2021 erfolgte die Transformation vom Abbruchhaus zum modernen Geschäftshaus durch die Erhaltung der historischen Bausubstanz in Verbindung mit zeitgemäßer Architektur. Das Haus entstand im 15. Jahrhundert und wurde im 16. und 17. Jahrhundert als Zinngießerei, als Gastwirtschaft, vor allem im Zusammenhang mit dem Salzhandel, später auch als Werkzeughandlung und zuletzt als Bekleidungsgeschäft genutzt. Trotz der Attestierung der Abbruchreife hat sich die TRAFOS eGen als Eigentümerin dazu entschlossen, das Gebäude zu restaurieren. Das historische Dachgebälk wurde erhalten und die Holztramdecken durch Herstellung einer Holz-Verbund-Tramdecke statisch aktiviert. Im Dach wurden 60 Kubikmeter Schafwolle als Dämmung eingebaut. Die Kastenfenster wurden händisch unter Verwendung von Leinölfarben restauriert. Viel Holz, darunter sägeraue Blockstufen aus heimischem Eschenholz, Glas und Stahl ergaben eine schöne Verbindung des historischen Ambiente mit zeitgemäßen Vorstellungen. Die Restaurierung dieses einzigartigen Baujuwels findet in der Fachwelt ebenso große Anerkennung wie im Bereich der Nutzer:innen und Besucher:innen. Der Geist und die Schönheit wurden, soweit es möglich war, belassen und mit modernen, formschönen und funktionellen Materialien ergänzt. Der Dank dafür gebührt den rund 70 Vereinsmitgliedern und Genossenschafter:innen, die tausende Arbeitsstunden kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Heute wird das Objekt für Geschäfte, ein Café-Restaurant, eine Kunsthandwerkstätte, einen Veranstaltungsbereich, eine Kaffeerösterei, einen Marktplatz und Co-Working-Bereiche genutzt. Durch das gute Heizungs- und Lüftungskonzept und die Erhaltung der Bausubstanz ist der ökologische Fußabdruck äußerst gering.

Detailinformation: https://tdd2022.appwebit.at/denkmal/716, öffnet neues Fenster

Programm und Details Fachgespräch, öffnet neues Fenster Denkmalschutz = Klimaschutz Ortsbildpflege, Ortskernbelebung, Baukultur... (Sonderveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Amt der oberösterreichischen Landesregierung.)

Bildmaterial: Tag des Denkmals 2022 und Fachgespräch in der Gießerei - Haus der Nachhaltigkeit in Ried im Innkreis, Oberösterreich

Copyright: Irene Hofer, Bundesdenkmalamt

Der Tag des Denkmals 2022 in der HBLA Sitzenberg-Reidling, Niederösterreich

Die Schule und das Internat der Höheren Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung sind bereits über 70 Jahre im Schloss Sitzenberg untergebracht. Die HBLA Sitzenberg ist damit die älteste Schule dieser Art in Niederösterreich und hinsichtlich ihres schulautonomen Schwerpunkts „Ökosoziales Produktmanagement“ einzigartig in Österreich. Das denkmalgeschützte und traditionsreiche Gebäude ist eine Dienststelle des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft und zählt zu den bedeutendsten Kulturjuwelen der Region. Die Schule im Schloss gilt in Bezug auf das diesjährige Motto „Denkmal voraus: Denkmalschutz = Klimaschutz“ als Paradebeispiel einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Nutzung. So erfreuen Stuckdecken, ein kunstvoll gestalteter Kachelofen und historische Holzböden in den Klassenräumen Lehrende und Lernende auch noch nach über 100 Jahren ihrer Entstehung. Dabei haben White Board und Internet genauso ihren Platz gefunden. Eine optisch unauffällige Photovoltaikanlage auf dem Flachdach des Schlosses soll in Zeiten der Energiewende einen Teil des Strombedarfs decken. Im Schlosshof finden jährlich Sommerspiele statt. Zu den zahlreichen Schmuckstücken des Schlosses gehören die neoklassizistischen Wanddekorationen des Speisesaals und der Festsaal mit seinen Logen und Holzbalustraden. Letzterer ist auch Austragungsort außerschulischer Kulturveranstaltungen. Die Szene auf dem Deckengemälde des Festsaals stellt den Triumph des Frühlings dar. Eine weibliche Gestalt lenkt ein Pferdegespann. Als Kompliment an die für die Umgestaltung des Schlosses entscheidende Bauherrin trägt diese die jugendlichen Züge der Baronin Valentine Springer, eine geborene Rothschild. Kaum ein anderes Motiv würde besser zum langjährigen Verwendungszweck des Schlosses, der umfassenden Bildung und Ausbildung junger Menschen, passen. In diesem Sinne trägt das Schloss der HBLA Sitzenberg zu Recht den Ehrentitel „Frühlingsschloss“. Detailbeschreibung: https://tdd2022.appwebit.at/denkmal/661, öffnet neues Fenster

Bildmaterial Tag des Denkmals 2022 in der HBLA Sitzenberg-Reidling in Niederösterreich

Copyright: Bettina Neubauer-Pregl, Bundesdenkmalamt

Der Tag des Denkmals 2022 im Schloss Losensteinleiten in Wolfern, Oberösterreich

Ein Schloss am Weg zur Energieautarkie: Das ehemalige Wasserschloss Losensteinleiten ist eine große hufeisenförmige Anlage, die einen lang gestreckten Hof umschließt. Errichtet wurde es ab 1650, Veränderungen erfolgten im 18. Jahrhundert. Das Schloss wurde zuletzt als Pflegeheim genutzt, nun sollen 17 Mietwohnungen und Nebenflächen entstehen. Unter dem Gesichtspunkt der Substanzerhaltung und moderner Energietechnik ist es der erklärte Wunsch der Projektbetreiber, eine ausgeglichene Energiebilanz im Sinne einer Betriebskostenverminderung zu erreichen. Bei den Spezialführungen am Tag des Denkmals wurde auf diese Thematik besonders eingegangen. Auch der zuständige Gebietsreferent des Bundesdenkmalamts, Landeskonservatorat für Oberösterreich, war vor Ort anwesend und gab Auskünfte zu den denkmalpflegerischen Aspekten. Detailbeschreibung: https://tdd2022.appwebit.at/denkmal/865, öffnet neues Fenster

Bildmaterial Tag des Denkmals 2022 im Schloss Losensteinleiten in Wolfern, Oberösterreich

Copyright: Irene Hofer, Bundesdenkmalamt

Presseinformation und Programm Tag des Denkmals 2022

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Ansprechpartner:innen in den Landeskonservatoraten

Mag. Peter Adam
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Dipl.-Ing. Walter Hauser
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Mag. Gorazd Zivkovic
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Mag. Dr. Hermann Fuchsberger
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Ing. Mag. Petra Weiss
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Dipl.-Ing. Eva Hody
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Mag. Dr. Christian Brugger
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Dipl.-Ing. Mag. Barbara Keiler
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Univ.-Doz. Dr. Friedrich Dahm
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Programm Fachgespräch Denkmalschutz Ried im Innkreis

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Burgenland

Bernstein - Burg Bernstein

Während der kostenlosen Mini-Burgführung wird auch der renaissancezeitliche Festsaal der Burg gezeigt.

Durch die massive Bauweise dienen die Mauern der Burg nicht nur dem Schutz vor kriegerischen Einfällen, sondern auch als gigantischer Wärmespeicher. So ist es uns möglich, bis tief in den Herbst auf eine zusätzliche Beheizung der Räume zu verzichten.

Die Beschäftigung mit alten Bauweisen gibt nützliche Anregungen für aktuelle Architekturprojekte.

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Stimmungsbild
© Archiv Almasy

Breitenbrunn - Die Grube/The Pit

„In Breitenbrunn verbirgt sich eine Architektur der Einsamkeit, ein Labyrinth, das die Zeit stillstehen lässt. Der überdachte Himmel, der die Außenwelt optisch köpft, ist ein sehr stoischer Ort. Ein Rückzug aus dem Lauten und Pompösen, das meiste ist versteckt oder bis zum Horizont verwurzelt. Hier hält sich die Architektur zurück, dominiert nicht den embryonalen Drang der Erde. Ein wiederbelebtes „Stonehenge”, der Mensch ist reduziert und dem Universum untergeordnet.“ (Kyong Park, Architekt, UC San Diego) „Die Grube / The Pit“ ist ein Land-Art-Projekt von Peter Noever in Breitenbrunn am Neusiedlersee, das seit den frühen 1970er-Jahren besteht und laufend weiterentwickelt wird. Ausgangspunkt dieses Projekts ist der über 200 Jahre alte, aus Sandstein gebaute Weinkeller. Das nördliche Ende des Kellergewölbes wurde freigelegt und geöffnet, sodass ein überwölbter, windgeschützter Raum entstand, der mit Bänken und Tischen aus Sandstein des angeschlossenen Steinbruchs ausgestattet wurde. Daran schließt die eigentliche „Grube“, ein grasbewachsener Trichter mit 20 Metern Durchmesser, an. „Die Grube / The Pit“, gelegen an der Schnittstelle zwischen zwei Weltkulturen, an der geopolitischen Intersektion, am Beginn der Eurasischen Steppe, stellt Noevers „work in progress" dar. Eine Reihe von baulichen Vorhaben wie „Der Turm“ und das „Haus mit Boot“, aber auch die Initiative der Landesregierung, Naturschutz mit Denkmalschutz in einen Dialog zu setzen, sind Teil dieses einzigartigen Land-Art-Projekts.

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Flügeltreppen / Wing-Stairs
© Architektur Raumburgenland / Rainer Schoditsch
36 Betonkuben / concrete cubes
© studio no/ever design
Kalken / whitewash – Kubus / Cube XXXVII
© studio no/ever design

Dürnbach - Wallfahrtskirche Dürnbach

Die römisch-katholische Pfarrkirche Dürnbach wurde 1782 von der Familie Batthány als Wallfahrtskirche erbaut und ist der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht. Ab 1900 wurde der bemerkenswerte Innenraum mit Seccomalereien von Frater Lukas Reicht aus der Benediktinerabtei Seckau in Beuroner Manier ausgestattet.

Die mittlerweile teilweise übermalten Wandbilder werden seit 2018 freigelegt und wiederhergestellt, die bestehenden Malereien sind aufwändig restauriert worden.

Das Team der Restauratorinnen und Restauratoren stellt die bisher durchgeführten und noch geplanten Arbeiten an der Raumhülle vor. Die stellvertretende Landeskonservatorin Mag. Angelina Pötschner erzählt über den Bau und die Maßnahmen der letzten Jahre.

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beleuchteter Innenraum einer Kirche
© Co BDA Martina Oberer-Kerth
Altarraum
© BDA Martina Oberer-Kerth
Wandmalerei
© BDA Martina Oberer-Kerth

Gerersdorf - Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

Das größte Freilichtmuseum des Südburgenlands ist seit vielen Jahren ein kulturhistorischer, touristischer, künstlerischer und handwerklicher Fixpunkt in dieser Region.

Die über 30 regionstypischen Holzblockbauten - Wohnhäuser, Werkstätten, Presshäuser, Kellerstöckl, Speicher, Stadel und andere Gebäude - sind teilweise mit Stroh gedeckt. In diesem Jahr erhalten mehrere Gebäude eine neue Strohdeckung - möglicherweise kann am Tag des Denkmals diese spezielle Handwerkstechnik beobachtet werden.

Alle Gebäude enthalten eine reichhaltige Sammlung bodenständiger Gebrauchsgegenstände, Gerätschaften und Handwerkszeuge, die einen umfassenden Einblick in die Lebenswelt des pannonischen Raums bietet.

Bei einer Gratisführung um 14:00 Uhr kann man die nachhaltige Bauweise der bäuerlichen Bevölkerung mit Holz, Lehm und Stroh der letzten drei Jahrhunderte kennenlernen.

Im Ambiente des mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichneten Museums finden laufend Kunstausstellungen, Konzerte, Feste und Handwerkskurse statt. Eine gemütliche Stadelschank sorgt für das leibliche Wohl der Gäste und lädt zum Verweilen ein, während sich die Kinder am Kinderspielplatz vergnügen können. Das Freilichtmuseum wurde 2018 zum „schönsten Platz des Burgenlands" gewählt.

Der Eintritt ist am Tag des Denkmals frei.

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Kitting und Kellerstöckl
© Gerhard Kisser
Glockenturm und Wohnhaus
© Gerhard Kisser
Rauchküche
© Gerhard Kisser

Großwarasdorf - Zweisprachige Mittelschule

Dem Burgenland mangelte es noch Ende der 1950er-Jahre an einer ausreichenden öffentlichen Infrastruktur. Trotz einer ersten Aufbauphase in der Zwischenkriegszeit und nach 1945 wirkte der Verlust der historischen Zentren, die 1921 bei Ungarn verblieben waren, immer noch nach. In den 1960er-Jahren startete die burgenländische Landesregierung aus diesem Grund ein ehrgeiziges öffentliches Investitionsprogramm, das den Abstand zu den restlichen Bundesländern abbauen sollte. Es wurde nicht zuletzt ein großzügiges Schulbauprogramm gefördert. Das Burgenland befand sich in einer noch nie dagewesenen Modernisierungsphase „auf der Überholspur“, um den damaligen Landeshauptmann Theodor Kery zu zitieren. In dieses Klima des Aufbruchs und der Modernisierung traten Mitte der 1960er-Jahre die zwei jungen Architekten Herwig Udo Graf und Matthias Szauer auf den Plan der Region. Beide beteiligten sich – noch völlig unbekannt - an den zu dieser Zeit zahlreich ausgeschriebenen Wettbewerben und hatten rasch Erfolg. Bereits nach wenigen Jahren zählten sie zu den dominierenden Akteuren im Architekturgeschehen des Bundeslands. Nach ihren Plänen entstanden eine Reihe an öffentlichen Gebäuden, viele von ihnen im Stil des Brutalismus - jenem Stil, der zum Synonym für eine einzigartige Phase der burgenländischen Architektur- und Kulturgeschichte wurde. In der Forschung wird dieses Phänomen mittlerweile auch als „Burgenländischer Brutalismus“ bezeichnet.

Die 1968 – 1973 errichtete zweisprachige Mittelschule Großwarasdorf steht exemplarisch für diese Phase des Aufbruchs und der Modernisierung und ist einer der letzten erhaltenen Schulbauten von Matthias Szauer. 2021 wurde das Objekt im Zuge eines Schwerpunktprogramms des Bundesdenkmalamts unter Denkmalschutz gestellt.

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Zweisprachige Mittelschule Großwarasdorf
© Foto Johann Gallis
Zweisprachige Mittelschule Großwarasdorf
© Foto Johann Gallis
Zweisprachige Mittelschule Großwarasdorf
© Foto Johann Gallis

Jois - Ortsmuseum Jois

Das denkmalgeschützte Museum Jois mit dem Leitbild „Von der Steinzeit zur Weinzeit“ zeigt in zehn Räumen eine beachtliche Sammlung ortskundlicher Gegenstände, die von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr eigenständig erforscht werden können. Das Leitbild des Museums veranschaulicht die Entstehung und die Prägung der Weltkulturerberegion Neusiedlersee. Die Highlights der Museumssammlung bilden der archäologische Fund der „Hinkenden Germanin von Jois“, die historische Kirchturmratsche, die „Freihand“ und die originale Einrichtung einer Schulklasse aus den 1930er-Jahren. Die ZEITreisen im Museum werden anhand von Exponaten und Bildern mit Ortsbezug veranschaulicht.

Zusätzlich können die erst jüngst beschilderten Sehenswürdigkeiten im Ortsgebiet von Jois erkundet werden. Interessierte können über den an den Tafeln angebrachten QR-Codes weiterführende Informationen zu der jeweiligen Station erhalten und zusätzlich auf der Homepage der Marktgemeinde Jois Näheres über jeden Standort erfahren. Ein QR-lesefähiges Gerät ist selbst mitzubringen. Ein Museum trägt durch das Sammeln, Bewahren und Ausstellen historischer Exponate einerseits zur Wissenserweiterung bei, anderseits werden die meist kulturell und handwerklich hochwertig gefertigten Schaustücke nicht dem aufwändigen Verwertungs- und Deponierungsprozess „alter Dinge“ zugeführt. Durch die Nutzung von digitalen Technologien sollen alle Bevölkerungsstrukturen – „vom Kind bis zum Dorfältesten“ – zur Bewusstseinsbildung des vorhandenen Kulturguts angeregt werden. Durch die Kombination beider Präsentationsmöglichkeiten in analoger und digitaler Form wird ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Zusätzlich angebotene Führungen geben Einblicke in Spannendes und Kurioses zu den STEIN-, SCHUL- und WEINzeiten des Ortes Jois. Gemütliches Beisammensein mit verschiedenen Getränken und Schmankerln erwartet die Besucher:innen je nach Witterung im Hof des Gemeindeamts oder im alten Feuerwehrhaus.

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Bilder

ZEITreisen
© Museum Jois
WEINzeit
© Museum Jois^
Mariensäule am Hauptplatz
© DI(FH) Alexander Hasenhündl

Kobersdorf - Ehemalige Synagoge Kobersdorf

Abgesehen von den Gemeindesynagogen von Kobersdorf und Schlaining sowie der privaten Wertheimersynagoge im Jüdischen Museum von Eisenstadt wurden alle Synagogen des Burgenlands in der NS-Zeit zerstört.

Der Würde der Gebäude entsprechend dienen ehemalige Synagogen heute oft als Museen, Kulturzentren oder sind Standorte von wissenschaftlichen Einrichtungen. Im Jahr 2019 hat das Land Burgenland die ehemalige Synagoge Kobersdorf erworben. Nach fast dreijährigen Planungs- und Sanierungsarbeiten fand im April 2022 die feierliche Wiedereröffnung statt. Seither wird das Gebäude als Kultur-, Wissenschafts- und Bildungszentrum mit dem Schwerpunkt auf jüdische Kultur und Geschichte genutzt.

Im Rahmen der Führungen soll einerseits die Geschichte des Jüdischen Kobersdorf und andererseits die Bau- und Restaurierungsgeschichte des ehemaligen Gebets- und Versammlungshauses näher beleuchtet werden.

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Innenansicht/Blick auf den Thora-Bereich
© Land Burgenland/Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit
Außenansicht
© Land Burgenland/Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit
Frauengalerie
© Land Burgenland/Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit

Mogersdorf - Betonkreuz der Gedenkstätte Mogersdorf

Das 15 Meter hohe, weithin sichtbare Betonkreuz ist Teil der von Architekt Ottokar Uhl 1964 gestalteten Gedenkstätte am Schlösslberg bei Mogersdorf und wird im Sommer 2022 restauriert.

Am Tag des Denkmals werden die besonderen Herausforderungen der Restaurierung dieses „jüngeren" Denkmals aus dem Werkstoff Beton erläutert und anhand von Anschauungsmaterial erklärt. Die Restaurierung trägt zur langfristigen Erhaltung des Denkmals bei und nützt den Energieaufwand seiner Errichtung optimal aus. Durch die Restaurierung erübrigt sich eine Neuerrichtung und damit ein weiterer hoher Energie- und Ressourcenverbrauch.

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Betonkreuz vor der Restaurierung
© Firma Zottmann
Betonkreuz vor der Restaurierung
© Firma Zottmann
Betonkreuz vor der Restaurierung
© Firma Zottmann

Neudorf - Pfarrkirche Hl. Leonhard: Fresken

Die römisch-katholische Pfarrkirche in Neudorf/Novo Selo zählt mit ihrem romanischen Grundriss zu den ältesten Sakralbauten des Burgenlands. Laut aktueller bauhistorischer Befundung wurde das Gotteshaus mit apsidialem Schluss gegen Ende des 12. Jahrhunderts errichtet.

2017 wurden spätbarocke Wandmalereien, die von Johann Gfall, einem seinerzeit angesehenen Maler der Wiener Akademie im Jahre 1769 ausgeführt wurden, freigelegt und restauriert. Die qualitätvolle illusionistische Malerei ziert seither die Apsis und den Triumphbogen der Kirche. In der Folge ergaben weitere Untersuchungen, dass sich auch im Langhaus kunsthistorisch wertvolle Fresken befinden, die noch etwa 200 Jahre älter sind und figurale Darstellungen, umgeben mit für die Renaissance typischen Dekor, aufweisen. Dabei wurde neben dem Erzengel Michael und dem Hl. Sebastian auch ein ganz besonderes Ausstattungselement gefunden - ein monumentaler kaiserlicher Doppeladler.

Diese rund 450 Jahre alten Wandmalereien wurden im Rahmen einer umfassenden Restaurierung der Raumschale des Langhauses, die unter Beachtung der Vorgaben des Bundesdenkmalamts erfolgte, im Vorjahr freigelegt.

Mit dem kaiserlichen Doppeladler in einer von Blättern umgebenen Passform besitzt die Pfarrkirche zum Hl. Leonhard in Neudorf/Novo Selo nunmehr ein ganz besonderes Fresko, zählt es doch laut kunsthistorischer Erkenntnisse zu den bedeutendsten höfischen Monumenten der Renaissance in einer österreichischen Landkirche. Im Zuge der Arbeiten im Kirchenschiff wurden auch ein gotisches Fenster, zwei Apostelkreuze und im Turmgewölbe eine Malerei des 19. Jahrhunderts freigelegt.

In der Pfarrkirche zum Hl. Leonhard sind nunmehr fünf Bau- und Stilepochen sichtbar: Romanik, Gotik, Renaissance, Spätbarock und Historismus, die zu einem besonderen Stimmungsbild verschmelzen.

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Innenansicht der renovierten Kirche
© W. Blaschnek
Erzengel Michael als Wandmalerei aus der Renaissance und als barocke Skulptur am Baldachin der Kanzel
© W. Blaschnek
Monumentaler Doppeladler - Fresko aus der Renaissance
© W. Blaschnek

Neusiedl am See - Pfarrkirche: Heilig-Grab-Kapelle

Die an der Nordfassade der römisch-katholischen Pfarrkirche angebaute Kapelle ist nach aktuellen Erkenntnissen der Bauforschung bereits in die Zeit um 1460 zu datieren. Bauherr war Graf Sigmund von St. Georgen und Bösing, der hier wohl eine Familienkapelle errichten ließ.

Die bisherige Behauptung, die eine Entstehung ins späte 19. Jahrhundert verortet, ist somit endgültig widerlegt. Unter Prälat Adolf Braun erfolgte 1873 die Umgestaltung des damals nur noch als Abstellkammer verwendeten Raums zur Heilig-Grab-Kapelle in neogotischen Formen. Für die Umgestaltung des Raums und die Anschaffung des Wandelaltars als zentrales Einrichtungsstück stifteten Neusiedler Bürger:innen beträchtliche Summen.

Im Zuge der aktuellen Restaurierungsmaßnahmen konnte auf Basis eines restauratorischen Befunds die gründerzeitliche Raumhülle mit gemalter Quaderung, farbig gefassten Rippen und begleitenden Ornamentbändern wiederhergestellt werden. Auch der Altar von 1873 wurde restauriert, wobei fehlende Teile der Altararchitektur und der Vergoldung ergänzt sowie die originale Fassung freigelegt wurden.

Ein bemerkenswertes Beispiel gründerzeitlicher Kirchenkunst, das nun in seiner ursprünglichen Schönheit auferstanden ist, wird am heurigen Tag des Denkmals präsentiert.

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Altar
© BDA Martina Oberer-Kerth
Mann mit rotem Umhang
© BDA Martina Oberer-Kerth
Altar aus Holz
© BDA Martina Oberer-Kerth

Schmiedrait - Evangelische Kirche

Die Kirche Schmiedrait wurde von 1998 bis 2005 außen und innen generalsaniert. Seit 1972 steht die 1875 für die evangelische Kirche in Mödling erbaute Carl-Hesse-Orgel (op.118) in Schmiedrait. 2014 versagte der Motor an der Orgel. Die Instandsetzungsarbeiten durch die Firma Vonbank konnte im Juni 2018 abgeschlossen werden. Seit 2020 beheimatet die Kirche die einzige gotische Orgel in Mitteleuropa.

Unser Konzert in der 1855 eingeweihten Kirche beginnt am Tag des Denkmals um 19:00 Uhr.

Es wird folgendes Programm aufwarten:

Fantasia und Fuge in a-moll BWV 904 Kyrie „Christe, du Lamm Gottes“ BWV 233a Sonate für Flöte und Basso continuo in e-moll BWV 1034 Partita diverse sopra il Corale: Ach, was soll ich Sünder machen BWV 770 Fantasia sopra: Jesu, meine Freude BWV 713 Jesu, meine Freude, Motette a 5 BWV 227 Die beteiligten Künster:innen des Ödenburg-Ensembles stellen sich vor: Edit Drüszler: Sopran Fruzsina Markus-Zalatnay: Mezzosopran Peter Kuzsner: Altus, Orgel, Cembalo Michael Lind: Tenor, Traversflöt Gesamtleitung: Emanuel Schmelzer-Ziringer: Bariton, Orgel, Cembalo

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Zu Restaurieren
© honorarfrei
Konzert
© honorarfrei
Kirche ohne Turm
© honorarfrei

St. Michael - Landtechnikmuseum

Bei einer Zeitreise durch 200 Jahre bäuerliche Arbeitswelt lernen Sie Gerätschaften von der Sichel bis zum langsamsten Porsche, dem Traktor, kennen.

Im Museum, das eine der größten einschlägigen Sammlungen des Landes bewahrt, können Sie in eine Welt tauchen, die das „Gestern" mit dem „Morgen" verbindet. 2000 Objekte veranschaulichen auf 2700 Quadratmetern die rasante Entwicklung der Technik und deren Einfluss auf die Landwirtschaft und die in diesem Bereich arbeitenden Menschen.

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Bilder

Objekt in der Landschaft
© Landtechnikmuseum
Traktoren
© Landtechnikmuseum

Stadtschlaining - Friedensburg Schlaining

Burg Schlaining gehört zu den größten und bedeutendsten mittelalterlichen Burgen des Burgenlands.

Im Zuge der Generalsanierung 2020/2021 als Vorbereitung zur Ausstellung „100 Jahre Burgenland“ wurde das mächtige Gemäuer einer umfassenden bauhistorischen Untersuchung unterzogen. Seither können die Anfänge der Burg Schlaining anhand des Baubestands in das späte 12. beziehungsweise frühe 13. Jahrhundert datiert werden. Ab dem späten 13. Jahrhundert bis in das 16. Jahrhundert wurde die Burg in mehreren großen Umbauphasen erweitert, bis sie letztendlich zu den mächtigsten Festungen des Landes zählte. Die Bauherren legten dabei stets besonderen Wert auf die Verteidigungsfähigkeit der Burg, die aufgrund ihrer Grenzlage immer wieder in den Mittelpunkt des politischen Geschehens rückte.

Die Führung beginnt dementsprechend mit dem Verteidigungssystem der Burg und wird sich langsam – ähnlich einem fiktiven Eroberer – an die Wohnräume herantasten.

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Sonnenaufgang über Friedensburg Schlaining
© Florian Schauer
Friedensburg Schlaining
© Burg Schlaining
Friedensburg Schlaining
© Burg Schlaining

Stadtschlaining - Hauptplatz Neugestaltung

Wer gern zuhause ist, verreist nicht gerne. Wer zu Hause bleibt, verbraucht weniger Ressourcen.

Historische Orte sind oftmals nicht nur Orte mit Schau- und Denkmalwert, sie können auch Lebensräume mit besonderen Qualitäten sein.

Die Neugestaltung des Stadtschlaininger Hauptplatzes im Südburgenland verbindet Idee und Form der über die Jahrhunderte verloren gegangenen Platzanlage mit heutigen Anforderungen und schafft so einen Ort des Gemeinwesens – des guten Aufenthalts.

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aktuelle Aufnahme
© Albert Kirchengast
aktuelle Aufnahme
© Albert Kirchengast

Kärnten

Bistrica na Zilji - Kraljevi kozolci/ Königsharpfen

Kozolec je slovenski izraz za ziljsko narečno besedo »stuəg«. Kot kmečko funkcionalno zgradbo, ki daje značilni pečat koroški pokrajini južno od Drave in tudi pokrajini Slovenije, ga lahko zasledimo od poznega srednjega veka. Zaradi tipičnega lokalnega načina gradnje je kozolec znak regionalne identitete in prepoznavna značilnost določenega podeželskega kulturnega območja.

Muzej na prostem Dežela kozolcev v Šentrupertu v Sloveniji, kjer je na ogled 19 kozolcev, je pripravil potujočo razstavo. Ime je dobila po fotografu Niku Kralju. Za predstavitev v gostilni Alte Post/Stara pošta na Bistrici na Zilji je razstava dopolnjena s primeri iz južne Koroške.

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Kozolec
© BDA/ Petra Laubenstein
Kozolec
© BDA/ Petra Laubenstein
Kozolec
© BDA/ Petra Laubenstein

Feistritz an der Gail/ Bistrica na Zilji - Königsharpfen / Kraljevi kozolci

„Kozolec" ist der slowenische Begriff für die Harpfe. Seit dem späten Mittelalter urkundlich nachweisbar prägt sie als traditioneller landwirtschaftlicher Zweckbau das Landschaftsbild Kärntens südlich der Drau wie auch Sloweniens. In ihrer charakteristischen landschaftsgebundenen Ausführung ist sie ein gebautes Zeichen regionaler Identität und Erkennungsmerkmal des jeweiligen ländlichen Kulturraums. Das Freilichtmuseum „Dežela kozolcev“ (Land der Harpfen) in Šentrupert in Slowenien, das eine Sammlung von 19 Harpfen besitzt, hat eine Wanderausstellung konzipiert. Diese wurde nach dem Fotografen Niko Kralj benannt. Für die Präsentation im historischen Einkehrgasthof „Alte Post/Stara Pošta" in Feistritz im Gailtal wird die Ausstellung durch Beispiele aus Südkärnten ergänzt.

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Holzleitern zum Heutrocknen
© BDA/ Petra Laubenstein
Holzleitern zum Heutrocknen
© BDA/ Petra Laubenstein
Holzleitern zum Heutrocknen
© BDA/ Petra Laubenstein

Friesach - Haus Moravi

Das im Kern romanische Bürgerhaus der Familie Moravi wurde von der European Historic Houses Association als „house of the month“ prämiert.

Bei allen Maßnahmen der Denkmalpflege orientiert sich der Eigentümer gemeinsam mit seiner Frau, einer Kunsthistorikerin und Künstlerin, an den geltenden Standards der Baudenkmalpflege (unter anderem biologische Dämmung des Dachbodens, Ölanstriche von Türen und Fenstern, Kalkfassade auf Grundlage des restauratorischen Befunds).

„Burgbau Friesach“ ist ein 2009 begonnenes Projekt, bei dem eine mittelalterliche Höhenburg mit mittelalterlichen Baumethoden und Handwerkstechniken errichtet wird.

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Burgbau
© BDA Irene Dworak
Burgschmied bei der Arbeit
© BDA Irene Dworak

Grades - Schloss Grades

Seit dem Jahr 2015 wird die ehemals mittelalterliche Wohn- und Wehrburg renoviert und revitalisiert. Dabei wird besonderer Wert auf die denkmalgerechte sowie nachhaltige Instandsetzung des Hauses gelegt.

Die Arbeit mit authentischen und regionalen Materialien entspricht nicht nur der historischen Arbeitspraxis, sondern auch einem schonenden Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.

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Schloss Grades
© Schloss Grades
Außenansicht
© Schloss Grades
Innenhof
© Schloss Grades

Grafenstein - Hoke Werkhaus

In den 1970er-Jahren errichtete der Kärntner Künstler Giselbert Hoke (1927-2015) das Werkhaus nördlich des Schlosses Saager.

Die Anlage verfügt über Werkstätten für vielfältige künstlerische Techniken, in denen das Gesamtwerk Hokes entstand, darunter Email- und Glaswände, Kirchenfenster und grafische Werke. Es gibt eine Grafikwerkstatt mit Radier- und Lithographiepressen, eine Glaswerkstatt mit einem Schmelzofen für Glas- und Emailarbeiten und eine Malwerkstatt.

Der Tag des Denkmals bietet Gelegenheit zur Besichtigung des Bilderspeichers, des Emailsaales, der Grafikwerkstatt und der Gesamtanlage. Zusätzlich besteht die Möglichkeit gemeinsam mit Karma Eder-Hoke, Tochter des Künstlers und Restauratorin, zu einem seltenen, barock dekorierten Felsenbildstock am Fuße des Skarbins zu wandern, den sie heuer restauriert.

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Blick in den Saal mit künstlerisch gestalteten Wänden
© Gudrun Schein, Hoke Archiv Werkhaus Saager
Gesamtanlage in der Landschaft
© Jörg Schmoe, Hoke Archiv Werkhaus Saager
Blick auf die künstlerisch gestaltete Terrasse
© Jörg Schmoe, Hoke Archiv Werkhaus Saager

Klagenfurt - Auf den Spuren Günther Domenigs

Die kärntenweite Ausstellung „Günther Domenig: DIMENSIONAL - Von Gebäuden und Gebilden" mit vielfältigem Rahmenprogramm zeigt erstmals das spektakuläre Gesamtwerk eines der wichtigsten österreichischen Architekten von internationaler Strahlkraft über vier programmreiche Monate an vier einzigartigen Orten. Sie steht im Dialog mit ausgewählten Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, sowie Architektinnen und Architekten. Im Rahmen einer Tagesexkursion begeben wir uns auf die Spuren des prominenten Architekten. Die Exkursion startet um 09:30 Uhr beim Architekturhaus Kärnten (AHK), St. Veiter Ring 10, in Klagenfurt, führt u. a. zu Domenig-Bauten in Völkermarkt, Hüttenberg und am Ossiacher See und endet mit der Ankunft um 17:00 Uhr beim Museum Moderner Kunst (MMKK), Burggasse 8 in Klagenfurt.

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Blick auf die von Günther Domenig umgestaltete Eisenwerksanlage in Hüttenberg
© Gerhard Maurer
Blick auf den von Günther Domenig gestalteten Verwaltungsbau
© Gerhard Maurer
Blick auf das von Günther Domenig gestaltete Steinhaus
© Ferdinand Freimüller

Klagenfurt - Clubhaus des Rudervereins „Albatros"

Vom späten 19. Jahrhundert an gehörten Freizeiteinrichtungen wie Badeanlagen, Bade- und Bootshäuser zur touristischen Basisinfrastruktur. Von den beiden Clubhäusern der Traditionsrudervereine am Wörthersee wurde jenes für den Ruderverein „Albatros" als Fachwerkbau ausgeführt. In den nach Süden und Westen vorgelagerten Flachbauten mit Sonnenterrassen sind die Bootshalle und einige Funktionsräume untergebracht.

Architekt Franz Baumgartner, nach dessen Plänen das Clubhaus 1908/09 errichtet wurde, orientierte sich in der Gestaltung am Heimatstil. Vom Klagenfurter Büro MURERO BRESCIANO architektur, das für den Ruderverein bereits 2009 einen neuen Damentrakt plante, wird aktuell eine Erneuerung der Holzpilotierung und der Ausbau des Dachgeschosses umgesetzt.

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Holzhaus am See
© BDA/ Petra Laubenstein
Ruderverein „Albatros"
© Dr. Klaus Marte

Klagenfurt - Lindwurm

Die „Tage der Alpen-Adria-Küche" stehen im Zeichen von Regionalität und Nachhaltigkeit. Zusätzlich zum kulinarischen Angebot gibt es heuer auch einen besonderen Denkmalgenuss: Beim restaurierten Lindwurmgitter vermitteln Metallrestaurator Christoph Thausing, Restaurator Wolfgang Zimmermann und Steinmetz Helmut Cekoni die Handwerkstechniken des Schmiedens, Vergoldens und der Steinbearbeitung.

Zur Geschichte: Im 1605 veröffentlichten Lobgesang auf Klagenfurt (Aristeion Carinthiae Claudiforum) wird unter anderem das aus Kreuzberglschiefer geschaffene Lindwurmdenkmal genannt. In die heutige Brunnenanlage wurde das Stadtemblem erst im 17. Jahrhundert integriert. Mit der Planung wurde Michael Hönel beauftragt. Von dem aus Sachsen zugewanderten Bildhauer stammt auch die Statue des Herkules.

Mehrmals wurde der Lindwurm als Reittier missbraucht - 1797 von einem Soldaten aus der Armee Napoleons, 1945 von einem britischen Besatzer. Die Folge waren nicht nur Schäden am steinernen Wappentier, sondern auch am Gitter.

Vor einigen Jahren wurde wieder eine Gesamtrestaurierung der Anlage durchgeführt, diesjährig ist die denkmalgerechte Restaurierung des geschmiedeten Brunnengitters geplant.

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Lindwurm
© BDA
Lindwurm
© BDA

Kostanje / Köstenberg - Muzej za vsakodnevno zgodovino

Janez Lesjak, nekdanji predsednik Slovenskega prosvetnega društva Drabosnjak, je poleg prizadevanj za oživitev slovenskega kulturnega življenja v občini Vrba neutrudno zbiral tudi predmete iz vsakdanjega življenja, ki so odslužili. Etnološka zbirka je dobila domovanje v nekdanjem župnijskem gospodarskem poslopju v Zgornji vasi pri Kostanjah. Danes obsega okoli 480 predmetov, ki predstavljajo nekdanja kmečka dela, obrti in dejavnosti, povezane z življenjem in delom v hiši. Tematske sklope dopolnjujejo stare fotografije iz okolice. Na Dan spomenika bosta Uši Sereinig in Ernst Dragaschnig predstavila stavbo in zbirko.

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Dom
© Iztok Illich
Gozdarstvo
© Franc Opetnik
Pekači in pripomočki za peko
© Franc Opetnik

Köstenberg / Kostanje - Museum für Alltagsgeschichte

Neben seinen Bemühungen um die Wiederbelebung der slowenischen kulturellen Aktivitäten in der Gemeinde Velden sammelte Janez Lesjak, der ehemalige Obmann des Slowenischen Kulturvereins Drabosnjak, auch unermüdlich Objekte aus dem täglichen Leben, die nicht mehr gebraucht wurden.

Die ethnologische Sammlung wurde im ehemaligen Wirtschaftsgebäude der Pfarre in Oberdorf/Zgornja vas in der Nähe von Köstenberg/Kostanje untergebracht. Heute zählt sie rund 480 Gegenstände, die handwerkliche Berufe, einstige bäuerliche Tätigkeiten sowie alltägliche Beschäftigungen und Arbeiten im Haus, darstellen. Die Themenbereiche ergänzen alte Fotografien aus der Umgebung.

Am Tag des Denkmals stellen Uši Sereinig und Ernst Dragaschnig das Gebäude und die Sammlung vor.

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Blick auf das Gebäude Drabosnjakov dom
© Iztok Illich
Werkzeug
© Franc Opetnik
Backformen für Kachelöfen und Backbehelfe
© Franc Opetnik

Liebenfels - Burgruine Hochliebenfels

Die malerisch über der Ortschaft Pulst gelegene Burgruine Hochliebenfels wurde im Vorjahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Dietmar Messner, der neuer Burgherr, hat die 1312 erstmals urkundlich genannte „liewenvelse" untersuchen und aufwändig restaurieren lassen. Ergebnisse von Archäologie und Bauforschung werden im Rahmen eines Rundgangs besuchergerecht vermittelt. Im ehemaligen Bergfried - dem heute höchsten mittelalterlichen Aussichtsturm Kärntens - genießt man eindrucksvolle Ausblicke auf die imposante Südkärntner Bergwelt.

Am Tag des Denkmals lädt der Burgherr persönlich zum Tag der offenen Tür.

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Blick auf die Burganlage
© BDA/ Petra Laubenstein
Blick auf die Burganlage
© Josef Grojer

Moosburg - Schloss und Hotel Moosburg

Westlich oberhalb von Moosburg thront der mächtige, im 16. Jahrhundert errichtete und im 17. Jahrhundert erweiterte Schlosskomplex, von dem der Ort den Namen nahm. Seit dem 20. Jahrhundert wird das Schloss als Hotel geführt.

Am Tag des Denkmals finden im „Neuen Schloss" Führungen statt, die einen Besuch der Schlosskapelle, der gotischen Halle sowie des Haupthauses mit der Kunstsammlung umfassen. Ebenso zeigen die Führungen die bedeutende Stuckdecke der „Großen Galerie" im zweiten Stock. Auch ein Besuch im Südflügel, dem sogenannten "Pflegergstöckl", ist vorgesehen.

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Schloss von Westen
© Ernst Ludwig Bauer
Schlosswiese
© Ernst Ludwig Bauer
Schlosskapelle innen
© Ernst Ludwig Bauer

Mühldorf - Wanderung am Römerweg

1898 stieß man in Mühldorf auf ein römerzeitliches Badehaus.

Im Fokus eines 2017 vom Archäologen Stefan Pircher initiierten Forschungsprojekts steht nicht nur die damals aufgefundene Badeanlage, sondern auch eine Vielzahl weiterer Gebäude, die man mittels geophysikalischer Prospektion entdeckte. Auch heuer werden Grabungen durchgeführt, um mehr über die vorrömische und römische Besiedelung des heutigen Orts Mühldorf herauszufinden.

Inzwischen widmen sich ein 2021 eröffnetes Museum und drei Rundwege der römischen Ansiedlung an der oberen Drau.

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Das keltische Mädchen Matugenta präsentiert das Eingangsportal von ARGENTUM.
© Gemeinde Mühldorf; Die ARGEntur Wolfgang Daborer

Nötsch - Kulturspaziergang „Nötscher Kreis"

In der Wiegele-Mühle, seit 1876 in Familienbesitz, werden Brote und Mehlspeisen noch nach alter Handwerkstradition hergestellt und im benachbarten Wohnhaus verkauft.

Im Obergeschoss des Wiegele-Wohnhauses befindet sich seit 1998 das „Museum des Nötscher Kreises", das in jährlichen Ausstellungen Leben und Werk von Franz Wiegele, Anton Kolig, Sebastian Isepp und Anton Mahringer beleuchtet.

Zeugnisse des Schaffens der bedeutenden Künstler der Zwischenkriegszeit findet man heute nicht nur in vielen österreichischen Museen, sondern auch vor Ort: am Friedhof, an der Kirche St. Kanzian und im Gartenpavillon des Hotels „Marko“, wo in Zusammenarbeit des Bundesdenkmalamts mit Land und Gemeinde eine freskale Gemeinschaftsarbeit der Kolig-Werkstatt vor dem Verfall gerettet wurde.

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Blick auf das Museumsgebäude
© fatzi.at
Künstlerfoto
© Privatbesitz
Fresko
© paradies@kolig.at

Oberdrauburg - Restauratorenwerkstätte „Lengauerhaus"

Das sogenannte „Lengauerhaus“ aus dem 16. Jahrhundert war bis zur Auflassung der Mauten im Jahre 1766 Sitz von Mauteinnehmern und Mautpächtern. Zu diesem Berufsstand gehörte auch der Vater des berühmten Barockmalers Josef Ferdinand Fromiller, der hier zur Welt gekommen sein soll.

Nach späteren Nutzungen für Landwirtschaft und Gastwirtschaft stand das Haus lange Zeit nahezu leer. Eine denkmalpflegerisch vorbildliche etappenweise Gesamtrestaurierung und -adaptierung trägt jetzt erste Früchte. Im Erdgeschoss hat man eine Restaurierwerkstätte eingerichtet, in den Obergeschossen wurden Wohnungen bezogen.

Am Tag des Denkmals stellt Restaurator Robert Smoley, der an der Revitalisierung federführend beteiligt ist, Denkmal und Werkstätte vor. Restauratorinnen und Restauratoren lassen sich bei ihrer Konservierung von Gemälden und gefassten Holzobjekten über die Schultern schauen.

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Blick auf die Straßenfassade des Hauses
© BDA/ Petra Laubenstein

Thörl-Maglern - Greißlermuseum

Das alte Krämergeschäft in Thörl-Maglern, nur wenige Schritte von der italienischen Staatsgrenze entfernt, war seit der Regentschaft Maria Theresias bis 1989 der Nahversorger der Umgebung.

Heute ist das alte Geschäft ein Museum, in dem man erleben kann, wie zu Urgroßmutters Zeiten eingekauft wurde. Außerdem gibt es viel über die Untergailtaler Tracht und deren Herstellung zu erfahren.

Vor kurzem wurden im alten Geschäftsraum unter einem Ölanstrich wertvolle Biedermeier-Gewölbemalereien gefunden. Um neben der traditionellen Kaufhauskultur auch die künstlerische Ausstattung des Hauses und damit ein Stück ländlichen Kulturguts zu erhalten, entschloss sich der Verein „Freunde des Greißlermuseums" zu einer denkmalgerechten Freilegung und Restaurierung der Malereien.

Die freigelegten Malereien sind am Tag des Denkmals selbständig oder im Rahmen von Führungen zu besichtigen.

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Außenansicht des Museums
© Greißlermuseum Thörl-Maglern
Frauen, ein Kind und Puppen in der Tracht
© Margit Kundigraber
Verkaufsregal mit alten Dosen und Schachteln
© Ursula Rausch

Velden - Kulturspaziergang

Wegen seiner zukunftsweisenden Raumordnung wurde Velden als „nachhaltige Gemeinde“ ausgezeichnet. Die Adaptierung des denkmalgeschützten Spritzenhauses (Planung Franz Baumgartner 1925/26) als Musikschule wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie als Mustersanierung des Klima- und Energiefonds bewertet und gefördert und war 2016 Denkmal des Monats.

Gemeindearchivar Andreas Kleewein stellt im Rahmen eines Kulturspaziergangs bekannte und unbekannte Kleindenkmale, Inschriften, Kirchen, Villen und Hotelanlagen vor.

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Blick auf die Musikschule
© ARCH+MORE ZT GmbH
Blick in das Stiegenhaus der Musikschule
© ARCH+MORE ZT GmbH
Blick auf den Bildstock
© Andreas Kleewein

Villach - Pfarrhof

Die Diözese Gurk hat bereits 2017 Nachhaltigkeitsleitlinien für die 336 Kärntner Pfarren und andere kirchliche Einrichtungen veröffentlicht.

Auch die Sanierung und Restaurierung des im Kern frühneuzeitlichen Pfarrhofs in Villach St. Jakob steht im Zeichen von Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die Heizungsanlage wurde modernisiert: man verwendet jetzt Fernwärme anstelle von Öl. Ein barrierefreier Zugang wurde geschaffen, der historische Baubestand (Gewölbe, Stuckdecken, Innentüren, Fenster) wurde denkmalgerecht restauriert. Im Erdgeschoss wurde die ursprüngliche Raumgestaltung als Grundlage verwendet. Ein Raum wurde für zeitgemäße Kunst und Kultur eingerichtet. Sichtfenster der früheren Deckenausmalung wurden freigelegt.

Am Tag des Denkmals gibt es die Möglichkeit, im Anschluss an einen „Gottesdienst zum Denkmaltag“ im Rahmen einer Sonderführung die Stadtpfarrkirche St. Jakob mit ihren schönen Epithaphen und die neuen Pfarrräumlichkeiten zu besichtigen. Im Anschluss wird zu einem Gespräch und einem Imbiss geladen.

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Blick auf die Stadtpfarrkirche
© BDA/ Petra Laubenstein
Innenansicht der Stadtpfarrkirche
© BDA/ Petra Laubenstein
Blick auf die frühere Bemalung
© BDA/ Petra Laubenstein

Wernberg - Burgruine Aichelberg

Das Kärntner Landesarchiv hat in Kooperation mit der Eigentümerfamilie, der Gemeinde Wernberg und dem Bundesdenkmalamt den dritten Band der Reihe „Denkmalforschung in Kärnten“ der Burgruine Aichelberg gewidmet.

Schloss Aichelberg, seit 1224 als Sitz landesfürstlicher Ministerialen genannt, wurde baulich von den Khevenhüllern geprägt. Seit 1846 steht die Anlage im Besitz der Familie Orsini-Rosenberg. Nach Abschluss der seit 2016 in Etappen durchgeführten Konservierung der Burgruine war es ein Desiderat, die Geschichte der Ruinenanlage interessierten Besucherinnen und Besuchern zu vermitteln. Neue archäologische und bauhistorische Erkenntnisse zur Burg werden in der neuen Broschüre erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Blick auf Torturm und Befestigung
© BDA Petra Laubenstein

Wolfsberg - Museum im Lavanthaus und Stadtpfarrkirche

Im Vorjahr wurde auf Initiative des Wolfsberger Stadtpfarrers die aus dem 18. Jahrhundert stammende Gruft der Markuskirche geöffnet, die als Grabstätte verdienstvoller Stadtbürger:innen diente.

Die Gruft wie auch die im Rahmen einer archäologischen Untersuchung entdeckten Fundstücke - unter anderem Gewänder, Kopfbedeckungen, Rosenkränze und Skapuliere - werden nach ihrer Restaurierung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und am Tag des Denkmals im örtlichen Museum und in der Stadtpfarrkirche vorgestellt.

Im Kirchturm kann das Atelier des Künstlers Heimo Luxbacher besichtigt werden, der auch an der Neugestaltung der Gruft mitwirkte.

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Blick in die Kirchenausstellung
© BDA/ Petra Laubenstein
Blick in die Gruft
© BDA/ Petra Laubenstein

Niederösterreich

Aggsbach - Geozentrum Steinstadel

Das Geozentrum Steinstadel zeigt die faszinierende Vielfalt der Gesteine, Fossilien und Mineralien. Nicht wenige davon dienen als Rohstoffe für zahlreiche Anwendungen und sichern damit unsere Zivilisation. Ihre Gewinnung steht aber nicht selten in Konkurrenz zum Klimaschutz und führt zu Kontroversen. In fernen Ländern herrschen dabei oft fragwürdige Bedingungen. Weite Transportwege produzieren zusätzlich Treibhausgase.

Gibt es heimische Alternativen? Kann deren Abbau umweltverträglich erfolgen? Diese und weitere Fragen werden bei individuellen Sonderführungen zur Diskussion gestellt. Am Beispiel des Lithium-Erzes Spodumen (Mineral des Jahres 2022), dem im Steinstadel eine Sondervitrine gewidmet ist, kann darüber exemplarisch philosophiert werden.

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Der Steinstadel liegt idyllisch am Aggsbach neben der alten Hammerschmiede
© Gerald Knobloch
Blick in die alten Gewölbe mit der Mineralienschau
© Gerald Knobloch
Im Steinstadel kann man faszinierende Steine aus der näheren Umgebung bewundern
© Gerald Knobloch

Aggsbach - Kartause

Die Künstlerin Marianne Maderna stellt sich vor: „1969 entdeckte ich die Kartause für mich und 1970 wurde sie von meinem Mann Alfons Maderna erworben. Das Gebäude war desolat und unbewohnbar. Nach jahrzehntelangen Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten machten wir das Gebäude zumindest für unsere Familie bewohnbar." Unter dem im Jahr 2020 erneuerten Dachstuhl befindet sich nun das MMMUSEUM (Marianne – Maderna - Museum). „In Stille und Einsamkeit lässt sich Kunst und Leben direkter verbinden. Ich arbeite an meinen Skulpturen im Freien und habe kein Atelier. Es sind apotropäische Skulpturen, die ich hier forme. Sie sind in den einzelnen Räumen des MMMUSEUMS installiert ebenso wie Sammlungen anderer zeitgenössischer Künstlerinnen." Die Besichtigung ist nur nach Voranmeldung möglich.

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MMMUSEUM im Kartause Speicher
© Marianne Maderna
Kartause Garten mit Skulpturen von MM
© Marianne Maderna
Kartause Innenhof mit Skulpturen von MM
© Marianne Maderna

Aggsbach Dorf - Hammerschmiede Pehn

Die Wasserkraft ist die eigentliche „Mutter der Industrialisierung" und anders als die Dampf- und Verbrennungskraftmaschinen mit allen Klimavorgaben vereinbar, emissionsfrei, mit einem sagenhaften Wirkungsgrad bis zu 85%. Ein bedeutendes Denkmal der Industriegeschichte des Zentralraums von Niederösterreich ist die Hammerschmiede in Aggsbach/Dorf aus dem 16. Jahrhundert. Sie wurde komplett neu renoviert und ist wieder voll funktionsfähig. Die Anlage besteht aus drei oberschlächtigen Wasserrädern, einem Schwanzhammer, einem Blasbalg und einer Schleifanlage.

Die begleitenden Führungen erklären die gesamte Anlage und beim Schauschmieden erlebt man, wie durch Jahrhunderte hindurch Schmiede ihre Werkstücke hergestellt haben.

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In den 30er Jahren
© privat
Der Schwanzhammer
© privat
Teich und Schmiede
© privat

Altenburg - Benediktinerstift Altenburg

Aus dem sogenannten „Lateinischen Brief" des Bischofs Reginbert von Passau vom 25. August 1144 geht hervor, dass die „nobilissima dominaâ" Hildburg, Witwe des Grafen Gebhard von Poigen-Rebgau, auf ihrem Gutsbesitz in Altenburg eine Mönchszelle nach den Regeln des Heiligen Benedikt erbaut hatte - es handelt sich um den Beginn von fast 900 Jahren klösterlichen Lebens im Stift Altenburg. Am Tag des Denkmals stehen nicht nur das Kloster an sich, sondern auch die vier Höfe und Gärten im Vordergrund. Wir unternehmen eine Entdeckungsreise zu oft Übersehenem.

Letzter Einlass ist um 16:00 Uhr.

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Stift Altenburg, Einblick in die Krypta
© Stift Altenburg/Schewig Fotodesign
Stift Altenburg, Sammlung Arnold, grüner Raum
© Stift Altenburg/Emil Jovanov
Stift Altenburg, Ansicht von Osten
© Stift Altenburg/Armin Dietrich

Asparn an der Zaya - MAMUZ

Wertvolle Kenntnisse und Fertigkeiten zum Überleben in der Wildnis, die schon frühe Jäger- und Sammlerkulturen für sich nutzten, sind am 25. September im MAMUZ Schloss Asparn an der Zaya zu entdecken.

Natur- und Wildnistrainer Alex Ernst zeigt im archäologischen Freigelände des MAMUZ, mit welchen Techniken die Menschen der Steinzeit Nahrung beschafften, Feuer machten und sich in der Wildnis orientierten. Mitmachen ist angesagt, wenn Feuer entzündet und Fallen aufgebaut werden.

Der Eintritt ist nur im Rahmen der Führung um 15:00 Uhr frei.

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Bronzezeit
© Atelier Olschinsky

Baden - Arnulf Rainer Museum

Entdecken Sie das denkmalgeschützte Frauenbad (heutiges Arnulf Rainer Museum) in der Architektur-Führung um 11:00 Uhr und erfahren Sie mehr über die klassizistische Bäderarchitektur.

Um 15:00 Uhr nehmen wir Sie mit auf einen Rundgang durch die aktuelle Ausstellung "Arnulf Rainer. Rosa Rot Himmel Blau". Im Rahmen dieser Überblicksführung zeigen wir Ihnen die weltweit einzigartige Symbiose aus klassizistischer Bäderarchitektur und zeitgenössischer Kunst.

Speziell Familien und Kinder laden wir zu dieser Führung recht herzlich ein.

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Ehemaliges Frauenbad - heutiges Arnulf Rainer Museum
© (c) Arnulf Rainer Museum

Baden - Beethovenhaus

Einst eine Fremdenpension im Eigentum eines Kupferschmieds, später eine Bäckerei und nun Museum: Das Haus mit mittelalterlichen Wurzeln in der Rathausgasse 10, in dem Komponist Ludwig van Beethoven von 1821 bis 1823 seine Sommer verbrachte, hat eine bewegte Geschichte und viele Zu- und Umbauten hinter sich. Nach der gelungenen Revitalisierung wird seit 2014 nicht nur das von Beethoven gemietete Apartment im ersten Stock, sondern das ganze Haus als Museum bespielt. Der Ort für ein Beethovenhaus könnte nicht authentischer, die Nutzung nicht nachhaltiger sein.

Bei einer Sonderführung um 11:00 Uhr werden die Highlights der Sanierung, wie die wiederentdeckten und freigelegten farbigen Wände, gezeigt und Interessantes über Beethovens Zeit in Baden berichtet.

Der Eintritt ist nur im Rahmen der Sonderführung frei.

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Beethovenhaus Baden, Menschen am Weg zum Konzert
© Romana Fürnkranz
So könnte Beethovens Schreibtisch ausgesehen haben
© Christian Schörg
Wichtige Menschen in Beethovens Leben nehmen am Tisch Platz
© Christian Schörg

Baden - Kaiserhaus

Das Kaiserhaus, von 1807-1810 von Nikolaus Esterhazy zu einem Adelspalais umgebaut, wurde 1813 von Kaiser Franz II./I. erworben und diente ihm und seiner Familie bis 1835 als Sommerresidenz. 1917 verlegte Kaiser Karl das Armeeoberkommando der k.u.k. Monarchie dorthin und wohnte zeitweilig mit seiner Familie im zweiten Stock. 2010-13 wurde das geschichtsträchtige Haus saniert, wobei man auf architektonische Besonderheiten großes Augenmerk legte. Heute nutzt man es nachhaltig als einen Ort für Ausstellungen.

Überzeugen Sie sich selbst von der gelungenen Sanierung dieses kleinen Stadtjuwels.

Der Eintritt ist nur im Rahmen dieser Führung frei.

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Der Balkon des Kaiserhauses in Baden
© Thomas Magyar
in blau gehalten
© Thomas Magyar
in gelb gehalten
© Thomas Magyar

Baden - Rollettmuseum

Das Gebäude am Weikersdorfer Platz 1 in Baden wurde 1903/04 nach den Plänen des Architekten Rudolf Krausz, dem Gewinner des vorangegangenen Architekturwettbewerbs, als Rathaus von Weikersdorf errichtet. Der ausgeführte Bau entspricht dabei zum Großteil dem Siegerprojekt. Der prominente Turm mit der Turmuhr verweist immer noch klar auf die ursprüngliche Funktion des Hauses als Amtsgebäude, genauso wie die Schlagwörter „Fleiss, Treue, Pflichtgefühl und Gemeinsinn", die in die Deckenmalerei des Stiegenhauses integriert wurden. Nachdem Weikersdorf 1912 Teil der Stadt Baden wurde, zogen das Stadtarchiv und das Rollettmuseum, dessen Sammlung auf den Badener Arzt Anton Franz Rollett (1778-1842) zurückgeht und bereits seit 1810 der Öffentlichkeit zugänglich ist, 1914 in das Gebäude. Im Zuge der baulichen Adaptierungsarbeiten wurde zum Beispiel aus den Arrestzellen im Keller eine Bibliothek.

Aber das Gebäude konnte nicht durchgehend als Ausstellungshaus dienen: während des Ersten Weltkriegs fungierte es als Lebensmittellager, im Zweiten Weltkrieg wurden hier verschiedene Parteiorganisationen untergebracht und während der Russischen Besatzung war der Keller ein Schlachthaus. Entdecken Sie ein ehemaliges Rathaus, das die Geschichte der eigenen Stadt erzählt – authentisch und nachhaltig. Überzeugen Sie sich selbst von der spannenden Geschichte des ehemaligen Rathauses Weikersdorf.

Der Eintritt ist nur im Rahmen dieser Führung frei.

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Imposantes Portal des Rollettmuseums
© Andreas Buchberger
ehemaliger Sitzungssaal
© Andereas Buchberger
imposantes Stiegenhaus
© Andreas Buchberger

Berndorf - Krupp Stadtmuseum

Ein Greißler ums Eck war früher ein Anlaufpunkt für die Gesellschaft um sich mit Waren des täglichen Bedarfs einzudecken - so auch die Krupp´sche Consumanstalt in Berndorf, das größte Kaufhaus im Triestingtal.

1890 wurde Arthur Krupp Alleinbesitzer der Berndorfer Metallwarenfabrik und gründete die Krupp´sche Consumanstalt. Bei dieser Art Großkaufhaus handelte es sich um eine Wohlfahrtseinrichtung unter der Leitung der Berndorfer Metallwarenfabrik für die Betriebsangehörigen und die übrige Bevölkerung der Region. Angeschlossen waren auch ein landwirtschaftlicher Musterbetrieb, eine Wurstfabrik (heute Museum), ein Kühlhaus und eine Bäckerei.

Lüften Sie mit uns die Geheimnisse der nachhaltigen Nutzung, welche die historischen Mauern verbergen.

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Krupp´sche Consumanstalt - Wurstfabrik
© krupp stadt museum BERNDORF
Krupp´sche Consumanstalt - Verkaufsraum
© krupp stadt museum BERNDORF
Krupp´sche Consumanstalt 1905
© krupp stadt museum BERNDORF

Breitenstein - Ghega Museum

Die Semmering-Bahn war die erste Gebirgsbahn der Welt. Ing. Carl Ritter von Ghega gelang es, sämtliche Bauwerke so in die Landschaft zu integrieren, wie es weder vorher noch nachher jemandem möglich war. Quer über den Globus schrieben die Zeitungen: „Mit diesem genialen, einzigartigen Werk sind die Alpen von nun an keine Barriere mehr!" Als am 17. Juli 1854 der erste fahrplanmäßige Personenzug über den Semmering dampfte, war das Lebenswerk des größten Genies der Eisenbahngeschichte bis zum heutigen Tag vollendet.

Das erste und einzige Ghega-Museum versucht das Wirken und Schaffen des Ingenieurs sowie seinen feinen Kunstsinn für die Nachwelt zu bewahren.

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Modell des Viaduktes mit 9 originalen Lithografien
© Georg Zwickl
Foto mit Drohne aufgenommen
© Georg Zwickl
Fachgerecht durch Fa. Ledolter ausgeführt
© Georg Zwickl

Gmünd - Bruckmühle: Die Energie des Wassers

In früheren Zeiten war die Wasserkraft für den Betrieb einer Mühle unerlässlich. Auch in der Geschichte von Gmünd gab es eine Vielzahl von Mühlen entlang der Lainsitz, von deren Existenz heute vor allem noch die denkmalgeschützte „Bruckmühle“ in der Mühlgasse zeugt.

Im Rahmen des Tag des Denkmals am 25. September 2022 gibt es zwischen 15:00 Uhr und 17:00 Uhr die Möglichkeit, einen Blick in das gut erhaltene historische Mühlengebäude zu werfen und Infos über die mögliche Nutzung der Wasserkraft für nachhaltige oder ökologische Stromerzeugung zu erhalten.

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Die ehemalige Bruckmühle in Gmünd
© Stadtgemeinde Gmünd

Göttweig - Stift Göttweig

Die heurige Sonderausstellung im Stift Göttweig rückt reisende Benediktiner seit dem 18. Jahrhundert in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Begleiten Sie die Kuratorin der Sonderausstellung, Mag. Dr. Angelika Kölbl, auf einer spannenden Reise durch die Zeiten! 

Der Eintritt ist nur im Rahmen der Führungen frei.

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Stift Göttweig - Ölgemälde aus dem Benediktzyklus im Stift Göttweig
© Stift Göttweig/Bernhard Rameder
Mönche mit Auto
© Stift Göttweig/Bernhard Rameder

Hohenberg - Ehemaliges Personalwohnhaus

Im Jahr 1900 erbaute der damals junge Architekt Josef Hoffmann ein Forstamt und ein Wohnhaus für Forstpersonal im Auftrag von Karl Wittgenstein, der ausgedehnte Waldungen bei Hohenberg besaß.

Bereits das zweite Jahr in Folge kann man heuer das Wohnhaus am Tag des Denkmals besuchen und das bedeutende Frühwerk von Hoffmann bewundern. Unlängst sind die teilweise in einer alten Kammzugtechnik ausgeführten Holzausstattungen im Inneren des Hauses aufwendig restauriert worden.

Achtung! Die Gruppengröße für die Besichtigung ist auf maximal fünf Personen begrenzt.

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Außenansicht
© Getrude Markl, BDA
Stiegenhaus
© Getrude Markl, BDA
Innenausstattung
© Getrude Markl, BDA

Hohenberg - Neuhauser Kunstmühle

Das Bärenhaus in Hohenberg geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Im 17. Jahrhundert war es Sitz eines Hammerherrn, der mit der Wasserkraft der Traisen ein Hammerwerk zur Eisenproduktion betrieb. Im Zuge einer umfassenden Renovierung im Jahr 2016 wurde die historische Struktur des Hauses wiederhergestellt und ein moderner Holzbau, der Bibliotheksturm, hinzugefügt.

In unserer nahegelegenen Werkstatt führen wir durch die Welt des druckgrafischen Kunsthandwerks. Hier arbeiten wir in einer 1893 als Sommerfrische erbauten Villa. Im Bärenhaus wurde mit moderner Technologie im Zuge der Renovierung eine Niedertemperaturheizung installiert. Wärmequelle ist eine Grundwasser-Wärmepumpe. Unser 1883 als Sommerfrische einer Wiener Familie erbaute Werkstatthaus wird mit Holzpellets beheizt.

Das Wohnhaus ist nur am Tag des Denkmals geöffnet.

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Das Bärenhaus in Hohenberg
© BDA
Lithografische Schnellpresse
© Neuhauser Kunstmühle

Hollabrunn - Jüdischer Friedhof

Im Rahmen der Kulturvermittlung werden wir am Standort des jüdischen Friedhofs einen Bogen über die jüdischen Spuren in der Stadt spannen.

Aus Familiengeschichten hören wir Erzählungen über den Alltag vor dem Zweiten Weltkrieg, über Flucht und Vernichtung und über die Rückkehr einiger weniger nach Österreich. Diese Geschichten stehen stellvertretend für viele jüdische Familien, die nun in der ganzen Welt verstreut sind.

Auf dem Friedhof findet man 135 Grabsteine, Begräbnisse fanden hier von 1876 bis 1978 statt. Im Rahmen des Novemberpogroms 1938 wurde der Friedhof geschändet und die Gedenktafeln und Grabsteine für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen wurden zerstört. Einige Steine sind umgefallen und säumen den Weg. Daher ist besondere Vorsicht notwendig und die Führung ist nicht für Kinder geeignet. Am Tag des Denkmals stehen die Geschichten der Familien Hauser, Ranzenhofer, Skutezky, Fürnberg und Wallisch im Mittelpunkt.

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Ansicht Jüdischer Friedhof
© Patrizia Mantler-Stockinger
Ansicht jüdischer Friedhof
© Patrizia Mantler-Stockinger

Horn - Stephanskirche

Die älteste Kirche Horns steht beherrschend an einem Hügel, nahe eines alten Verkehrswegs. Sie ist umgeben von einem Friedhof und wird - im Gegensatz zur zentral am Horner Hauptplatz gelegenen Kirche St. Georg - auch als Friedhofskirche bezeichnet.

Im ursprünglich romanischen Bau dominieren heute die gotischen Stilformen. Eine Führung durch Herrn Richard Hradecky am Tag des Denkmals ermöglicht es, in die Vergangenheit einzutauchen und Wissenswertes über die Stephanskirche zu erfahren.

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Friedhofskirche Horn
© BDA intern

Kaltenleutgeben - Kalte Leutgebin

Diese erste Heilquelle, die einst hier geflossen ist, wurde vor 501 Jahren, also im Jahre 1421, erstmals urkundlich genannt. Viele Jahrhunderte lag die Quelle, die dem berühmten Kurort seinen Namen gab, in einer Felsspalte direkt unterhalb der Kirche, ehe sie im 20. Jahrhundert nach einer Neugestaltung des angrenzenden Parks verschüttet und vergessen wurde.

Erst 2021 hat man den Bereich wieder freigelegt und eine künstliche Felsenkammer entdeckt, an der seitliche Abstemmungen auf ehemalige Vorrichtungen für die Wasserhaltung und Absperrung der Quelle hinweisen. Nun wurde der Park neuerlich modernisiert und die Felskammer der alten Quelle ist wieder gut zugänglich.

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Denkmal Kalt Leutgebin 1
© Hans Steiner, Archivar
Denkmal Kalt Leutgebin 2
© Hans Steiner
Denkmal Kalt Leutgebin 3
© Hans Steiner

Klosterneubug - Stift Klosterneuburg

Gleichzeitig mit der Errichtung des Stifts veranlasste Markgraf Leopold III. im Jahr 1114 auch die Gründung eines Weinguts. Die älteste Riede des Weinguts Stift Klosterneuburg wird seit über 900 Jahren bewirtschaftet - das beste Beispiel für nachhaltigen Umgang mit Boden und Ressourcen.

Heute sind alle Abläufe im Weingut in Hinblick auf ihre Auswirkungen auf das Klima soweit optimiert, dass das Weingut Stift Klosterneuburg als erstes Weingut in Österreich als klimaneutral zertifiziert wurde. Möglich machte das unter anderem die Nutzung der barocken Kelleranlage des Stifts, die durch ein doppelwandiges Lüftungssystem keine Klimaanlage für die Lagerung des Weins benötigt.

Diese Kelleranlage ist nicht der einzige historische Teil des Stifts, der vom Weingut genutzt wird. So befindet sich das Presshaus in einer ehemaligen mittelalterlichen Kirche und die Vinothek in einem Keller aus dem 13. Jahrhundert.

Über Jahrhunderte spielte die nachhaltige Nutzung historischer Bausubstanz eine große Rolle. Die einzigartige Verbindung von Weinbautradition mit modernster Kellertechnik in historischem Ambiente übt gerade heute eine große Faszination aus.

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historischer Gärkeller des Weinguts Stift Klosterneuburg
© Stift Klosterneuburg/Jakob Gsöllpointner
historischer Barrique Keller des Weinguts Stift Klosterneuburg
© Stift Klosterneuburg/Jakob Gsöllpointner

Korneuburg - Stadtmuseum Korneuburg

Das Stadtmuseum Korneuburg ist im ehemaligen Dampf-, Wannen- und Brausebad eingerichtet. Am Tag des Denkmals können die Besucher:innen mehr zur Geschichte des Hauses, dessen nachhaltige Nachnutzung und Sanierungen erfahren.

Die Stadt Korneuburg hat 72 denkmalgeschützte Objekte. Drei Besonderheiten sind hier die ehemalige Schiffswerft Korneuburg, die Augustinerkirche und die mittelalterliche Synagoge. Auf dem Gelände der Werft wurden verschiedenste Schiffe für die ganze Welt gebaut und auch die Entwicklung der Werft, der denkmalgeschützten Gebäude und deren Nachnutzung bieten viel Erzählstoff. Nahe beim Hauptplatz befindet sich ein weiteres Juwel der Stadt: der Hochaltar von Franz Anton Maulbertsch in der Augustinerkirche. Am Tag des Denkmals wird die Kirche für Besucher:innen geöffnet, um das Werk des Barockmalers und auch die Geschichte dieser Klosterkirche und des Augustinerklosters zu entdecken.

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Ehemaliges Dampf-, Wannen- und Brausebad Korneuburg
© Museumsverein Korneuburg
Luftbild Werft Korneuburg
© Museumsverein Korneuburg
Augustinerkirche Korneuburg - Hochaltar
© Museumsverein Korneuburg

Krems - Jüdischer Friedhof

Der jüdische Friedhof in Krems ist der letzte Ort, an dem die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Krems erzählt werden kann. Das Kunstwerk von Hans Kupelwieser, die 43 Meter lange Schwelle zwischen Erinnern und Vergessen, versperrt den Zugang.

Auf diesem Metallband sind alle Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu finden, die ermordet wurden oder denen die Flucht ins Ausland geglückt ist. Man kann an dieser Schwelle entlang gehen oder einen bewussten Schritt über die Geschichte tun, um den Friedhof zu betreten.

Die offenen Bücherschränke von Clegg & Guttmann sind ein weiteres Kunstwerk auf dem Friedhof. In drei sorgfältig platzierten Schränken sind Bücher über den Tod im jüdischen Gesetz, im Ritual und in der Philosophie gesammelt. Besucher:innen können eine beschränkte Anzahl an Büchern ausleihen oder Materialien hinzufügen. Clegg & Guttmann betrachten ihre Arbeit als „Revival Project", als einen Versuch der behutsamen Rückführung von Leben an einen ziemlich verlassenen Ort. Gleichzeitig machen sie die Unmöglichkeit eines solch optimistischen Unterfangens angesichts der Ausrottung der gesamten jüdischen Bevölkerung von Krems deutlich.

Bei einem Rundgang durch den Friedhof wird auf das Schicksal einiger Familien Bezug genommen und auch das Sterben und die Begräbnisriten in der jüdischen Religion erläutert. In der NS-Zeit wurden auf diesem Friedhof Zwangsarbeiter untergebracht und dafür Gräber zerstört - die große Fläche erinnert an diese Schändung.

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Denkmal von Hans Kupelwieser
© Robert Streibel
Kunstwerk von Clegg & Guttmann
© publicArt
Detail aus dem Metallband von Hans Kupelwieser
© Anton Kurt, Wikipedia

Krumbach - Museumsdorf

Unser beliebtes Museumsdorf bezaubert seine Besucher:innen mit jeweils der Jahreszeit entsprechendem Blumenschmuck und neu angelegtem Kräutergarten.

Am Tag des Denkmals möchten wir für unsere Gäste in herbstlichem Ambiente glänzen. Ausgewählte Themenführungen begeistern jedes Alter. Speziell für Kinder erzählt ein Imker aus Krumbach die Geschichte der Bienen. Aus den Kräutern im Museumsdorf werden in der Rauchkuchl Kräuterpalatschinken gebacken und frisches Bauernbrot aus Krumbach mit Kräuteraufstrich angeboten. Harmonikaspieler sorgen im Hof des Tannbauern für die musikalische Umrahmung. Alle Besucher:innen erwartet ein interessanter Nachmittag bei uns im Museumsdorf.

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Museumsdorf Krumbach
© Marktgemeinde Krumbach/Audivision
Der Bienenmann
© Christian Kremsl
Museumsdorf Krumbach
© Christian Kremsl

Laxenburg - Conference Center im Schloss Laxenburg

Vor den Toren Wiens, am Rande des Schlossparks Laxenburg, befindet sich die ehemalige Residenz von Maria Theresia, das historische Schloss Laxenburg.

Am Tag des Denkmals finden im Conference Center Laxenburg von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geführte Touren mit einem Tourguide in historischem Kostüm statt. Die Führungen dauern circa 60 Minuten, die genauen Zeiten werden vor Ort bekanntgegeben. Zusätzlich haben die Besucher:innen während der Öffnungszeiten auch die Möglichkeit, sich mit Audioguides (begrenzte Anzahl) selbständig die historischen Räumlichkeiten anzusehen.

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Conference Center Laxenburg
© Alex Felten
Conference Center Laxenburg
© Hans Krist
Conference Center Laxenburg
© Hans Krist

Maria Enzersdorf - Burg Liechtenstein

Seit ihrer Erbauung um 1130 thront die nun 900 Jahre alte Burg Liechtenstein am Rande des südlichen Wienerwalds. Mit ihrem Bauherrn, Hugo von Petronell, steht sie an den Anfängen des heutigen Fürstenhauses Liechtenstein. Trotz einer großflächigen Generalsanierung im 19. Jahrhundert konnte ein Großteil der romanischen Architektur erhalten werden. Lassen Sie sich am Tag des Denkmals von einem fachkundigen Führer durch das alte Gemäuer leiten, entdecken Sie original romanische Baukunst, tauchen Sie ein in die Welt des Mittelalters und erkunden Sie einzigartige Räumlichkeiten wie die Burgkapelle sowie die sonst nicht zugängliche Zisterne.

Der Eintritt ist nur im Rahmen der Sonderführungen frei.

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Burg Liechtenstein
© Burg Liechtenstein Betrieb GmbH

Mauerbach - Kartause Mauerbach

Schon in der Charta von Venedig, den internationalen Richtlinien für Restaurierung aus dem Jahr 1964, ist festgehalten, dass „die Erhaltung der Denkmale zunächst ihre dauernde Pflege erfordert“.

Das Informations- und Weiterbildungszentrum Baudenkmalpflege des Bundesdenkmalamts in der Kartause Mauerbach vermittelt seit seiner Gründung 1984 die Tradition von Pflege, Wartung und Reparatur und stellt sich mit nachhaltigen Instandsetzungsmethoden und traditionellen, reparaturfähigen Baumaterialien gegen kurzlebige Sanierungen und industrielle Einwegprodukte. Das Motto „care and repair" beschreibt diese Tradition und sichert die Erhaltung unserer Denkmale für die Zukunft. Am Tag des Denkmals werden traditionelle Baumaterialien und historische Handwerkstechniken vorgestellt: Kalkbrennen, Ziegelschlagen, Pigmentherstellen, Steinmetzarbeiten, Fensterinstandsetzungen, Ölanstrich auf Holz und Eisen, Schmieden, Drechseln, Herstellung von Stuckmarmor, Lehmmauern und vieles mehr. Die Kartause Mauerbach und alle Sonderausstellungen zu traditionellem Bauhandwerk und archäologischen Grabungen sind an diesem Wochenende frei zugänglich. Die Worte „care and repair" prägen unsere Arbeit in der Kartause und verbinden die Sonderschauen über traditionelles Bauhandwerk und archäologische Grabungen. Neben den bestehenden Ausstellungen „care and repair" in der Sakristei, Steinsichten im Lapidarium, Zeitfenster im Kreuzgang oder Parkett im Kaisertrakt wird auch die Sonderschau über Alfred Schmeller, traditionelle Lehmbautechniken und Strohdächer nochmals zu sehen sein. Die Ausstellung „ergraben und authentisch bewahrt“ präsentiert erstmals im Brunnenhaus der Kartause archäologische Funde aus Metall und Keramik, die vom Verein Hengist Wildon seit 2004 in Grabungen vor der Zerstörung durch Bau- und Ackertätigkeit gerettet und anschließend behutsam konserviert werden konnten. Bei einem Rundgang durch das Kloster werden auch Informationen über den Schweigeorden der Kartäuser vermittelt.

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Ausstellung Zeitfenster in der Kartause Mauerbach
© Bundesdenkmalamt IWZB Kartause Mauerbach
Einblick in den Kaisergarten
© Bundesdenkmalamt IWZB Kartause Mauerbach
Blick auf die Deckenmalereien in der Klosterkirche
© Bundesdenkmalamt IWZB Kartause Mauerbach

Mautern - Kulturspaziergang

Mautern blickt auf eine fast 2000-jährige Geschichte zurück. Von der Römerzeit bis in die Gegenwart hat jede Epoche zur Entstehung des heutigen Erscheinungsbilds beigetragen. Die tiefergehende Vermittlung des gesamten Bestehens von Mautern würde viele Tage in Anspruch nehmen. Darum möchten wir für den heurigen Tag des Denkmals einen Schwerpunkt setzen.

Tauchen Sie mit uns ein in die Zeit der Gegenreformation und in die Welt des Barocks! Bei einem geführten Spaziergang durch die Stadt erhalten Sie seltene Einblicke in Leben und Architektur jener Zeit.

Stationen dieser Führung werden unter anderem die barockisierte Pfarrkirche mit bedeutenden Gemälden des Malers Martin Johann Schmidt, der Feldlehenhof, ein Gartenpavillon erbaut auf den Resten eines römischen Fächerturms, ein Schüttkasten sowie glanzvolle Bürgerhäuser sein. Zum krönenden Abschluss des Rundgangs werden Sie die Gelegenheit haben, den berühmten, frühbarocken „Mauterner Altar“ in der Schlosskapelle zu bewundern.

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Schlosskapelle mit Altar
© BDA intern
Engelskulptur
© BDA intern
Außenfassade
© Philipp Stabentheiner

Mautern - Ort und Lesehof Mauternbach

Am östlichen Ausgang der Wachau, etwas abseits der allbekannten Touristenpfade, liegt Mauternbach. Inmitten von Weinbergen gelegen bietet die Ortschaft einen malerischen Anblick. Für die doch überschaubare Größe des Orts bietet Mauternbach einiges an sehenswerten Denkmalen.

Ein besonderes Kleinod stellt der ehemalige, klösterliche Lesehof Mauternbach Nummer 6 dar, der zur Zeit mit viel Liebe zum Detail und zu historischen Gegebenheiten grundsaniert wird. Der Bau, der in seinen Grundmauern auf das 13. Jahrhundert zurück geht, weiß viele spannende Geschichten zu erzählen und hat in seiner Entwicklung kaum eine Stilepoche ausgelassen. Am Tag des Denkmals öffnen die Hausherrin und der Hausherr ihre Pforten und stehen gerne Rede und Antwort zur Historie, aber auch zum Renovierungsprozess des Gebäudes. Die Tatsache, dass das Haus Mauternbach 6 de facto emissionsfrei funktioniert, wird ebenfalls erläutert.

Der Lesehof bietet den passenden Ausgangspunkt für unseren Denkmal-Spaziergang durch Mauternbach. Für diesen Zweck erhalten Sie vor Ort einen Übersichtsplan zu den mit temporären Infotafeln ausgestatteten Denkmalen. Entdecken Sie so auf eigene Faust Sehenswertes wie malerische Hauerhäuser, einen Dorfansitz, dessen Ursprung bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht, eine römische Geleisstraße oder die Filialkirche in der benachbarten Ortschaft Hundsheim mit einem imposanten Altarbild des Malers Martin Johann Schmidt.

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Innenhof
© Alfred Weber
Innenraum
© Alfred Weber
ehemaliger St. Pöltner-Hof
© Manfred Schovanec

Mautern - Weltkulturerbe Donaulimes

Am 30. Juli 2021 wurde der Donaulimes in Deutschland, Österreich und der Slowakei in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. 22 Komponenten dieser neuen Welterbe-Stätte befinden sich in Österreich. Mautern ist mit seinen erhaltenen Mauern und Türmen des Römischen Kastells Favianis, inklusive deren Pufferzonen und Bodendenkmalen unter der Erde, ein wichtiger Teil davon.

In Mautern befinden sich die am besten erhaltenen Mauerreste römischer Kastellanlagen in Österreich. Flankiert von einem mächtigen spätantiken Hufeisenturm und dem Rest eines älteren Fächerturms verläuft ein weitestgehend intakter römischer Mauerzug entlang der Nordwestseite des früheren Lagers. Die „Römermauer" wurde in den folgenden Jahrhunderten in die Stadtverteidigungsanlagen integriert und so bis in die Gegenwart konserviert.

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Römermuseum Mautern. Die übersichtlich gestaltete Schausammlung zeigt Fundmaterial aus archäologischen Grabungen der letzten Jahrzehnte. Exponate aus dem zivilen und militärischen Leben datieren von der Bronzezeit bis zur Spätantike. Die heurige Sonderausstellung „Achtung Grenze - Leben am Donaulimes" möchte das Leben an, auf und jenseits der Donau beleuchten. Am Tag des Denkmals bieten wir die Gelegenheit noch tiefer in die Materie einzutauchen, vor Ort werden Sie individuell betreut.

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Besterhaltene Mauerreste römischer Kastellanlagen in Österreich
© Florian Schulte
4./.5. Jahrhundert nach Christus
© Rudolf Kronister

Melk - Benediktinerstift

Die Ausstellung am Arkadengang „Restaurieren und Leben" präsentiert die Arbeiten im Stift Melk in der Zeit von 1978 bis 2018. Seit 1978 löst eine Restaurierungsphase die nächste ab – eine Klosteranlage wie das Stift Melk ist nur durch konsequente Arbeit und laufende Investitionen zu erhalten. Das Haus kann viele Geschichten erzählen – mit dieser Ausstellung wird das Restaurierungsgeschehen der letzten 40 Jahre veranschaulicht. Metall, Stein, Holz sind die Materialien, an denen die Vergänglichkeit festzumachen ist – ersichtlich an Türen, Figuren, Fenstern oder Kapitell, die exemplarisch ausgestellt sind.

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Sonderausstellung am Arkadengang Restaurieren und Leben im Stift Melk 1978 - 2018
© c Stift Melk, Brigitte Kobler
Hauptsaal der Stiftsbibliothek Melk
© c Stift Melk, Brigitte Kobler
barockes Welterbe Stift Melk
© c Brigitte Kobler

Melk - Zeithistorisches Zentrum

In Melk existierte zwischen April 1944 und April 1945 eines der größten Mauthausen-Außenlager mit rund 14.300 KZ-Häftlingen.

Im Rahmen Des Tag des Denkmals erwartet die Teilnehmer:innen ein Spezialrundgang, der sich den denkmalgeschützten Gebäuden widmet, die im Zusammenhang mit dem KZ-Außenlager Melk stehen. Zu sehen ist die KZ-Gedenkstätte Melk im ehemaligen Krematoriumsgebäude, das 2018 von dem Archäologen und Bauhistoriker Paul Mitchell erstmals bauhistorisch untersucht wurde. Dabei ist Mitchell auf zahlreiche Spuren gestoßen, die er während des Spezialrundgangs präsentieren wird. Seit 1962 ist das ehemalige Krematorium ein öffentliches Denkmal. Von Relevanz ist zudem das sogenannte „Objekt 10" am ehemaligen KZ-Areal in der heutigen Biragokaserne Melk. Dieses Gebäude entstand 1913 als Garagengebäude und beherbergte 1944 und 1945 im unteren Stockwerk die Häftlingsküche und im Obergeschoss Häftlingsunterkünfte. Ein großer Teil des Gebäudes besteht im Wesentlichen noch in seinem Originalzustand. Besonders die Deckenbalken mit nationalsozialistischen Inschriften wie „Arbeit macht frei“ sind von großer zeithistorischer Bedeutung.

Seit 2020 steht das Gebäude unter Denkmalschutz und wird heute als Ausstellungs-, Vermittlungs- und Veranstaltungsort für zeithistorische Inhalte genutzt.

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Pilgergruppe vor dem ehemaligen Krematoriumsgebäude 1948
© Jean Barbier
Das „Objekt 10" im Jahr 1948
© Robert Pachon, Sammlung Bertrand Perz
Das „Objekt 10" heute - Innenansicht 2022
© ZHZ Melk, Rabl

Mistelbach - Unterirdisches Mistelbach

Der in unzähligen Arbeitsstunden liebevoll mit traditionellen Handwerkstechniken restaurierte Schwedenkeller, dessen unterirdischer Gang in Kriegszeiten als Fluchtweg genutzt wurde, wird heute von vielen Touristen besucht und findet für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen Verwendung.

Aus dem Jahr 1200 stammt der romanische Karner und zeigt im berühmten Tympanonenfeld über dem Eingang zwei Drachen, in deren Gewalt sich ein Mensch befindet als Symbol für den Kampf des Guten mit dem Bösen. Der Karner wird auch „Katharinenkapelle" genannt, denn über dem Portal steht die steinerne Statue der heiligen Katharina.

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Schwedenkeller in Mistelbach
© Stadtgemeinde Mistelbach
Aufgang zur Pfarrkirche
© Stadtgemeinde Mistelbach
Karner aus dem Jahr 1200
© Stadtgemeinde Mistelbach

Nussdorf - Urzeitmuseum

Klimaschutz bleibt unkonkret, solange er nicht mit tatsächlichen Maßnahmen umgesetzt wird. Am besten für diesen Zweck geeignet sind Anstrengungen, die den Energie- und Stromverbrauch reduzieren.

Bereits bei der Errichtung des Museumsgebäudes wurden diesbezügliche Überlegungen angestellt, so ist es potentiell ganztägig von der Sonne bestrahlt. Das Beleuchtungssystem wurde vor einigen Jahren komplett auf LED-Technik umgestellt und die Dachflächen wurden mit Photovoltaik ausgerüstet. Dadurch ließ sich der Energieverbrauch innerhalb von zehn Jahren auf ein Drittel des Ursprungsverbrauchs reduzieren.

Erleben Sie in spannenden Führungen durch das Museum die Anziehungskraft der Schätze aus der Bronzezeit und tauchen Sie ein in ein Leben mit der Natur! Kunstvolle Gefäße, Waffen und Bronzeschmuck wie Diademe, Ringe, Hals- und Armreifen zeugen von der hochentwickelten Handwerkskunst dieser Epoche.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Hutzierde aus reich ausgestattetem Frauengrab
© Schumacher
Mammut-Monument gestaltet von Thomas Kosma
© Blesl
Außenaufnahme Urzeitmuseum Nussdorf-Traisental
© Schumacher

Orth an der Donau - Museum im Schloss Orth

Im Zuge der NÖ-Landesausstellung werden im Schloss Orth historische Bauteile aus dem 14. und 16. Jahrhundert restauriert und sind ab Juni 2022 für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Tag des Denkmals findet eine feierliche Eröffnung dazu statt. Die Steinwendeltreppe, die Empore und das anschließende Turmzimmer im nordwestlichen Teil des Orther Schlosses sind nach erfolgter Restaurierung erstmals für die Gäste erlebbar. Laut Bauforschung wurde Schloss Orth in der Zeit der Besitzerfamilie von Niklas Graf Salm I. als „Zwilling” der Wiener Hofburg konzipiert – Handwerker und Architekten waren parallel beschäftigt. Die Hohlspindeltreppe samt Stiegenhaus über drei Geschosse wurde um 1550 vom Hofarchitekten Johann Tscherte in Anlehnung an seinen Prototypen gebaut, den er 1542 in der Wiener Hofburg errichtete. Sie ist eine der aus vier baugleichen Treppen bestehenden Gruppe. Die Tatsachen, dass das Wiener Pendant im 18. Jahrhundert abgetragen wurde und daher nicht mehr existiert, dass die tschechische Treppe halb eingestürzt ist und dass die Treppe in Venedig nach einem Brand 1630 im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde, beweisen umso mehr die Bedeutung der „Schwester“ auf Schloss Orth.

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Wendeltreppe, Visualisierung
© © Marvin Mühlberger, Peter Griebaum
Wendeltreppe während der Restaurierung, März 2022
© © Peter Asimus

Schallaburg - Sanierungen am Schloss

Das Kulturjuwel Schallaburg, Renaissance-Schloss zwischen Loosdorf und Melk, ist über 1000 Jahre alt. Schon von weither ist die Nordostfassade sichtbar, die im 16. Jahrhundert entstanden ist. Die Schönheit der Außenmauern prägt den ersten Eindruck.

Doch Technik und Material des klassischen Schlossaußenputzes, welche heute auf der Schallaburg wieder verwendet werden, sind älter als Schloss und Burg, denn der Kalkputz wurde schon vor 1400 Jahren angewandt. Die Römer verfeinerten die vorhandenen Techniken und brachten diese zu uns. Erfahren Sie bei den Führungen am Tag des Denkmals mehr über Trocken- und Nasslöschung, Materialverhältnisse zwischen Kalk und Sand, Aushärtungsprozess und Wirkungen des Kalkputzes. Außerdem erzählen wir Ihnen über die Nachhaltigkeit der Sanierungsarbeiten. Das Italienfeeling im Terrakottenhof soll bewahrt werden, damit die Schallaburg auch für nachfolgende Generationen als Kultursymbol im Bezirk Melk erhalten bleibt.

Der Eintritt ist nur im Rahmen der beiden Führungen frei.

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Schallaburg von oben
© Rupert Pessl
Schallaburg aus der Gartenansicht
© Rupert Pessl
Nordansicht der Schallaburg
© Rupert Pessl

Schrems - Kunstmuseum Waldviertel

Die Bearbeitung und Erforschung des Bereichs „Natur und Kunst“ entwickelte sich in den letzten Jahren zur übergeordneten Leitthematik des Kunstmuseums, die aus der Struktur und Lage des Standorts in Verbindung mit der Region Waldviertel authentisch herangewachsen ist.

In der aktuellen Jubiläumsausstellung, die den beiden Künstlern und Museumsgründern gewidmet ist, sind beispielhafte Werke aus dem „Green Art" Themenzyklus von Makis Warlamis zu sehen oder das Projekt „Waldbaden" von Heide Warlamis.

Dem beeindruckenden Skulpturenpark, der die Verschränkung von Natur und Kunst unmittelbar für die Besucher:innen erlebbar macht, kommt dabei ein besonders wichtiger Stellenwert zu. Die sanft hügelige Parklandschaft mit großen farbigen Skulpturen und geheimnisvollen, steinernen Plätzen erstreckt sich vom Museumsgebäude in die freie Natur. Der Weg führt vom „kleinen Amphitheater" über den Platz der „Backofenhäuschen" und der „Mutterskulpturen" am „Schlafenden Poeten" vorbei bis zur „Marienkapelle" und ist begleitet von poetischen Texten. Der Kunst kommt dabei die Aufgabe der Emotionalisierung und Sensibilisierung für die Vielgestalt, Komplexität und das Prozesshafte der Natur zu.

So soll das Erlebte die Besucher:innen auch dahingehend anleiten, die Natur nicht nur zu genießen, sondern auch von ihr zu lernen.

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Natur und Kunst verschmelzen im Skulpturenpark
© IDEA
Natur und Kunst verschmelzen im Skulpturenpark
© IDEA
Beispiel aus den Green Art Projekten des Museums
© IDEA

Sitzenberg-Reidling - HBLA Sitzenberg / Schloss

Die Schule und das Internat der Höheren Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung sind bereits über 70 Jahre im Schloss Sitzenberg untergebracht. Die HBLA Sitzenberg ist damit die älteste Schule dieser Art in Niederösterreich und hinsichtlich ihres schulautonomen Schwerpunkts „Ökosoziales Produktmanagement“ einzigartig in Österreich.

Das denkmalgeschützte und traditionsreiche Gebäude ist eine Dienststelle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus und zählt zu den bedeutendsten Kulturjuwelen der Region. Die Schule im Schloss gilt in Bezug auf das diesjährige Motto „Denkmal voraus: Denkmalschutz = Klimaschutz“ als Paradebeispiel einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Nutzung. So erfreuen Stuckdecken, ein kunstvoll gestalteter Kachelofen und historische Holzböden in den Klassenräumen Lehrende und Lernende auch noch nach über 100 Jahren ihrer Entstehung. Dabei haben White Board und Internet genauso ihren Platz gefunden. Eine optisch unauffällige Photovoltaikanlage auf dem Flachdach des Schlosses soll in Zeiten der Energiewende einen Teil des Strombedarfs decken. Im Schlosshof finden jährlich Sommerspiele statt. Zu den zahlreichen Schmuckstücken des Schlosses gehören die neoklassizistischen Wanddekorationen des Speisesaals und der Festsaal mit seinen Logen und Holzbalustraden. Letzterer ist auch Austragungsort außerschulischer Kulturveranstaltungen. Die Szene auf dem Deckengemälde des Festsaals stellt den Triumph des Frühlings dar. Eine weibliche Gestalt lenkt ein Pferdegespann. Als Kompliment an die für die Umgestaltung des Schlosses entscheidende Bauherrin trägt diese die jugendlichen Züge der Baronin Valentine Springer, eine geborene Rothschild. Kaum ein anderes Motiv würde besser zum langjährigen Verwendungszweck des Schlosses, der umfassenden Bildung und Ausbildung junger Menschen, passen. In diesem Sinne trägt das Schloss der HBLA Sitzenberg zu Recht den Ehrentitel „Frühlingsschloss“.

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Blick von der ehemaligen Gartenanlage, Ostansicht Schloss Sitzenberg
© HBLA Sitzenberg
Deckengemälde im Festsaal des Schlosses, Triumph des Frühlings
© HBLA Sitzenberg
Relief und Wanddekoration im neoklassizistischen Stil
© HBLA Sitzenberg

St. Johann im Mauerthale - Filialkirche

Neben dem erst kürzlich entdeckten römischen Burgus im Süden der Kirche sollen vor allem die Donau als Transportweg (Floßholztransport, Spuren von geflöstem Holz im Dachwerk, Wahlfahrtsstätte und Übersetzort der Treidler) und die historischen Dachtragwerke des Presbyteriums von 1398 und des Langhauses von 1415 im Fokus der Veranstaltung stehen.

2015 rückte eine Studienarbeit an der Donauuniversität Krems, in der ein römischer Burgus in der Filialkirche Hl. Johannes der Täufer in St. Johann im Mauerthale wahrscheinlich gemacht wurde, diesen ins Zentrum der Forschung. Bis 1971, als spätromanische Monumentalmalereien aus der Zeit um 1240 entdeckt wurden, war dem kleinen Gotteshaus von Seiten der Wissenschaft wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden.

Durch archäologische Untersuchungen und vertiefte bauhistorische Analysen in den Jahren 2016 bis 2018 gelang der eindeutige Nachweis eines römischen Burgus, dessen Nordmauer bis zur Höhe des Dachraums der Kirche erhalten geblieben ist. Im Rahmen des diesjährigen Tag des Denkmals bietet sich die Möglichkeit, die sonst versperrte Kirche im Zuge fachkundiger Führungen zu besichtigen.

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Blick gegen die kleine Kirchensiedlung St. Johann im Mauerthale
© Lisa-Maria Gerstenbauer
Ostansicht der genordeten [!] Filialkirche St. Johann im Mauerthale
© Oliver Fries
Im Dachraum ist Mauerwerk des römischen Burgus sichtbar
© Oliver Fries

Traiskirchen - Tramwaymuseum

Das Wiener Tramwaymuseum (WTM) beherbergt in seinem Museumsdepot Traiskirchen derzeit 29 denkmalgeschützte historische Wiener Tramwayfahrzeuge, die hier nicht nur abgestellt, sondern auch in der Restaurierwerkstätte aufgearbeitet werden. Im Zuge des diesjährigen Mottos „Denkmal voraus: Denkmalschutz = Klimaschutz“ werfen wir einen Blick auf die Wiener Stadtbahn. Vor über 100 Jahren als innovatives Projekt gestartet, wurde sie zur Basis von zwei Wiener U-Bahn-Linien, trägt damit aktiv zum Kilmaschutz bei und zeigt mit den wunderschönen – heute denkmalgeschützten – Architekturjuwelen der Haltestellen, dass man damals seiner Zeit voraus war. Um 13:00 Uhr findet dazu ein Multimedia-Vortrag von Dipl.-Ing. Otto Brandtner mit anschließender Führung durchs Museum statt. Zudem kann die umfangreiche Sonderausstellung zur Wiener Stadtbahn besichtigt werden.

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Blick in das Museumsdepot Traiskirchen
© WTM - Patrick Portele
Innenraum Wagen Nr. 5022
© WTM - Helmut Portele
Zeichnung historische Stadtbahn
© WTM - Otto Brandtner

Wiener Neudorf - Eumig Museum

Das eumig-Museum in Wiener Neudorf widmet sich der Erinnerung an die Geschichte, die Produkte und die Sozialstruktur der Firma eumig vom Gründungsjahr 1919 bis zum Jahr 1981.

Die Sonderausstellung über die eumig-Filmkameras wurde unter besonderer Berücksichtigung des in der heutigen Zeit so wichtigen Klimaschutzes konzipiert und erstellt. Es wurden Vitrinen aus anderen Museen angekauft und auch Teile der Verpackung von ehemaligen Ausstellungsstücken, wie zum Beispiel eine harte Kartonrolle, als Säulen für spezielle Stücke verwendet.

Von Freunden nicht mehr benötigte kleine Monitore werden, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, zur Präsentation von Filmen verwendet.

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Außenansicht eumigMuseum
© eumigMuseum
C1- und C2-Filmkameras
© eumigMuseum
Unterwasser-Super8-Filmkamera
© eumigMusem

Wiener Neustadt - Jüdischer Friedhof

Am Tag des Denkmals am 25. September 2022 wird das innere Tor des jüdischen Friedhofs von Wiener Neustadt für mehrere Stunden geöffnet.

Besucher:innen haben die Möglichkeit, diesen Erinnerungsort von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu begehen und die „Lern- und Gedenkstätte" näher kennenzulernen. Organisiert wird die Veranstaltung vom Historiker und Autor Mag. Dr. Werner Sulzgruber gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) und dem Österreichischen Nationalfonds der Republik Österreich.

Alle Besucher:innen müssen vor Betreten des Friedhofs, der ein Eigentum der IKG ist, ein Datenblatt ausfüllen und unterschreiben, um sich auf dem Areal bewegen zu dürfen.

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Blick von Norden auf das Friedhofsareal
© Werner Sulzgruber

Wilfersdorf - Liechtenstein Schloss Wilfersdorf

Im Stammschloss der regierenden Familienlinie erfahren Sie alles über die Geschichte der Liechtensteiner und deren Ursprünge im Weinviertel.

Erkunden Sie die Ausstellungen und das Schloss auf eigene Faust mithilfe der mehrsprachigen Audioguides oder im Rahmen einer Führung um 14:00 Uhr.

In der fürstlichen Gemeinde kann man den Ausflug genüsslich und kulinarisch ausklingen lassen.

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Historische Ansicht
© Postkarte Heimatmuseum Wilfersdorf
Frontansicht
© KTV
Vordereingang
© KTV

Ziersdorf - Brandlhof

Der historisch und architektonisch wertvolle Brandlhof in Radlbrunn im niederösterreichischen Weinviertel wurde 1209 erstmals urkundlich erwähnt. Der einstige Besitz des Stifts Lilienfeld war mit seiner Eigenversorgung ein gutes Beispiel für das multifunktionale Dasein des bäuerlichen Lebens.

Im Zuge der Vorbereitungen für die Niederösterreichische Landesausstellung 2005 wurde der Lehmbau zu neuem Leben erweckt und einer sensiblen Revitalisierung unterzogen. Alle Arbeiten sind in Material und Technik nach dem historischen Bestand in adäquater Art sowie im Einvernehmen mit dem Landeskonservatorat auszuführen. Der Grundstein für einen ökologischen Betrieb ist dadurch bereits gelegt: Die Außenfassaden, die seit jeher einen Lehmputz sowie die traditionelle Kalkfärbelung aufweisen, werden regelmäßig von Hand ausgebessert, wobei der Farbauftrag in Bürstentechnik zu erfolgen hat.

Die Erhaltung des Brandlhofs liegt nicht nur im Interesse des Tourismus, sondern ist auch ein unschätzbarer Beitrag, das reiche kulturelle Erbe für zukünftige Generationen zu bewahren. Um diesen eine lebenswerte und gesunde Umwelt erhalten zu können, nehmen wir die Verantwortung für unsere Umwelt sehr ernst und haben 2021 das Österreichische Umweltzeichen für den Brandlhof beantragt.

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Brandlhof Eingang von außen
© Volkmar Zeilinger
Brandlhof mit Blick aus dem Bürgermeisterzimmer
© Carolina Frank
Lehmputz und Schindeldach
© Carolina Frank

Oberösterreich

Aigen Schlägl - Stift Schlägl

Die Sammlungen des Stifts Schlägl geben einen interessanten Einblick in die 800-jährige Geschichte des Prämonstratenserklosters.

Lassen Sie sich durch die ehrwürdigen Mauern des Stiftes Schlägl führen und vom geschichtlichen Erbe des Klosters begeistern. Selbstverständlich sind Sie auch eingeladen an unserem Chorgebet teilzunehmen.

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Kirchengebäude
© Stift Schlägl

Andorf - Innviertler Freilichtmuseum Brunnbauerhof

In Schautafeln auf dem Heuboden wird das Leben und Wirken der Knechte und Mägde, ohne die ein Bauernhof früher nicht ausgekommen wäre, näher beleuchtet.

Die großteils erhaltene Einrichtung aus dem Beginn des vorigen Jahrhunderts vermittelt den Besucherinnen und Besuchern anschaulich, wie man damals innerhalb der vier Seiten eines typischen Innviertler Vierseithofs gelebt und gearbeitet hat.

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Ein typischer Innviertler Vierseithof
© Christian Himsl
Einblicke und Ausblicke
© Christian Himsl
Zusammenkommen
© Christian Himsl

Bad Ischl - Lehár-Stöckl

Mit der Sanierung des Lehár-Stöckls ist eine nachhaltige Nach-Nutzung dieses denkmalgeschützten Gebäudes geglückt. Im Objekt sind nun das Salinenarchiv und Räume des Lehár-Museums untergebracht.

Wie bei jeder denkmalgerechten Restaurierung wurden dabei Ressourcen wie Grund und Boden, Baustoffe und andere geschont und zugleich historisches Erbe bewahrt. Man installierte zum Beispiel ein Temperiersystem, sanierte die Kastenfenster mit recyclierten Altglas-Tafeln und wo es nötig war, wurde die oberste Geschossdecke gedämmt. Alte Türblätter wurden zwecks wärmetechnischer Verbesserung reversibel aufgedoppelt statt neu angefertigt.

Mit dem sanierten Lehár-Stöckl wird als „Voraus Denkmal" ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Im Salinenarchiv kann zudem im Rahmen einer kleinen Ausstellung der im Salzkammergut seit Jahrhunderten betriebenen nachhaltigen Forstwirtschaft nachgespürt werden...

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Außenansicht Leharkai 10
© Thomas Nussbaumer
Temperiersystem
© Arch. Franz Federspiel
Innenansicht Benutzerraum
© Thomas Nussbaumer

Bad Ischl - Museum der Stadt Bad Ischl

Das Museum der Stadt Bad Ischl befindet sich in einem alten Salzfertigerhaus - einem denkmalgeschützten Haus. Die wechselvolle Geschichte wird bei einer Führung durch das Haus und die Sammlung erzählt.

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Hausansicht
© Museum der Stadt Bad Ischl
Betstuhl
© Museum der Stadt Bad Ischl

Engelhartszell - Römerburgus Stanacum

Der spätantike Burgus von Oberranna, von den Römern wahrscheinlich Stanacum genannt, ist seit 30. Juli 2021 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Donau-Limes.

Der Burgus liegt im Gemeindegebiet von Engelhartszell und daher ist es der Marktgemeinde, dem Verein „Kultur und Tourismus an der Donau in Engelhartszell" und dem neu gegründeten „Forum Stanacum" ein großes Anliegen, den ehemaligen, wichtigen Grenzposten am Donau-Limes zu erhalten und der Bevölkerung bewusst zu machen, welche Bedeutung das 1700 Jahre alte und am besten erhaltene antike Gebäude in Oberösterreich hat.

Der Burgus wird als Außenstelle von der OÖ Landes-Kultur GmbH verwaltet und betreut. Der beeindruckende Schutzbau, der 2018 im Zuge der Landesausstellung „Die Römer" errichtet wurde, bewahrt das Gebäude nachhaltig vor äußeren Einflüssen und vor all zu großen Temperaturschwankungen.

Insbesondere die sehr gut erhaltene „Badewanne" wird während der Wintermonate abgedeckt und geschützt. Dadurch wird gewährleistet, dass diese wertvolle römische Ausgrabungsstätte lange erhalten bleibt.

Der Schutzbau wurde aus Holz errichtet und fügt sich trotz seiner mächtigen Ausmaße passend in die Donau-Landschaft ein.

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Schutzbau Burgus Oberranna
© OÖ Landes-Kultur GmbH
Ausgrabungsstätte Burgus Oberranna
© OÖ Landes-Kultur-GmbH
Ausgrabungsstätte Burgus Oberranna
© OÖ Landes-Kultur GmbH

Enns - Museum Lauriacum

Diese Spezial-Stadtführung in Enns, der ältesten Stadt Österreichs, führt Sie entlang vieler altehrwürdiger und denkmalgeschützter Gebäude der historischen Innenstadt. Anhand der flächenschonenden Bauweise des Mittelalters sehen Sie den historisch gewachsenen und bis heute erhaltenen Stadtkern von Enns mit anderen Augen.

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Spezial-Stadtführung
© Tourismusverband Donau Oberösterreich

Freistadt - Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt

Um 13:00 Uhr wird der Architekt DI Herbert Pointer über den Umbau des WSG-Gebäudes in der Böhmergasse 9 sprechen. Otto Ruhsam nimmt die Geschichte des Hauses in den Fokus und Gisela Schreiner wird als ehemalige Bewohnerin über den Alltag in diesem Stadthaus sprechen.

Von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr kann man in der Alten Stadtschmiede Daniel Grasserbauer beim Schmieden von Kleinteilen an der Feueresse mit einem alten Federhammer aus dem Jahr 1928 beobachten.

Mittelalterliche Mauertechniken und Sanierungsvarianten vom Böhmertor bis zum Scheiblingturm werden um 15:00 Uhr von Mag. Thomas Dimmel und Klaus Grünberger in den Blick genommen.

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Böhmertor
© Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt
Stadtschmiede in Freistadt
© Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt
Multifunktionales Stadthaus Freistadt
© Kurt Hörbst

Gmunden - Dampfschiff Gisela

Die Gisela ist einer der ältesten Dampfer der Welt. Sie wurde im Jahr 1871 gebaut und verfügt über eine oszillierende Verbunddampfmaschine.

Am Tag des Denkmals können Sie an Sonderfahrten mit dem 150 Jahre alten Dampfschiff Gisela auf dem Traunsee teilnehmen. Es wird möglich sein, die Maschine sowie die Maschinisten vom Deck aus zu beobachten.

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Seerundfahrt am Traunsee
© Traunseeschifffahrt
Seerundfahrt am Traunsee
© Traunseeschifffahrt
Seerundfahrt am Traunsee
© Traunseeschifffahrt

Gmunden - Kammerhof Museum Gmunden

Die Saisonausstellung „Alles auf Schiene“ dokumentiert die Verkehrsgeographie des Gmundner Stadtraums eindrucksvoll.

Die Lage der Stadt am eiszeitlichen Gletscherrand machte eine verkehrstechnische Erschließung schwierig. Über die Wasserstraße von Traunsee und -fluss fuhr man mit speziellen Zillen und selbst die Kaiser der Monarchie mussten mit dem Schiff weiter ins Innere des Salzkammerguts reisen. Aber bereits 1836 fuhr man mit der Pferdeeisenbahn von Traundorf über Linz nach Budweis. Sie gilt als eine der ältesten Bahnstrecken des europäischen Kontinents, deren Trasse mit der 1877 erbauten Salzkammergutbahn heute durch die moderne Traunsee-Tram verbunden ist.

Die ehemalige „Nostalgiebahn“, die in den 1980er-Jahren kurz vor dem Aus stand, wurde somit zu einem Hoffnungsträger für eine klimaneutrale Zukunft.

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Ausstellungssaal
© Kammerhof Museum Gmunden
Elektro-Exponate
© Kammerhof Museum Gmunden
Exponate zum Streckenbetrieb
© Kammerhof Museum Gmunden

Grein - Altes Rathaus / Stadttheater

Durch die Generalsanierung des Alten Rathauses aus dem Jahr 1563 mit dem angeschlossenen Historischen Stadttheater aus 1791 ist es 2020/21 gelungen, einen bedeutenden historischen Gebäudebestand zu erhalten.

Bauten wie das Alte Rathaus, das sich am Stadtplatz mit seinen bemerkenswerten Bürgerhäusern befindet, prägen das Erscheinungsbild der Stadt. Um das Gebäude barrierefrei zugänglich zu machen, wurde an der Westseite des Hauses ein moderner Zubau angefügt. Mit Bedacht wurde hier Historisches mit Zeitgenössischem verbunden, ohne das städtebauliche Erscheinungsbild zu stören. Der Zubau bietet nicht nur einen barrierefreien Zugang, es wurde ein großzügiges Neues Foyer und ein Buffetbereich geschaffen, der möglichen alternativen Nutzungskonzepten Raum bietet. So ist die Sanierung des Hauses durch die Erhaltung des Baubestands und die erweiterte Nutzungsmöglichkeit per se als Beitrag zur Nachhaltigkeit zu sehen. Das Alte Rathaus besitzt kein eigenes Heizsystem, es ist an das Fernwärmenetz der Stadt angeschlossen. Der vormals gänzlich unisolierte riesige Dachboden wurde ausgebaut, neue Räumlichkeiten für Gemeinschaftszwecke und als Archiv geschaffen und nach modernstem Standard isoliert. Früher wurde das Alte Rathaus mit Öfen in diversen Räumen beheizt (Kachelofen im Erdgeschoß, Ofen im Gefängnis-Guckloch für Gefangene, Ofen im Keller zum Aufwärmen der Ziegel für Theaterbesucher, schlupfbarer Kamin am Eingang in den Kostümfundus). Belüftet wurde damals über die Deckenrosette im Theatersaal und eine Lüftungsklappe am Dachboden. Die gesamte Lichttechnik wurde auf LED umgestellt: heute LED, davor energieintensive Beleuchtungsmittel, ganz früher Kerzenlicht.

Schon bei der Errichtung des Theaters war man ressourcenschonend vorgegangen, indem man eine bestehende Bausubstanz (einen nicht mehr benötigten Getreidespeicher) für ein Theater nutzte und keinen Neubau vornahm.

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Stadttheater Grein
© Bruno Brandstetter
Stadttheater Grein
© Bruno Brandstetter
Stadttheater Grein
© Bruno Brandstetter

Hirschbach - Landschaftsteich beim Kulturwirtshaus Pammer

Das Kulturwirtshaus Pammer, seit mehr als 300 Jahren als Gast- und Landwirtschaft geführt, liegt eingebettet in der hügeligen Landschaft des Mühlviertels. Die Liegenschaft wurde in Steinbloßbauweise 2019 restauriert.

Der Eigentümer Hubert Pammer hat den bestehenden Teich seit 2021 als ökologische Nische erweitert mit dem Ziel die Artenvielfalt zu fördern und den Hochwasserschutz zu verbessern. Die angrenzende, neu angelegte Streuobstwiese ist mit der Wasserlandschaft verbunden.

Über eine Steinformation führt der älteste Weitwanderweg Österreichs, der Nordwaldkammweg mit der typisch blauweißen Markierung. Die erweiterte Teichanlage fügt sich wunderbar in das historische Ambiente des Hofs ein und zeigt, dass Klimaschutz und die Erhaltung alter Bausubstanz keine Gegensätze sind.

Um 14:00 Uhr findet eine Eröffnung der Anlage statt: der Treffpunkt ist vor dem Hoftor, die Dauer circa 50 Minuten. Die einzelnen Bauabschnitte und Erdbewegungen sowie das vorangegangene Genehmigungsverfahren werden vom Bauherrn persönlich dargestellt.

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Die typische Markierung des Nordwaldkammweges beim Landschaftsteich
© Judith Maria Pammer
Entenküken am Teich im Frühjahr 2022
© Hubert Pammer
Vorm Kulturwirtshaus Pammer
© Judith Maria Pammer

Kefermarkt - Stöckl

Ein historisches Bauwerk und seine substanzerhaltende Restaurierung zeugen von einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Der ehemalige Evangelische Pfarrhof Kefermarkt, auch Hagerhaus-Stöckl genannt, beherbergt nach seiner umfassenden Restaurierung heute das Kaffee-Stöckl und einen Ausstellungsraum für den Verein „Kunst Kultur Freizeit" in Kefermarkt. Die Besucher:innen sind eingeladen, das denkmalgeschützte Gebäude mit seiner aktuellen Nutzung als „Kaffee und Ausstellungsraum“ zu erleben. Die Ausstellung „Franz Kurz" ist einer bedeutenden Kefermarkter Persönlichkeit gewidmet. 1771 kam in der „Alten Schule“, Oberer Markt 34, ein Mensch zur Welt, der bis heute mit einer Gedenktafel an diesem Haus geehrt wird: Franz Kurz. Sohn eines Schulmeisters und musikalisch hoch begabt, wurde er Chorherr im Stift St. Florian und gilt mittlerweile im In- und Ausland als geachteter Geschichtsforscher. Der Verein „Kunst Kultur Freizeit" in Kefermarkt präsentiert in einer Ausstellung anlässlich des 250. Geburtstags von Franz Kurz einige Facetten aus seinem Leben.

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Stöckl Kefermarkt
© Jürgen Maier

Lambach - Benediktinerstift Lambach

Denk-mal voraus: "Denkmalschutz = Klimaschutz“

Das Benediktinerstift Lambach setzt bereits seit Jahren auf eine nachhaltige Wärmeversorgung.

Eine Biomasse-Heizanlage versorgt die Wohnräume der Mönche, beide Stiftsschulen, die Betriebe des Klosters und externe Objekte mit Wärme durch nachwachsende Energie. Die Hackschnitzel kommen direkt aus dem eigenen Stiftswald. Zur Optimierung der Anlage wurde 2021 ein 30.000 Liter fassender Pufferspeicher verbaut sowie die Stromversorgung, unter anderem der Biowärmeanlage, durch eine moderne Photovoltaik-Anlage ergänzt. Stromüberschuss wird als grüner Strom in das regionale Netz eingespeist.

Am Tag des Denkmals 2022 bietet das Benediktinerstift Lambach zusätzlich zu den Stiftsführungen auch Führungen zum Heizwerk und zur Photovoltaik-Anlage an.

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PV Anlage
© Benediktinerstift

Langenstein - Memorial Gusen

Nach 1945 zentralisierte sich das offizielle Gedenken an die Opfer der Konzentrationslager in Österreich auf den Ort des ehemaligen Stammlagers Mauthausen, während das ehemalige Zweiglager Gusen weitgehend mit einer Siedlung überbaut wurde.

Das heute bestehende „Memorial de Gusen“ initiierten und finanzierten ehemalige Häftlinge. Nach der staatlichen Übernahme der Gedenkstätte Gusen wurde 2004 ein Besucherzentrum errichtet, wo seither eine Dauerausstellung zu besuchen ist. Die Vermittlungsangebote wurden seitdem laufend erweitert. Mit dem nun erfolgten Ankauf zentraler Bereiche des ehemaligen KZ Gusen durch die Republik Österreich kann die KZ-Gedenkstätte auf die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts ausgerichtet werden.

Ziel des Rundgangs ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Einblicke in die Geschichte des Gedenkorts und die derzeitigen Überlegungen zu seiner Zukunft zu geben.

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Dieses Foto zeigt eine ehemalige SS-Baracke in Gusen
© Mauthausen Memorial, Bernhard Mühleder

Linz - Ars Electronica Center

Im Deep Space Evolution trifft Zukunft auf Vergangenheit.

Nirgendwo sonst werden Bilder, Videos und Applikationen so beeindruckend in Szene gesetzt wie hier. Auf sechzehn mal neun Meter großen Projektionsflächen an Wand und Boden. In einer Auflösung von 8K. Mit einer unglaublichen Brillanz und Helligkeit. Und genau hier, in diesem Deep Space Evolution, präsentieren wir Ihnen weltbekannte Kunst- und Kulturschätze auf eine Weise, wie Sie es noch nie erlebt haben.

Die Präsentationen beginnen um 11:30 Uhr und um 15:00 Uhr.

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Die Cheops Pyramide in 3D
© Ars Electronica/ Robert Bauernhansl
Der Stephansdom
© Ars Electronica Futurelab / Johannes Pöll

Linz - Familienkirche

Vor 110 Jahren wurde die Pfarrkirche Heilige Familie in der Linzer Neustadt geweiht. Das historistische Gebäude, geplant von Dombaumeister Matthäus Schlager und einheitlich mit Gemälden und Fresken von Andreas Strickner ausgestattet, war bis zur Fertigstellung des Mariendoms die größte Kirche von Linz. Die von den Gebrüdern Mauracher errichtete Orgel ist ein besonderes Klangdenkmal.

Mit ihren 110 Jahren ist die Familienkirche ein Beispiel für nachhaltige Nutzung: viele Gottesdienste und Veranstaltungen fanden und finden hier statt. Durch sorgfältig geplante Innen- und Außenrenovierungen konnte die historisch wertvolle Substanz erhalten werden.

Für 2023 ist die Sanierung der Orgel geplant.

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Kirche hinter Bäumen
© Christian Koller
Altar einer Kirche
© Christian Koller

Linz - Lentos Kunstmuseum

Wie verbinden sich Nachhaltigkeit und Achtsamkeit mit Kunst und Kultur? Wie können wir im Museum über Klimakrise, Umweltschutz und ökologisches Handeln sprechen? Mit dem markanten, schlichten Bau des Lentos, 2003 geschaffen von den Zürcher Architekten Weber & Hofer, hat Linz ein Kunstmuseum von internationalem Rang erhalten. Zugleich ist es ein lebendiger Ort mitten in der Stadt.

Am Tag des Denkmals 2022 laden wir zu einem Kunstgespräch ein, bei dem wir uns von Architektur und Sammlung anregen lassen, um über Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu sprechen.

Wie können wir uns im Lentos als Teil der Umwelt erfahren und was haben Expressionismus oder die Wiener Aktionisten damit zu tun? Welche Visionen einer klimagerechten Zukunft werden im Lentos sichtbar?

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Lentos Kunstmuseum
© Gortana Photography
Lentos Kunstmuseum Innenansicht
© Christian Plach

Linz - Literaturmuseum im Stifterhaus

Der Autor und bildende Künstler Hans Eichhorn (1956-2020) begab sich im Frühjahr 2010 zu einem vierwöchigen Arbeitsaufenthalt nach Paris, wo er sich unter anderem auf den Spuren des Künstlers WOLS bewegte.

In dieser Zeit verfertigte er 117 Bildpostkarten, die er aus gefundenen Kartonabfällen gewann, beklebte, übermalte, beschrieb und an das StifterHaus sandte. Die circa 20x30 Zentimeter großen Karten und ihre Botschaften sind zentraler Teil dieser Ausstellung. Sie schlagen einen Bogen zu Walter Benjamins „Passagenwerk", sind poetische Notate, atmosphärisch verdichtete Kunstwerke, Beobachtungen eines Flaneurs.

Im Rahmen einer Führung (14:30 Uhr - 15:00 Uhr) werden die zentralen Aspekte der Schau vorgestellt, anschließend (15:00 Uhr - 15:20 Uhr) liest der Schauspieler Alfred Rauch aus Hans Eichhorns „Circus Wols" (Residenz, 2010).

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Hans Eichhorn: Aus Paris
© Otto Saxinger

Linz - Pfarrkirche Christkönig

Vor über 60 Jahren erhielt Lydia Roppolt den Auftrag zur Gestaltung der zwölf Glasfenster im Langhaus der Linzer Pfarrkirche Christkönig-Friedenskirche. „Reich Gottes“ beziehungsweise „Reich Christi auf Erden“ lautete die Aufgabenstellung für die Gestaltung und die damals knapp 40-jährige Künstlerin erschloss das Thema mit einer Präsentation von zahlreichen Heiligen.

Zu den charakteristischen Merkmalen ihrer Formensprache zählen die Auflösung der Formen, wenige klare Sujets sowie eine kleinteilige Gesamtkomposition. Der Einsatz von intensiven Farben und die Wirkung des Lichts unterstreichen die Gestaltung und prägen den gesamten Innenraum. Genießen wir eine (Wieder-)Begegnung mit Lydia Roppolts Werk(en) in der Pfarrkirche Christkönig-Friedenskirche Linz anlässlich ihres 100. Geburtstags.

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Glasfenster von Lydia Roppolt
© Judith Wimmer, Kunstreferat/Diözesankonservatorat
Glasfenster von Lydia Roppolt
© Judith Wimmer, Kunstreferat/Diözesankonservatorat
Glasfenster von Lydia Roppolt
© Judith Wimmer, Kunstreferat/Diözesankonservatorat

Linz - Sparkasse Oberösterreich

Seit ihrer Gründung begrüßt die Sparkasse Oberösterreich die Idee der Nachhaltigkeit für die Menschen in Oberösterreich.

Wirtschaftliche Gesundheit, soziales Engagement und Investitionen in die Zukunft sind für unser Institut nicht nur Erscheinungen des Zeitgeistes, sondern tief in unserem Gründungsgedanken verankert.

Unser Stammhaus in der Promenade in Linz wurde vor über 170 Jahren erbaut. 2021 wurde die denkmalgeschützte Fassade in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt restauriert und erstrahlt seit kurzem in neuem Glanz. Auch nach dieser langen Lebensdauer setzt die Fassade mit ihrer neuen Beleuchtung ein starkes Bekenntnis für die Werte der Sparkasse. Um nicht zusätzlich wertvolle Energie zu verbrauchen, die für die Beleuchtung der Fassade notwendig ist, wurde auf dem Dach eine Photovoltaikanlage errichtet, die eine Leistung von 100 kW/peak vorweisen kann.

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Sparkasse Oberösterreich
© Sparkasse Oberösterreich
Sparkasse Oberösterreich
© Sparkasse Oberösterreich
Sparkasse Oberösterreich
© Sparkasse Oberösterreich

Linz - St. Barbara Friedhof

Der St. Barbara Friedhof verbindet über Jahrhunderte gewachsene Kunst, Kultur und Architektur mit Natur. Er ist die größte innerstädtische Grünfläche in Linz. Im Rahmen einer klassischen Friedhofsführung am Tag des Denkmals erzählen die austriaguides, welche Klimaschutz-Aktivitäten am St. Barbara Friedhof passieren und beleuchten die Frage nach deren Bedeutung für das vielschichtige Denkmal St. Barbara Friedhof.

Der St. Barbara Friedhof gilt als Naturoase mitten in der Stadt. Eine naturnahe Bewirtschaftung, regelmäßige Aufforstung und sanftes Wildtiermanagement verwandeln die Landschaft der Stille zum artenreichen Biotop – einem Ort des Lebens. Mit seinem alten Baumbestand, dessen Wurzeln buchstäblich bis an die Anfänge des St. Barbara Friedhofs reichen, beruft sich der Trend zum Naturnahen auf eine gewisse Tradition. Das unterstreicht auch die Entscheidung der Verwaltung, eine umweltverträgliche, plastikfreie Grabgestaltung anzuregen. Der Baumbestand wird regelmäßig begutachtet und sorgsam gepflegt. Muss ein Baum gefällt werden, wird ein neuer nachgepflanzt. Heimische Hecken, prächtige Bäume und eine authentische Begrünung locken viele Vögel an. Sie finden hier Nahrung, Unterschlupf und Nistplätze. Der St. Barbara Friedhof fördert die Vogelvielfalt.

Seit 2021 ist der St. Barbara Friedhof, ausgezeichnet von Global 2000, ein Nationalpark-Garten. Zur Führung ist eine Anmeldung nicht erforderlich. Sie findet bei jedem Wetter statt.

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Bienenstöcke am St. Barbara Friedhof - ein Beispiel für umweltrelevante Aktivitäten
© Clemens Frauscher / St. Barbara Friedhof
Führung der austriaguides am Grab von Amalie und Adalbert Stifter
© Clemens Frauscher / St. Barbara Friedhof
Naturraum St. Barbara Friedhof
© Nie Fleischmann / St. Barbara Friedhof

Linz - Tabakfabrik

Früher Tabakwerk, heute florierender Kreativ-Hotspot – die Tabakfabrik Linz bietet als denkmalgeschütztes Architekturjuwel aus den 1930er-Jahren mit über 60.000 Quadratmetern Fläche nicht nur (Arbeits-)Platz für rund 3000 Menschen in 250 unterschiedlichen Unternehmen, Organisationen und Start-ups, sondern auch einzigartige Veranstaltungsflächen, Co-Working-Spaces, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomieangebote. Lernen Sie bei dieser Führung die Entwicklungsgeschichte der Tabakfabrik kennen und erhalten Sie Einblick in die revitalisierten Flächen des Industriedenkmals. Expertinnen und Experten geben Auskunft zu den Renovierungsüberlegungen unter Berücksichtigung von Denkmal- und Klimaschutz.

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Das Herz der Tabakfabrik Linz - Das Kraftwerk
© vog.photo
Das Kraftwerk und der Bau 1 der Tabakfabrik Linz
© ARCHIPICTURE
Kreativer Hotspot, Digitaliserungszentrum, Start-up-Kosmos - die Tabakfabrik hat viele Facetten
© Gerhard Gruber

Marchtrenk - Museumverein Marchtrenk Welser Heide

Bei dem historischen Mauthaus aus dem Jahr 1892/93 wird die Energie AG eine Umweltausstellung gemäß dem Motto „Denkmalschutz = Klimaschutz" gestalten. Das Mauthaus kann auch innen besichtigt werden.

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Mauthaus an der Traunbrücke Marchtrenk
© Mario Oberlaber

Mauthausen - Pfarrkirche und Rauscherhaus

Anhand der zwei Beispiele Pfarrkirche und Rauscherhaus soll gezeigt werden, wie sich Bauwerke im Laufe der Zeit verändern.

Besonders bei Kirchen, die über Epochen immer an die gesellschaftlichen Gegebenheiten und an neue Baustile angepasst werden, ist das gut nachvollziehbar. In der Pfarrkirche Mauthausen ist in den letzten Jahrzehnten viel an Veränderung geschehen, sichtbar und erklärbar. Die Kirche verändert sich, das Gotteshaus verändert sich mit.

Das so genannte „Rauscherhaus", 1695 erstmals erwähnt, ist eins der ältesten Häuser Mauthausens. Es wurde instand gesetzt und wird als Firmensitz verwendet. Liebevoll und behutsam hat der Besitzer die alte Bausubstanz erhalten. Die oberen Geschosse, die nicht zum Geschäftsbereich gehören, wurden dabei stilsicher gestaltet. Diese Räumlichkeiten stehen auch den Mauthausener Schlossmuseen für Veranstaltungen zur Verfügung.

Beide Beispiele zeigen, dass Bauwerke immer wieder neue Funktionen erfüllen können und somit über Jahrhunderte nachhaltig nutzbar sind.

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Neufelden - Ortsrundgang

Der historische Markt Neufelden mit seiner barocken Häuserfront steht als Ensemble unter Denkmalschutz.

Die Erhaltung, wie auch der Umbau denkmalgeschützter Häuser stellt die Eigentümer:innen immer wieder vor ganz besondere Herausforderungen. Der sorgsame Umgang mit historischem Erbe ist aber nicht nur unangenehme Verpflichtung, sondern kann auch zu bedeutender Verbesserung von Lebens- und Wohnqualität führen. Die Gemeinde Neufelden sieht darin eine Chance und bemüht sich, das Bewusstsein dahingehend zu fördern. Gerade in jüngster Vergangenheit wurden einige Gebäude unter Einhaltung aller relevanten Richtlinien des Denkmalschutzes renoviert. Anhand dieser Häuser kann gezeigt werden, wie sich moderne Architektur und zeitgemäße Technik mit aktuellen Forderungen unserer Zeit nach Energieeffizienz und - damit verbunden - auch Umwelt- und Klimaschutz kombinieren lassen. Im Rahmen der Veranstaltung „Tag des Denkmals“ sind in Neufelden einige renovierte Gebäude geöffnet und können im Rahmen eines geführten Rundgangs besichtigt werden. Die Hauseigentümer:innen werden dort für nähere Auskünfte zur Verfügung stehen. Eines dieser Gebäude ist das ehemalige Gerichtsgebäude, das nach der Restaurierung in Zukunft als Bürofläche angemietet werden kann. Ihm angeschlossen ist das ehemalige Gefängnis, welches vom Heimat- und Burgverein Neufelden zu einem Heimatmuseum umgestaltet wurde, und ebenfalls besichtigt werden kann. Das Heimathaus ist von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr geöffnet. Geführte Rundgänge finden um 10:00 Uhr und um 14:00 Uhr statt und dauern jeweils circa 60 - 90 Minuten.

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Donatusbrunnen
© Marktgemeinde Neufelden
Marktbrunnen mit Rathaus
© Marktgemeinde Neufelden
ehemaliges Postgebäude
© Marktgemeinde Neufelden

Neuhofen - Geführter Ortsrundgang

Die Geschichte der Gemeinde Neuhofen/Krems reicht weit zurück. Römersteinfunde bezeugen eine frühe Besiedlung. 888 wurde das damalige Gebiet von Neuhofen mit dem Jagdhof „Nevanhova“ und den drei Königshuben Oberhub, Mitterhub und Niederhub dem Stift Kremsmünster geschenkt. Am Tag des Denkmals begeben wir uns gemeinsam auf die Spuren unserer Vorfahren und der Geschichte unseres Orts. Welche Personen und Ereignisse haben unseren Ort mit Taten und Zeichen geprägt? Wir erkunden bei einem geführten Rundweg unsere Denkmale, private Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen und die damit verbundene Geschichte. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der Vergangenheit. Erwecken Sie die alte Brotbackkultur zum Leben. Entdecken Sie das alte Uhrwerk aus dem 16. Jahrhundert im Schloss Gschwendt. Lassen Sie sich beeindrucken von einem Keller voll mit Stalaktiten in der Mitterhub. Erfahren Sie die Gemeinsamkeiten von Klimaschutz und Denkmalschutz. Genießen Sie den Schwenk in die alte Zeit bei einem gemütlichen Ausklang in der historischen Obermühle mit seinem alten Mühlwerk und der Wehranlage. Untermalt wird der Tag mit vielen kleinen und großen Dingen, die unser kulturelles Leben so besonders machen: Geselligkeit, Geschichte, Musik, Kulinarik, Kinderprogramm (unter anderem Märchen Vorlesestunde) und vieles mehr. Begeben wir uns gemeinsam auf die Spuren unserer Vergangenheit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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Oö. LPBZ GmbH
© Oö. LPBZ GmbH
Oö. LPBZ GmbH
© Oö. LPBZ GmbH
Privat Neuhauser Christine
© privat Neuhauser Christine

Obernberg am Inn - Burg Obernberg am Inn

Der prächtige Marktplatz in Obernberg zeugt von der Bedeutung des Orts, der bis 1782 dem Bistum Passau unterstand. Handel und Schifffahrt führten hier zu materiellem Wohlstand, der viele kulturelle Schätze entstehen ließ.

Der historische Rundgang beginnt am barocken Marktplatz mit den Stuckfassaden der Künstlerfamilie Modler und führt über mehrere Zwischenstationen ins Burggelände. Hier werden im KUNSTHAUS die verschiedenen Aspekte dieser bedeutenden Anlage erläutert: von der mittelalterlichen Burg bis zur aktuellen kulturellen Nutzung. Das KUNSTHAUS beherbergt heute den größten Ausstellungsraum für aktuelle Bildende Kunst in der Region. Am Burggelände befindet sich zudem eine Falknerei.

In Verbindung mit dem neu eröffneten Aussichtsturm, der Gastronomie und den teils historischen Gartenanlagen entstand ein attraktiver touristischer Standort.

Die nachhaltige Nutzung der Anlage nach dem Umbau 2015 bietet heute vielfältige Naherholungsmöglichkeiten. Die Wärmeversorgung ist durch den Anschluss an das Geothermienetz der Obernberger Fernwärme umweltschonend; am neuen Aussichtsturm wurden Photovoltaikflächen installiert. Anhand der guten historischen Bausubstanz lässt sich auch viel über „intelligentes Bauen" früherer Epochen lernen.

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Burganlage Obernberg am Inn
© Mag. Josef Brescher
KUNSTHAUS BURG OBERNBERG
© Mag Josef Brescher
Marktplatz Obernberg
© Mag Josef Brescher

Pram - Furthmühle

Beim Werkltag in der Furtmühle dreht sich wirklich alles: es gibt Vorführungen in der Mühle, im Venezianer-Sägewerk und im Motoren- und Dampferhaus, auch die Mostpressen können besichtigt werden. Infos dazu sind bei den Museumsstationen zu finden. Angeboten werden auch Führungen mit unseren Audioguides.

Probieren Sie das Zeltenbacken für Groß und Klein - auch Selberbacken am offenen Feuer ist möglich. Den Mühlbach erleben wir bei der Wanderung zum Fischaufstieg und zu den Biberspuren. Es gibt die Holzwerkstatt für Kinder als Erlebnisbereich im Sägewerk. Spannend ist das Krebsefischen im Mühlbach. Der Streichelzoo findet schon bei den Kleinsten Anklang.

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Teil des Workshops „Vom Korn zum Brot"
© dualpixel.photography
Vorführung der Venezianersäge
© dualpixel.photography
Wasserrad in der Furthmühle
© dualpixel.photography

Reichersberg am Inn - Augustiner-Chorherrenstift Stiftsmeierhof

Der historische Stiftsmeierhof am Ortsrand von Reichersberg soll in Zukunft saniert und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Als Grundlage für zukünftige Sanierungsarbeiten wird der barocke Mittelrisalit auf der Hofinnenseite im Rahmen von zwei Diplomprojekten an der Akademie der Bildenden Künste in Wien wissenschaftlich bearbeitet. Die Diplomant*innen Kerstin Fischbacher und Andreas Rieder, haben unter der Betreuung von Dipl. Kons.in/Rest.in Heike Winkelbauer, Mag. art. Josef Voithofer und in Kooperation mit der Abt. OÖ. des Bundesdenkmalamts (BDA) ein stimmiges Konzept für die Konservierung/Restaurierung einer Musterfläche der Fassade erstellt. Dabei wurde die vorhandene Substanz des Fassadenputzes und der Fenster materialtechnologisch untersucht und die angewandten Bauweisen eingehend analysiert. Anhand der Ergebnisse fiel die Entscheidung darauf, das älteste bekannte und somit barocke Erscheinungsbild der Fassade detailgetreu zu rekonstruieren. Für die Rekonstruktion der Wandoberfläche und des Anstrichs der Fenster wurde auf traditionelle Materialien zurückgegriffen – Kalkputz und Kalkanstrich für die Wand bzw. Nadelholz und Leinölanstrich für die Fenster. Diese haben sich im Laufe der Zeit als nachhaltige und ökologisch unbedenkliche Baustoffe erwiesen und gewährleisten ein historisch authentisches Fassadenbild. Im Gegensatz zu weitläufig verwendeten, kunststoffbasierten Bindemitteln im Außenraum wird bei der Abwitterung von Kalk- und Ölanstrichen kein Mikroplastik in die Umwelt entlassen. Durch ihre Wiederbearbeitbarkeit und Pflegbarkeit der Materialien (z.B. regelmäßiges Nachölen des Leinölanstrichs) ist eine längere Lebensdauer der rekonstruierten Bauteile und damit eine Schonung von Ressourcen gegeben. Damit ist auch der unmittelbare Bezug zum heurigen Jahresmotto beim Tag des Denkmals hergestellt, wo die Korrelation zwischen Denkmalschutz und Klimaschutz in den Vordergrund besonders im Fokus steht.

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Reichersberg, restaurierte Musterachse am Stiftsmeierhof
© Andreas Rieder
Holzrahmen eines Fensters
© Kerstin Fischbacher

Ried im Innskreis - Zur Giesserei: Haus der Nachhaltigkeit

Mit der Renovierung der GIESSEREI in den Jahren 2020 und 2021 erfolgte die Transformation vom Abbruchhaus zum modernen Geschäftshaus durch die Erhaltung der historischen Bausubstanz in Verbindung mit zeitgemäßer Architektur. Das Haus entstand im 15. Jahrhundert und wurde im 16. und 17. Jahrhundert als Zinngießerei, als Gastwirtschaft, vor allem im Zusammenhang mit dem Salzhandel, später auch als Werkzeughandlung und zuletzt als Bekleidungsgeschäft genutzt. Trotz der Attestierung der Abbruchreife hat sich die TRAFOS eGen als Eigentümerin dazu entschlossen, das Gebäude zu restaurieren. Das historische Dachgebälk wurde erhalten und die Holztramdecken durch Herstellung einer Holz-Verbund-Tramdecke statisch aktiviert. Im Dach wurden 60 Kubikmeter Schafwolle als Dämmung eingebaut. Die Kastenfenster wurden händisch unter Verwendung von Leinölfarben restauriert. Viel Holz, darunter sägeraue Blockstufen aus heimischem Eschenholz, Glas und Stahl ergaben eine schöne Verbindung des historischen Ambiente mit zeitgemäßen Vorstellungen. Die Restaurierung dieses einzigartigen Baujuwels findet in der Fachwelt ebenso große Anerkennung wie bei Nutzer:innen und Besucher:innen. Der Geist und die Schönheit wurde, soweit es möglich war, belassen und mit modernen, formschönen und funktionellen Materialien ergänzt. Der Dank dafür gebührt den rund 70 Vereinsmitgliedern und Genossenschaftern, die tausende Arbeitsstunden kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Heute wird das Objekt für Geschäfte, ein Café-Restaurant, eine Kunsthandwerkstätte, einen Veranstaltungsbereich, eine Kaffeerösterei, einen Marktplatz und Co-Working-Bereiche genutzt. Durch das gute Heizungs- und Lüftungskonzept und die Erhaltung der Bausubstanz ist der ökologische Fußabdruck äußerst gering.

Dies ist eine Sonderveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Amt der oberösterreichischen Landesregierung. Details folgen.

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Rohrbach - Villa Sinnenreich

Der Lederfabrikant Kommerzialrat Wilhelm Poeschl hat 1922/24 seine Villa in Rohrbach gebaut und dazu einen Park angelegt. In diesen Jahren wurde die Ortschaft Langhalsen für die Anlegung des Stausees bei Neufelden - zur Stromgewinnung im Kraftwerk Partenstein - demoliert. Den Brunnen aus Langhalsen hat Wilhelm Poeschl erworben und in seinem Park wieder aufgestellt.

Die Poeschl-Villa wurde 1995 von der Stadtgemeinde Rohrbach übernommen, wodurch dieser Bereich für die Allgemeinheit zugänglich wurde. So besteht der schöne alte Brunnen aus 1796 bis heute weiter in dem Erholungspark.

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Langhalsen-Brunnen bei der VILLA sinnenreich
© VILLA sinnenreich

Schärding - Stadtmuseum

Im 1905 gegründeten Heimathaus Schärding können Besucher:innen interessante Exponate aus der Vergangenheit Schärdings bestaunen und erhalten hautnah einen Überblick über die Entwicklung der Stadt und ihrer Umgebung.

Über eine Außentreppe erreicht man die Ausstellungsräume im ersten Stock des Heimathauses Schärding. Die neun Räume im Heimathaus Schärding präsentieren Ausstellungsstücke aus unterschiedlichen Epochen, von der Jungsteinzeit bis in die Gegenwart. Prähistorische Ausgrabungsfunde zeugen von der frühen Siedlungsgeschichte, aber auch die Mühlen und die Innschifffahrt sind Themen der Ausstellung. Weiters werden im Heimathaus Schärding verschiedenen Handwerkszünften, dem Volkstum mit seinem Aberglauben und Glauben und den Einrichtungsgegenständen in Bürgerstuben Platz gewidmet. Meisterwerke aus der gotischen und barocken Schnitzkunst stellen den Schwerpunkt der Ausstellung dar. Über eine steile Treppe gelangen die Besucher:innen in den zweiten Stock, in dem Exponate über die militärische und kriegerische Geschichte von Schärding Einzug gehalten haben. Ein absolutes Highlight ist der 3D-Rundgang, damit Sie unser Stadtmuseum auch von zu Hause aus besuchen können.

Wir haben vom 1. Mai bis 31. Oktober jeweils am Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr, sowie zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr für Sie geöffnet.

Führungen finden nur nach Voranmeldung statt.

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Stadtmuseum
© Stadtgemeinde Schärding

Scharnstein - Zülowhaus

Ausgangspunkt für den Vortrag ist die Wandmalerei von Franz Zülow aus dem Jahr 1942. In dieser wird die Landschaft und die kleinteilige Bearbeitung von Wiesen und Wäldern dargestellt. Der Landwirt und Chemiker Florian Kogseder spricht über die Auswirkung von Grünlandbewirtschaftung auf das Klima.

Der Vortrag findet am Tag des Denkmals um 14:00 Uhr im Innenhof des Zülow-Hauses in Sternberg statt.

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Sternberg
© Susanne Faschinger
Sternberg 2
© Susanne Faschinger
Gänse
© Susanne Faschinger

Schörfling am Attersee - Agermühlenweg

Wir wandern entlang der Ager vom Attersee bis zur Wengermühle/Lenzing und retour.

Dabei kommen wir an ehemaligen Mühlen und Sägewerken vorbei und erfahren einiges über die Flößerei. Wir besichtigen eine Kraftwerksanlage mit Schaufelrad und den Agermühlenweg-Pavillon mit der Darstellung einer alten „Augsburger"-Säge. Entlang des Wegs sehen wir auch Skulpturen aus Schwemmholz.

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Beschilderung Agermühlenweg
© Franz Hauser
Augsburgersäge und Mühlenbeschreibung
© Franz Hauser
Renovierte Mühle
© Franz Hauser

St. Florian - Augustiner Chorherren Stift

Der Kustos des Stifts sowie seine Mitarbeiter:innen geben Einblick in die tägliche museale Arbeit des Stifts.

In Zusammenarbeit mit einer Restauratorin von „Restauratoren ohne Grenzen" wird es möglich sein auf Besonderheiten der Papierrestaurierung einzugehen. Besucher:innen können ihre eigenen Objekte mitbringen, begutachten lassen und eventuelle Restaurierungsschritte besprechen.

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Stift St. Florian
© Werner Kerschbaummayr / Stift St. Florian
Stift St. Florian
© Werner Kerschbaummayr / Stift St. Florian
Stift St. Florian
© Werner Kerschbaummayr / Stift St. Florian

St. Oswald - Kirchenhäuslmuseum

Die Veranstaltung widmet sich dem alten Kräuterwissen zur Zeit des „Bürgerspitals" und der Anwendung von Heilkräutern in dieser Zeit.

Damals schon bekannte Heilpflanzen werden in Wort und Bild im Portrait vorgestellt: Beifuß, Beinwell, Holunder, Odermennig, Wegwarte, Wegerich, Brennnessel und Lein als Heil- und Faserpflanze. Heilmittel von damals werden zu Heilmitteln von heute. Kräuterwissen neu zu entdecken heißt mit offenen Augen durch die Natur zu wandern, Informationen nicht nur digital, sondern bei ausgebildeten Kräuterpädagoginnen einzuholen und in Bestimmungsbüchern nachzusehen. Entscheidend ist es letztlich, sich eine genaue Kenntnis über zum Beispiel essbare Wildkräuter anzueignen, um Verwechslungen mit Giftpflanzen auszuschließen.

Am Tag des Denkmals können Interessierte im Pfarrheim St. Oswald bei den Kräuterfrauen unter der Leitung von Frau Elisabeth Winder die Nachhaltigkeit des neuen Kräuterwissens entdecken.

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Modell Flachsverarbeitung
© Dr. Josef Niedermaier, St. Oswald/Fr.
Heilmittel Lein
© Buch Heilsame Öle, Dr. Lüthi Roland

Steyr - Jüdischer Friedhof

141 Grabsteine zeugen von der kleinen jüdischen Gemeinde in Steyr. 1874 wurde der Friedhof feierlich eröffnet. 1945 sollte der Friedhof zerstört werden, doch das Kriegsende verhinderte es.

Denkmale erinnern an die 100 Opfer des Todesmarsches ungarischer Juden 1945 und an 85 Steyrer Opfer des Holocaust. Darunter sind auch die Eltern und Geschwister des Malermeisters Friedrich Uprimny zu finden.

Das letzte Begräbnis fand 1992 statt.

Männliche Besucher werden nach jüdischem Brauch ersucht eine Kopfbedeckung zu tragen.

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Der jüdische Friedhof Steyr
© Mauthausen Komitee Steyr
Ältester Grabstein
© Mauthausen Komitee Steyr
Gedenkplatte für 15 Opfer des Todesmarsches
© Mauthausen Komitee Steyr

Steyr - Schloss Lamberg

Erfahren Sie in einer Führung die mehr als 1000 Jahre zurückreichende Geschichte vom weithin sichtbaren Schloss Lamberg. Lüften Sie Geheimnisse rund um die oberhalb der Mündung der Steyr in die Enns gelegene und mächtige barocke Schlossanlage.

Das malerisch über der Stadt Steyr gelegene Schloss Lamberg blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die ehemalige dreieckige Burganlage aus dem Mittelalter wurde nach einem Brand im 18. Jahrhundert umgebaut und erstrahlt heute im barocken Kleid. Im malerischen Schlosshof befindet sich ein barocker Brunnen, aus dessen Mitte die Plastik eines Hundes ragt. Er ist das Wappentier der Lambergs, in deren Familienbesitz sich das Schloss vom 17. bis ins 20. Jahrhundert befand und die auch Namensgeber des Schlosses waren.

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Schloss Innenhof
© ÖBf-Archiv
Bibliothek mit Büchern
© ÖBf-Archiv

Steyr - Stollen der Erinnerung

Eingebettet in einen ehemaligen Luftschutzbunker thematisiert der „Stollen der Erinnerung“ die Geschichte Steyrs zur Zeit des Nationalsozialismus.

Der Weg durch die Ausstellung beginnt bei den Krisen der 1930er-Jahre, dem „Anschluss“ 1938 und dem Ausbau der Steyr-Daimler-Puch AG zu einem der größten Rüstungsproduzenten. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte des KZ Steyr-Münichholz und das Schicksal von tausenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Berichte geben Einblicke in deren Alltag, der durch das rassistisch geprägte Verhältnis mit der Bevölkerung definiert war. Prominent erörtert werden zudem der Widerstand und der Umgang mit der NS-Vergangenheit. Hinweise: Die Temperatur im Stollen beträgt acht bis zwölf Grad Celsius. Warme Kleidung wird empfohlen.

Der Besuch ist ab einem Alter von 14 Jahren möglich.

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Stollen der Erinnerung
© Mauthausen Komitee Steyr

Steyr - Wehrgraben

Das Team der Altstadterhaltung führt in einem Rundgang durch die schützenswerte Bausubstanz des Steyrer Wehrgrabens. Im 19. Jahrhundert verändert sich das Bild des Stadtteils Wehrgraben grundlegend. Die Österreichische Waffenfabriks-Gesellschaft (ÖWG) des Industrie-Pioniers Josef Werndl löst einen Bauboom aus. Neben neuen Fabriksbauten werden Arbeiterwohnhäuser unter anderem im Eysnfeld errichtet. 2019 wurden zahlreiche dieser historischen Bauten unter Denkmalschutz gestellt. Das ehemalige Objekt X, heute ein Heim für Studierende, ist genauso wie die gegenüberliegende Schaftfabrik und das Dampfkraftwerk eine ehemalige Fabrik. Dort, wo sich heute das Studentenheim Blumauergasse 26 befindet, war früher die sogenannte „Gsangmühle“, die bereits 1370 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 1890 wurde sie abgebrochen, an ihrer Stelle entstand ein Fabrikkomplex, in dem unter anderem das berühmte Steyrer Waffenrad produziert wurde. Erst im vergangenen Jahr ist das Gebäude saniert und umfunktioniert worden. Der denkmalgerecht restaurierte Baubestand zeigt die für Steyrer Industriebauten zeittypische Bauweise, wie langgezogene offene Hallen oder segmentbogenförmige Fenster- und Türöffnungen, hervorgehoben durch Faschen mit Keilstein im Sturzbereich. Die Fassaden vieler Bauten hat man nur geringfügig verändert. So sind beim Studentenheim nach wie vor zahlreiche historische Fenster erhalten. Vor 50 Jahren wollte man den Wehrgraben-Kanal zuschütten, um Wohnbauten und Parkplätze zu errichten. Damit wäre der jahrhundertelangen Geschichte des Stadtteils ein Ende gesetzt worden. Doch dank des Widerstands engagierter Bürger:innen konnte der Wehrgraben mit seinem unverwechselbaren Erscheinungsbild gerettet werden.

Zeitgemäße Nutzungskonzepte, nachhaltige Revitalisierungen und Adaptierungen historischer Bestandbauten sichern langfristig das baukulturelle Erbe und sind der beste Weg, einschlägigen Veränderungen vorzubeugen und Denkmale in die Zukunft zu tragen.

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ehemaliges Fabriksgebäude Objekt X ÖWG
© Magistrat Steyr Altstadterhaltung
ehemaliges Fabriksgebäude Objekt X ÖWG, heutiges Studentenheim
© Magistrat Steyr Altstadterhaltung

Wolfern - Schloss Losensteinleiten

Das ehemalige Wasserschloss Losensteinleithen ist eine große hufeisenförmige Anlage, die einen lang gestreckten Hof umschließt. Errichtet wurde es ab 1650, Veränderungen erfolgten im 18. Jahrhundert.

Das Schloss wurde zuletzt als Pflegeheim genutzt, nun sollen 17 Mietwohnungen und Nebenflächen entstehen. Unter dem Gesichtspunkt der Substanzerhaltung und moderner Energietechnik ist es der erklärte Wunsch der Projektbetreiber, eine ausgeglichene Energiebilanz im Sinne einer Betriebskostenverminderung zu erreichen. Bei den Spezialführungen wird auf diese Thematik besonders eingegangen. Auch der zuständige Gebietsreferent des Bundesdenkmalamts, Landeskonservatorat für Oberösterreich, ist vor Ort anwesend und kann Auskünfte zu den denkmalpflegerischen Aspekten erteilen.

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Schloss Losensteinleiten
© Dr. Georg Spiegelfeld

Salzburg

Großgmain - Salzburger Freilichtmuseum

Im Salzburger Freilichtmuseum begegnen die Besucher:innen Zeugnissen der Vergangenheit mit sowohl historischer als auch volkskundlich-gesellschaftlicher Bedeutung.

Am diesjährigen Tag des Denkmals unter dem Schwerpunkt „Denkmal voraus – Denkmalschutz = Klimaschutz“ wird der Nachhaltigkeitsaspekt von Denkmalen besonders hervorgehoben. Das kann das Freilichtmuseum mit seinen Objekten anschaulich vermitteln. Denn Häuser, die sich selbst recyceln, wo gibt’s denn so etwas?

Die Baumaterialen für die Museumshäuser wie Holz, Natursteine, Sand oder Kalk wurden aus der unmittelbaren Umgebung gewonnen. Diese würden sich wieder in die Natur einfügen, wenn das Haus ungenutzt wäre: die Häuser recyceln sich somit quasi selbstständig. Einzig die Metallscharniere von den Fenstern und Türen blieben länger bestehen.

Der Transport der Baumaterialien ohne motorisierte Fahrzeuge war eine sehr aufwändige Sache. Daher war man trotz obrigkeitsstaatlicher Vorgaben gezwungen, nachhaltig zu agieren. Statt den zwingend vorgeschriebenen Mauerbau zur Eindämmung der Feuersgefahr umzusetzen, blieb Holz für die Bauern ein gewohntes Baumaterial, von dem sie bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts kaum abwichen. Verfügbarkeit, Kosten und Transportwege bewirkten nachhaltiges, ressourcenschonendes Verhalten, ohne dieses so zu benennen.

Die Ökobilanz der historischen Gebäude ist beachtlich.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Krallerhof, Madltenne, Kapelle und Sägewerk
© Salzburger Freilichtmuseum
Blockbau - Baustoff Holz
© Salzburger Freilichtmuseum
Ursprünglich aus dem Mittelalter - Kleinbauernhaus
© Salzburger Freilichtmuseum

Hallein - Keltenmuseum Hallein

Im Keltenmuseum Hallein dreht sich im September alles um das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Führungen, Vorträge und Workshops vermitteln einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und geben einen Einblick in die Nutzung von Rohstoffen in der Vergangenheit und Gegenwart. Am Tag des Denkmals widmen wir uns dem Thema Holz. Holz war über Jahrhunderte eine begehrte Ressource. Schon die Kelten auf dem Dürrnberg nutzen Holz unter anderem für den Hausbau und das Auskleiden der Stollen. In erzbischöflicher Zeit nahm der Holzverbrauch erheblich zu. Für die Salzproduktion verheizte man Unmengen des wertvollen Rohstoffs. Die Rodung der Wälder entlang der Salzach verwüstete ganze Landstriche und brachte erhebliche Probleme mit sich. Die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Recycling“ sind heute so aktuell wie nie zuvor. Bei einem interessanten Rundgang verfolgen wir die Geschichte des Rohstoffs Holz durch die Zeiten. Ein Workshop für Kinder und Familien zeigt auf, dass man auch aus Müll noch Nützliches machen kann.

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Keltenmuseum Hallein, Außenansicht
© Keltenmuseum Hallein/Andreas Hechenberger
Keltenmuseum Hallein, Kinder
© Keltenmuseum Hallein/Bryan Reinhart
Abbildung, Herstellung von Salzfässern
© Keltenmuseum Hallein

Kuchl - Museum Kuchl

Die Jahrtausende alte Besiedelungsgeschichte des Georgenbergs steht im Mittelpunkt des Museumsprojektes „Archäologie Georgenberg“. Die im Zuge dieses Projektes gewonnen Erkenntnisse und geborgenen Objekte bilden den Schwerpunkt der archäologischen Führung um 11:00 Uhr, die bei Schönwetter auf dem Georgenberg, bei Schlechtwetter im Museum Kuchl stattfinden wird. Darüber hinaus findet am Nachmittag eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Erinnern Sie sich?“ im Museum Kuchl statt. Eine Führung in der nur am Tag des Denkmals geöffneten Kirche Sankt Georg auf dem Georgenberg am späteren Nachmittag rundet das Angebot ab.

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Georgenberg
© Stefan Zenzmaier

Leogang - Bergbau- und Gotikmuseum

Für uns im Bergbau- und Gotikmuseum Leogang ist der Nachhaltigkeitsgedanke kein Trend - wir praktizieren einen schonenden Umgang mit der Natur und den Ressourcen seit jeher und aus Überzeugung. In diesem Sinn wurde unser Museumsgebäude, ein mittelalterlicher Wohn- und Wehrturm aus dem 12. Jahrhundert, vor wenigen Jahren einer umfangreichen, denkmalgerechten Sanierung unterzogen.

Wir haben für den Bau nur wenige und regionale Materialien verwendet: 50-jährigen Kalk aus unseren Kalkbergen, unbehandeltes Pinzgauer Fichtenholz, Adneter Marmor sowie ein Kupferdach. In Verbindung mit den dicken Außenmauern und den Kastenfenstern hat man ein über das ganze Jahr gleichbleibendes Klima geschaffen. Somit erfüllen wir auch aus museologischer Sicht internationale Standards - und das ohne Klimaanlage. Für den Bau wurden ausschließlich Handwerker und Handwerksbetriebe aus der Region beauftragt.

Hinter den historischen Mauern verbirgt sich eines der bedeutendsten privaten Kunstmuseen Europas. Zum 30-jährigen Jubiläum des Bergbau- und Gotikmuseums Leogang wird die Kitzbüheler Privatsammlung Vogl-Reitter mit insgesamt 60 Tafelbildern, Skulpturen, Reliefs und Möbeln aus der Zeit der Gotik präsentiert. Die Sammlung wird mit hochkarätigen Leihobjekten des Belvedere Wien, des Christlichen Museums Esztergom sowie dem Diözesanmuseum Bamberg ergänzt.

Mit der Bewahrung, Rückholung und Zusammenführung von Salzburger Kulturgütern werden die erarbeiteten Spezialgebiete der letzten Jahrzehnte in einer Ausstellung sichtbar.

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Das Thurnhaus
© Susanne Bayer Fotografie
Stiftung Vogl-Reitter
© Susanne Bayer Fotografie
Bergbau- und Gotikmuseum Leogang
© Susanne Bayer Fotografie

Lessach - Karnerhof

„Baue nicht malerisch. Überlasse solche Wirkungen den Mauern, den Bergen und der Sonne."

Im Sinne des Zitats nach Adolf Loos war unser Motto bei der Sanierung des Lungauer Karnergutes: „Weniger ist Mehr". Es war unsere Absicht, mit einfachen Mitteln und dem Verständnis für die Vorteile natürlicher Baustoffe eine moderne Wohnqualität im originalen Bauernhaus Karnergut zu erschaffen. Mit Lehm, Mondholz, Holzfaser und Kalkmörtel wurden eine moderne Küche, ein Badezimmer mit Fußbodenheizung und Kachelöfen eingebaut. Die Originalfenster und Türen wurden saniert.

Das Ergebnis ist ein wunderbares altes Lungauer Bauernhaus mit moderner Wohnqualität. In einem nächsten Schritt wird der kleine Stadel saniert. Das alte Karnergut soll ein moderner Co-working und Co-living Platz werden, an dem bis zu 20 kulturinteressierte Menschen leben können.

Wir wünschen uns, dass der Hof viel positive Energie ausstrahlt, ein Vorzeigeobjekt im Alpenraum wird und noch weitere 500 Jahre bestehen bleibt.

Der Sonnenplatz am Adlerhorst am Eingang des Lessachtals ist sicher einen Besuch wert.

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500 Jahre altes Mondholz auf Steinfundamment
© „Foto: Bwag“
Karnergut mit neuem Licht und Energie
© Alexander Ruckensteiner
Gruppenhof Karnergut im Lessachtal
© Alexander Ruckensteiner

Mattsee - Strandbad

Das 1928 errichtete Strandbad wurde im Laufe der vergangenen 90 Jahre nur oberflächlich in Stand gehalten und nach jeder Veränderung im Nutzerverhalten mehr schlecht als recht adaptiert. Dabei sind aus Sorglosigkeit und mangelnder Wertschätzung der architektonischen Qualität des 1927 vom Architekten Ingenieur Franz Mörth entworfenen Holzbaus einige Fehlentscheidungen getroffen worden. Die letzte Sanierung sollte diese korrigieren, um den Bau in seiner Klarheit und zeitlosen Modernität wieder wirken zu lassen.

Es erwies sich für Bauleiter und Professionisten herausfordernd und spannend zugleich, dass immer wieder „neue“ Konstruktions- und Ausführungsdetails auftauchten, die mit den aktuellen material-handwerklichen Standards in Einklang zu bringen waren. Darüber hinaus mussten auch Produzenten bereit sein, Produkte in schon längst nicht mehr gebräuchlichen Formaten herzustellen.

Die überraschende Entdeckung des Restaurators hinsichtlich der Farbgebung wird die Wahrnehmung des Gebäudes nach der Wiederherstellung am meisten verändern. Diese Maßnahme rechtfertigt sich doppelt, da dadurch die Geschichte des Baus quasi anschaulich erzählt wird.

Bauaufnahme, Planung und in Folge die Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt starteten im Mai 2018. Baubeginn der ausschließlich außerhalb der Badesaison stattfindenden Bauarbeiten war im März 2020. Diese erzwungene Entschleunigung bedeutete jedoch keine Einschränkung, sondern die Chance immer wieder nach- und umdenken beziehungswiese neu planen zu können. Die etappenweise Umsetzung wurde zum Glücksfall.

Der positive Eindruck bei der Ankunft, das angenehme Gefühl im Garderobentrakt, die Geborgenheit zwischen den Gebäudeflügeln und besonders die Ansicht quer über den See (vor allem bei Windstille im Morgenlicht) bestätigen eindrucksvoll, dass alle Beteiligten ihr Bestes gegeben haben.

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Strandbadgebäude Mattsee
© Wagner Franz
Strandbadgebäude Mattsee
© Wagner Franz

Mauterndorf - Burg Mauterndorf

Am Tag des Denkmals findet eine außertourliche Führung in den über 700 Jahre alten Wehrturm und der restaurierten Burgkapelle statt. Begleitend dazu dürfen sich die Besucher:innen an einem mittelalterlichem Konzert erfreuen.

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Wehrturmführung
© Salzburger Burgen und Schlösser Betriebsführung

Mittersill - Felberturmmuseum

Der Felberturm wurde um 1150 erbaut und gilt als das älteste profane Gebäude des Oberpinzgaus.

Am Tag des Denkmals widmen wir uns der spannenden Geschichte des denkmalgeschützten Turms und geben Einblicke in die 2021 abgeschlossenen Sanierungs- und Umbauarbeiten. Die Besucher:innen erfahren während der Führungen Näheres über die Planung, Ausrichtung, nachhaltige Umsetzung und Nutzung des Gebäudes. Kinder können die Turmgeschichte anhand einer Rätselrallye entdecken und in der Bastelecke ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

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Felberturm Mittersill Außenansicht
© Franz Reifmüller
Felberturm Mittersill Mehrzweckraum
© Franz Reifmüller
Felberturm Museum Saumhandel Ausstellung
© Franz Reifmüller

Ramingstein - Burg Finstergrün

Die Geschichte von Burg Finstergrün ist geprägt vom „Blick voraus". Gebaut als Grenzburg war nach dem Wegfall der zu bewachenden Grenze der Niedergang eigentlich vorprogrammiert, doch Burg Finstergrün erhielt als gräfliche Wohnburg neues Aussehen und neue Bedeutung. Nachdem sich Familie Szapary von Finstergrün trennen musste, erlebten die alten Mauern als Kinder- und Jugendburg der Evangelischen Kirche neuen Aufschwung.

Burg Finstergrün bleibt eine Burg der Visionen - diese sind bis heute nicht ausgeträumt. Optimistisch blicken wir in die Zukunft und hoffen, dass auch die nächsten Generationen Achtsamkeit in Bezug auf Ressourcen und neue Ideen in der Energiegewinnung verwirklichen werden. Heute haben wir den Grundstein dafür gelegt.

Die Geschichte der Burg gibt Hoffnung und Mut zum Blick VORAUS.

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Burg Finstergrün aus der Falkenperspektive
© Achiv Burg Finstergrün
Ausblick und Überblick
© Achiv Burg Finstergrün
Die Türme - dem Himmel entgegen
© August Lang

Salzburg - Amalie-Redlich-Turm

1892 wurde der Amalie-Redlich-Turm als Eislager, Wasserreservoir und Aussichtsturm erbaut. Als der Kühlschrank aufkam, wurde das Gebäude für diese Zwecke nicht mehr benötigt und einer anderen Nutzung zugeführt.

Heute gehört es zum Museum der Moderne Salzburg. Dort, wo einst der Wasserbehälter hing, befindet sich jetzt eine Artist-in-Residence Wohnung für Künstler:innen. Der Kühlbereich wurde zu einem Atelier für Kinder umgebaut.

Die Führung gibt Einblick in diese neu adaptierten Räumlichkeiten. Turmrotunde und Dachterrasse können individuell besucht werden und bieten einen beeindruckenden Panoramablick auf die Stadt und ihre Umgebung.

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Der ehemalige Aussichtsturm auf dem Mönchsberg
© BDA, Foto: Petra Laubenstein
Amalie-Redlich-Turm und Museum der Moderne Salzburg
© Museum der Moderne Salzburg, Foto: Marc Haader

Salzburg - Kajetanerkirche

Die Salzburger Kajetanerkirche gehört zu den bedeutendsten barocken Kirchen des Landes.

Ab 1685 wurden Kirche und Kloster nach Entwürfen des Schweizer Architekten Giovanni Gaspare Zuccalli errichtet. Die Fertigstellung zog sich über viele Jahrzehnte. 1728 schuf Paul Troger, der später zu einem der bedeutendsten Künstler des österreichischen Barocks werden sollte, hier sein allererstes monumentales Kuppelfresko.

Nach Jahrhunderten bewegter Geschichte übernahm 1923 der Orden der Barmherzigen Brüder den Komplex und betreibt hier seitdem ein Krankenhaus. Rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum der Tätigkeit der Barmherzigen Brüder in Salzburg soll die umfassende Restaurierung dieses barocken Gesamtkunstwerks abgeschlossen sein.

Am Tag des Denkmals haben Sie die Gelegenheit, einen Blick in die Kajetanerkirche zu werfen und spannende Informationen über ihre Restaurierung zu erhalten. Die Austria Guides Salzburg erzählen Ihnen bei Führungen interessante Details der Baugeschichte und begleiten Sie in die kunstvollen Nebenräume der Kajetanerkirche und zur Heiligen Stiege.

Bitte melden Sie sich für eine Teilnahme an den Führungen per E-Mail an.

Gerne stehen Ihnen vor Ort Mitarbeiter:innen des Bundesdenkmalamts für Fragen zum Tag des Denkmals und allgemeine Fragen zur Denkmalpflege zur Verfügung. Die Barmherzigen Brüder freuen sich über große und kleine Spenden für die Gesamtrestaurierung. Mehr Informationen zum laufenden Spendenprojekt finden Sie unter: https://mein-gotteshaus.at/.

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Barocke Engel aus Stuck während der Restaurierung. Das Altargemälde ist zum Schutz vor Staub noch verhüllt.
© BDA, Conny Cossa
Nach der Restaurierung strahlt die Fassade wieder in den ursprünglichen Farbtönen, und es gibt einen barrierefreien Zugang.
© BDA, Conny Cossa
Ein Einblick vom Baugerüst auf die reiche Stuckdekoration im Chor
© BDA, Conny Cossa

Salzburg - Kirche Sankt Sebastian: Dachwerk

Die Sebastianskirche in der Linzergasse erhielt ihre heutige Form nach dem Stadtbrand von 1818. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde um 1500 von der Sebastiansbruderschaft als Bruderhauskirche errichtet. Teile dieses spätgotischen Vorgängerbaus finden sich noch im Bestand. Die Kirche wurde Mitte des 17. Jahrhunderts im Stil des Barocks umgestaltet und nach dem Stadtbrand in vereinfachter Form wiederhergestellt. In den Wirren des 2. Weltkriegs wurde die Kupferdeckung des Dachs entfernt und für Kriegszwecke genutzt. Als Ersatz wurde der Kirchenbau mit grün beschichteten Blechbahnen gedeckt. Nach 75 Jahren erreichte das Dach das Ende seiner Lebensdauer. Daher entschied sich die Stadt Salzburg als Eigentümerin der Kirche den Kirchenbau erneut mit Kupfer zu decken. Im Vorfeld dieser Maßnahmen wurde das Gebäude bauhistorisch untersucht. Die Untersuchungen ergaben umfangreiche Schäden am Dachwerk aus dem Jahr 1818. Im Rahmen der Führungen wird die Geschichte der Kirche und des angrenzenden Friedhofs mit der Gabrielskapelle erläutert. Die Besucher:innen haben die einmalige Möglichkeit den historischen Dachstuhl zu besichtigen. Hierbei wird die umfangreiche und nachhaltige statische Sanierung des Dachwerks geschildert.

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Sebastianskirche - Dachwerk
© Eidos Architektur ZT GmbH

Salzburg - Landeskrankenhaus: Sankt Johannes Spitalskirche

Die Spitalskirche Sankt Johannes am Gelände der Salzburger Landeskliniken im Stadtteil Mülln ist eine der bedeutendsten Salzburger Barockkirchen. Sie wurde unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun-Hohenstein nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach in den Jahren zwischen 1699 und 1704 errichtet. Die Stuckausstattung des Kirchenraums zählt zu den bedeutendsten ihrer Art und wurde im Jahr 2021/2022 umfassend restauriert. Im Rahmen der Restaurierung wurden außerdem das Heizsystem erneuert und der Kirchenraum thermisch optimiert. Ziel dieser Maßnahmen war es einerseits ein angenehmes Raumklima für die Besucher:innen der Krankenhauskirche zu schaffen, anderseits die Nachhaltigkeit der Restaurierung zu gewährleisten.

Mittels der Einbringung von Flächenheizungen im Boden- und Gewölbebereich sowie einer kontrollierten Zu- und Abluft sollte verhindert werden, dass es zu Kondensatanfall und unkontrollierten Luftbewegungen im Kirchenraum kommt, die wiederum zur Verschmutzung der frisch restaurierten Raumschale beitragen. Die in Österreich erstmals zur Ausführung gebrachte Gewölbeheizung gewährt eine signifikante Verlängerung der Restaurierungszyklen. Im Zuge der Führungen wird die Restaurierung der Raumschale präsentiert und das erneuerte Heizsystem erläutert. Die Besucher:innen erhalten dabei unter anderem Einblicke in das Handwerk der Stuckrestauratoren und haben die einmalige Möglichkeit, das Dachwerk der Kirche zu erleben. Gemeinsam mit Pfarrer Jean Bosco wird der neue Altar, der das spirituelle Zentrum der Krankenhauskirche bildet, vorgestellt.

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St. Johannes Spitalskirche
© © BDA, Petra Laubenstein

Salzburg - Palais Faber/Hotel Hyperion: Vestibül

An der heutigen Franz-Josef-Straße befanden sich bis ins 19. Jahrhundert die Basteianlagen der Paris Lodronschen Stadtbefestigung. Mit der Aufhebung der Festungsbeschränkungen durch Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1860 wurde der Weg für eine umfangreiche Erweiterung der Stadt Salzburg in diesem Bereich frei.

Die Liegenschaften längs der heutigen Rainerstraße wurden von Moritz Faber erworben und nach Plänen des Wiener Architekten und k.u.k. Hofbaumeisters Franz Sonnleitner gemeinsam mit Valentino Ceconi bebaut. Nach Wiener Vorbild wurden zwei Zinspaläste im Stil der Neorenaissance errichtet. Während die Erdgeschosszone mit Lokalen und Geschäften bespielt wurde, dienten die Obergeschosse Wohnzwecken. Über das mächtige Hauptportal gelangte man in das prächtige mit Säulen und Stuck geschmückte Vestibül.

In den Wirren des Zweiten Weltkriegs wurden Teile des Gebäudes durch einen Bombenschaden zerstört. Das Vestibül wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Krieg wurde im Hof das sogenannte Mirabellkino errichtet. Das Vestibül wurde im Stil der 1950er-Jahre umgestaltet. Die Reste der historischen Ausstattung verschwanden hinter Vorsatzschalen und wurden vergessen.

Im Vorfeld der jüngst abgeschlossenen Umnutzung des Gebäudes zu einem Hotel wurden die Fragmente der historistischen Ausstattung des Vestibüls wiederentdeckt und freigelegt. Die fehlenden Teile wurden entsprechend der historischen Vorbilder in Technik und Materialität ergänzt, um so wieder ein geschlossenes Erscheinungsbild herzustellen. Das historische Eichenportal mit seiner Stuckrahmung wurde entsprechend historischer Fotoaufnahmen fachgerecht rekonstruiert.

Im Zuge der Führung wird die Genese dieses einzigartigen Prozesses aus Sicht der Altstadterhaltung, des planenden Architekten sowie des ausführenden Restaurators geschildert.

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Palais Faber - Vestibül
© Zottmann und Resmann GmbH

Salzburg - Pfarrhof Sankt Andrä

Der Pfarrhof Sankt Andrä wurde im Jahr 1900 in der Salzburger Neustadt im Andrä-Viertel nach den Plänen von Architekten Josef Wessicken durch Jakob Ceconi errichtet und stellt in mehrfacher Hinsicht eine Besonderheit dar.

Neben der Kirche bildet er heute nach Abriss des Schrannengebäudes das einzige freistehende Bauwerk, gleichsam eine Insel, innerhalb der umgebenden, meist ebenfalls gründerzeitlichen Blockrand-Bebauung. Auch und vor allem mit seiner durchaus kräftigen und „autonomen" Farbgebung tanzt er dabei aus der Reihe. Mit seinen renaissancezeitlichen und spätgotisch nachklingenden Stilformen spielt die Fassadengestaltung des Pfarrhofs auf die Architektur toskanischer Palazzi an.

Was im Laufe der Zeit oft unbedacht überformt wurde, sollte im Zuge der umfassenden Sanierung wieder herausgeschält und zur Geltung gebracht werden. Dabei reicht die Palette der Maßnahmen von der Rekonstruktion des originalen Zustandes über dessen Reduktion und Interpretation bis hin zur möglichst sensiblen Integration von gänzlich neuen Elementen.

Abgesehen von den funktionalen und räumlichen Umstrukturierungen musste bei der baulichen Umsetzung auch den Anforderungen an Brandschutz und Barrierefreiheit mit dem damit verbundenen Einbau eines Lifts möglichst substanzschonend entsprochen werden. Für das im Alltag wahrgenommene Erscheinungsbild wesentlich ist die Neugestaltung der stark veränderten und bisher sehr uneinheitlichen Geschäftszone im Erdgeschoss mit ihrer Abfolge von Schaufenster-Portalen und Wandpfeilern, die in dieser Ausprägung für Salzburg ebenfalls eine Besonderheit darstellt.

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Süd-West Ansicht
© BAUKULTUR2 GmbH
Nord-West Ansicht
© BAUKULTUR2 GmbH

Salzburg - Pfarrkirche Mülln: Turmuhrwerk

Es ist ein Zeit-Verkünder und ein Zeit-Zeuge: Das Turmuhrwerk 1799 der Pfarrkirche Mülln zeigt die aktuelle Zeit auf fünf Zifferblättern an und macht die Zeit jede Viertelstunde hörbar - und das seit 223 Jahren.

Es wurde von Johann Bentele senior in der Salzburger Kaigasse gebaut, mit einem Hakengang und zwei Schlossscheiben-Schlagwerken. Um das Jahr 2000 wurde das kostbare Werk restauriert und mit einem Elektroaufzug versehen. Seither wird es mit dem Langwellensender DCF77 der Atomuhr in Mainflingen bei Frankfurt am Main synchronisiert.

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Die Turmuhr 1799
© horologium, Michael Neureiter
Der Müllner Turm
© horologium, Michael Neureiter
Das Kontrollzifferblatt zum Einstellen
© horologium, Michael Neureiter

Salzburg - Schloss Hellbrunn: Stroblofen

Nach aufwändigen Renovierungsarbeiten ist der Kachelofen im ehemaligen Speisezimmer des Schlosses in seiner vollen Pracht zu sehen. Der Ofen besteht aus 126 glasierten Keramik-Kachelsteinen in verschiedenen Größen und Formen. Es handelt sich um Lehmhohlziegeln, deren Außenflächen glasiert und in der Majolika-Technik – farbig glasierte Keramik – verziert sind. Die Verzierungen sind in Blau, Weiß, Gelb, Grün und Mangan auf einem typischen weißen Untergrund gehalten. Das zentrale Motiv stellt Venus mit Amor dar. Zudem finden sich auch Elemente mit Bezug zu Markus Sittikus. Damit die Restaurierungen beginnen konnten, wurden Schwingungsmessungen sowie statische Sicherungsmaßnahmen des Bodenaufbaus vorgenommen. Danach reinigten, ergänzten und sicherten die Restauratorinnen und Restauratoren und „Kachel“-Expertinnen und -Experten aus Portugal Ines Feliciano und Tiago Oliveira in rund vier Monaten den Ofen aus dem Jahr 1608.

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Schloss Hellbrunn, Kachelofen
© Schlossverwaltung Hellbrunn, Fotograf: Sulzer
Schloss Hellbrunn, Kachelofen
© Schlossverwaltung Hellbrunn, Fotograf: Sulzer

Salzburg - Stadtwanderung

Regionalität – besonders auf dem Markt – ist heute ein Schlagwort, dem wieder vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt wird. Doch wurde die tägliche Versorgung bis vor einigen Jahrzehnten beinahe ausschließlich durch regionale Produkte gedeckt.

Wie genau sah die Versorgung mit dem Notwendigen in der Stadt Salzburg im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit aus? Wie und wo hatten die Einwohner Salzburgs die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse zum Beispiel nach Wasser, Fleisch, Brot, Brennholz, aber auch nach Bier, Wein und Geselligkeit zu decken?

Bei einem kleinen Spaziergang durch das historische Salzburg erkunden wir Versorgungsstätten aller Art.

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Residenzplatz Salzburg
© Jutta u. Martin G. Baumgartner

Salzburg - Stefan-Zweig-Schlössl

Die Geschichte des heute als Stefan-Zweig-Schlössl bezeichneten Ansitzes am Kapuzinerberg reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Während die Kubatur des Schlössls seit Ende des 18. Jahrhunderts bis in das 20. Jahrhundert stets weiterentwickelt und verändert worden ist, wird das heutige äußere Erscheinungsbild des Gebäudes im Wesentlichen von der Zeit des Biedermeier und der ersten Dekade des 20. Jahrhundert geprägt. Das Schlössl erlebte im Laufe der Jahrhunderte eine bewegte Besitzer- und damit verbundene Baugeschichte. Als wohl bedeutendster Bewohner des Ansitzes am Kapuzinerberg kann der Schriftsteller Stefan Zweig hervorgehoben werden. Stefan Zweig lebte und wirkte in den Jahren von 1918 - 1937 am Kapuzinerberg.

Die Bausubstanz wurde in den letzten Monaten eingehend bauhistorisch und restauratorisch untersucht. Im Zuge der Führung werden die Erkenntnisse zur Baugenese sowie zur Nutzungs- und Ausstattungsgeschichte am Objekt erläutert. Sowohl der einst im Stil des Biedermeier ausgestattete Salon als auch die Nutzung des Gartens als Nutz- und Ziergarten sollen dabei in den Mittelpunkt gerückt werden. Das Stefan-Zweig-Schlössl soll in den kommenden Jahren grundlegend saniert und auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Rahmen der Führung werden das Nutzungskonzept sowie der architektonische Ansatz präsentiert.

Nur zu den Führungszeiten geöffnet!

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Schlössl von Stefan Zweig
© Eidos Architektur ZT GmbH

Salzburg - Stiftskirche Sankt Peter: Turmuhrwerk

Das Turmuhrwerk Sankt Peter von 1780 ist eines der größten und prächtigsten landesweit, es wurde erst 2021 restauriert und revitalisiert.

Das Vorgängerwerk stammt aus der Zeit um 1700. Es wurde, nachdem der Turm der Stiftskirche erneuert und um einen Stock erhöht worden war, im Jahr 1756 wieder eingebaut, um schließlich der Pfarre Abtenau geschenkt zu werden, die noch heute zur Erzabtei gehört. Dort steht es im Turm.

Abt Beda Seeauer bestellte beim Salzburger Hofuhrmacher Johann Bentele senior eine neue Turmuhr, die 1780 geliefert wurde und 700 Gulden kostete. Der beachtliche Preis ist durch die Besonderheiten des Werks zu erklären, die nur am Tag des Denkmals zu besichtigen sind: die großteils feuerverzinnten silbern glänzenden Zahnräder und Gestellteile, die elf seltenen Lagerstützräder aus Messing und Bronze oder die goldfarben ornamentierten Windflügel der beiden Schlagwerke.

Das Turmuhrwerk wird nach der Bewältigung von 114 Stufen im Demonstrationsbetrieb zu erleben sein. Das sechs Meter lange Pendel braucht zweieinhalb Sekunden für eine Halbschwingung. Auch das Aufziehen von Gehwerk, Viertelschlagwerk und Stundenschlagwerk wird möglich sein. Die Besucher:innen werden auf den vier Zifferblättern am Stiftskirchturm und auf dem Orgelzifferblatt die „alte Zeigerstellung" mit langem Stunden- und kurzem Minutenzeiger beobachten können - wie auch an der Kollegienkirche und am Glockenspielturm.

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Erzabt Korbinian Birnbacher, Daniel Bleierer und Michael Neureiter an der restaurierten Turmuhr
© horologium, Chris Hofer
Das Kontrollzifferblatt mit den Wappen von St. Peter und Abt Beda Seeauer
© horologium, Chris Hofer
Das Hakenrad und die Lagerstützräder
© horologium

Sankt Veit - Pfarrkirche Heiliger Vitus mit Schernbergkapelle

Die neugotischen Kirchenbänke waren an der Grenze der Restaurierbarkeit. Und doch hat es viel CO2 eingespart, sich der mühsamen Aufgabe der Restaurierung zu stellen und nicht vorschnell neue Kirchenbänke zu bauen.

Im Nachhinein stellt sich nicht nur die Klimabilanz positiv dar, auch optisch sind die Bänke sehr ansprechend. Heute möchte niemand mehr aus unserer Pfarre die restaurierten mit neuen Bänken tauschen.

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Restaurierung Pfarrkirche
© Pfarre
Weihbischof Hofer segnet Bänke
© Pfarre

St. Gilgen - Villa Kestranek

Die Villa des Großindustriellen Wilhelm Kestranek wurde vom Münchner Architekten Emanuel von Seidl im Jahr 1908 errichtet. Seidl war seinerzeit führender Villenarchitekt Süddeutschlands, Kestranek hingegen Generaldirektor der Prager Eisenindustrie, eines der größten Industrieunternehmen der Monarchie. Die Wichtigkeit des Bauherrn wird unter anderem dadurch deutlich, dass das mit elektrischer Beleuchtung und Zentralheizung ausgestattete Haus damals eine eigene Station auf der Strecke von Bad Ischl nach Sankt Gilgen hatte. Der bedeutende Kunstmäzen ließ seinen Landsitz zu einem sommerlichen Zentrum der Kunst- und Geisteswelt mit prominenten Gästen werden.

Vielgestaltige Dachformen und -neigungen sowie der von innen nach außen entwickelte Grundriss charakterisieren das Gebäude. Durch Erker, Terrassen und sich zurückziehende Loggien ergeben sich vielfältige Ausblicke und immer neue Ansichten. Von der ehemals edlen Ausstattung zeugen noch die Gestaltung der Halle mit Kamin sowie das Herrenzimmer mit seinen Kirschholzvertäfelungen. Die Durchgestaltung von Innen und Außen in einem einheitlichen, das Material sparsam, aber bewusst einsetzenden Konzept spiegelt die Idee des Gesamtkunstwerks wider.

Der Verein „Rettet das Kind Salzburg“ erwarb das großzügige Gelände der Villa Kestranek im Jahr 1957 für die Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen aus Ungarn. Seit April 2022 wird es zur Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine genutzt. „Rettet das Kind Salzburg“ freut sich über große und kleine Spenden direkt vor Ort am Tag des Denkmals oder über folgendes Spendenkonto: Verein Rettet das Kind Salzburg Spendenkonto: „Ukraine“ IBAN: AT22 3400 0859 0441 7416

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Ostfassade der Villa Kestranek
© (c) Jana Breuste
Schnitzerei über der Tür des Herrenzimmers
© (c) BDA, Conny Cossa
Kamin in der Halle
© (c) Jana Breuste

Unternberg - Schloss Moosham

Im Jahr 1191 wurde das Schloss Moosham erstmals urkundlich erwähnt.

Seit jeher sind die Dächer mit Holzschindeln gedeckt. Das Holz für die Dachschindeln wurde damals schon aus den umliegenden Wäldern bezogen. Somit kann unser denkmalgeschütztes Schloss auf eine natürliche Art und Weise nachhaltig für die zukünftigen Generationen erhalten bleiben.

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Schloss Moosham
© Schloss Moosham
Schlossküche
© Schloss Moosham
Fessel
© Schloss Moosham

Zell am See - Museum Vogtturm

Der Vogtturm ist neben der Pfarrkirche das zweitälteste Gebäude in Zell am See. Seit 1984 beherbergt er das kulturhistorische Museum der Stadt. Sein genauer Bauzeitpunkt liegt im Dunkeln, wir können ihn aber im 12. Jahrhundert vermuten.

Eine architektonische Besonderheit ist die große Zahl an Fensternischen mit gemauerten Sitzen, vor allem im größten Raum im vierten Stock. Der Turm steht für die Nachhaltigkeit natürlicher Baumaterialien und solider Bauweisen, die Jahrhunderte überdauern.

Die Führung präsentiert die Ergebnisse einer umfangreichen und überaus gelungenen Restaurierung in de