Presseinformation

Burgenland

Bernstein - Burg Bernstein

Während der kostenlosen Mini-Burgführung wird auch der renaissancezeitliche Festsaal der Burg gezeigt.

Durch die massive Bauweise dienen die Mauern der Burg nicht nur dem Schutz vor kriegerischen Einfällen, sondern auch als gigantischer Wärmespeicher. So ist es uns möglich, bis tief in den Herbst auf eine zusätzliche Beheizung der Räume zu verzichten.

Die Beschäftigung mit alten Bauweisen gibt nützliche Anregungen für aktuelle Architekturprojekte.

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Breitenbrunn - Die Grube/The Pit

„In Breitenbrunn verbirgt sich eine Architektur der Einsamkeit, ein Labyrinth, das die Zeit stillstehen lässt. Der überdachte Himmel, der die Außenwelt optisch köpft, ist ein sehr stoischer Ort. Ein Rückzug aus dem Lauten und Pompösen, das meiste ist versteckt oder bis zum Horizont verwurzelt. Hier hält sich die Architektur zurück, dominiert nicht den embryonalen Drang der Erde. Ein wiederbelebtes „Stonehenge”, der Mensch ist reduziert und dem Universum untergeordnet.“ (Kyong Park, Architekt, UC San Diego) „Die Grube / The Pit“ ist ein Land-Art-Projekt von Peter Noever in Breitenbrunn am Neusiedlersee, das seit den frühen 1970er-Jahren besteht und laufend weiterentwickelt wird. Ausgangspunkt dieses Projekts ist der über 200 Jahre alte, aus Sandstein gebaute Weinkeller. Das nördliche Ende des Kellergewölbes wurde freigelegt und geöffnet, sodass ein überwölbter, windgeschützter Raum entstand, der mit Bänken und Tischen aus Sandstein des angeschlossenen Steinbruchs ausgestattet wurde. Daran schließt die eigentliche „Grube“, ein grasbewachsener Trichter mit 20 Metern Durchmesser, an. „Die Grube / The Pit“, gelegen an der Schnittstelle zwischen zwei Weltkulturen, an der geopolitischen Intersektion, am Beginn der Eurasischen Steppe, stellt Noevers „work in progress" dar. Eine Reihe von baulichen Vorhaben wie „Der Turm“ und das „Haus mit Boot“, aber auch die Initiative der Landesregierung, Naturschutz mit Denkmalschutz in einen Dialog zu setzen, sind Teil dieses einzigartigen Land-Art-Projekts.

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Dürnbach - Wallfahrtskirche Dürnbach

Die römisch-katholische Pfarrkirche Dürnbach wurde 1782 von der Familie Batthány als Wallfahrtskirche erbaut und ist der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht. Ab 1900 wurde der bemerkenswerte Innenraum mit Seccomalereien von Frater Lukas Reicht aus der Benediktinerabtei Seckau in Beuroner Manier ausgestattet.

Die mittlerweile teilweise übermalten Wandbilder werden seit 2018 freigelegt und wiederhergestellt, die bestehenden Malereien sind aufwändig restauriert worden.

Das Team der Restauratorinnen und Restauratoren stellt die bisher durchgeführten und noch geplanten Arbeiten an der Raumhülle vor. Die stellvertretende Landeskonservatorin Mag. Angelina Pötschner erzählt über den Bau und die Maßnahmen der letzten Jahre.

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Gerersdorf - Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

Das größte Freilichtmuseum des Südburgenlands ist seit vielen Jahren ein kulturhistorischer, touristischer, künstlerischer und handwerklicher Fixpunkt in dieser Region.

Die über 30 regionstypischen Holzblockbauten - Wohnhäuser, Werkstätten, Presshäuser, Kellerstöckl, Speicher, Stadel und andere Gebäude - sind teilweise mit Stroh gedeckt. In diesem Jahr erhalten mehrere Gebäude eine neue Strohdeckung - möglicherweise kann am Tag des Denkmals diese spezielle Handwerkstechnik beobachtet werden.

Alle Gebäude enthalten eine reichhaltige Sammlung bodenständiger Gebrauchsgegenstände, Gerätschaften und Handwerkszeuge, die einen umfassenden Einblick in die Lebenswelt des pannonischen Raums bietet.

Bei einer Gratisführung um 14:00 Uhr kann man die nachhaltige Bauweise der bäuerlichen Bevölkerung mit Holz, Lehm und Stroh der letzten drei Jahrhunderte kennenlernen.

Im Ambiente des mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichneten Museums finden laufend Kunstausstellungen, Konzerte, Feste und Handwerkskurse statt. Eine gemütliche Stadelschank sorgt für das leibliche Wohl der Gäste und lädt zum Verweilen ein, während sich die Kinder am Kinderspielplatz vergnügen können. Das Freilichtmuseum wurde 2018 zum „schönsten Platz des Burgenlands" gewählt.

Der Eintritt ist am Tag des Denkmals frei.

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Großwarasdorf - Zweisprachige Mittelschule

Dem Burgenland mangelte es noch Ende der 1950er-Jahre an einer ausreichenden öffentlichen Infrastruktur. Trotz einer ersten Aufbauphase in der Zwischenkriegszeit und nach 1945 wirkte der Verlust der historischen Zentren, die 1921 bei Ungarn verblieben waren, immer noch nach. In den 1960er-Jahren startete die burgenländische Landesregierung aus diesem Grund ein ehrgeiziges öffentliches Investitionsprogramm, das den Abstand zu den restlichen Bundesländern abbauen sollte. Es wurde nicht zuletzt ein großzügiges Schulbauprogramm gefördert. Das Burgenland befand sich in einer noch nie dagewesenen Modernisierungsphase „auf der Überholspur“, um den damaligen Landeshauptmann Theodor Kery zu zitieren. In dieses Klima des Aufbruchs und der Modernisierung traten Mitte der 1960er-Jahre die zwei jungen Architekten Herwig Udo Graf und Matthias Szauer auf den Plan der Region. Beide beteiligten sich – noch völlig unbekannt - an den zu dieser Zeit zahlreich ausgeschriebenen Wettbewerben und hatten rasch Erfolg. Bereits nach wenigen Jahren zählten sie zu den dominierenden Akteuren im Architekturgeschehen des Bundeslands. Nach ihren Plänen entstanden eine Reihe an öffentlichen Gebäuden, viele von ihnen im Stil des Brutalismus - jenem Stil, der zum Synonym für eine einzigartige Phase der burgenländischen Architektur- und Kulturgeschichte wurde. In der Forschung wird dieses Phänomen mittlerweile auch als „Burgenländischer Brutalismus“ bezeichnet.

Die 1968 – 1973 errichtete zweisprachige Mittelschule Großwarasdorf steht exemplarisch für diese Phase des Aufbruchs und der Modernisierung und ist einer der letzten erhaltenen Schulbauten von Matthias Szauer. 2021 wurde das Objekt im Zuge eines Schwerpunktprogramms des Bundesdenkmalamts unter Denkmalschutz gestellt.

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Jois - Ortsmuseum Jois

Das denkmalgeschützte Museum Jois mit dem Leitbild „Von der Steinzeit zur Weinzeit“ zeigt in zehn Räumen eine beachtliche Sammlung ortskundlicher Gegenstände, die von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr eigenständig erforscht werden können. Das Leitbild des Museums veranschaulicht die Entstehung und die Prägung der Weltkulturerberegion Neusiedlersee. Die Highlights der Museumssammlung bilden der archäologische Fund der „Hinkenden Germanin von Jois“, die historische Kirchturmratsche, die „Freihand“ und die originale Einrichtung einer Schulklasse aus den 1930er-Jahren. Die ZEITreisen im Museum werden anhand von Exponaten und Bildern mit Ortsbezug veranschaulicht.

Zusätzlich können die erst jüngst beschilderten Sehenswürdigkeiten im Ortsgebiet von Jois erkundet werden. Interessierte können über den an den Tafeln angebrachten QR-Codes weiterführende Informationen zu der jeweiligen Station erhalten und zusätzlich auf der Homepage der Marktgemeinde Jois Näheres über jeden Standort erfahren. Ein QR-lesefähiges Gerät ist selbst mitzubringen. Ein Museum trägt durch das Sammeln, Bewahren und Ausstellen historischer Exponate einerseits zur Wissenserweiterung bei, anderseits werden die meist kulturell und handwerklich hochwertig gefertigten Schaustücke nicht dem aufwändigen Verwertungs- und Deponierungsprozess „alter Dinge“ zugeführt. Durch die Nutzung von digitalen Technologien sollen alle Bevölkerungsstrukturen – „vom Kind bis zum Dorfältesten“ – zur Bewusstseinsbildung des vorhandenen Kulturguts angeregt werden. Durch die Kombination beider Präsentationsmöglichkeiten in analoger und digitaler Form wird ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Zusätzlich angebotene Führungen geben Einblicke in Spannendes und Kurioses zu den STEIN-, SCHUL- und WEINzeiten des Ortes Jois. Gemütliches Beisammensein mit verschiedenen Getränken und Schmankerln erwartet die Besucher:innen je nach Witterung im Hof des Gemeindeamts oder im alten Feuerwehrhaus.

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Kobersdorf - Ehemalige Synagoge Kobersdorf

Abgesehen von den Gemeindesynagogen von Kobersdorf und Schlaining sowie der privaten Wertheimersynagoge im Jüdischen Museum von Eisenstadt wurden alle Synagogen des Burgenlands in der NS-Zeit zerstört.

Der Würde der Gebäude entsprechend dienen ehemalige Synagogen heute oft als Museen, Kulturzentren oder sind Standorte von wissenschaftlichen Einrichtungen. Im Jahr 2019 hat das Land Burgenland die ehemalige Synagoge Kobersdorf erworben. Nach fast dreijährigen Planungs- und Sanierungsarbeiten fand im April 2022 die feierliche Wiedereröffnung statt. Seither wird das Gebäude als Kultur-, Wissenschafts- und Bildungszentrum mit dem Schwerpunkt auf jüdische Kultur und Geschichte genutzt.

Im Rahmen der Führungen soll einerseits die Geschichte des Jüdischen Kobersdorf und andererseits die Bau- und Restaurierungsgeschichte des ehemaligen Gebets- und Versammlungshauses näher beleuchtet werden.

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Mogersdorf - Betonkreuz der Gedenkstätte Mogersdorf

Das 15 Meter hohe, weithin sichtbare Betonkreuz ist Teil der von Architekt Ottokar Uhl 1964 gestalteten Gedenkstätte am Schlösslberg bei Mogersdorf und wird im Sommer 2022 restauriert.

Am Tag des Denkmals werden die besonderen Herausforderungen der Restaurierung dieses „jüngeren" Denkmals aus dem Werkstoff Beton erläutert und anhand von Anschauungsmaterial erklärt. Die Restaurierung trägt zur langfristigen Erhaltung des Denkmals bei und nützt den Energieaufwand seiner Errichtung optimal aus. Durch die Restaurierung erübrigt sich eine Neuerrichtung und damit ein weiterer hoher Energie- und Ressourcenverbrauch.

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Neudorf - Pfarrkirche Hl. Leonhard: Fresken

Die römisch-katholische Pfarrkirche in Neudorf/Novo Selo zählt mit ihrem romanischen Grundriss zu den ältesten Sakralbauten des Burgenlands. Laut aktueller bauhistorischer Befundung wurde das Gotteshaus mit apsidialem Schluss gegen Ende des 12. Jahrhunderts errichtet.

2017 wurden spätbarocke Wandmalereien, die von Johann Gfall, einem seinerzeit angesehenen Maler der Wiener Akademie im Jahre 1769 ausgeführt wurden, freigelegt und restauriert. Die qualitätvolle illusionistische Malerei ziert seither die Apsis und den Triumphbogen der Kirche. In der Folge ergaben weitere Untersuchungen, dass sich auch im Langhaus kunsthistorisch wertvolle Fresken befinden, die noch etwa 200 Jahre älter sind und figurale Darstellungen, umgeben mit für die Renaissance typischen Dekor, aufweisen. Dabei wurde neben dem Erzengel Michael und dem Hl. Sebastian auch ein ganz besonderes Ausstattungselement gefunden - ein monumentaler kaiserlicher Doppeladler.

Diese rund 450 Jahre alten Wandmalereien wurden im Rahmen einer umfassenden Restaurierung der Raumschale des Langhauses, die unter Beachtung der Vorgaben des Bundesdenkmalamts erfolgte, im Vorjahr freigelegt.

Mit dem kaiserlichen Doppeladler in einer von Blättern umgebenen Passform besitzt die Pfarrkirche zum Hl. Leonhard in Neudorf/Novo Selo nunmehr ein ganz besonderes Fresko, zählt es doch laut kunsthistorischer Erkenntnisse zu den bedeutendsten höfischen Monumenten der Renaissance in einer österreichischen Landkirche. Im Zuge der Arbeiten im Kirchenschiff wurden auch ein gotisches Fenster, zwei Apostelkreuze und im Turmgewölbe eine Malerei des 19. Jahrhunderts freigelegt.

In der Pfarrkirche zum Hl. Leonhard sind nunmehr fünf Bau- und Stilepochen sichtbar: Romanik, Gotik, Renaissance, Spätbarock und Historismus, die zu einem besonderen Stimmungsbild verschmelzen.

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Neusiedl am See - Pfarrkirche: Heilig-Grab-Kapelle

Die an der Nordfassade der römisch-katholischen Pfarrkirche angebaute Kapelle ist nach aktuellen Erkenntnissen der Bauforschung bereits in die Zeit um 1460 zu datieren. Bauherr war Graf Sigmund von St. Georgen und Bösing, der hier wohl eine Familienkapelle errichten ließ.

Die bisherige Behauptung, die eine Entstehung ins späte 19. Jahrhundert verortet, ist somit endgültig widerlegt. Unter Prälat Adolf Braun erfolgte 1873 die Umgestaltung des damals nur noch als Abstellkammer verwendeten Raums zur Heilig-Grab-Kapelle in neogotischen Formen. Für die Umgestaltung des Raums und die Anschaffung des Wandelaltars als zentrales Einrichtungsstück stifteten Neusiedler Bürger:innen beträchtliche Summen.

Im Zuge der aktuellen Restaurierungsmaßnahmen konnte auf Basis eines restauratorischen Befunds die gründerzeitliche Raumhülle mit gemalter Quaderung, farbig gefassten Rippen und begleitenden Ornamentbändern wiederhergestellt werden. Auch der Altar von 1873 wurde restauriert, wobei fehlende Teile der Altararchitektur und der Vergoldung ergänzt sowie die originale Fassung freigelegt wurden.

Ein bemerkenswertes Beispiel gründerzeitlicher Kirchenkunst, das nun in seiner ursprünglichen Schönheit auferstanden ist, wird am heurigen Tag des Denkmals präsentiert.

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Schmiedrait - Evangelische Kirche

Die Kirche Schmiedrait wurde von 1998 bis 2005 außen und innen generalsaniert. Seit 1972 steht die 1875 für die evangelische Kirche in Mödling erbaute Carl-Hesse-Orgel (op.118) in Schmiedrait. 2014 versagte der Motor an der Orgel. Die Instandsetzungsarbeiten durch die Firma Vonbank konnte im Juni 2018 abgeschlossen werden. Seit 2020 beheimatet die Kirche die einzige gotische Orgel in Mitteleuropa.

Unser Konzert in der 1855 eingeweihten Kirche beginnt am Tag des Denkmals um 19:00 Uhr.

Es wird folgendes Programm aufwarten:

Fantasia und Fuge in a-moll BWV 904 Kyrie „Christe, du Lamm Gottes“ BWV 233a Sonate für Flöte und Basso continuo in e-moll BWV 1034 Partita diverse sopra il Corale: Ach, was soll ich Sünder machen BWV 770 Fantasia sopra: Jesu, meine Freude BWV 713 Jesu, meine Freude, Motette a 5 BWV 227 Die beteiligten Künster:innen des Ödenburg-Ensembles stellen sich vor: Edit Drüszler: Sopran Fruzsina Markus-Zalatnay: Mezzosopran Peter Kuzsner: Altus, Orgel, Cembalo Michael Lind: Tenor, Traversflöt Gesamtleitung: Emanuel Schmelzer-Ziringer: Bariton, Orgel, Cembalo

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St. Michael - Landtechnikmuseum

Bei einer Zeitreise durch 200 Jahre bäuerliche Arbeitswelt lernen Sie Gerätschaften von der Sichel bis zum langsamsten Porsche, dem Traktor, kennen.

Im Museum, das eine der größten einschlägigen Sammlungen des Landes bewahrt, können Sie in eine Welt tauchen, die das „Gestern" mit dem „Morgen" verbindet. 2000 Objekte veranschaulichen auf 2700 Quadratmetern die rasante Entwicklung der Technik und deren Einfluss auf die Landwirtschaft und die in diesem Bereich arbeitenden Menschen.

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Stadtschlaining - Friedensburg Schlaining

Burg Schlaining gehört zu den größten und bedeutendsten mittelalterlichen Burgen des Burgenlands.

Im Zuge der Generalsanierung 2020/2021 als Vorbereitung zur Ausstellung „100 Jahre Burgenland“ wurde das mächtige Gemäuer einer umfassenden bauhistorischen Untersuchung unterzogen. Seither können die Anfänge der Burg Schlaining anhand des Baubestands in das späte 12. beziehungsweise frühe 13. Jahrhundert datiert werden. Ab dem späten 13. Jahrhundert bis in das 16. Jahrhundert wurde die Burg in mehreren großen Umbauphasen erweitert, bis sie letztendlich zu den mächtigsten Festungen des Landes zählte. Die Bauherren legten dabei stets besonderen Wert auf die Verteidigungsfähigkeit der Burg, die aufgrund ihrer Grenzlage immer wieder in den Mittelpunkt des politischen Geschehens rückte.

Die Führung beginnt dementsprechend mit dem Verteidigungssystem der Burg und wird sich langsam – ähnlich einem fiktiven Eroberer – an die Wohnräume herantasten.

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Stadtschlaining - Hauptplatz Neugestaltung

Wer gern zuhause ist, verreist nicht gerne. Wer zu Hause bleibt, verbraucht weniger Ressourcen.

Historische Orte sind oftmals nicht nur Orte mit Schau- und Denkmalwert, sie können auch Lebensräume mit besonderen Qualitäten sein.

Die Neugestaltung des Stadtschlaininger Hauptplatzes im Südburgenland verbindet Idee und Form der über die Jahrhunderte verloren gegangenen Platzanlage mit heutigen Anforderungen und schafft so einen Ort des Gemeinwesens – des guten Aufenthalts.

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Kärnten

Bistrica na Zilji - Kraljevi kozolci/ Königsharpfen

Kozolec je slovenski izraz za ziljsko narečno besedo »stuəg«. Kot kmečko funkcionalno zgradbo, ki daje značilni pečat koroški pokrajini južno od Drave in tudi pokrajini Slovenije, ga lahko zasledimo od poznega srednjega veka. Zaradi tipičnega lokalnega načina gradnje je kozolec znak regionalne identitete in prepoznavna značilnost določenega podeželskega kulturnega območja.

Muzej na prostem Dežela kozolcev v Šentrupertu v Sloveniji, kjer je na ogled 19 kozolcev, je pripravil potujočo razstavo. Ime je dobila po fotografu Niku Kralju. Za predstavitev v gostilni Alte Post/Stara pošta na Bistrici na Zilji je razstava dopolnjena s primeri iz južne Koroške.

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Feistritz an der Gail/ Bistrica na Zilji - Königsharpfen / Kraljevi kozolci

„Kozolec" ist der slowenische Begriff für die Harpfe. Seit dem späten Mittelalter urkundlich nachweisbar prägt sie als traditioneller landwirtschaftlicher Zweckbau das Landschaftsbild Kärntens südlich der Drau wie auch Sloweniens. In ihrer charakteristischen landschaftsgebundenen Ausführung ist sie ein gebautes Zeichen regionaler Identität und Erkennungsmerkmal des jeweiligen ländlichen Kulturraums. Das Freilichtmuseum „Dežela kozolcev“ (Land der Harpfen) in Šentrupert in Slowenien, das eine Sammlung von 19 Harpfen besitzt, hat eine Wanderausstellung konzipiert. Diese wurde nach dem Fotografen Niko Kralj benannt. Für die Präsentation im historischen Einkehrgasthof „Alte Post/Stara Pošta" in Feistritz im Gailtal wird die Ausstellung durch Beispiele aus Südkärnten ergänzt.

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Friesach - Haus Moravi

Das im Kern romanische Bürgerhaus der Familie Moravi wurde von der European Historic Houses Association als „house of the month“ prämiert.

Bei allen Maßnahmen der Denkmalpflege orientiert sich der Eigentümer gemeinsam mit seiner Frau, einer Kunsthistorikerin und Künstlerin, an den geltenden Standards der Baudenkmalpflege (unter anderem biologische Dämmung des Dachbodens, Ölanstriche von Türen und Fenstern, Kalkfassade auf Grundlage des restauratorischen Befunds).

„Burgbau Friesach“ ist ein 2009 begonnenes Projekt, bei dem eine mittelalterliche Höhenburg mit mittelalterlichen Baumethoden und Handwerkstechniken errichtet wird.

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Grades - Schloss Grades

Seit dem Jahr 2015 wird die ehemals mittelalterliche Wohn- und Wehrburg renoviert und revitalisiert. Dabei wird besonderer Wert auf die denkmalgerechte sowie nachhaltige Instandsetzung des Hauses gelegt.

Die Arbeit mit authentischen und regionalen Materialien entspricht nicht nur der historischen Arbeitspraxis, sondern auch einem schonenden Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.

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Grafenstein - Hoke Werkhaus

In den 1970er-Jahren errichtete der Kärntner Künstler Giselbert Hoke (1927-2015) das Werkhaus nördlich des Schlosses Saager.

Die Anlage verfügt über Werkstätten für vielfältige künstlerische Techniken, in denen das Gesamtwerk Hokes entstand, darunter Email- und Glaswände, Kirchenfenster und grafische Werke. Es gibt eine Grafikwerkstatt mit Radier- und Lithographiepressen, eine Glaswerkstatt mit einem Schmelzofen für Glas- und Emailarbeiten und eine Malwerkstatt.

Der Tag des Denkmals bietet Gelegenheit zur Besichtigung des Bilderspeichers, des Emailsaales, der Grafikwerkstatt und der Gesamtanlage. Zusätzlich besteht die Möglichkeit gemeinsam mit Karma Eder-Hoke, Tochter des Künstlers und Restauratorin, zu einem seltenen, barock dekorierten Felsenbildstock am Fuße des Skarbins zu wandern, den sie heuer restauriert.

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Klagenfurt - Auf den Spuren Günther Domenigs

Die kärntenweite Ausstellung „Günther Domenig: DIMENSIONAL - Von Gebäuden und Gebilden" mit vielfältigem Rahmenprogramm zeigt erstmals das spektakuläre Gesamtwerk eines der wichtigsten österreichischen Architekten von internationaler Strahlkraft über vier programmreiche Monate an vier einzigartigen Orten. Sie steht im Dialog mit ausgewählten Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, sowie Architektinnen und Architekten. Im Rahmen einer Tagesexkursion begeben wir uns auf die Spuren des prominenten Architekten. Die Exkursion startet um 09:30 Uhr beim Architekturhaus Kärnten (AHK), St. Veiter Ring 10, in Klagenfurt, führt u. a. zu Domenig-Bauten in Völkermarkt, Hüttenberg und am Ossiacher See und endet mit der Ankunft um 17:00 Uhr beim Museum Moderner Kunst (MMKK), Burggasse 8 in Klagenfurt.

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Klagenfurt - Clubhaus des Rudervereins „Albatros"

Vom späten 19. Jahrhundert an gehörten Freizeiteinrichtungen wie Badeanlagen, Bade- und Bootshäuser zur touristischen Basisinfrastruktur. Von den beiden Clubhäusern der Traditionsrudervereine am Wörthersee wurde jenes für den Ruderverein „Albatros" als Fachwerkbau ausgeführt. In den nach Süden und Westen vorgelagerten Flachbauten mit Sonnenterrassen sind die Bootshalle und einige Funktionsräume untergebracht.

Architekt Franz Baumgartner, nach dessen Plänen das Clubhaus 1908/09 errichtet wurde, orientierte sich in der Gestaltung am Heimatstil. Vom Klagenfurter Büro MURERO BRESCIANO architektur, das für den Ruderverein bereits 2009 einen neuen Damentrakt plante, wird aktuell eine Erneuerung der Holzpilotierung und der Ausbau des Dachgeschosses umgesetzt.

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Klagenfurt - Lindwurm

Die „Tage der Alpen-Adria-Küche" stehen im Zeichen von Regionalität und Nachhaltigkeit. Zusätzlich zum kulinarischen Angebot gibt es heuer auch einen besonderen Denkmalgenuss: Beim restaurierten Lindwurmgitter vermitteln Metallrestaurator Christoph Thausing, Restaurator Wolfgang Zimmermann und Steinmetz Helmut Cekoni die Handwerkstechniken des Schmiedens, Vergoldens und der Steinbearbeitung.

Zur Geschichte: Im 1605 veröffentlichten Lobgesang auf Klagenfurt (Aristeion Carinthiae Claudiforum) wird unter anderem das aus Kreuzberglschiefer geschaffene Lindwurmdenkmal genannt. In die heutige Brunnenanlage wurde das Stadtemblem erst im 17. Jahrhundert integriert. Mit der Planung wurde Michael Hönel beauftragt. Von dem aus Sachsen zugewanderten Bildhauer stammt auch die Statue des Herkules.

Mehrmals wurde der Lindwurm als Reittier missbraucht - 1797 von einem Soldaten aus der Armee Napoleons, 1945 von einem britischen Besatzer. Die Folge waren nicht nur Schäden am steinernen Wappentier, sondern auch am Gitter.

Vor einigen Jahren wurde wieder eine Gesamtrestaurierung der Anlage durchgeführt, diesjährig ist die denkmalgerechte Restaurierung des geschmiedeten Brunnengitters geplant.

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Kostanje / Köstenberg - Muzej za vsakodnevno zgodovino

Janez Lesjak, nekdanji predsednik Slovenskega prosvetnega društva Drabosnjak, je poleg prizadevanj za oživitev slovenskega kulturnega življenja v občini Vrba neutrudno zbiral tudi predmete iz vsakdanjega življenja, ki so odslužili. Etnološka zbirka je dobila domovanje v nekdanjem župnijskem gospodarskem poslopju v Zgornji vasi pri Kostanjah. Danes obsega okoli 480 predmetov, ki predstavljajo nekdanja kmečka dela, obrti in dejavnosti, povezane z življenjem in delom v hiši. Tematske sklope dopolnjujejo stare fotografije iz okolice. Na Dan spomenika bosta Uši Sereinig in Ernst Dragaschnig predstavila stavbo in zbirko.

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Köstenberg / Kostanje - Museum für Alltagsgeschichte

Neben seinen Bemühungen um die Wiederbelebung der slowenischen kulturellen Aktivitäten in der Gemeinde Velden sammelte Janez Lesjak, der ehemalige Obmann des Slowenischen Kulturvereins Drabosnjak, auch unermüdlich Objekte aus dem täglichen Leben, die nicht mehr gebraucht wurden.

Die ethnologische Sammlung wurde im ehemaligen Wirtschaftsgebäude der Pfarre in Oberdorf/Zgornja vas in der Nähe von Köstenberg/Kostanje untergebracht. Heute zählt sie rund 480 Gegenstände, die handwerkliche Berufe, einstige bäuerliche Tätigkeiten sowie alltägliche Beschäftigungen und Arbeiten im Haus, darstellen. Die Themenbereiche ergänzen alte Fotografien aus der Umgebung.

Am Tag des Denkmals stellen Uši Sereinig und Ernst Dragaschnig das Gebäude und die Sammlung vor.

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Liebenfels - Burgruine Hochliebenfels

Die malerisch über der Ortschaft Pulst gelegene Burgruine Hochliebenfels wurde im Vorjahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Dietmar Messner, der neuer Burgherr, hat die 1312 erstmals urkundlich genannte „liewenvelse" untersuchen und aufwändig restaurieren lassen. Ergebnisse von Archäologie und Bauforschung werden im Rahmen eines Rundgangs besuchergerecht vermittelt. Im ehemaligen Bergfried - dem heute höchsten mittelalterlichen Aussichtsturm Kärntens - genießt man eindrucksvolle Ausblicke auf die imposante Südkärntner Bergwelt.

Am Tag des Denkmals lädt der Burgherr persönlich zum Tag der offenen Tür.

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Moosburg - Schloss und Hotel Moosburg

Westlich oberhalb von Moosburg thront der mächtige, im 16. Jahrhundert errichtete und im 17. Jahrhundert erweiterte Schlosskomplex, von dem der Ort den Namen nahm. Seit dem 20. Jahrhundert wird das Schloss als Hotel geführt.

Am Tag des Denkmals finden im „Neuen Schloss" Führungen statt, die einen Besuch der Schlosskapelle, der gotischen Halle sowie des Haupthauses mit der Kunstsammlung umfassen. Ebenso zeigen die Führungen die bedeutende Stuckdecke der „Großen Galerie" im zweiten Stock. Auch ein Besuch im Südflügel, dem sogenannten "Pflegergstöckl", ist vorgesehen.

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Mühldorf - Wanderung am Römerweg

1898 stieß man in Mühldorf auf ein römerzeitliches Badehaus.

Im Fokus eines 2017 vom Archäologen Stefan Pircher initiierten Forschungsprojekts steht nicht nur die damals aufgefundene Badeanlage, sondern auch eine Vielzahl weiterer Gebäude, die man mittels geophysikalischer Prospektion entdeckte. Auch heuer werden Grabungen durchgeführt, um mehr über die vorrömische und römische Besiedelung des heutigen Orts Mühldorf herauszufinden.

Inzwischen widmen sich ein 2021 eröffnetes Museum und drei Rundwege der römischen Ansiedlung an der oberen Drau.

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Nötsch - Kulturspaziergang „Nötscher Kreis"

In der Wiegele-Mühle, seit 1876 in Familienbesitz, werden Brote und Mehlspeisen noch nach alter Handwerkstradition hergestellt und im benachbarten Wohnhaus verkauft.

Im Obergeschoss des Wiegele-Wohnhauses befindet sich seit 1998 das „Museum des Nötscher Kreises", das in jährlichen Ausstellungen Leben und Werk von Franz Wiegele, Anton Kolig, Sebastian Isepp und Anton Mahringer beleuchtet.

Zeugnisse des Schaffens der bedeutenden Künstler der Zwischenkriegszeit findet man heute nicht nur in vielen österreichischen Museen, sondern auch vor Ort: am Friedhof, an der Kirche St. Kanzian und im Gartenpavillon des Hotels „Marko“, wo in Zusammenarbeit des Bundesdenkmalamts mit Land und Gemeinde eine freskale Gemeinschaftsarbeit der Kolig-Werkstatt vor dem Verfall gerettet wurde.

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Oberdrauburg - Restauratorenwerkstätte „Lengauerhaus"

Das sogenannte „Lengauerhaus“ aus dem 16. Jahrhundert war bis zur Auflassung der Mauten im Jahre 1766 Sitz von Mauteinnehmern und Mautpächtern. Zu diesem Berufsstand gehörte auch der Vater des berühmten Barockmalers Josef Ferdinand Fromiller, der hier zur Welt gekommen sein soll.

Nach späteren Nutzungen für Landwirtschaft und Gastwirtschaft stand das Haus lange Zeit nahezu leer. Eine denkmalpflegerisch vorbildliche etappenweise Gesamtrestaurierung und -adaptierung trägt jetzt erste Früchte. Im Erdgeschoss hat man eine Restaurierwerkstätte eingerichtet, in den Obergeschossen wurden Wohnungen bezogen.

Am Tag des Denkmals stellt Restaurator Robert Smoley, der an der Revitalisierung federführend beteiligt ist, Denkmal und Werkstätte vor. Restauratorinnen und Restauratoren lassen sich bei ihrer Konservierung von Gemälden und gefassten Holzobjekten über die Schultern schauen.

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Thörl-Maglern - Greißlermuseum

Das alte Krämergeschäft in Thörl-Maglern, nur wenige Schritte von der italienischen Staatsgrenze entfernt, war seit der Regentschaft Maria Theresias bis 1989 der Nahversorger der Umgebung.

Heute ist das alte Geschäft ein Museum, in dem man erleben kann, wie zu Urgroßmutters Zeiten eingekauft wurde. Außerdem gibt es viel über die Untergailtaler Tracht und deren Herstellung zu erfahren.

Vor kurzem wurden im alten Geschäftsraum unter einem Ölanstrich wertvolle Biedermeier-Gewölbemalereien gefunden. Um neben der traditionellen Kaufhauskultur auch die künstlerische Ausstattung des Hauses und damit ein Stück ländlichen Kulturguts zu erhalten, entschloss sich der Verein „Freunde des Greißlermuseums" zu einer denkmalgerechten Freilegung und Restaurierung der Malereien.

Die freigelegten Malereien sind am Tag des Denkmals selbständig oder im Rahmen von Führungen zu besichtigen.

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Velden - Kulturspaziergang

Wegen seiner zukunftsweisenden Raumordnung wurde Velden als „nachhaltige Gemeinde“ ausgezeichnet. Die Adaptierung des denkmalgeschützten Spritzenhauses (Planung Franz Baumgartner 1925/26) als Musikschule wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie als Mustersanierung des Klima- und Energiefonds bewertet und gefördert und war 2016 Denkmal des Monats.

Gemeindearchivar Andreas Kleewein stellt im Rahmen eines Kulturspaziergangs bekannte und unbekannte Kleindenkmale, Inschriften, Kirchen, Villen und Hotelanlagen vor.

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Villach - Pfarrhof

Die Diözese Gurk hat bereits 2017 Nachhaltigkeitsleitlinien für die 336 Kärntner Pfarren und andere kirchliche Einrichtungen veröffentlicht.

Auch die Sanierung und Restaurierung des im Kern frühneuzeitlichen Pfarrhofs in Villach St. Jakob steht im Zeichen von Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die Heizungsanlage wurde modernisiert: man verwendet jetzt Fernwärme anstelle von Öl. Ein barrierefreier Zugang wurde geschaffen, der historische Baubestand (Gewölbe, Stuckdecken, Innentüren, Fenster) wurde denkmalgerecht restauriert. Im Erdgeschoss wurde die ursprüngliche Raumgestaltung als Grundlage verwendet. Ein Raum wurde für zeitgemäße Kunst und Kultur eingerichtet. Sichtfenster der früheren Deckenausmalung wurden freigelegt.

Am Tag des Denkmals gibt es die Möglichkeit, im Anschluss an einen „Gottesdienst zum Denkmaltag“ im Rahmen einer Sonderführung die Stadtpfarrkirche St. Jakob mit ihren schönen Epithaphen und die neuen Pfarrräumlichkeiten zu besichtigen. Im Anschluss wird zu einem Gespräch und einem Imbiss geladen.

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Wernberg - Burgruine Aichelberg

Das Kärntner Landesarchiv hat in Kooperation mit der Eigentümerfamilie, der Gemeinde Wernberg und dem Bundesdenkmalamt den dritten Band der Reihe „Denkmalforschung in Kärnten“ der Burgruine Aichelberg gewidmet.

Schloss Aichelberg, seit 1224 als Sitz landesfürstlicher Ministerialen genannt, wurde baulich von den Khevenhüllern geprägt. Seit 1846 steht die Anlage im Besitz der Familie Orsini-Rosenberg. Nach Abschluss der seit 2016 in Etappen durchgeführten Konservierung der Burgruine war es ein Desiderat, die Geschichte der Ruinenanlage interessierten Besucherinnen und Besuchern zu vermitteln. Neue archäologische und bauhistorische Erkenntnisse zur Burg werden in der neuen Broschüre erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Wolfsberg - Museum im Lavanthaus und Stadtpfarrkirche

Im Vorjahr wurde auf Initiative des Wolfsberger Stadtpfarrers die aus dem 18. Jahrhundert stammende Gruft der Markuskirche geöffnet, die als Grabstätte verdienstvoller Stadtbürger:innen diente.

Die Gruft wie auch die im Rahmen einer archäologischen Untersuchung entdeckten Fundstücke - unter anderem Gewänder, Kopfbedeckungen, Rosenkränze und Skapuliere - werden nach ihrer Restaurierung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und am Tag des Denkmals im örtlichen Museum und in der Stadtpfarrkirche vorgestellt.

Im Kirchturm kann das Atelier des Künstlers Heimo Luxbacher besichtigt werden, der auch an der Neugestaltung der Gruft mitwirkte.

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Niederösterreich

Aggsbach - Geozentrum Steinstadel

Das Geozentrum Steinstadel zeigt die faszinierende Vielfalt der Gesteine, Fossilien und Mineralien. Nicht wenige davon dienen als Rohstoffe für zahlreiche Anwendungen und sichern damit unsere Zivilisation. Ihre Gewinnung steht aber nicht selten in Konkurrenz zum Klimaschutz und führt zu Kontroversen. In fernen Ländern herrschen dabei oft fragwürdige Bedingungen. Weite Transportwege produzieren zusätzlich Treibhausgase.

Gibt es heimische Alternativen? Kann deren Abbau umweltverträglich erfolgen? Diese und weitere Fragen werden bei individuellen Sonderführungen zur Diskussion gestellt. Am Beispiel des Lithium-Erzes Spodumen (Mineral des Jahres 2022), dem im Steinstadel eine Sondervitrine gewidmet ist, kann darüber exemplarisch philosophiert werden.

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Aggsbach - Kartause

Die Künstlerin Marianne Maderna stellt sich vor: „1969 entdeckte ich die Kartause für mich und 1970 wurde sie von meinem Mann Alfons Maderna erworben. Das Gebäude war desolat und unbewohnbar. Nach jahrzehntelangen Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten machten wir das Gebäude zumindest für unsere Familie bewohnbar." Unter dem im Jahr 2020 erneuerten Dachstuhl befindet sich nun das MMMUSEUM (Marianne – Maderna - Museum). „In Stille und Einsamkeit lässt sich Kunst und Leben direkter verbinden. Ich arbeite an meinen Skulpturen im Freien und habe kein Atelier. Es sind apotropäische Skulpturen, die ich hier forme. Sie sind in den einzelnen Räumen des MMMUSEUMS installiert ebenso wie Sammlungen anderer zeitgenössischer Künstlerinnen." Die Besichtigung ist nur nach Voranmeldung möglich.

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Aggsbach Dorf - Hammerschmiede Pehn

Die Wasserkraft ist die eigentliche „Mutter der Industrialisierung" und anders als die Dampf- und Verbrennungskraftmaschinen mit allen Klimavorgaben vereinbar, emissionsfrei, mit einem sagenhaften Wirkungsgrad bis zu 85%. Ein bedeutendes Denkmal der Industriegeschichte des Zentralraums von Niederösterreich ist die Hammerschmiede in Aggsbach/Dorf aus dem 16. Jahrhundert. Sie wurde komplett neu renoviert und ist wieder voll funktionsfähig. Die Anlage besteht aus drei oberschlächtigen Wasserrädern, einem Schwanzhammer, einem Blasbalg und einer Schleifanlage.

Die begleitenden Führungen erklären die gesamte Anlage und beim Schauschmieden erlebt man, wie durch Jahrhunderte hindurch Schmiede ihre Werkstücke hergestellt haben.

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Altenburg - Benediktinerstift Altenburg

Aus dem sogenannten „Lateinischen Brief" des Bischofs Reginbert von Passau vom 25. August 1144 geht hervor, dass die „nobilissima dominaâ" Hildburg, Witwe des Grafen Gebhard von Poigen-Rebgau, auf ihrem Gutsbesitz in Altenburg eine Mönchszelle nach den Regeln des Heiligen Benedikt erbaut hatte - es handelt sich um den Beginn von fast 900 Jahren klösterlichen Lebens im Stift Altenburg. Am Tag des Denkmals stehen nicht nur das Kloster an sich, sondern auch die vier Höfe und Gärten im Vordergrund. Wir unternehmen eine Entdeckungsreise zu oft Übersehenem.

Letzter Einlass ist um 16:00 Uhr.

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Asparn an der Zaya - MAMUZ

Wertvolle Kenntnisse und Fertigkeiten zum Überleben in der Wildnis, die schon frühe Jäger- und Sammlerkulturen für sich nutzten, sind am 25. September im MAMUZ Schloss Asparn an der Zaya zu entdecken.

Natur- und Wildnistrainer Alex Ernst zeigt im archäologischen Freigelände des MAMUZ, mit welchen Techniken die Menschen der Steinzeit Nahrung beschafften, Feuer machten und sich in der Wildnis orientierten. Mitmachen ist angesagt, wenn Feuer entzündet und Fallen aufgebaut werden.

Der Eintritt ist nur im Rahmen der Führung um 15:00 Uhr frei.

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Baden - Arnulf Rainer Museum

Entdecken Sie das denkmalgeschützte Frauenbad (heutiges Arnulf Rainer Museum) in der Architektur-Führung um 11:00 Uhr und erfahren Sie mehr über die klassizistische Bäderarchitektur.

Um 15:00 Uhr nehmen wir Sie mit auf einen Rundgang durch die aktuelle Ausstellung "Arnulf Rainer. Rosa Rot Himmel Blau". Im Rahmen dieser Überblicksführung zeigen wir Ihnen die weltweit einzigartige Symbiose aus klassizistischer Bäderarchitektur und zeitgenössischer Kunst.

Speziell Familien und Kinder laden wir zu dieser Führung recht herzlich ein.

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Baden - Beethovenhaus

Einst eine Fremdenpension im Eigentum eines Kupferschmieds, später eine Bäckerei und nun Museum: Das Haus mit mittelalterlichen Wurzeln in der Rathausgasse 10, in dem Komponist Ludwig van Beethoven von 1821 bis 1823 seine Sommer verbrachte, hat eine bewegte Geschichte und viele Zu- und Umbauten hinter sich. Nach der gelungenen Revitalisierung wird seit 2014 nicht nur das von Beethoven gemietete Apartment im ersten Stock, sondern das ganze Haus als Museum bespielt. Der Ort für ein Beethovenhaus könnte nicht authentischer, die Nutzung nicht nachhaltiger sein.

Bei einer Sonderführung um 11:00 Uhr werden die Highlights der Sanierung, wie die wiederentdeckten und freigelegten farbigen Wände, gezeigt und Interessantes über Beethovens Zeit in Baden berichtet.

Der Eintritt ist nur im Rahmen der Sonderführung frei.

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Baden - Kaiserhaus

Das Kaiserhaus, von 1807-1810 von Nikolaus Esterhazy zu einem Adelspalais umgebaut, wurde 1813 von Kaiser Franz II./I. erworben und diente ihm und seiner Familie bis 1835 als Sommerresidenz. 1917 verlegte Kaiser Karl das Armeeoberkommando der k.u.k. Monarchie dorthin und wohnte zeitweilig mit seiner Familie im zweiten Stock. 2010-13 wurde das geschichtsträchtige Haus saniert, wobei man auf architektonische Besonderheiten großes Augenmerk legte. Heute nutzt man es nachhaltig als einen Ort für Ausstellungen.

Überzeugen Sie sich selbst von der gelungenen Sanierung dieses kleinen Stadtjuwels.

Der Eintritt ist nur im Rahmen dieser Führung frei.

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Baden - Rollettmuseum

Das Gebäude am Weikersdorfer Platz 1 in Baden wurde 1903/04 nach den Plänen des Architekten Rudolf Krausz, dem Gewinner des vorangegangenen Architekturwettbewerbs, als Rathaus von Weikersdorf errichtet. Der ausgeführte Bau entspricht dabei zum Großteil dem Siegerprojekt. Der prominente Turm mit der Turmuhr verweist immer noch klar auf die ursprüngliche Funktion des Hauses als Amtsgebäude, genauso wie die Schlagwörter „Fleiss, Treue, Pflichtgefühl und Gemeinsinn", die in die Deckenmalerei des Stiegenhauses integriert wurden. Nachdem Weikersdorf 1912 Teil der Stadt Baden wurde, zogen das Stadtarchiv und das Rollettmuseum, dessen Sammlung auf den Badener Arzt Anton Franz Rollett (1778-1842) zurückgeht und bereits seit 1810 der Öffentlichkeit zugänglich ist, 1914 in das Gebäude. Im Zuge der baulichen Adaptierungsarbeiten wurde zum Beispiel aus den Arrestzellen im Keller eine Bibliothek.

Aber das Gebäude konnte nicht durchgehend als Ausstellungshaus dienen: während des Ersten Weltkriegs fungierte es als Lebensmittellager, im Zweiten Weltkrieg wurden hier verschiedene Parteiorganisationen untergebracht und während der Russischen Besatzung war der Keller ein Schlachthaus. Entdecken Sie ein ehemaliges Rathaus, das die Geschichte der eigenen Stadt erzählt – authentisch und nachhaltig. Überzeugen Sie sich selbst von der spannenden Geschichte des ehemaligen Rathauses Weikersdorf.

Der Eintritt ist nur im Rahmen dieser Führung frei.

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Berndorf - Krupp Stadtmuseum

Ein Greißler ums Eck war früher ein Anlaufpunkt für die Gesellschaft um sich mit Waren des täglichen Bedarfs einzudecken - so auch die Krupp´sche Consumanstalt in Berndorf, das größte Kaufhaus im Triestingtal.

1890 wurde Arthur Krupp Alleinbesitzer der Berndorfer Metallwarenfabrik und gründete die Krupp´sche Consumanstalt. Bei dieser Art Großkaufhaus handelte es sich um eine Wohlfahrtseinrichtung unter der Leitung der Berndorfer Metallwarenfabrik für die Betriebsangehörigen und die übrige Bevölkerung der Region. Angeschlossen waren auch ein landwirtschaftlicher Musterbetrieb, eine Wurstfabrik (heute Museum), ein Kühlhaus und eine Bäckerei.

Lüften Sie mit uns die Geheimnisse der nachhaltigen Nutzung, welche die historischen Mauern verbergen.

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Breitenstein - Ghega Museum

Die Semmering-Bahn war die erste Gebirgsbahn der Welt. Ing. Carl Ritter von Ghega gelang es, sämtliche Bauwerke so in die Landschaft zu integrieren, wie es weder vorher noch nachher jemandem möglich war. Quer über den Globus schrieben die Zeitungen: „Mit diesem genialen, einzigartigen Werk sind die Alpen von nun an keine Barriere mehr!" Als am 17. Juli 1854 der erste fahrplanmäßige Personenzug über den Semmering dampfte, war das Lebenswerk des größten Genies der Eisenbahngeschichte bis zum heutigen Tag vollendet.

Das erste und einzige Ghega-Museum versucht das Wirken und Schaffen des Ingenieurs sowie seinen feinen Kunstsinn für die Nachwelt zu bewahren.

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Gmünd - Bruckmühle: Die Energie des Wassers

In früheren Zeiten war die Wasserkraft für den Betrieb einer Mühle unerlässlich. Auch in der Geschichte von Gmünd gab es eine Vielzahl von Mühlen entlang der Lainsitz, von deren Existenz heute vor allem noch die denkmalgeschützte „Bruckmühle“ in der Mühlgasse zeugt.

Im Rahmen des Tag des Denkmals am 25. September 2022 gibt es zwischen 15:00 Uhr und 17:00 Uhr die Möglichkeit, einen Blick in das gut erhaltene historische Mühlengebäude zu werfen und Infos über die mögliche Nutzung der Wasserkraft für nachhaltige oder ökologische Stromerzeugung zu erhalten.

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Göttweig - Stift Göttweig

Die heurige Sonderausstellung im Stift Göttweig rückt reisende Benediktiner seit dem 18. Jahrhundert in den Mittelpunkt der Betrachtungen.  Begleiten Sie die Kuratorin der Sonderausstellung, Mag. Dr. Angelika Kölbl, auf einer spannenden Reise durch die Zeiten! 

Der Eintritt ist nur im Rahmen der Führungen frei.

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Hohenberg - Ehemaliges Personalwohnhaus

Im Jahr 1900 erbaute der damals junge Architekt Josef Hoffmann ein Forstamt und ein Wohnhaus für Forstpersonal im Auftrag von Karl Wittgenstein, der ausgedehnte Waldungen bei Hohenberg besaß.

Bereits das zweite Jahr in Folge kann man heuer das Wohnhaus am Tag des Denkmals besuchen und das bedeutende Frühwerk von Hoffmann bewundern. Unlängst sind die teilweise in einer alten Kammzugtechnik ausgeführten Holzausstattungen im Inneren des Hauses aufwendig restauriert worden.

Achtung! Die Gruppengröße für die Besichtigung ist auf maximal fünf Personen begrenzt.

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Hohenberg - Neuhauser Kunstmühle

Das Bärenhaus in Hohenberg geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Im 17. Jahrhundert war es Sitz eines Hammerherrn, der mit der Wasserkraft der Traisen ein Hammerwerk zur Eisenproduktion betrieb. Im Zuge einer umfassenden Renovierung im Jahr 2016 wurde die historische Struktur des Hauses wiederhergestellt und ein moderner Holzbau, der Bibliotheksturm, hinzugefügt.

In unserer nahegelegenen Werkstatt führen wir durch die Welt des druckgrafischen Kunsthandwerks. Hier arbeiten wir in einer 1893 als Sommerfrische erbauten Villa. Im Bärenhaus wurde mit moderner Technologie im Zuge der Renovierung eine Niedertemperaturheizung installiert. Wärmequelle ist eine Grundwasser-Wärmepumpe. Unser 1883 als Sommerfrische einer Wiener Familie erbaute Werkstatthaus wird mit Holzpellets beheizt.

Das Wohnhaus ist nur am Tag des Denkmals geöffnet.

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Hollabrunn - Jüdischer Friedhof

Im Rahmen der Kulturvermittlung werden wir am Standort des jüdischen Friedhofs einen Bogen über die jüdischen Spuren in der Stadt spannen.

Aus Familiengeschichten hören wir Erzählungen über den Alltag vor dem Zweiten Weltkrieg, über Flucht und Vernichtung und über die Rückkehr einiger weniger nach Österreich. Diese Geschichten stehen stellvertretend für viele jüdische Familien, die nun in der ganzen Welt verstreut sind.

Auf dem Friedhof findet man 135 Grabsteine, Begräbnisse fanden hier von 1876 bis 1978 statt. Im Rahmen des Novemberpogroms 1938 wurde der Friedhof geschändet und die Gedenktafeln und Grabsteine für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen wurden zerstört. Einige Steine sind umgefallen und säumen den Weg. Daher ist besondere Vorsicht notwendig und die Führung ist nicht für Kinder geeignet. Am Tag des Denkmals stehen die Geschichten der Familien Hauser, Ranzenhofer, Skutezky, Fürnberg und Wallisch im Mittelpunkt.

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Horn - Stephanskirche

Die älteste Kirche Horns steht beherrschend an einem Hügel, nahe eines alten Verkehrswegs. Sie ist umgeben von einem Friedhof und wird - im Gegensatz zur zentral am Horner Hauptplatz gelegenen Kirche St. Georg - auch als Friedhofskirche bezeichnet.

Im ursprünglich romanischen Bau dominieren heute die gotischen Stilformen. Eine Führung durch Herrn Richard Hradecky am Tag des Denkmals ermöglicht es, in die Vergangenheit einzutauchen und Wissenswertes über die Stephanskirche zu erfahren.

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Kaltenleutgeben - Kalte Leutgebin

Diese erste Heilquelle, die einst hier geflossen ist, wurde vor 501 Jahren, also im Jahre 1421, erstmals urkundlich genannt. Viele Jahrhunderte lag die Quelle, die dem berühmten Kurort seinen Namen gab, in einer Felsspalte direkt unterhalb der Kirche, ehe sie im 20. Jahrhundert nach einer Neugestaltung des angrenzenden Parks verschüttet und vergessen wurde.

Erst 2021 hat man den Bereich wieder freigelegt und eine künstliche Felsenkammer entdeckt, an der seitliche Abstemmungen auf ehemalige Vorrichtungen für die Wasserhaltung und Absperrung der Quelle hinweisen. Nun wurde der Park neuerlich modernisiert und die Felskammer der alten Quelle ist wieder gut zugänglich.

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Klosterneubug - Stift Klosterneuburg

Gleichzeitig mit der Errichtung des Stifts veranlasste Markgraf Leopold III. im Jahr 1114 auch die Gründung eines Weinguts. Die älteste Riede des Weinguts Stift Klosterneuburg wird seit über 900 Jahren bewirtschaftet - das beste Beispiel für nachhaltigen Umgang mit Boden und Ressourcen.

Heute sind alle Abläufe im Weingut in Hinblick auf ihre Auswirkungen auf das Klima soweit optimiert, dass das Weingut Stift Klosterneuburg als erstes Weingut in Österreich als klimaneutral zertifiziert wurde. Möglich machte das unter anderem die Nutzung der barocken Kelleranlage des Stifts, die durch ein doppelwandiges Lüftungssystem keine Klimaanlage für die Lagerung des Weins benötigt.

Diese Kelleranlage ist nicht der einzige historische Teil des Stifts, der vom Weingut genutzt wird. So befindet sich das Presshaus in einer ehemaligen mittelalterlichen Kirche und die Vinothek in einem Keller aus dem 13. Jahrhundert.

Über Jahrhunderte spielte die nachhaltige Nutzung historischer Bausubstanz eine große Rolle. Die einzigartige Verbindung von Weinbautradition mit modernster Kellertechnik in historischem Ambiente übt gerade heute eine große Faszination aus.

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Korneuburg - Stadtmuseum Korneuburg

Das Stadtmuseum Korneuburg ist im ehemaligen Dampf-, Wannen- und Brausebad eingerichtet. Am Tag des Denkmals können die Besucher:innen mehr zur Geschichte des Hauses, dessen nachhaltige Nachnutzung und Sanierungen erfahren.

Die Stadt Korneuburg hat 72 denkmalgeschützte Objekte. Drei Besonderheiten sind hier die ehemalige Schiffswerft Korneuburg, die Augustinerkirche und die mittelalterliche Synagoge. Auf dem Gelände der Werft wurden verschiedenste Schiffe für die ganze Welt gebaut und auch die Entwicklung der Werft, der denkmalgeschützten Gebäude und deren Nachnutzung bieten viel Erzählstoff. Nahe beim Hauptplatz befindet sich ein weiteres Juwel der Stadt: der Hochaltar von Franz Anton Maulbertsch in der Augustinerkirche. Am Tag des Denkmals wird die Kirche für Besucher:innen geöffnet, um das Werk des Barockmalers und auch die Geschichte dieser Klosterkirche und des Augustinerklosters zu entdecken.

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Krems - Jüdischer Friedhof

Der jüdische Friedhof in Krems ist der letzte Ort, an dem die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Krems erzählt werden kann. Das Kunstwerk von Hans Kupelwieser, die 43 Meter lange Schwelle zwischen Erinnern und Vergessen, versperrt den Zugang.

Auf diesem Metallband sind alle Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu finden, die ermordet wurden oder denen die Flucht ins Ausland geglückt ist. Man kann an dieser Schwelle entlang gehen oder einen bewussten Schritt über die Geschichte tun, um den Friedhof zu betreten.

Die offenen Bücherschränke von Clegg & Guttmann sind ein weiteres Kunstwerk auf dem Friedhof. In drei sorgfältig platzierten Schränken sind Bücher über den Tod im jüdischen Gesetz, im Ritual und in der Philosophie gesammelt. Besucher:innen können eine beschränkte Anzahl an Büchern ausleihen oder Materialien hinzufügen. Clegg & Guttmann betrachten ihre Arbeit als „Revival Project", als einen Versuch der behutsamen Rückführung von Leben an einen ziemlich verlassenen Ort. Gleichzeitig machen sie die Unmöglichkeit eines solch optimistischen Unterfangens angesichts der Ausrottung der gesamten jüdischen Bevölkerung von Krems deutlich.

Bei einem Rundgang durch den Friedhof wird auf das Schicksal einiger Familien Bezug genommen und auch das Sterben und die Begräbnisriten in der jüdischen Religion erläutert. In der NS-Zeit wurden auf diesem Friedhof Zwangsarbeiter untergebracht und dafür Gräber zerstört - die große Fläche erinnert an diese Schändung.

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Krumbach - Museumsdorf

Unser beliebtes Museumsdorf bezaubert seine Besucher:innen mit jeweils der Jahreszeit entsprechendem Blumenschmuck und neu angelegtem Kräutergarten.

Am Tag des Denkmals möchten wir für unsere Gäste in herbstlichem Ambiente glänzen. Ausgewählte Themenführungen begeistern jedes Alter. Speziell für Kinder erzählt ein Imker aus Krumbach die Geschichte der Bienen. Aus den Kräutern im Museumsdorf werden in der Rauchkuchl Kräuterpalatschinken gebacken und frisches Bauernbrot aus Krumbach mit Kräuteraufstrich angeboten. Harmonikaspieler sorgen im Hof des Tannbauern für die musikalische Umrahmung. Alle Besucher:innen erwartet ein interessanter Nachmittag bei uns im Museumsdorf.

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Laxenburg - Conference Center im Schloss Laxenburg

Vor den Toren Wiens, am Rande des Schlossparks Laxenburg, befindet sich die ehemalige Residenz von Maria Theresia, das historische Schloss Laxenburg.

Am Tag des Denkmals finden im Conference Center Laxenburg von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geführte Touren mit einem Tourguide in historischem Kostüm statt. Die Führungen dauern circa 60 Minuten, die genauen Zeiten werden vor Ort bekanntgegeben. Zusätzlich haben die Besucher:innen während der Öffnungszeiten auch die Möglichkeit, sich mit Audioguides (begrenzte Anzahl) selbständig die historischen Räumlichkeiten anzusehen.

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Maria Enzersdorf - Burg Liechtenstein

Seit ihrer Erbauung um 1130 thront die nun 900 Jahre alte Burg Liechtenstein am Rande des südlichen Wienerwalds. Mit ihrem Bauherrn, Hugo von Petronell, steht sie an den Anfängen des heutigen Fürstenhauses Liechtenstein. Trotz einer großflächigen Generalsanierung im 19. Jahrhundert konnte ein Großteil der romanischen Architektur erhalten werden. Lassen Sie sich am Tag des Denkmals von einem fachkundigen Führer durch das alte Gemäuer leiten, entdecken Sie original romanische Baukunst, tauchen Sie ein in die Welt des Mittelalters und erkunden Sie einzigartige Räumlichkeiten wie die Burgkapelle sowie die sonst nicht zugängliche Zisterne.

Der Eintritt ist nur im Rahmen der Sonderführungen frei.

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Mauerbach - Kartause

Schon in der Charta von Venedig, den internationalen Richtlinien für Restaurierung aus dem Jahr 1964, ist festgehalten, dass „die Erhaltung der Denkmale zunächst ihre dauernde Pflege erfordert“.

Das Informations- und Weiterbildungszentrum Baudenkmalpflege des Bundesdenkmalamts in der Kartause Mauerbach vermittelt seit seiner Gründung 1984 die Tradition von Pflege, Wartung und Reparatur und stellt sich mit nachhaltigen Instandsetzungsmethoden und traditionellen, reparaturfähigen Baumaterialien gegen kurzlebige Sanierungen und industrielle Einwegprodukte. Das Motto „care and repair" beschreibt diese Tradition und sichert die Erhaltung unserer Denkmale für die Zukunft. Am Tag des Denkmals werden traditionelle Baumaterialien und historische Handwerkstechniken vorgestellt: Kalkbrennen, Ziegelschlagen, Pigmentherstellen, Steinmetzarbeiten, Fensterinstandsetzungen, Ölanstrich auf Holz und Eisen, Schmieden, Drechseln, Herstellung von Stuckmarmor, Lehmmauern und vieles mehr. Die Kartause Mauerbach und alle Sonderausstellungen zu traditionellem Bauhandwerk und archäologischen Grabungen sind an diesem Wochenende frei zugänglich. Die Worte „care and repair" prägen unsere Arbeit in der Kartause und verbinden die Sonderschauen über traditionelles Bauhandwerk und archäologische Grabungen. Neben den bestehenden Ausstellungen „care and repair" in der Sakristei, Steinsichten im Lapidarium, Zeitfenster im Kreuzgang oder Parkett im Kaisertrakt wird auch die Sonderschau über Alfred Schmeller, traditionelle Lehmbautechniken und Strohdächer nochmals zu sehen sein. Die Ausstellung „ergraben und authentisch bewahrt“ präsentiert erstmals im Brunnenhaus der Kartause archäologische Funde aus Metall und Keramik, die vom Verein Hengist Wildon seit 2004 in Grabungen vor der Zerstörung durch Bau- und Ackertätigkeit gerettet und anschließend behutsam konserviert werden konnten. Bei einem Rundgang durch das Kloster werden auch Informationen über den Schweigeorden der Kartäuser vermittelt.

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Mautern - Kulturspaziergang

Mautern blickt auf eine fast 2000-jährige Geschichte zurück. Von der Römerzeit bis in die Gegenwart hat jede Epoche zur Entstehung des heutigen Erscheinungsbilds beigetragen. Die tiefergehende Vermittlung des gesamten Bestehens von Mautern würde viele Tage in Anspruch nehmen. Darum möchten wir für den heurigen Tag des Denkmals einen Schwerpunkt setzen.

Tauchen Sie mit uns ein in die Zeit der Gegenreformation und in die Welt des Barocks! Bei einem geführten Spaziergang durch die Stadt erhalten Sie seltene Einblicke in Leben und Architektur jener Zeit.

Stationen dieser Führung werden unter anderem die barockisierte Pfarrkirche mit bedeutenden Gemälden des Malers Martin Johann Schmidt, der Feldlehenhof, ein Gartenpavillon erbaut auf den Resten eines römischen Fächerturms, ein Schüttkasten sowie glanzvolle Bürgerhäuser sein. Zum krönenden Abschluss des Rundgangs werden Sie die Gelegenheit haben, den berühmten, frühbarocken „Mauterner Altar“ in der Schlosskapelle zu bewundern.

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Mautern - Ort und Lesehof Mauternbach

Am östlichen Ausgang der Wachau, etwas abseits der allbekannten Touristenpfade, liegt Mauternbach. Inmitten von Weinbergen gelegen bietet die Ortschaft einen malerischen Anblick. Für die doch überschaubare Größe des Orts bietet Mauternbach einiges an sehenswerten Denkmalen.

Ein besonderes Kleinod stellt der ehemalige, klösterliche Lesehof Mauternbach Nummer 6 dar, der zur Zeit mit viel Liebe zum Detail und zu historischen Gegebenheiten grundsaniert wird. Der Bau, der in seinen Grundmauern auf das 13. Jahrhundert zurück geht, weiß viele spannende Geschichten zu erzählen und hat in seiner Entwicklung kaum eine Stilepoche ausgelassen. Am Tag des Denkmals öffnen die Hausherrin und der Hausherr ihre Pforten und stehen gerne Rede und Antwort zur Historie, aber auch zum Renovierungsprozess des Gebäudes. Die Tatsache, dass das Haus Mauternbach 6 de facto emissionsfrei funktioniert, wird ebenfalls erläutert.

Der Lesehof bietet den passenden Ausgangspunkt für unseren Denkmal-Spaziergang durch Mauternbach. Für diesen Zweck erhalten Sie vor Ort einen Übersichtsplan zu den mit temporären Infotafeln ausgestatteten Denkmalen. Entdecken Sie so auf eigene Faust Sehenswertes wie malerische Hauerhäuser, einen Dorfansitz, dessen Ursprung bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht, eine römische Geleisstraße oder die Filialkirche in der benachbarten Ortschaft Hundsheim mit einem imposanten Altarbild des Malers Martin Johann Schmidt.

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Mautern - Weltkulturerbe Donaulimes

Am 30. Juli 2021 wurde der Donaulimes in Deutschland, Österreich und der Slowakei in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. 22 Komponenten dieser neuen Welterbe-Stätte befinden sich in Österreich. Mautern ist mit seinen erhaltenen Mauern und Türmen des Römischen Kastells Favianis, inklusive deren Pufferzonen und Bodendenkmalen unter der Erde, ein wichtiger Teil davon.

In Mautern befinden sich die am besten erhaltenen Mauerreste römischer Kastellanlagen in Österreich. Flankiert von einem mächtigen spätantiken Hufeisenturm und dem Rest eines älteren Fächerturms verläuft ein weitestgehend intakter römischer Mauerzug entlang der Nordwestseite des früheren Lagers. Die „Römermauer" wurde in den folgenden Jahrhunderten in die Stadtverteidigungsanlagen integriert und so bis in die Gegenwart konserviert.

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Römermuseum Mautern. Die übersichtlich gestaltete Schausammlung zeigt Fundmaterial aus archäologischen Grabungen der letzten Jahrzehnte. Exponate aus dem zivilen und militärischen Leben datieren von der Bronzezeit bis zur Spätantike. Die heurige Sonderausstellung „Achtung Grenze - Leben am Donaulimes" möchte das Leben an, auf und jenseits der Donau beleuchten. Am Tag des Denkmals bieten wir die Gelegenheit noch tiefer in die Materie einzutauchen, vor Ort werden Sie individuell betreut.

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Melk - Benediktinerstift

Die Ausstellung am Arkadengang „Restaurieren und Leben" präsentiert die Arbeiten im Stift Melk in der Zeit von 1978 bis 2018. Seit 1978 löst eine Restaurierungsphase die nächste ab – eine Klosteranlage wie das Stift Melk ist nur durch konsequente Arbeit und laufende Investitionen zu erhalten. Das Haus kann viele Geschichten erzählen – mit dieser Ausstellung wird das Restaurierungsgeschehen der letzten 40 Jahre veranschaulicht. Metall, Stein, Holz sind die Materialien, an denen die Vergänglichkeit festzumachen ist – ersichtlich an Türen, Figuren, Fenstern oder Kapitell, die exemplarisch ausgestellt sind.

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Melk - Zeithistorisches Zentrum

In Melk existierte zwischen April 1944 und April 1945 eines der größten Mauthausen-Außenlager mit rund 14.300 KZ-Häftlingen.

Im Rahmen Des Tag des Denkmals erwartet die Teilnehmer:innen ein Spezialrundgang, der sich den denkmalgeschützten Gebäuden widmet, die im Zusammenhang mit dem KZ-Außenlager Melk stehen. Zu sehen ist die KZ-Gedenkstätte Melk im ehemaligen Krematoriumsgebäude, das 2018 von dem Archäologen und Bauhistoriker Paul Mitchell erstmals bauhistorisch untersucht wurde. Dabei ist Mitchell auf zahlreiche Spuren gestoßen, die er während des Spezialrundgangs präsentieren wird. Seit 1962 ist das ehemalige Krematorium ein öffentliches Denkmal. Von Relevanz ist zudem das sogenannte „Objekt 10" am ehemaligen KZ-Areal in der heutigen Biragokaserne Melk. Dieses Gebäude entstand 1913 als Garagengebäude und beherbergte 1944 und 1945 im unteren Stockwerk die Häftlingsküche und im Obergeschoss Häftlingsunterkünfte. Ein großer Teil des Gebäudes besteht im Wesentlichen noch in seinem Originalzustand. Besonders die Deckenbalken mit nationalsozialistischen Inschriften wie „Arbeit macht frei“ sind von großer zeithistorischer Bedeutung.

Seit 2020 steht das Gebäude unter Denkmalschutz und wird heute als Ausstellungs-, Vermittlungs- und Veranstaltungsort für zeithistorische Inhalte genutzt.

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Mistelbach - Unterirdisches Mistelbach

Der in unzähligen Arbeitsstunden liebevoll mit traditionellen Handwerkstechniken restaurierte Schwedenkeller, dessen unterirdischer Gang in Kriegszeiten als Fluchtweg genutzt wurde, wird heute von vielen Touristen besucht und findet für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen Verwendung.

Aus dem Jahr 1200 stammt der romanische Karner und zeigt im berühmten Tympanonenfeld über dem Eingang zwei Drachen, in deren Gewalt sich ein Mensch befindet als Symbol für den Kampf des Guten mit dem Bösen. Der Karner wird auch „Katharinenkapelle" genannt, denn über dem Portal steht die steinerne Statue der heiligen Katharina.

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Nussdorf - Urzeitmuseum

Klimaschutz bleibt unkonkret, solange er nicht mit tatsächlichen Maßnahmen umgesetzt wird. Am besten für diesen Zweck geeignet sind Anstrengungen, die den Energie- und Stromverbrauch reduzieren.

Bereits bei der Errichtung des Museumsgebäudes wurden diesbezügliche Überlegungen angestellt, so ist es potentiell ganztägig von der Sonne bestrahlt. Das Beleuchtungssystem wurde vor einigen Jahren komplett auf LED-Technik umgestellt und die Dachflächen wurden mit Photovoltaik ausgerüstet. Dadurch ließ sich der Energieverbrauch innerhalb von zehn Jahren auf ein Drittel des Ursprungsverbrauchs reduzieren.

Erleben Sie in spannenden Führungen durch das Museum die Anziehungskraft der Schätze aus der Bronzezeit und tauchen Sie ein in ein Leben mit der Natur! Kunstvolle Gefäße, Waffen und Bronzeschmuck wie Diademe, Ringe, Hals- und Armreifen zeugen von der hochentwickelten Handwerkskunst dieser Epoche.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Orth an der Donau - Museum im Schloss Orth

Im Zuge der NÖ-Landesausstellung werden im Schloss Orth historische Bauteile aus dem 14. und 16. Jahrhundert restauriert und sind ab Juni 2022 für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Tag des Denkmals findet eine feierliche Eröffnung dazu statt. Die Steinwendeltreppe, die Empore und das anschließende Turmzimmer im nordwestlichen Teil des Orther Schlosses sind nach erfolgter Restaurierung erstmals für die Gäste erlebbar. Laut Bauforschung wurde Schloss Orth in der Zeit der Besitzerfamilie von Niklas Graf Salm I. als „Zwilling” der Wiener Hofburg konzipiert – Handwerker und Architekten waren parallel beschäftigt. Die Hohlspindeltreppe samt Stiegenhaus über drei Geschosse wurde um 1550 vom Hofarchitekten Johann Tscherte in Anlehnung an seinen Prototypen gebaut, den er 1542 in der Wiener Hofburg errichtete. Sie ist eine der aus vier baugleichen Treppen bestehenden Gruppe. Die Tatsachen, dass das Wiener Pendant im 18. Jahrhundert abgetragen wurde und daher nicht mehr existiert, dass die tschechische Treppe halb eingestürzt ist und dass die Treppe in Venedig nach einem Brand 1630 im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde, beweisen umso mehr die Bedeutung der „Schwester“ auf Schloss Orth.

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Schallaburg - Sanierungen am Schloss

Das Kulturjuwel Schallaburg, Renaissance-Schloss zwischen Loosdorf und Melk, ist über 1000 Jahre alt. Schon von weither ist die Nordostfassade sichtbar, die im 16. Jahrhundert entstanden ist. Die Schönheit der Außenmauern prägt den ersten Eindruck.

Doch Technik und Material des klassischen Schlossaußenputzes, welche heute auf der Schallaburg wieder verwendet werden, sind älter als Schloss und Burg, denn der Kalkputz wurde schon vor 1400 Jahren angewandt. Die Römer verfeinerten die vorhandenen Techniken und brachten diese zu uns. Erfahren Sie bei den Führungen am Tag des Denkmals mehr über Trocken- und Nasslöschung, Materialverhältnisse zwischen Kalk und Sand, Aushärtungsprozess und Wirkungen des Kalkputzes. Außerdem erzählen wir Ihnen über die Nachhaltigkeit der Sanierungsarbeiten. Das Italienfeeling im Terrakottenhof soll bewahrt werden, damit die Schallaburg auch für nachfolgende Generationen als Kultursymbol im Bezirk Melk erhalten bleibt.

Der Eintritt ist nur im Rahmen der beiden Führungen frei.

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Schrems - Kunstmuseum Waldviertel

Die Bearbeitung und Erforschung des Bereichs „Natur und Kunst“ entwickelte sich in den letzten Jahren zur übergeordneten Leitthematik des Kunstmuseums, die aus der Struktur und Lage des Standorts in Verbindung mit der Region Waldviertel authentisch herangewachsen ist.

In der aktuellen Jubiläumsausstellung, die den beiden Künstlern und Museumsgründern gewidmet ist, sind beispielhafte Werke aus dem „Green Art" Themenzyklus von Makis Warlamis zu sehen oder das Projekt „Waldbaden" von Heide Warlamis.

Dem beeindruckenden Skulpturenpark, der die Verschränkung von Natur und Kunst unmittelbar für die Besucher:innen erlebbar macht, kommt dabei ein besonders wichtiger Stellenwert zu. Die sanft hügelige Parklandschaft mit großen farbigen Skulpturen und geheimnisvollen, steinernen Plätzen erstreckt sich vom Museumsgebäude in die freie Natur. Der Weg führt vom „kleinen Amphitheater" über den Platz der „Backofenhäuschen" und der „Mutterskulpturen" am „Schlafenden Poeten" vorbei bis zur „Marienkapelle" und ist begleitet von poetischen Texten. Der Kunst kommt dabei die Aufgabe der Emotionalisierung und Sensibilisierung für die Vielgestalt, Komplexität und das Prozesshafte der Natur zu.

So soll das Erlebte die Besucher:innen auch dahingehend anleiten, die Natur nicht nur zu genießen, sondern auch von ihr zu lernen.

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Sitzenberg-Reidling - HBLA Sitzenberg / Schloss

Die Schule und das Internat der Höheren Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung sind bereits über 70 Jahre im Schloss Sitzenberg untergebracht. Die HBLA Sitzenberg ist damit die älteste Schule dieser Art in Niederösterreich und hinsichtlich ihres schulautonomen Schwerpunkts „Ökosoziales Produktmanagement“ einzigartig in Österreich.

Das denkmalgeschützte und traditionsreiche Gebäude ist eine Dienststelle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus und zählt zu den bedeutendsten Kulturjuwelen der Region. Die Schule im Schloss gilt in Bezug auf das diesjährige Motto „Denkmal voraus: Denkmalschutz = Klimaschutz“ als Paradebeispiel einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Nutzung. So erfreuen Stuckdecken, ein kunstvoll gestalteter Kachelofen und historische Holzböden in den Klassenräumen Lehrende und Lernende auch noch nach über 100 Jahren ihrer Entstehung. Dabei haben White Board und Internet genauso ihren Platz gefunden. Eine optisch unauffällige Photovoltaikanlage auf dem Flachdach des Schlosses soll in Zeiten der Energiewende einen Teil des Strombedarfs decken. Im Schlosshof finden jährlich Sommerspiele statt. Zu den zahlreichen Schmuckstücken des Schlosses gehören die neoklassizistischen Wanddekorationen des Speisesaals und der Festsaal mit seinen Logen und Holzbalustraden. Letzterer ist auch Austragungsort außerschulischer Kulturveranstaltungen. Die Szene auf dem Deckengemälde des Festsaals stellt den Triumph des Frühlings dar. Eine weibliche Gestalt lenkt ein Pferdegespann. Als Kompliment an die für die Umgestaltung des Schlosses entscheidende Bauherrin trägt diese die jugendlichen Züge der Baronin Valentine Springer, eine geborene Rothschild. Kaum ein anderes Motiv würde besser zum langjährigen Verwendungszweck des Schlosses, der umfassenden Bildung und Ausbildung junger Menschen, passen. In diesem Sinne trägt das Schloss der HBLA Sitzenberg zu Recht den Ehrentitel „Frühlingsschloss“.

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St. Johann im Mauerthale - Filialkirche

Neben dem erst kürzlich entdeckten römischen Burgus im Süden der Kirche sollen vor allem die Donau als Transportweg (Floßholztransport, Spuren von geflöstem Holz im Dachwerk, Wahlfahrtsstätte und Übersetzort der Treidler) und die historischen Dachtragwerke des Presbyteriums von 1398 und des Langhauses von 1415 im Fokus der Veranstaltung stehen.

2015 rückte eine Studienarbeit an der Donauuniversität Krems, in der ein römischer Burgus in der Filialkirche Hl. Johannes der Täufer in St. Johann im Mauerthale wahrscheinlich gemacht wurde, diesen ins Zentrum der Forschung. Bis 1971, als spätromanische Monumentalmalereien aus der Zeit um 1240 entdeckt wurden, war dem kleinen Gotteshaus von Seiten der Wissenschaft wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden.

Durch archäologische Untersuchungen und vertiefte bauhistorische Analysen in den Jahren 2016 bis 2018 gelang der eindeutige Nachweis eines römischen Burgus, dessen Nordmauer bis zur Höhe des Dachraums der Kirche erhalten geblieben ist. Im Rahmen des diesjährigen Tag des Denkmals bietet sich die Möglichkeit, die sonst versperrte Kirche im Zuge fachkundiger Führungen zu besichtigen.

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Traiskirchen - Tramwaymuseum

Das Wiener Tramwaymuseum (WTM) beherbergt in seinem Museumsdepot Traiskirchen derzeit 29 denkmalgeschützte historische Wiener Tramwayfahrzeuge, die hier nicht nur abgestellt, sondern auch in der Restaurierwerkstätte aufgearbeitet werden. Im Zuge des diesjährigen Mottos „Denkmal voraus: Denkmalschutz = Klimaschutz“ werfen wir einen Blick auf die Wiener Stadtbahn. Vor über 100 Jahren als innovatives Projekt gestartet, wurde sie zur Basis von zwei Wiener U-Bahn-Linien, trägt damit aktiv zum Kilmaschutz bei und zeigt mit den wunderschönen – heute denkmalgeschützten – Architekturjuwelen der Haltestellen, dass man damals seiner Zeit voraus war. Um 13:00 Uhr findet dazu ein Multimedia-Vortrag von Dipl.-Ing. Otto Brandtner mit anschließender Führung durchs Museum statt. Zudem kann die umfangreiche Sonderausstellung zur Wiener Stadtbahn besichtigt werden.

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Wiener Neudorf - Eumig Museum

Das eumig-Museum in Wiener Neudorf widmet sich der Erinnerung an die Geschichte, die Produkte und die Sozialstruktur der Firma eumig vom Gründungsjahr 1919 bis zum Jahr 1981.

Die Sonderausstellung über die eumig-Filmkameras wurde unter besonderer Berücksichtigung des in der heutigen Zeit so wichtigen Klimaschutzes konzipiert und erstellt. Es wurden Vitrinen aus anderen Museen angekauft und auch Teile der Verpackung von ehemaligen Ausstellungsstücken, wie zum Beispiel eine harte Kartonrolle, als Säulen für spezielle Stücke verwendet.

Von Freunden nicht mehr benötigte kleine Monitore werden, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, zur Präsentation von Filmen verwendet.

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Wiener Neustadt - Jüdischer Friedhof

Am Tag des Denkmals am 25. September 2022 wird das innere Tor des jüdischen Friedhofs von Wiener Neustadt für mehrere Stunden geöffnet.

Besucher:innen haben die Möglichkeit, diesen Erinnerungsort von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu begehen und die „Lern- und Gedenkstätte" näher kennenzulernen. Organisiert wird die Veranstaltung vom Historiker und Autor Mag. Dr. Werner Sulzgruber gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) und dem Österreichischen Nationalfonds der Republik Österreich.

Alle Besucher:innen müssen vor Betreten des Friedhofs, der ein Eigentum der IKG ist, ein Datenblatt ausfüllen und unterschreiben, um sich auf dem Areal bewegen zu dürfen.

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Wilfersdorf - Liechtenstein Schloss Wilfersdorf

Im Stammschloss der regierenden Familienlinie erfahren Sie alles über die Geschichte der Liechtensteiner und deren Ursprünge im Weinviertel.

Erkunden Sie die Ausstellungen und das Schloss auf eigene Faust mithilfe der mehrsprachigen Audioguides oder im Rahmen einer Führung um 14:00 Uhr.

In der fürstlichen Gemeinde kann man den Ausflug genüsslich und kulinarisch ausklingen lassen.

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Ziersdorf - Brandlhof

Der historisch und architektonisch wertvolle Brandlhof in Radlbrunn im niederösterreichischen Weinviertel wurde 1209 erstmals urkundlich erwähnt. Der einstige Besitz des Stifts Lilienfeld war mit seiner Eigenversorgung ein gutes Beispiel für das multifunktionale Dasein des bäuerlichen Lebens.

Im Zuge der Vorbereitungen für die Niederösterreichische Landesausstellung 2005 wurde der Lehmbau zu neuem Leben erweckt und einer sensiblen Revitalisierung unterzogen. Alle Arbeiten sind in Material und Technik nach dem historischen Bestand in adäquater Art sowie im Einvernehmen mit dem Landeskonservatorat auszuführen. Der Grundstein für einen ökologischen Betrieb ist dadurch bereits gelegt: Die Außenfassaden, die seit jeher einen Lehmputz sowie die traditionelle Kalkfärbelung aufweisen, werden regelmäßig von Hand ausgebessert, wobei der Farbauftrag in Bürstentechnik zu erfolgen hat.

Die Erhaltung des Brandlhofs liegt nicht nur im Interesse des Tourismus, sondern ist auch ein unschätzbarer Beitrag, das reiche kulturelle Erbe für zukünftige Generationen zu bewahren. Um diesen eine lebenswerte und gesunde Umwelt erhalten zu können, nehmen wir die Verantwortung für unsere Umwelt sehr ernst und haben 2021 das Österreichische Umweltzeichen für den Brandlhof beantragt.

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Oberösterreich

Aigen Schlägl - Stift Schlägl

Die Sammlungen des Stifts Schlägl geben einen interessanten Einblick in die 800-jährige Geschichte des Prämonstratenserklosters.

Lassen Sie sich durch die ehrwürdigen Mauern des Stiftes Schlägl führen und vom geschichtlichen Erbe des Klosters begeistern. Selbstverständlich sind Sie auch eingeladen an unserem Chorgebet teilzunehmen.

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Andorf - Innviertler Freilichtmuseum Brunnbauerhof

In Schautafeln auf dem Heuboden wird das Leben und Wirken der Knechte und Mägde, ohne die ein Bauernhof früher nicht ausgekommen wäre, näher beleuchtet.

Die großteils erhaltene Einrichtung aus dem Beginn des vorigen Jahrhunderts vermittelt den Besucherinnen und Besuchern anschaulich, wie man damals innerhalb der vier Seiten eines typischen Innviertler Vierseithofs gelebt und gearbeitet hat.

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Bad Ischl - Lehár-Stöckl

Mit der Sanierung des Lehár-Stöckls ist eine nachhaltige Nach-Nutzung dieses denkmalgeschützten Gebäudes geglückt. Im Objekt sind nun das Salinenarchiv und Räume des Lehár-Museums untergebracht.

Wie bei jeder denkmalgerechten Restaurierung wurden dabei Ressourcen wie Grund und Boden, Baustoffe und andere geschont und zugleich historisches Erbe bewahrt. Man installierte zum Beispiel ein Temperiersystem, sanierte die Kastenfenster mit recyclierten Altglas-Tafeln und wo es nötig war, wurde die oberste Geschossdecke gedämmt. Alte Türblätter wurden zwecks wärmetechnischer Verbesserung reversibel aufgedoppelt statt neu angefertigt.

Mit dem sanierten Lehár-Stöckl wird als „Voraus Denkmal" ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Im Salinenarchiv kann zudem im Rahmen einer kleinen Ausstellung der im Salzkammergut seit Jahrhunderten betriebenen nachhaltigen Forstwirtschaft nachgespürt werden...

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Bad Ischl - Museum der Stadt Bad Ischl

Das Museum der Stadt Bad Ischl befindet sich in einem alten Salzfertigerhaus - einem denkmalgeschützten Haus. Die wechselvolle Geschichte wird bei einer Führung durch das Haus und die Sammlung erzählt.

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Engelhartszell - Römerburgus Stanacum

Der spätantike Burgus von Oberranna, von den Römern wahrscheinlich Stanacum genannt, ist seit 30. Juli 2021 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Donau-Limes.

Der Burgus liegt im Gemeindegebiet von Engelhartszell und daher ist es der Marktgemeinde, dem Verein „Kultur und Tourismus an der Donau in Engelhartszell" und dem neu gegründeten „Forum Stanacum" ein großes Anliegen, den ehemaligen, wichtigen Grenzposten am Donau-Limes zu erhalten und der Bevölkerung bewusst zu machen, welche Bedeutung das 1700 Jahre alte und am besten erhaltene antike Gebäude in Oberösterreich hat.

Der Burgus wird als Außenstelle von der OÖ Landes-Kultur GmbH verwaltet und betreut. Der beeindruckende Schutzbau, der 2018 im Zuge der Landesausstellung „Die Römer" errichtet wurde, bewahrt das Gebäude nachhaltig vor äußeren Einflüssen und vor all zu großen Temperaturschwankungen.

Insbesondere die sehr gut erhaltene „Badewanne" wird während der Wintermonate abgedeckt und geschützt. Dadurch wird gewährleistet, dass diese wertvolle römische Ausgrabungsstätte lange erhalten bleibt.

Der Schutzbau wurde aus Holz errichtet und fügt sich trotz seiner mächtigen Ausmaße passend in die Donau-Landschaft ein.

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Enns - Museum Lauriacum

Diese Spezial-Stadtführung in Enns, der ältesten Stadt Österreichs, führt Sie entlang vieler altehrwürdiger und denkmalgeschützter Gebäude der historischen Innenstadt. Anhand der flächenschonenden Bauweise des Mittelalters sehen Sie den historisch gewachsenen und bis heute erhaltenen Stadtkern von Enns mit anderen Augen.

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Freistadt - Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt

Um 13:00 Uhr wird der Architekt DI Herbert Pointer über den Umbau des WSG-Gebäudes in der Böhmergasse 9 sprechen. Otto Ruhsam nimmt die Geschichte des Hauses in den Fokus und Gisela Schreiner wird als ehemalige Bewohnerin über den Alltag in diesem Stadthaus sprechen.

Von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr kann man in der Alten Stadtschmiede Daniel Grasserbauer beim Schmieden von Kleinteilen an der Feueresse mit einem alten Federhammer aus dem Jahr 1928 beobachten.

Mittelalterliche Mauertechniken und Sanierungsvarianten vom Böhmertor bis zum Scheiblingturm werden um 15:00 Uhr von Mag. Thomas Dimmel und Klaus Grünberger in den Blick genommen.

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Gmunden - Dampfschiff Gisela

Die Gisela ist einer der ältesten Dampfer der Welt. Sie wurde im Jahr 1871 gebaut und verfügt über eine oszillierende Verbunddampfmaschine.

Am Tag des Denkmals können Sie an Sonderfahrten mit dem 150 Jahre alten Dampfschiff Gisela auf dem Traunsee teilnehmen. Es wird möglich sein, die Maschine sowie die Maschinisten vom Deck aus zu beobachten.

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Gmunden - Kammerhof Museum Gmunden

Die Saisonausstellung „Alles auf Schiene“ dokumentiert die Verkehrsgeographie des Gmundner Stadtraums eindrucksvoll.

Die Lage der Stadt am eiszeitlichen Gletscherrand machte eine verkehrstechnische Erschließung schwierig. Über die Wasserstraße von Traunsee und -fluss fuhr man mit speziellen Zillen und selbst die Kaiser der Monarchie mussten mit dem Schiff weiter ins Innere des Salzkammerguts reisen. Aber bereits 1836 fuhr man mit der Pferdeeisenbahn von Traundorf über Linz nach Budweis. Sie gilt als eine der ältesten Bahnstrecken des europäischen Kontinents, deren Trasse mit der 1877 erbauten Salzkammergutbahn heute durch die moderne Traunsee-Tram verbunden ist.

Die ehemalige „Nostalgiebahn“, die in den 1980er-Jahren kurz vor dem Aus stand, wurde somit zu einem Hoffnungsträger für eine klimaneutrale Zukunft.

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Grein - Altes Rathaus / Stadttheater

Durch die Generalsanierung des Alten Rathauses aus dem Jahr 1563 mit dem angeschlossenen Historischen Stadttheater aus 1791 ist es 2020/21 gelungen, einen bedeutenden historischen Gebäudebestand zu erhalten.

Bauten wie das Alte Rathaus, das sich am Stadtplatz mit seinen bemerkenswerten Bürgerhäusern befindet, prägen das Erscheinungsbild der Stadt. Um das Gebäude barrierefrei zugänglich zu machen, wurde an der Westseite des Hauses ein moderner Zubau angefügt. Mit Bedacht wurde hier Historisches mit Zeitgenössischem verbunden, ohne das städtebauliche Erscheinungsbild zu stören. Der Zubau bietet nicht nur einen barrierefreien Zugang, es wurde ein großzügiges Neues Foyer und ein Buffetbereich geschaffen, der möglichen alternativen Nutzungskonzepten Raum bietet. So ist die Sanierung des Hauses durch die Erhaltung des Baubestands und die erweiterte Nutzungsmöglichkeit per se als Beitrag zur Nachhaltigkeit zu sehen. Das Alte Rathaus besitzt kein eigenes Heizsystem, es ist an das Fernwärmenetz der Stadt angeschlossen. Der vormals gänzlich unisolierte riesige Dachboden wurde ausgebaut, neue Räumlichkeiten für Gemeinschaftszwecke und als Archiv geschaffen und nach modernstem Standard isoliert. Früher wurde das Alte Rathaus mit Öfen in diversen Räumen beheizt (Kachelofen im Erdgeschoß, Ofen im Gefängnis-Guckloch für Gefangene, Ofen im Keller zum Aufwärmen der Ziegel für Theaterbesucher, schlupfbarer Kamin am Eingang in den Kostümfundus). Belüftet wurde damals über die Deckenrosette im Theatersaal und eine Lüftungsklappe am Dachboden. Die gesamte Lichttechnik wurde auf LED umgestellt: heute LED, davor energieintensive Beleuchtungsmittel, ganz früher Kerzenlicht.

Schon bei der Errichtung des Theaters war man ressourcenschonend vorgegangen, indem man eine bestehende Bausubstanz (einen nicht mehr benötigten Getreidespeicher) für ein Theater nutzte und keinen Neubau vornahm.

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Hirschbach - Landschaftsteich beim Kulturwirtshaus Pammer

Das Kulturwirtshaus Pammer, seit mehr als 300 Jahren als Gast- und Landwirtschaft geführt, liegt eingebettet in der hügeligen Landschaft des Mühlviertels. Die Liegenschaft wurde in Steinbloßbauweise 2019 restauriert.

Der Eigentümer Hubert Pammer hat den bestehenden Teich seit 2021 als ökologische Nische erweitert mit dem Ziel die Artenvielfalt zu fördern und den Hochwasserschutz zu verbessern. Die angrenzende, neu angelegte Streuobstwiese ist mit der Wasserlandschaft verbunden.

Über eine Steinformation führt der älteste Weitwanderweg Österreichs, der Nordwaldkammweg mit der typisch blauweißen Markierung. Die erweiterte Teichanlage fügt sich wunderbar in das historische Ambiente des Hofs ein und zeigt, dass Klimaschutz und die Erhaltung alter Bausubstanz keine Gegensätze sind.

Um 14:00 Uhr findet eine Eröffnung der Anlage statt: der Treffpunkt ist vor dem Hoftor, die Dauer circa 50 Minuten. Die einzelnen Bauabschnitte und Erdbewegungen sowie das vorangegangene Genehmigungsverfahren werden vom Bauherrn persönlich dargestellt.

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Kefermarkt - Stöckl

Ein historisches Bauwerk und seine substanzerhaltende Restaurierung zeugen von einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Der ehemalige Evangelische Pfarrhof Kefermarkt, auch Hagerhaus-Stöckl genannt, beherbergt nach seiner umfassenden Restaurierung heute das Kaffee-Stöckl und einen Ausstellungsraum für den Verein „Kunst Kultur Freizeit" in Kefermarkt. Die Besucher:innen sind eingeladen, das denkmalgeschützte Gebäude mit seiner aktuellen Nutzung als „Kaffee und Ausstellungsraum“ zu erleben. Die Ausstellung „Franz Kurz" ist einer bedeutenden Kefermarkter Persönlichkeit gewidmet. 1771 kam in der „Alten Schule“, Oberer Markt 34, ein Mensch zur Welt, der bis heute mit einer Gedenktafel an diesem Haus geehrt wird: Franz Kurz. Sohn eines Schulmeisters und musikalisch hoch begabt, wurde er Chorherr im Stift St. Florian und gilt mittlerweile im In- und Ausland als geachteter Geschichtsforscher. Der Verein „Kunst Kultur Freizeit" in Kefermarkt präsentiert in einer Ausstellung anlässlich des 250. Geburtstags von Franz Kurz einige Facetten aus seinem Leben.

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Lambach - Benediktinerstift Lambach

Denk-mal voraus: "Denkmalschutz = Klimaschutz“

Das Benediktinerstift Lambach setzt bereits seit Jahren auf eine nachhaltige Wärmeversorgung.

Eine Biomasse-Heizanlage versorgt die Wohnräume der Mönche, beide Stiftsschulen, die Betriebe des Klosters und externe Objekte mit Wärme durch nachwachsende Energie. Die Hackschnitzel kommen direkt aus dem eigenen Stiftswald. Zur Optimierung der Anlage wurde 2021 ein 30.000 Liter fassender Pufferspeicher verbaut sowie die Stromversorgung, unter anderem der Biowärmeanlage, durch eine moderne Photovoltaik-Anlage ergänzt. Stromüberschuss wird als grüner Strom in das regionale Netz eingespeist.

Am Tag des Denkmals 2022 bietet das Benediktinerstift Lambach zusätzlich zu den Stiftsführungen auch Führungen zum Heizwerk und zur Photovoltaik-Anlage an.

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Langenstein - Memorial Gusen

Nach 1945 zentralisierte sich das offizielle Gedenken an die Opfer der Konzentrationslager in Österreich auf den Ort des ehemaligen Stammlagers Mauthausen, während das ehemalige Zweiglager Gusen weitgehend mit einer Siedlung überbaut wurde.

Das heute bestehende „Memorial de Gusen“ initiierten und finanzierten ehemalige Häftlinge. Nach der staatlichen Übernahme der Gedenkstätte Gusen wurde 2004 ein Besucherzentrum errichtet, wo seither eine Dauerausstellung zu besuchen ist. Die Vermittlungsangebote wurden seitdem laufend erweitert. Mit dem nun erfolgten Ankauf zentraler Bereiche des ehemaligen KZ Gusen durch die Republik Österreich kann die KZ-Gedenkstätte auf die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts ausgerichtet werden.

Ziel des Rundgangs ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Einblicke in die Geschichte des Gedenkorts und die derzeitigen Überlegungen zu seiner Zukunft zu geben.

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Linz - Ars Electronica Center

Im Deep Space Evolution trifft Zukunft auf Vergangenheit.

Nirgendwo sonst werden Bilder, Videos und Applikationen so beeindruckend in Szene gesetzt wie hier. Auf sechzehn mal neun Meter großen Projektionsflächen an Wand und Boden. In einer Auflösung von 8K. Mit einer unglaublichen Brillanz und Helligkeit. Und genau hier, in diesem Deep Space Evolution, präsentieren wir Ihnen weltbekannte Kunst- und Kulturschätze auf eine Weise, wie Sie es noch nie erlebt haben.

Die Präsentationen beginnen um 11:30 Uhr und um 15:00 Uhr.

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Linz - Familienkirche

Vor 110 Jahren wurde die Pfarrkirche Heilige Familie in der Linzer Neustadt geweiht. Das historistische Gebäude, geplant von Dombaumeister Matthäus Schlager und einheitlich mit Gemälden und Fresken von Andreas Strickner ausgestattet, war bis zur Fertigstellung des Mariendoms die größte Kirche von Linz. Die von den Gebrüdern Mauracher errichtete Orgel ist ein besonderes Klangdenkmal.

Mit ihren 110 Jahren ist die Familienkirche ein Beispiel für nachhaltige Nutzung: viele Gottesdienste und Veranstaltungen fanden und finden hier statt. Durch sorgfältig geplante Innen- und Außenrenovierungen konnte die historisch wertvolle Substanz erhalten werden.

Für 2023 ist die Sanierung der Orgel geplant.

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Linz - Lentos Kunstmuseum

Wie verbinden sich Nachhaltigkeit und Achtsamkeit mit Kunst und Kultur? Wie können wir im Museum über Klimakrise, Umweltschutz und ökologisches Handeln sprechen? Mit dem markanten, schlichten Bau des Lentos, 2003 geschaffen von den Zürcher Architekten Weber & Hofer, hat Linz ein Kunstmuseum von internationalem Rang erhalten. Zugleich ist es ein lebendiger Ort mitten in der Stadt.

Am Tag des Denkmals 2022 laden wir zu einem Kunstgespräch ein, bei dem wir uns von Architektur und Sammlung anregen lassen, um über Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu sprechen.

Wie können wir uns im Lentos als Teil der Umwelt erfahren und was haben Expressionismus oder die Wiener Aktionisten damit zu tun? Welche Visionen einer klimagerechten Zukunft werden im Lentos sichtbar?

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Linz - Literaturmuseum im Stifterhaus

Der Autor und bildende Künstler Hans Eichhorn (1956-2020) begab sich im Frühjahr 2010 zu einem vierwöchigen Arbeitsaufenthalt nach Paris, wo er sich unter anderem auf den Spuren des Künstlers WOLS bewegte.

In dieser Zeit verfertigte er 117 Bildpostkarten, die er aus gefundenen Kartonabfällen gewann, beklebte, übermalte, beschrieb und an das StifterHaus sandte. Die circa 20x30 Zentimeter großen Karten und ihre Botschaften sind zentraler Teil dieser Ausstellung. Sie schlagen einen Bogen zu Walter Benjamins „Passagenwerk", sind poetische Notate, atmosphärisch verdichtete Kunstwerke, Beobachtungen eines Flaneurs.

Im Rahmen einer Führung (14:30 Uhr - 15:00 Uhr) werden die zentralen Aspekte der Schau vorgestellt, anschließend (15:00 Uhr - 15:20 Uhr) liest der Schauspieler Alfred Rauch aus Hans Eichhorns „Circus Wols" (Residenz, 2010).

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Linz - Pfarrkirche Christkönig

Vor über 60 Jahren erhielt Lydia Roppolt den Auftrag zur Gestaltung der zwölf Glasfenster im Langhaus der Linzer Pfarrkirche Christkönig-Friedenskirche. „Reich Gottes“ beziehungsweise „Reich Christi auf Erden“ lautete die Aufgabenstellung für die Gestaltung und die damals knapp 40-jährige Künstlerin erschloss das Thema mit einer Präsentation von zahlreichen Heiligen.

Zu den charakteristischen Merkmalen ihrer Formensprache zählen die Auflösung der Formen, wenige klare Sujets sowie eine kleinteilige Gesamtkomposition. Der Einsatz von intensiven Farben und die Wirkung des Lichts unterstreichen die Gestaltung und prägen den gesamten Innenraum. Genießen wir eine (Wieder-)Begegnung mit Lydia Roppolts Werk(en) in der Pfarrkirche Christkönig-Friedenskirche Linz anlässlich ihres 100. Geburtstags.

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Linz - Sparkasse Oberösterreich

Seit ihrer Gründung begrüßt die Sparkasse Oberösterreich die Idee der Nachhaltigkeit für die Menschen in Oberösterreich.

Wirtschaftliche Gesundheit, soziales Engagement und Investitionen in die Zukunft sind für unser Institut nicht nur Erscheinungen des Zeitgeistes, sondern tief in unserem Gründungsgedanken verankert.

Unser Stammhaus in der Promenade in Linz wurde vor über 170 Jahren erbaut. 2021 wurde die denkmalgeschützte Fassade in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt restauriert und erstrahlt seit kurzem in neuem Glanz. Auch nach dieser langen Lebensdauer setzt die Fassade mit ihrer neuen Beleuchtung ein starkes Bekenntnis für die Werte der Sparkasse. Um nicht zusätzlich wertvolle Energie zu verbrauchen, die für die Beleuchtung der Fassade notwendig ist, wurde auf dem Dach eine Photovoltaikanlage errichtet, die eine Leistung von 100 kW/peak vorweisen kann.

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Linz - St. Barbara Friedhof

Der St. Barbara Friedhof verbindet über Jahrhunderte gewachsene Kunst, Kultur und Architektur mit Natur. Er ist die größte innerstädtische Grünfläche in Linz. Im Rahmen einer klassischen Friedhofsführung am Tag des Denkmals erzählen die austriaguides, welche Klimaschutz-Aktivitäten am St. Barbara Friedhof passieren und beleuchten die Frage nach deren Bedeutung für das vielschichtige Denkmal St. Barbara Friedhof.

Der St. Barbara Friedhof gilt als Naturoase mitten in der Stadt. Eine naturnahe Bewirtschaftung, regelmäßige Aufforstung und sanftes Wildtiermanagement verwandeln die Landschaft der Stille zum artenreichen Biotop – einem Ort des Lebens. Mit seinem alten Baumbestand, dessen Wurzeln buchstäblich bis an die Anfänge des St. Barbara Friedhofs reichen, beruft sich der Trend zum Naturnahen auf eine gewisse Tradition. Das unterstreicht auch die Entscheidung der Verwaltung, eine umweltverträgliche, plastikfreie Grabgestaltung anzuregen. Der Baumbestand wird regelmäßig begutachtet und sorgsam gepflegt. Muss ein Baum gefällt werden, wird ein neuer nachgepflanzt. Heimische Hecken, prächtige Bäume und eine authentische Begrünung locken viele Vögel an. Sie finden hier Nahrung, Unterschlupf und Nistplätze. Der St. Barbara Friedhof fördert die Vogelvielfalt.

Seit 2021 ist der St. Barbara Friedhof, ausgezeichnet von Global 2000, ein Nationalpark-Garten. Zur Führung ist eine Anmeldung nicht erforderlich. Sie findet bei jedem Wetter statt.

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Linz - Tabakfabrik

Früher Tabakwerk, heute florierender Kreativ-Hotspot – die Tabakfabrik Linz bietet als denkmalgeschütztes Architekturjuwel aus den 1930er-Jahren mit über 60.000 Quadratmetern Fläche nicht nur (Arbeits-)Platz für rund 3000 Menschen in 250 unterschiedlichen Unternehmen, Organisationen und Start-ups, sondern auch einzigartige Veranstaltungsflächen, Co-Working-Spaces, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomieangebote. Lernen Sie bei dieser Führung die Entwicklungsgeschichte der Tabakfabrik kennen und erhalten Sie Einblick in die revitalisierten Flächen des Industriedenkmals. Expertinnen und Experten geben Auskunft zu den Renovierungsüberlegungen unter Berücksichtigung von Denkmal- und Klimaschutz.

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Marchtrenk - Museumverein Marchtrenk Welser Heide

Bei dem historischen Mauthaus aus dem Jahr 1892/93 wird die Energie AG eine Umweltausstellung gemäß dem Motto „Denkmalschutz = Klimaschutz" gestalten. Das Mauthaus kann auch innen besichtigt werden.

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Mauthausen - Pfarrkirche und Rauscherhaus

Anhand der zwei Beispiele Pfarrkirche und Rauscherhaus soll gezeigt werden, wie sich Bauwerke im Laufe der Zeit verändern.

Besonders bei Kirchen, die über Epochen immer an die gesellschaftlichen Gegebenheiten und an neue Baustile angepasst werden, ist das gut nachvollziehbar. In der Pfarrkirche Mauthausen ist in den letzten Jahrzehnten viel an Veränderung geschehen, sichtbar und erklärbar. Die Kirche verändert sich, das Gotteshaus verändert sich mit.

Das so genannte „Rauscherhaus", 1695 erstmals erwähnt, ist eins der ältesten Häuser Mauthausens. Es wurde instand gesetzt und wird als Firmensitz verwendet. Liebevoll und behutsam hat der Besitzer die alte Bausubstanz erhalten. Die oberen Geschosse, die nicht zum Geschäftsbereich gehören, wurden dabei stilsicher gestaltet. Diese Räumlichkeiten stehen auch den Mauthausener Schlossmuseen für Veranstaltungen zur Verfügung.

Beide Beispiele zeigen, dass Bauwerke immer wieder neue Funktionen erfüllen können und somit über Jahrhunderte nachhaltig nutzbar sind.

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Neufelden - Ortsrundgang

Der historische Markt Neufelden mit seiner barocken Häuserfront steht als Ensemble unter Denkmalschutz.

Die Erhaltung, wie auch der Umbau denkmalgeschützter Häuser stellt die Eigentümer:innen immer wieder vor ganz besondere Herausforderungen. Der sorgsame Umgang mit historischem Erbe ist aber nicht nur unangenehme Verpflichtung, sondern kann auch zu bedeutender Verbesserung von Lebens- und Wohnqualität führen. Die Gemeinde Neufelden sieht darin eine Chance und bemüht sich, das Bewusstsein dahingehend zu fördern. Gerade in jüngster Vergangenheit wurden einige Gebäude unter Einhaltung aller relevanten Richtlinien des Denkmalschutzes renoviert. Anhand dieser Häuser kann gezeigt werden, wie sich moderne Architektur und zeitgemäße Technik mit aktuellen Forderungen unserer Zeit nach Energieeffizienz und - damit verbunden - auch Umwelt- und Klimaschutz kombinieren lassen. Im Rahmen der Veranstaltung „Tag des Denkmals“ sind in Neufelden einige renovierte Gebäude geöffnet und können im Rahmen eines geführten Rundgangs besichtigt werden. Die Hauseigentümer:innen werden dort für nähere Auskünfte zur Verfügung stehen. Eines dieser Gebäude ist das ehemalige Gerichtsgebäude, das nach der Restaurierung in Zukunft als Bürofläche angemietet werden kann. Ihm angeschlossen ist das ehemalige Gefängnis, welches vom Heimat- und Burgverein Neufelden zu einem Heimatmuseum umgestaltet wurde, und ebenfalls besichtigt werden kann. Das Heimathaus ist von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr geöffnet. Geführte Rundgänge finden um 10:00 Uhr und um 14:00 Uhr statt und dauern jeweils circa 60 - 90 Minuten.

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Neuhofen - Geführter Ortsrundgang

Die Geschichte der Gemeinde Neuhofen/Krems reicht weit zurück. Römersteinfunde bezeugen eine frühe Besiedlung. 888 wurde das damalige Gebiet von Neuhofen mit dem Jagdhof „Nevanhova“ und den drei Königshuben Oberhub, Mitterhub und Niederhub dem Stift Kremsmünster geschenkt. Am Tag des Denkmals begeben wir uns gemeinsam auf die Spuren unserer Vorfahren und der Geschichte unseres Orts. Welche Personen und Ereignisse haben unseren Ort mit Taten und Zeichen geprägt? Wir erkunden bei einem geführten Rundweg unsere Denkmale, private Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen und die damit verbundene Geschichte. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der Vergangenheit. Erwecken Sie die alte Brotbackkultur zum Leben. Entdecken Sie das alte Uhrwerk aus dem 16. Jahrhundert im Schloss Gschwendt. Lassen Sie sich beeindrucken von einem Keller voll mit Stalaktiten in der Mitterhub. Erfahren Sie die Gemeinsamkeiten von Klimaschutz und Denkmalschutz. Genießen Sie den Schwenk in die alte Zeit bei einem gemütlichen Ausklang in der historischen Obermühle mit seinem alten Mühlwerk und der Wehranlage. Untermalt wird der Tag mit vielen kleinen und großen Dingen, die unser kulturelles Leben so besonders machen: Geselligkeit, Geschichte, Musik, Kulinarik, Kinderprogramm (unter anderem Märchen Vorlesestunde) und vieles mehr. Begeben wir uns gemeinsam auf die Spuren unserer Vergangenheit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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Obernberg am Inn - Burg Obernberg am Inn

Der prächtige Marktplatz in Obernberg zeugt von der Bedeutung des Orts, der bis 1782 dem Bistum Passau unterstand. Handel und Schifffahrt führten hier zu materiellem Wohlstand, der viele kulturelle Schätze entstehen ließ.

Der historische Rundgang beginnt am barocken Marktplatz mit den Stuckfassaden der Künstlerfamilie Modler und führt über mehrere Zwischenstationen ins Burggelände. Hier werden im KUNSTHAUS die verschiedenen Aspekte dieser bedeutenden Anlage erläutert: von der mittelalterlichen Burg bis zur aktuellen kulturellen Nutzung. Das KUNSTHAUS beherbergt heute den größten Ausstellungsraum für aktuelle Bildende Kunst in der Region. Am Burggelände befindet sich zudem eine Falknerei.

In Verbindung mit dem neu eröffneten Aussichtsturm, der Gastronomie und den teils historischen Gartenanlagen entstand ein attraktiver touristischer Standort.

Die nachhaltige Nutzung der Anlage nach dem Umbau 2015 bietet heute vielfältige Naherholungsmöglichkeiten. Die Wärmeversorgung ist durch den Anschluss an das Geothermienetz der Obernberger Fernwärme umweltschonend; am neuen Aussichtsturm wurden Photovoltaikflächen installiert. Anhand der guten historischen Bausubstanz lässt sich auch viel über „intelligentes Bauen" früherer Epochen lernen.

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Pram - Furthmühle

Beim Werkltag in der Furtmühle dreht sich wirklich alles: es gibt Vorführungen in der Mühle, im Venezianer-Sägewerk und im Motoren- und Dampferhaus, auch die Mostpressen können besichtigt werden. Infos dazu sind bei den Museumsstationen zu finden. Angeboten werden auch Führungen mit unseren Audioguides.

Probieren Sie das Zeltenbacken für Groß und Klein - auch Selberbacken am offenen Feuer ist möglich. Den Mühlbach erleben wir bei der Wanderung zum Fischaufstieg und zu den Biberspuren. Es gibt die Holzwerkstatt für Kinder als Erlebnisbereich im Sägewerk. Spannend ist das Krebsefischen im Mühlbach. Der Streichelzoo findet schon bei den Kleinsten Anklang.

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Reichersberg am Inn - Augustiner-Chorherrenstift Stiftsmeierhof

Der historische Stiftsmeierhof am Ortsrand von Reichersberg soll in Zukunft saniert und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Als Grundlage für zukünftige Sanierungsarbeiten wird der barocke Mittelrisalit auf der Hofinnenseite im Rahmen von zwei Diplomprojekten an der Akademie der Bildenden Künste in Wien wissenschaftlich bearbeitet. Die Diplomant*innen Kerstin Fischbacher und Andreas Rieder, haben unter der Betreuung von Dipl. Kons.in/Rest.in Heike Winkelbauer, Mag. art. Josef Voithofer und in Kooperation mit der Abt. OÖ. des Bundesdenkmalamts (BDA) ein stimmiges Konzept für die Konservierung/Restaurierung einer Musterfläche der Fassade erstellt. Dabei wurde die vorhandene Substanz des Fassadenputzes und der Fenster materialtechnologisch untersucht und die angewandten Bauweisen eingehend analysiert. Anhand der Ergebnisse fiel die Entscheidung darauf, das älteste bekannte und somit barocke Erscheinungsbild der Fassade detailgetreu zu rekonstruieren. Für die Rekonstruktion der Wandoberfläche und des Anstrichs der Fenster wurde auf traditionelle Materialien zurückgegriffen – Kalkputz und Kalkanstrich für die Wand bzw. Nadelholz und Leinölanstrich für die Fenster. Diese haben sich im Laufe der Zeit als nachhaltige und ökologisch unbedenkliche Baustoffe erwiesen und gewährleisten ein historisch authentisches Fassadenbild. Im Gegensatz zu weitläufig verwendeten, kunststoffbasierten Bindemitteln im Außenraum wird bei der Abwitterung von Kalk- und Ölanstrichen kein Mikroplastik in die Umwelt entlassen. Durch ihre Wiederbearbeitbarkeit und Pflegbarkeit der Materialien (z.B. regelmäßiges Nachölen des Leinölanstrichs) ist eine längere Lebensdauer der rekonstruierten Bauteile und damit eine Schonung von Ressourcen gegeben. Damit ist auch der unmittelbare Bezug zum heurigen Jahresmotto beim Tag des Denkmals hergestellt, wo die Korrelation zwischen Denkmalschutz und Klimaschutz in den Vordergrund besonders im Fokus steht.

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Ried im Innskreis - Zur Giesserei: Haus der Nachhaltigkeit

Mit der Renovierung der GIESSEREI in den Jahren 2020 und 2021 erfolgte die Transformation vom Abbruchhaus zum modernen Geschäftshaus durch die Erhaltung der historischen Bausubstanz in Verbindung mit zeitgemäßer Architektur. Das Haus entstand im 15. Jahrhundert und wurde im 16. und 17. Jahrhundert als Zinngießerei, als Gastwirtschaft, vor allem im Zusammenhang mit dem Salzhandel, später auch als Werkzeughandlung und zuletzt als Bekleidungsgeschäft genutzt. Trotz der Attestierung der Abbruchreife hat sich die TRAFOS eGen als Eigentümerin dazu entschlossen, das Gebäude zu restaurieren. Das historische Dachgebälk wurde erhalten und die Holztramdecken durch Herstellung einer Holz-Verbund-Tramdecke statisch aktiviert. Im Dach wurden 60 Kubikmeter Schafwolle als Dämmung eingebaut. Die Kastenfenster wurden händisch unter Verwendung von Leinölfarben restauriert. Viel Holz, darunter sägeraue Blockstufen aus heimischem Eschenholz, Glas und Stahl ergaben eine schöne Verbindung des historischen Ambiente mit zeitgemäßen Vorstellungen. Die Restaurierung dieses einzigartigen Baujuwels findet in der Fachwelt ebenso große Anerkennung wie bei Nutzer:innen und Besucher:innen. Der Geist und die Schönheit wurde, soweit es möglich war, belassen und mit modernen, formschönen und funktionellen Materialien ergänzt. Der Dank dafür gebührt den rund 70 Vereinsmitgliedern und Genossenschaftern, die tausende Arbeitsstunden kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Heute wird das Objekt für Geschäfte, ein Café-Restaurant, eine Kunsthandwerkstätte, einen Veranstaltungsbereich, eine Kaffeerösterei, einen Marktplatz und Co-Working-Bereiche genutzt. Durch das gute Heizungs- und Lüftungskonzept und die Erhaltung der Bausubstanz ist der ökologische Fußabdruck äußerst gering.

Dies ist eine Sonderveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Amt der oberösterreichischen Landesregierung. Details folgen.

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Rohrbach - Villa Sinnenreich

Der Lederfabrikant Kommerzialrat Wilhelm Poeschl hat 1922/24 seine Villa in Rohrbach gebaut und dazu einen Park angelegt. In diesen Jahren wurde die Ortschaft Langhalsen für die Anlegung des Stausees bei Neufelden - zur Stromgewinnung im Kraftwerk Partenstein - demoliert. Den Brunnen aus Langhalsen hat Wilhelm Poeschl erworben und in seinem Park wieder aufgestellt.

Die Poeschl-Villa wurde 1995 von der Stadtgemeinde Rohrbach übernommen, wodurch dieser Bereich für die Allgemeinheit zugänglich wurde. So besteht der schöne alte Brunnen aus 1796 bis heute weiter in dem Erholungspark.

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Schärding - Stadtmuseum

Im 1905 gegründeten Heimathaus Schärding können Besucher:innen interessante Exponate aus der Vergangenheit Schärdings bestaunen und erhalten hautnah einen Überblick über die Entwicklung der Stadt und ihrer Umgebung.

Über eine Außentreppe erreicht man die Ausstellungsräume im ersten Stock des Heimathauses Schärding. Die neun Räume im Heimathaus Schärding präsentieren Ausstellungsstücke aus unterschiedlichen Epochen, von der Jungsteinzeit bis in die Gegenwart. Prähistorische Ausgrabungsfunde zeugen von der frühen Siedlungsgeschichte, aber auch die Mühlen und die Innschifffahrt sind Themen der Ausstellung. Weiters werden im Heimathaus Schärding verschiedenen Handwerkszünften, dem Volkstum mit seinem Aberglauben und Glauben und den Einrichtungsgegenständen in Bürgerstuben Platz gewidmet. Meisterwerke aus der gotischen und barocken Schnitzkunst stellen den Schwerpunkt der Ausstellung dar. Über eine steile Treppe gelangen die Besucher:innen in den zweiten Stock, in dem Exponate über die militärische und kriegerische Geschichte von Schärding Einzug gehalten haben. Ein absolutes Highlight ist der 3D-Rundgang, damit Sie unser Stadtmuseum auch von zu Hause aus besuchen können.

Wir haben vom 1. Mai bis 31. Oktober jeweils am Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr, sowie zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr für Sie geöffnet.

Führungen finden nur nach Voranmeldung statt.

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Scharnstein - Zülowhaus

Ausgangspunkt für den Vortrag ist die Wandmalerei von Franz Zülow aus dem Jahr 1942. In dieser wird die Landschaft und die kleinteilige Bearbeitung von Wiesen und Wäldern dargestellt. Der Landwirt und Chemiker Florian Kogseder spricht über die Auswirkung von Grünlandbewirtschaftung auf das Klima.

Der Vortrag findet am Tag des Denkmals um 14:00 Uhr im Innenhof des Zülow-Hauses in Sternberg statt.

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Schörfling am Attersee - Agermühlenweg

Wir wandern entlang der Ager vom Attersee bis zur Wengermühle/Lenzing und retour.

Dabei kommen wir an ehemaligen Mühlen und Sägewerken vorbei und erfahren einiges über die Flößerei. Wir besichtigen eine Kraftwerksanlage mit Schaufelrad und den Agermühlenweg-Pavillon mit der Darstellung einer alten „Augsburger"-Säge. Entlang des Wegs sehen wir auch Skulpturen aus Schwemmholz.

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St. Florian - Augustiner Chorherren Stift

Der Kustos des Stifts sowie seine Mitarbeiter:innen geben Einblick in die tägliche museale Arbeit des Stifts.

In Zusammenarbeit mit einer Restauratorin von „Restauratoren ohne Grenzen" wird es möglich sein auf Besonderheiten der Papierrestaurierung einzugehen. Besucher:innen können ihre eigenen Objekte mitbringen, begutachten lassen und eventuelle Restaurierungsschritte besprechen.

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St. Oswald - Kirchenhäuslmuseum

Die Veranstaltung widmet sich dem alten Kräuterwissen zur Zeit des „Bürgerspitals" und der Anwendung von Heilkräutern in dieser Zeit.

Damals schon bekannte Heilpflanzen werden in Wort und Bild im Portrait vorgestellt: Beifuß, Beinwell, Holunder, Odermennig, Wegwarte, Wegerich, Brennnessel und Lein als Heil- und Faserpflanze. Heilmittel von damals werden zu Heilmitteln von heute. Kräuterwissen neu zu entdecken heißt mit offenen Augen durch die Natur zu wandern, Informationen nicht nur digital, sondern bei ausgebildeten Kräuterpädagoginnen einzuholen und in Bestimmungsbüchern nachzusehen. Entscheidend ist es letztlich, sich eine genaue Kenntnis über zum Beispiel essbare Wildkräuter anzueignen, um Verwechslungen mit Giftpflanzen auszuschließen.

Am Tag des Denkmals können Interessierte im Pfarrheim St. Oswald bei den Kräuterfrauen unter der Leitung von Frau Elisabeth Winder die Nachhaltigkeit des neuen Kräuterwissens entdecken.

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Steyr - Jüdischer Friedhof

141 Grabsteine zeugen von der kleinen jüdischen Gemeinde in Steyr. 1874 wurde der Friedhof feierlich eröffnet. 1945 sollte der Friedhof zerstört werden, doch das Kriegsende verhinderte es.

Denkmale erinnern an die 100 Opfer des Todesmarsches ungarischer Juden 1945 und an 85 Steyrer Opfer des Holocaust. Darunter sind auch die Eltern und Geschwister des Malermeisters Friedrich Uprimny zu finden.

Das letzte Begräbnis fand 1992 statt.

Männliche Besucher werden nach jüdischem Brauch ersucht eine Kopfbedeckung zu tragen.

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Steyr - Schloss Lamberg

Erfahren Sie in einer Führung die mehr als 1000 Jahre zurückreichende Geschichte vom weithin sichtbaren Schloss Lamberg. Lüften Sie Geheimnisse rund um die oberhalb der Mündung der Steyr in die Enns gelegene und mächtige barocke Schlossanlage.

Das malerisch über der Stadt Steyr gelegene Schloss Lamberg blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die ehemalige dreieckige Burganlage aus dem Mittelalter wurde nach einem Brand im 18. Jahrhundert umgebaut und erstrahlt heute im barocken Kleid. Im malerischen Schlosshof befindet sich ein barocker Brunnen, aus dessen Mitte die Plastik eines Hundes ragt. Er ist das Wappentier der Lambergs, in deren Familienbesitz sich das Schloss vom 17. bis ins 20. Jahrhundert befand und die auch Namensgeber des Schlosses waren.

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Steyr - Stollen der Erinnerung

Eingebettet in einen ehemaligen Luftschutzbunker thematisiert der „Stollen der Erinnerung“ die Geschichte Steyrs zur Zeit des Nationalsozialismus.

Der Weg durch die Ausstellung beginnt bei den Krisen der 1930er-Jahre, dem „Anschluss“ 1938 und dem Ausbau der Steyr-Daimler-Puch AG zu einem der größten Rüstungsproduzenten. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte des KZ Steyr-Münichholz und das Schicksal von tausenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Berichte geben Einblicke in deren Alltag, der durch das rassistisch geprägte Verhältnis mit der Bevölkerung definiert war. Prominent erörtert werden zudem der Widerstand und der Umgang mit der NS-Vergangenheit. Hinweise: Die Temperatur im Stollen beträgt acht bis zwölf Grad Celsius. Warme Kleidung wird empfohlen.

Der Besuch ist ab einem Alter von 14 Jahren möglich.

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Steyr - Wehrgraben

Das Team der Altstadterhaltung führt in einem Rundgang durch die schützenswerte Bausubstanz des Steyrer Wehrgrabens. Im 19. Jahrhundert verändert sich das Bild des Stadtteils Wehrgraben grundlegend. Die Österreichische Waffenfabriks-Gesellschaft (ÖWG) des Industrie-Pioniers Josef Werndl löst einen Bauboom aus. Neben neuen Fabriksbauten werden Arbeiterwohnhäuser unter anderem im Eysnfeld errichtet. 2019 wurden zahlreiche dieser historischen Bauten unter Denkmalschutz gestellt. Das ehemalige Objekt X, heute ein Heim für Studierende, ist genauso wie die gegenüberliegende Schaftfabrik und das Dampfkraftwerk eine ehemalige Fabrik. Dort, wo sich heute das Studentenheim Blumauergasse 26 befindet, war früher die sogenannte „Gsangmühle“, die bereits 1370 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 1890 wurde sie abgebrochen, an ihrer Stelle entstand ein Fabrikkomplex, in dem unter anderem das berühmte Steyrer Waffenrad produziert wurde. Erst im vergangenen Jahr ist das Gebäude saniert und umfunktioniert worden. Der denkmalgerecht restaurierte Baubestand zeigt die für Steyrer Industriebauten zeittypische Bauweise, wie langgezogene offene Hallen oder segmentbogenförmige Fenster- und Türöffnungen, hervorgehoben durch Faschen mit Keilstein im Sturzbereich. Die Fassaden vieler Bauten hat man nur geringfügig verändert. So sind beim Studentenheim nach wie vor zahlreiche historische Fenster erhalten. Vor 50 Jahren wollte man den Wehrgraben-Kanal zuschütten, um Wohnbauten und Parkplätze zu errichten. Damit wäre der jahrhundertelangen Geschichte des Stadtteils ein Ende gesetzt worden. Doch dank des Widerstands engagierter Bürger:innen konnte der Wehrgraben mit seinem unverwechselbaren Erscheinungsbild gerettet werden.

Zeitgemäße Nutzungskonzepte, nachhaltige Revitalisierungen und Adaptierungen historischer Bestandbauten sichern langfristig das baukulturelle Erbe und sind der beste Weg, einschlägigen Veränderungen vorzubeugen und Denkmale in die Zukunft zu tragen.

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Wolfern - Schloss Losensteinleiten

Das ehemalige Wasserschloss Losensteinleithen ist eine große hufeisenförmige Anlage, die einen lang gestreckten Hof umschließt. Errichtet wurde es ab 1650, Veränderungen erfolgten im 18. Jahrhundert.

Das Schloss wurde zuletzt als Pflegeheim genutzt, nun sollen 17 Mietwohnungen und Nebenflächen entstehen. Unter dem Gesichtspunkt der Substanzerhaltung und moderner Energietechnik ist es der erklärte Wunsch der Projektbetreiber, eine ausgeglichene Energiebilanz im Sinne einer Betriebskostenverminderung zu erreichen. Bei den Spezialführungen wird auf diese Thematik besonders eingegangen. Auch der zuständige Gebietsreferent des Bundesdenkmalamts, Landeskonservatorat für Oberösterreich, ist vor Ort anwesend und kann Auskünfte zu den denkmalpflegerischen Aspekten erteilen.

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Salzburg

Großgmain - Salzburger Freilichtmuseum

Im Salzburger Freilichtmuseum begegnen die Besucher:innen Zeugnissen der Vergangenheit mit sowohl historischer als auch volkskundlich-gesellschaftlicher Bedeutung.

Am diesjährigen Tag des Denkmals unter dem Schwerpunkt „Denkmal voraus – Denkmalschutz = Klimaschutz“ wird der Nachhaltigkeitsaspekt von Denkmalen besonders hervorgehoben. Das kann das Freilichtmuseum mit seinen Objekten anschaulich vermitteln. Denn Häuser, die sich selbst recyceln, wo gibt’s denn so etwas?

Die Baumaterialen für die Museumshäuser wie Holz, Natursteine, Sand oder Kalk wurden aus der unmittelbaren Umgebung gewonnen. Diese würden sich wieder in die Natur einfügen, wenn das Haus ungenutzt wäre: die Häuser recyceln sich somit quasi selbstständig. Einzig die Metallscharniere von den Fenstern und Türen blieben länger bestehen.

Der Transport der Baumaterialien ohne motorisierte Fahrzeuge war eine sehr aufwändige Sache. Daher war man trotz obrigkeitsstaatlicher Vorgaben gezwungen, nachhaltig zu agieren. Statt den zwingend vorgeschriebenen Mauerbau zur Eindämmung der Feuersgefahr umzusetzen, blieb Holz für die Bauern ein gewohntes Baumaterial, von dem sie bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts kaum abwichen. Verfügbarkeit, Kosten und Transportwege bewirkten nachhaltiges, ressourcenschonendes Verhalten, ohne dieses so zu benennen.

Die Ökobilanz der historischen Gebäude ist beachtlich.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Hallein - Keltenmuseum Hallein

Im Keltenmuseum Hallein dreht sich im September alles um das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Führungen, Vorträge und Workshops vermitteln einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und geben einen Einblick in die Nutzung von Rohstoffen in der Vergangenheit und Gegenwart. Am Tag des Denkmals widmen wir uns dem Thema Holz. Holz war über Jahrhunderte eine begehrte Ressource. Schon die Kelten auf dem Dürrnberg nutzen Holz unter anderem für den Hausbau und das Auskleiden der Stollen. In erzbischöflicher Zeit nahm der Holzverbrauch erheblich zu. Für die Salzproduktion verheizte man Unmengen des wertvollen Rohstoffs. Die Rodung der Wälder entlang der Salzach verwüstete ganze Landstriche und brachte erhebliche Probleme mit sich. Die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Recycling“ sind heute so aktuell wie nie zuvor. Bei einem interessanten Rundgang verfolgen wir die Geschichte des Rohstoffs Holz durch die Zeiten. Ein Workshop für Kinder und Familien zeigt auf, dass man auch aus Müll noch Nützliches machen kann.

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Kuchl - Museum Kuchl

Die Jahrtausende alte Besiedelungsgeschichte des Georgenbergs steht im Mittelpunkt des Museumsprojektes „Archäologie Georgenberg“. Die im Zuge dieses Projektes gewonnen Erkenntnisse und geborgenen Objekte bilden den Schwerpunkt der archäologischen Führung um 11:00 Uhr, die bei Schönwetter auf dem Georgenberg, bei Schlechtwetter im Museum Kuchl stattfinden wird. Darüber hinaus findet am Nachmittag eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Erinnern Sie sich?“ im Museum Kuchl statt. Eine Führung in der nur am Tag des Denkmals geöffneten Kirche Sankt Georg auf dem Georgenberg am späteren Nachmittag rundet das Angebot ab.

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Leogang - Bergbau- und Gotikmuseum

Für uns im Bergbau- und Gotikmuseum Leogang ist der Nachhaltigkeitsgedanke kein Trend - wir praktizieren einen schonenden Umgang mit der Natur und den Ressourcen seit jeher und aus Überzeugung. In diesem Sinn wurde unser Museumsgebäude, ein mittelalterlicher Wohn- und Wehrturm aus dem 12. Jahrhundert, vor wenigen Jahren einer umfangreichen, denkmalgerechten Sanierung unterzogen.

Wir haben für den Bau nur wenige und regionale Materialien verwendet: 50-jährigen Kalk aus unseren Kalkbergen, unbehandeltes Pinzgauer Fichtenholz, Adneter Marmor sowie ein Kupferdach. In Verbindung mit den dicken Außenmauern und den Kastenfenstern hat man ein über das ganze Jahr gleichbleibendes Klima geschaffen. Somit erfüllen wir auch aus museologischer Sicht internationale Standards - und das ohne Klimaanlage. Für den Bau wurden ausschließlich Handwerker und Handwerksbetriebe aus der Region beauftragt.

Hinter den historischen Mauern verbirgt sich eines der bedeutendsten privaten Kunstmuseen Europas. Zum 30-jährigen Jubiläum des Bergbau- und Gotikmuseums Leogang wird die Kitzbüheler Privatsammlung Vogl-Reitter mit insgesamt 60 Tafelbildern, Skulpturen, Reliefs und Möbeln aus der Zeit der Gotik präsentiert. Die Sammlung wird mit hochkarätigen Leihobjekten des Belvedere Wien, des Christlichen Museums Esztergom sowie dem Diözesanmuseum Bamberg ergänzt.

Mit der Bewahrung, Rückholung und Zusammenführung von Salzburger Kulturgütern werden die erarbeiteten Spezialgebiete der letzten Jahrzehnte in einer Ausstellung sichtbar.

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Lessach - Karnerhof

„Baue nicht malerisch. Überlasse solche Wirkungen den Mauern, den Bergen und der Sonne."

Im Sinne des Zitats nach Adolf Loos war unser Motto bei der Sanierung des Lungauer Karnergutes: „Weniger ist Mehr". Es war unsere Absicht, mit einfachen Mitteln und dem Verständnis für die Vorteile natürlicher Baustoffe eine moderne Wohnqualität im originalen Bauernhaus Karnergut zu erschaffen. Mit Lehm, Mondholz, Holzfaser und Kalkmörtel wurden eine moderne Küche, ein Badezimmer mit Fußbodenheizung und Kachelöfen eingebaut. Die Originalfenster und Türen wurden saniert.

Das Ergebnis ist ein wunderbares altes Lungauer Bauernhaus mit moderner Wohnqualität. In einem nächsten Schritt wird der kleine Stadel saniert. Das alte Karnergut soll ein moderner Co-working und Co-living Platz werden, an dem bis zu 20 kulturinteressierte Menschen leben können.

Wir wünschen uns, dass der Hof viel positive Energie ausstrahlt, ein Vorzeigeobjekt im Alpenraum wird und noch weitere 500 Jahre bestehen bleibt.

Der Sonnenplatz am Adlerhorst am Eingang des Lessachtals ist sicher einen Besuch wert.

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Mattsee - Strandbad

Das 1928 errichtete Strandbad wurde im Laufe der vergangenen 90 Jahre nur oberflächlich in Stand gehalten und nach jeder Veränderung im Nutzerverhalten mehr schlecht als recht adaptiert. Dabei sind aus Sorglosigkeit und mangelnder Wertschätzung der architektonischen Qualität des 1927 vom Architekten Ingenieur Franz Mörth entworfenen Holzbaus einige Fehlentscheidungen getroffen worden. Die letzte Sanierung sollte diese korrigieren, um den Bau in seiner Klarheit und zeitlosen Modernität wieder wirken zu lassen.

Es erwies sich für Bauleiter und Professionisten herausfordernd und spannend zugleich, dass immer wieder „neue“ Konstruktions- und Ausführungsdetails auftauchten, die mit den aktuellen material-handwerklichen Standards in Einklang zu bringen waren. Darüber hinaus mussten auch Produzenten bereit sein, Produkte in schon längst nicht mehr gebräuchlichen Formaten herzustellen.

Die überraschende Entdeckung des Restaurators hinsichtlich der Farbgebung wird die Wahrnehmung des Gebäudes nach der Wiederherstellung am meisten verändern. Diese Maßnahme rechtfertigt sich doppelt, da dadurch die Geschichte des Baus quasi anschaulich erzählt wird.

Bauaufnahme, Planung und in Folge die Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt starteten im Mai 2018. Baubeginn der ausschließlich außerhalb der Badesaison stattfindenden Bauarbeiten war im März 2020. Diese erzwungene Entschleunigung bedeutete jedoch keine Einschränkung, sondern die Chance immer wieder nach- und umdenken beziehungswiese neu planen zu können. Die etappenweise Umsetzung wurde zum Glücksfall.

Der positive Eindruck bei der Ankunft, das angenehme Gefühl im Garderobentrakt, die Geborgenheit zwischen den Gebäudeflügeln und besonders die Ansicht quer über den See (vor allem bei Windstille im Morgenlicht) bestätigen eindrucksvoll, dass alle Beteiligten ihr Bestes gegeben haben.

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Mauterndorf - Burg Mauterndorf

Am Tag des Denkmals findet eine außertourliche Führung in den über 700 Jahre alten Wehrturm und der restaurierten Burgkapelle statt. Begleitend dazu dürfen sich die Besucher:innen an einem mittelalterlichem Konzert erfreuen.

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Mittersill - Felberturmmuseum

Der Felberturm wurde um 1150 erbaut und gilt als das älteste profane Gebäude des Oberpinzgaus.

Am Tag des Denkmals widmen wir uns der spannenden Geschichte des denkmalgeschützten Turms und geben Einblicke in die 2021 abgeschlossenen Sanierungs- und Umbauarbeiten. Die Besucher:innen erfahren während der Führungen Näheres über die Planung, Ausrichtung, nachhaltige Umsetzung und Nutzung des Gebäudes. Kinder können die Turmgeschichte anhand einer Rätselrallye entdecken und in der Bastelecke ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

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Ramingstein - Burg Finstergrün

Die Geschichte von Burg Finstergrün ist geprägt vom „Blick voraus". Gebaut als Grenzburg war nach dem Wegfall der zu bewachenden Grenze der Niedergang eigentlich vorprogrammiert, doch Burg Finstergrün erhielt als gräfliche Wohnburg neues Aussehen und neue Bedeutung. Nachdem sich Familie Szapary von Finstergrün trennen musste, erlebten die alten Mauern als Kinder- und Jugendburg der Evangelischen Kirche neuen Aufschwung.

Burg Finstergrün bleibt eine Burg der Visionen - diese sind bis heute nicht ausgeträumt. Optimistisch blicken wir in die Zukunft und hoffen, dass auch die nächsten Generationen Achtsamkeit in Bezug auf Ressourcen und neue Ideen in der Energiegewinnung verwirklichen werden. Heute haben wir den Grundstein dafür gelegt.

Die Geschichte der Burg gibt Hoffnung und Mut zum Blick VORAUS.

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Salzburg - Amalie-Redlich-Turm

1892 wurde der Amalie-Redlich-Turm als Eislager, Wasserreservoir und Aussichtsturm erbaut. Als der Kühlschrank aufkam, wurde das Gebäude für diese Zwecke nicht mehr benötigt und einer anderen Nutzung zugeführt.

Heute gehört es zum Museum der Moderne Salzburg. Dort, wo einst der Wasserbehälter hing, befindet sich jetzt eine Artist-in-Residence Wohnung für Künstler:innen. Der Kühlbereich wurde zu einem Atelier für Kinder umgebaut.

Die Führung gibt Einblick in diese neu adaptierten Räumlichkeiten. Turmrotunde und Dachterrasse können individuell besucht werden und bieten einen beeindruckenden Panoramablick auf die Stadt und ihre Umgebung.

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Salzburg - Kajetanerkirche

Die Salzburger Kajetanerkirche gehört zu den bedeutendsten barocken Kirchen des Landes.

Ab 1685 wurden Kirche und Kloster nach Entwürfen des Schweizer Architekten Giovanni Gaspare Zuccalli errichtet. Die Fertigstellung zog sich über viele Jahrzehnte. 1712 schuf Paul Troger, der später zu einem der bedeutendsten Künstler des österreichischen Barocks werden sollte, hier sein allererstes monumentales Kuppelfresko.

Nach Jahrhunderten bewegter Geschichte übernahm 1923 der Orden der Barmherzigen Brüder den Komplex und betreibt hier seitdem ein Krankenhaus. Rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum der Tätigkeit der Barmherzigen Brüder in Salzburg soll die umfassende Restaurierung dieses barocken Gesamtkunstwerks abgeschlossen sein.

Am Tag des Denkmals haben Sie die Gelegenheit, einen Blick in die Kajetanerkirche zu werfen und spannende Informationen über ihre Restaurierung zu erhalten. Die Austria Guides Salzburg erzählen Ihnen bei Führungen interessante Details der Baugeschichte und begleiten Sie in die kunstvollen Nebenräume der Kajetanerkirche und zur Heiligen Stiege.

Bitte melden Sie sich für eine Teilnahme an den Führungen per E-Mail an.

Gerne stehen Ihnen vor Ort Mitarbeiter:innen des Bundesdenkmalamts für Fragen zum Tag des Denkmals und allgemeine Fragen zur Denkmalpflege zur Verfügung. Die Barmherzigen Brüder freuen sich über große und kleine Spenden für die Gesamtrestaurierung. Mehr Informationen zum laufenden Spendenprojekt finden Sie unter: https://mein-gotteshaus.at/.

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Salzburg - Kirche Sankt Sebastian: Dachwerk

Die Sebastianskirche in der Linzergasse erhielt ihre heutige Form nach dem Stadtbrand von 1818. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde um 1500 von der Sebastiansbruderschaft als Bruderhauskirche errichtet. Teile dieses spätgotischen Vorgängerbaus finden sich noch im Bestand. Die Kirche wurde Mitte des 17. Jahrhunderts im Stil des Barocks umgestaltet und nach dem Stadtbrand in vereinfachter Form wiederhergestellt. In den Wirren des 2. Weltkriegs wurde die Kupferdeckung des Dachs entfernt und für Kriegszwecke genutzt. Als Ersatz wurde der Kirchenbau mit grün beschichteten Blechbahnen gedeckt. Nach 75 Jahren erreichte das Dach das Ende seiner Lebensdauer. Daher entschied sich die Stadt Salzburg als Eigentümerin der Kirche den Kirchenbau erneut mit Kupfer zu decken. Im Vorfeld dieser Maßnahmen wurde das Gebäude bauhistorisch untersucht. Die Untersuchungen ergaben umfangreiche Schäden am Dachwerk aus dem Jahr 1818. Im Rahmen der Führungen wird die Geschichte der Kirche und des angrenzenden Friedhofs mit der Gabrielskapelle erläutert. Die Besucher:innen haben die einmalige Möglichkeit den historischen Dachstuhl zu besichtigen. Hierbei wird die umfangreiche und nachhaltige statische Sanierung des Dachwerks geschildert.

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Salzburg - Landeskrankenhaus: Sankt Johannes Spitalskirche

Die Spitalskirche Sankt Johannes am Gelände der Salzburger Landeskliniken im Stadtteil Mülln ist eine der bedeutendsten Salzburger Barockkirchen. Sie wurde unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun-Hohenstein nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach in den Jahren zwischen 1699 und 1704 errichtet. Die Stuckausstattung des Kirchenraums zählt zu den bedeutendsten ihrer Art und wurde im Jahr 2021/2022 umfassend restauriert. Im Rahmen der Restaurierung wurden außerdem das Heizsystem erneuert und der Kirchenraum thermisch optimiert. Ziel dieser Maßnahmen war es einerseits ein angenehmes Raumklima für die Besucher:innen der Krankenhauskirche zu schaffen, anderseits die Nachhaltigkeit der Restaurierung zu gewährleisten.

Mittels der Einbringung von Flächenheizungen im Boden- und Gewölbebereich sowie einer kontrollierten Zu- und Abluft sollte verhindert werden, dass es zu Kondensatanfall und unkontrollierten Luftbewegungen im Kirchenraum kommt, die wiederum zur Verschmutzung der frisch restaurierten Raumschale beitragen. Die in Österreich erstmals zur Ausführung gebrachte Gewölbeheizung gewährt eine signifikante Verlängerung der Restaurierungszyklen. Im Zuge der Führungen wird die Restaurierung der Raumschale präsentiert und das erneuerte Heizsystem erläutert. Die Besucher:innen erhalten dabei unter anderem Einblicke in das Handwerk der Stuckrestauratoren und haben die einmalige Möglichkeit, das Dachwerk der Kirche zu erleben. Gemeinsam mit Pfarrer Jean Bosco wird der neue Altar, der das spirituelle Zentrum der Krankenhauskirche bildet, vorgestellt.

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Salzburg - Palais Faber/Hotel Hyperion: Vestibül

An der heutigen Franz-Josef-Straße befanden sich bis ins 19. Jahrhundert die Basteianlagen der Paris Lodronschen Stadtbefestigung. Mit der Aufhebung der Festungsbeschränkungen durch Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1860 wurde der Weg für eine umfangreiche Erweiterung der Stadt Salzburg in diesem Bereich frei.

Die Liegenschaften längs der heutigen Rainerstraße wurden von Moritz Faber erworben und nach Plänen des Wiener Architekten und k.u.k. Hofbaumeisters Franz Sonnleitner gemeinsam mit Valentino Ceconi bebaut. Nach Wiener Vorbild wurden zwei Zinspaläste im Stil der Neorenaissance errichtet. Während die Erdgeschosszone mit Lokalen und Geschäften bespielt wurde, dienten die Obergeschosse Wohnzwecken. Über das mächtige Hauptportal gelangte man in das prächtige mit Säulen und Stuck geschmückte Vestibül.

In den Wirren des Zweiten Weltkriegs wurden Teile des Gebäudes durch einen Bombenschaden zerstört. Das Vestibül wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Krieg wurde im Hof das sogenannte Mirabellkino errichtet. Das Vestibül wurde im Stil der 1950er-Jahre umgestaltet. Die Reste der historischen Ausstattung verschwanden hinter Vorsatzschalen und wurden vergessen.

Im Vorfeld der jüngst abgeschlossenen Umnutzung des Gebäudes zu einem Hotel wurden die Fragmente der historistischen Ausstattung des Vestibüls wiederentdeckt und freigelegt. Die fehlenden Teile wurden entsprechend der historischen Vorbilder in Technik und Materialität ergänzt, um so wieder ein geschlossenes Erscheinungsbild herzustellen. Das historische Eichenportal mit seiner Stuckrahmung wurde entsprechend historischer Fotoaufnahmen fachgerecht rekonstruiert.

Im Zuge der Führung wird die Genese dieses einzigartigen Prozesses aus Sicht der Altstadterhaltung, des planenden Architekten sowie des ausführenden Restaurators geschildert.

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Salzburg - Pfarrhof Sankt Andrä

Der Pfarrhof Sankt Andrä wurde im Jahr 1900 in der Salzburger Neustadt im Andrä-Viertel nach den Plänen von Architekten Josef Wessicken durch Jakob Ceconi errichtet und stellt in mehrfacher Hinsicht eine Besonderheit dar.

Neben der Kirche bildet er heute nach Abriss des Schrannengebäudes das einzige freistehende Bauwerk, gleichsam eine Insel, innerhalb der umgebenden, meist ebenfalls gründerzeitlichen Blockrand-Bebauung. Auch und vor allem mit seiner durchaus kräftigen und „autonomen" Farbgebung tanzt er dabei aus der Reihe. Mit seinen renaissancezeitlichen und spätgotisch nachklingenden Stilformen spielt die Fassadengestaltung des Pfarrhofs auf die Architektur toskanischer Palazzi an.

Was im Laufe der Zeit oft unbedacht überformt wurde, sollte im Zuge der umfassenden Sanierung wieder herausgeschält und zur Geltung gebracht werden. Dabei reicht die Palette der Maßnahmen von der Rekonstruktion des originalen Zustandes über dessen Reduktion und Interpretation bis hin zur möglichst sensiblen Integration von gänzlich neuen Elementen.

Abgesehen von den funktionalen und räumlichen Umstrukturierungen musste bei der baulichen Umsetzung auch den Anforderungen an Brandschutz und Barrierefreiheit mit dem damit verbundenen Einbau eines Lifts möglichst substanzschonend entsprochen werden. Für das im Alltag wahrgenommene Erscheinungsbild wesentlich ist die Neugestaltung der stark veränderten und bisher sehr uneinheitlichen Geschäftszone im Erdgeschoss mit ihrer Abfolge von Schaufenster-Portalen und Wandpfeilern, die in dieser Ausprägung für Salzburg ebenfalls eine Besonderheit darstellt.

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Salzburg - Pfarrkirche Mülln: Turmuhrwerk

Es ist ein Zeit-Verkünder und ein Zeit-Zeuge: Das Turmuhrwerk 1799 der Pfarrkirche Mülln zeigt die aktuelle Zeit auf fünf Zifferblättern an und macht die Zeit jede Viertelstunde hörbar - und das seit 223 Jahren.

Es wurde von Johann Bentele senior in der Salzburger Kaigasse gebaut, mit einem Hakengang und zwei Schlossscheiben-Schlagwerken. Um das Jahr 2000 wurde das kostbare Werk restauriert und mit einem Elektroaufzug versehen. Seither wird es mit dem Langwellensender DCF77 der Atomuhr in Mainflingen bei Frankfurt am Main synchronisiert.

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Salzburg - Schloss Hellbrunn: Stroblofen

Nach aufwändigen Renovierungsarbeiten ist der Kachelofen im ehemaligen Speisezimmer des Schlosses in seiner vollen Pracht zu sehen. Der Ofen besteht aus 126 glasierten Keramik-Kachelsteinen in verschiedenen Größen und Formen. Es handelt sich um Lehmhohlziegeln, deren Außenflächen glasiert und in der Majolika-Technik – farbig glasierte Keramik – verziert sind. Die Verzierungen sind in Blau, Weiß, Gelb, Grün und Mangan auf einem typischen weißen Untergrund gehalten. Das zentrale Motiv stellt Venus mit Amor dar. Zudem finden sich auch Elemente mit Bezug zu Markus Sittikus. Damit die Restaurierungen beginnen konnten, wurden Schwingungsmessungen sowie statische Sicherungsmaßnahmen des Bodenaufbaus vorgenommen. Danach reinigten, ergänzten und sicherten die Restauratorinnen und Restauratoren und „Kachel“-Expertinnen und -Experten aus Portugal Ines Feliciano und Tiago Oliveira in rund vier Monaten den Ofen aus dem Jahr 1608.

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Salzburg - Stadtwanderung

Regionalität – besonders auf dem Markt – ist heute ein Schlagwort, dem wieder vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt wird. Doch wurde die tägliche Versorgung bis vor einigen Jahrzehnten beinahe ausschließlich durch regionale Produkte gedeckt.

Wie genau sah die Versorgung mit dem Notwendigen in der Stadt Salzburg im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit aus? Wie und wo hatten die Einwohner Salzburgs die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse zum Beispiel nach Wasser, Fleisch, Brot, Brennholz, aber auch nach Bier, Wein und Geselligkeit zu decken?

Bei einem kleinen Spaziergang durch das historische Salzburg erkunden wir Versorgungsstätten aller Art.

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Salzburg - Stefan-Zweig-Schlössl

Die Geschichte des heute als Stefan-Zweig-Schlössl bezeichneten Ansitzes am Kapuzinerberg reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Während die Kubatur des Schlössls seit Ende des 18. Jahrhunderts bis in das 20. Jahrhundert stets weiterentwickelt und verändert worden ist, wird das heutige äußere Erscheinungsbild des Gebäudes im Wesentlichen von der Zeit des Biedermeier und der ersten Dekade des 20. Jahrhundert geprägt. Das Schlössl erlebte im Laufe der Jahrhunderte eine bewegte Besitzer- und damit verbundene Baugeschichte. Als wohl bedeutendster Bewohner des Ansitzes am Kapuzinerberg kann der Schriftsteller Stefan Zweig hervorgehoben werden. Stefan Zweig lebte und wirkte in den Jahren von 1918 - 1937 am Kapuzinerberg.

Die Bausubstanz wurde in den letzten Monaten eingehend bauhistorisch und restauratorisch untersucht. Im Zuge der Führung werden die Erkenntnisse zur Baugenese sowie zur Nutzungs- und Ausstattungsgeschichte am Objekt erläutert. Sowohl der einst im Stil des Biedermeier ausgestattete Salon als auch die Nutzung des Gartens als Nutz- und Ziergarten sollen dabei in den Mittelpunkt gerückt werden. Das Stefan-Zweig-Schlössl soll in den kommenden Jahren grundlegend saniert und auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Rahmen der Führung werden das Nutzungskonzept sowie der architektonische Ansatz präsentiert.

Nur zu den Führungszeiten geöffnet!

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Salzburg - Stiftskirche Sankt Peter: Turmuhrwerk

Das Turmuhrwerk Sankt Peter von 1780 ist eines der größten und prächtigsten landesweit, es wurde erst 2021 restauriert und revitalisiert.

Das Vorgängerwerk stammt aus der Zeit um 1700. Es wurde, nachdem der Turm der Stiftskirche erneuert und um einen Stock erhöht worden war, im Jahr 1756 wieder eingebaut, um schließlich der Pfarre Abtenau geschenkt zu werden, die noch heute zur Erzabtei gehört. Dort steht es im Turm.

Abt Beda Seeauer bestellte beim Salzburger Hofuhrmacher Johann Bentele senior eine neue Turmuhr, die 1780 geliefert wurde und 700 Gulden kostete. Der beachtliche Preis ist durch die Besonderheiten des Werks zu erklären, die nur am Tag des Denkmals zu besichtigen sind: die großteils feuerverzinnten silbern glänzenden Zahnräder und Gestellteile, die elf seltenen Lagerstützräder aus Messing und Bronze oder die goldfarben ornamentierten Windflügel der beiden Schlagwerke.

Das Turmuhrwerk wird nach der Bewältigung von 114 Stufen im Demonstrationsbetrieb zu erleben sein. Das sechs Meter lange Pendel braucht zweieinhalb Sekunden für eine Halbschwingung. Auch das Aufziehen von Gehwerk, Viertelschlagwerk und Stundenschlagwerk wird möglich sein. Die Besucher:innen werden auf den vier Zifferblättern am Stiftskirchturm und auf dem Orgelzifferblatt die „alte Zeigerstellung" mit langem Stunden- und kurzem Minutenzeiger beobachten können - wie auch an der Kollegienkirche und am Glockenspielturm.

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Sankt Veit - Pfarrkirche Heiliger Vitus mit Schernbergkapelle

Die neugotischen Kirchenbänke waren an der Grenze der Restaurierbarkeit. Und doch hat es viel CO2 eingespart, sich der mühsamen Aufgabe der Restaurierung zu stellen und nicht vorschnell neue Kirchenbänke zu bauen.

Im Nachhinein stellt sich nicht nur die Klimabilanz positiv dar, auch optisch sind die Bänke sehr ansprechend. Heute möchte niemand mehr aus unserer Pfarre die restaurierten mit neuen Bänken tauschen.

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St. Gilgen - Villa Kestranek

Die Villa des Großindustriellen Wilhelm Kestranek wurde vom Münchner Architekten Emanuel von Seidl im Jahr 1908 errichtet. Seidl war seinerzeit führender Villenarchitekt Süddeutschlands, Kestranek hingegen Generaldirektor der Prager Eisenindustrie, eines der größten Industrieunternehmen der Monarchie. Die Wichtigkeit des Bauherrn wird unter anderem dadurch deutlich, dass das mit elektrischer Beleuchtung und Zentralheizung ausgestattete Haus damals eine eigene Station auf der Strecke von Bad Ischl nach Sankt Gilgen hatte. Der bedeutende Kunstmäzen ließ seinen Landsitz zu einem sommerlichen Zentrum der Kunst- und Geisteswelt mit prominenten Gästen werden.

Vielgestaltige Dachformen und -neigungen sowie der von innen nach außen entwickelte Grundriss charakterisieren das Gebäude. Durch Erker, Terrassen und sich zurückziehende Loggien ergeben sich vielfältige Ausblicke und immer neue Ansichten. Von der ehemals edlen Ausstattung zeugen noch die Gestaltung der Halle mit Kamin sowie das Herrenzimmer mit seinen Kirschholzvertäfelungen. Die Durchgestaltung von Innen und Außen in einem einheitlichen, das Material sparsam, aber bewusst einsetzenden Konzept spiegelt die Idee des Gesamtkunstwerks wider.

Der Verein „Rettet das Kind Salzburg“ erwarb das großzügige Gelände der Villa Kestranek im Jahr 1957 für die Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen aus Ungarn. Seit April 2022 wird es zur Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine genutzt. „Rettet das Kind Salzburg“ freut sich über große und kleine Spenden direkt vor Ort am Tag des Denkmals oder über folgendes Spendenkonto: Verein Rettet das Kind Salzburg Spendenkonto: „Ukraine“ IBAN: AT22 3400 0859 0441 7416

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Unternberg - Schloss Moosham

Im Jahr 1191 wurde das Schloss Moosham erstmals urkundlich erwähnt.

Seit jeher sind die Dächer mit Holzschindeln gedeckt. Das Holz für die Dachschindeln wurde damals schon aus den umliegenden Wäldern bezogen. Somit kann unser denkmalgeschütztes Schloss auf eine natürliche Art und Weise nachhaltig für die zukünftigen Generationen erhalten bleiben.

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Zell am See - Museum Vogtturm

Der Vogtturm ist neben der Pfarrkirche das zweitälteste Gebäude in Zell am See. Seit 1984 beherbergt er das kulturhistorische Museum der Stadt. Sein genauer Bauzeitpunkt liegt im Dunkeln, wir können ihn aber im 12. Jahrhundert vermuten.

Eine architektonische Besonderheit ist die große Zahl an Fensternischen mit gemauerten Sitzen, vor allem im größten Raum im vierten Stock. Der Turm steht für die Nachhaltigkeit natürlicher Baumaterialien und solider Bauweisen, die Jahrhunderte überdauern.

Die Führung präsentiert die Ergebnisse einer umfangreichen und überaus gelungenen Restaurierung in den Jahren 2019 und 2020. Seitenblicke widmen sich den Höhepunkten der Museumssammlung.

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Steiermark

Bad Radkersburg - Altstadt

Wie können historisch wertvolle Bausubstanzen für moderne Wohnformen saniert und umstrukturiert werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt dreier Sanierungen historischer Stadthäuser in der Altstadt von Bad Radkersburg.

Im Spannungsfeld zwischen Bewahren, Pflegen, Umstrukturieren und Neuschaffen wurden insgesamt über 2000 Quadratmeter Wohnnutzfläche in jahrhundertealten Baustrukturen nutzbar gemacht. Dadurch kann Raum für viele Generationen wieder zur Verfügung gestellt werden. Positiver Aspekt: Neuproduktion und Entsorgung von Baustoffen werden minimiert. Durch den Einsatz traditioneller Baumaterialien sind nicht nur die Ökobilanz der Gebäude, sondern auch die bauphysikalischen Eigenschaften der Gebäudehülle verbessert worden.

Das wirkt sich unmittelbar auf das Wohlbefinden der darin lebenden Menschen aus, denn diese Denkmale bilden - anders als Kirchen, Klöster oder Museen - den täglichen Wohnraum vieler Menschen. Der wurde teilweise für geförderte Mieten geschaffen und sollte sich zumindest als „leistbarer Wohnraum“ erweisen.

Vor diesem Hintergrund bietet der Rundgang Einblicke in die Entscheidungsprozesse der Planung und Umsetzung der Projekte.

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Bad Radkersburg - Kornoseum

Im Zentrum von Bad Radkersburg wurde aus dem denkmalgeschützten Kornspeicher und dem Zwischentrakt eines Bestandsgebäudes von der LNW Lebenshilfe NetzWerk GmbH ein barrierefreier Wohnbereich mit vier Wohneinheiten im Obergeschoss, einer Begegnungszone im Erdgeschoss sowie einem barrierefreien Zugang in den zum Grundstück gehörenden Gartenbereich geschaffen. Ziel war es, den historischen Charakter des Ursprungsgebäudes weitestgehend zu erhalten und trotzdem einen modernen Baukörper hervorzubringen. Gleichzeitig galt es die Wohnbereiche so zu gestalten, dass Menschen mit Beeinträchtigung dort selbstständig leben können. Die Herausforderungen von Denkmalschutz, Archäologie und innerstädtischer Logistik wurden im vorgesehenen Zeitraum erfolgreich gemeistert. Die baulichen Investitionen umfassten im Wesentlichen Abbrucharbeiten, Rohbau-, Ausbau-, Haustechnik- und Einrichtungskosten und konnten mit Unterstützung des Landes Steiermark und der Europäischen Union finanziert werden.

Aktuell fördert man das Bestreben, alle Bewohner:innen dahingehend zu begleiten, dass sie möglichst selbstständig ihr Leben gestalten und am gesellschaftlichen Leben aktiv teilnehmen können.

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Geistthal - Buchhaus

Das ehemalige Verwaltungs- und Gerichtsgebäude erhielt 1538/39 seine heutige Form.

Interessant sind zwei im Stiegenhaus befindliche, wahrscheinlich römische Säulen. Aufbewahrt wird im Buchhaus eine qualitätsvolle, barocke Statue der von Sagen und Legenden umwobenen „Heiligen Kümmernis“ (auch Kummernus). In den Jahren 1686-88 war das Buchhaus Schauplatz eines großen Hexenprozesses. Vorhanden ist noch ein Raum, der als Gefängnis gedient haben soll.

Seit einigen Jahren bemüht sich ein Verein um eine Revitalisierung dieses besonderen Bauwerks.

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Gratwein-Straßengel - Pfarrkirche Maria Straßengel: Figuren

Der hochgotische Turm der Wallfahrtskirche Maria Straßengel mit seiner reichen symbolischen Steinverzierung zeigt zwischen den Wimpergen im obersten Turmgeschoss überlebensgroße Figuren aus Stein: Maria und die sieben Engel der Offenbarung. Vier dieser Figuren, Maria und drei Engel, wurden durch steinerne Kopien bereits 1963 ersetzt.

Während die ehemalige Turmfigur der Maria im Kirchenraum ausgestellt wurde, lagen drei weitere Engel im Dornröschenschlaf in der Friedrichskapelle der Kirche. Diese wurden im Frühjahr 2022 restauriert und öffentlich zugänglich im Pfarrhof aufgestellt.

Die Restaurierung der Figuren zeigt einen kleinen Streifzug in ihre Vergangenheit. Neben zahlreich ablesbaren Spuren, wie bauliche Veränderungen, diverse Restaurierungen und chemische Anlagerungen stellt sich die Frage: Waren einige Engel Teil eines (musikalischen) Fernwerks?

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Graz - Basilika Mariatrost

Über die „Angelusstiege“ geht es hinauf auf den Purberg, wo seit etwa drei Jahrhunderten die Basilika in exponierter Lage thront.

Der Rundgang führt vom Kirchplatz in den imposanten Innenraum dieses Grazer Barockjuwels mit seinem reichen Freskenschmuck, wo mit der neugestalteten Lourdeskapelle im Jahr 2022 ein besonderer moderner Akzent gesetzt wurde. Neben der Geschichte dieses bedeutenden Wallfahrtsorts sollen auch der aktuelle Stand der mehrjährigen Renovierungsarbeiten und die damit verbundenen Zukunftsperspektiven für den Komplex am Purberg in den Blick kommen.

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Graz - Bischofhof

Seit fast 800 Jahren zählt der Bischofhof zu den ältesten Gebäuden von Graz. Der Bischofhof ist sogar das am längsten in derselben Funktion genutzte Palais der Stadt.

Diözesankonservator Mag. Heimo Kaindl gibt Einblicke in die historische Bausubstanz und spricht über die nachhaltige Verwendung von diversen Baumaterialien. Außerdem haben Sie die Gelegenheit, einen exklusiven Einblick auf die ältesten Fresken der Stadt und die älteste malerische Darstellung des Bischofwappens zu werfen.

800 Jahre Geschichte haben ihre Spuren an diesem Palais hinterlassen. Es repräsentiert die ganze Vielfalt der Katholischen Kirche in der Steiermark: Spirituelles Zentrum und Verwaltungsmittelpunkt, alte und neue Kunst, Tradition und Moderne.

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Graz - Grazer Burg

Die Stadt Graz war seit dem Spätmittelalter fast 250 Jahre Residenzstadt der Habsburger. Ab Maria Theresia fungierte die Grazer Burg bis 1918 als Sitz des landesfürstlichen Gouverneurs beziehungsweise Statthalters. Seit der Zeit der Ersten Republik ist die Burg Sitz des Landeshauptmanns und Tagungsort der Steiermärkischen Landesregierung. Vom historischen Gebäudebestand der traditionsreichen Grazer Burg ist derzeit nur die Doppelwendeltreppe als Touristenattraktion erlebbar. Wesentliche, vielfach sogar ältere Teile der Burg aus Gotik und Renaissance stehen leer oder werden lediglich als Lager genutzt und sind für Besucher:innen aktuell nicht zugänglich. Die Steiermärkische Landesregierung hat daher ein Projekt zur Revitalisierung der Grazer Burg beschlossen. Auf Basis eines europaweiten Architektur- und Gestaltungswettbewerbs sollen die hochwertigen historischen Zonen der Grazer Burg erlebbar gemacht und durch eine attraktive Neugestaltung der Burghöfe das Potential des reichen Erbes der Grazer Burg gehoben werden. Besucher:innen haben die Möglichkeit, im Rahmen von Führungen bis dato nicht öffentlich zugängliche Räume der Grazer Burg zu erkunden und Einblicke in die laufenden Vorbereitungen zu diesem Projekt innerhalb der Grazer Stadtkrone zu erhalten.

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Graz - Historisches Gewächshaus im Botanischen Garten

Das Historische Gewächshaus im Botanischen Garten der Universität Graz ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht.

Nach der Sanierung durch die Bundesimmobiliengesellschaft wird dieses denkmalgeschützte Baujuwel aus der Werkstatt der Wiener k.u.k. Eisenkonstruktionswerkstätte Ignaz Gridl, die auch das berühmte Schönbrunner Palmenhaus erbaute, wiederbelebt. Als einziges, noch erhaltenes Beispiel einer universitären Glashausarchitektur des 19. Jahrhunderts ist es nun in seiner Originalfarbe Grün aus dem Gründungsjahr 1889 überliefert. Das Gewächshaus dient sowohl für die Anzucht von Pflanzen als auch als Forschungsgewächshaus. Und es bietet nun endlich Platz für die Workshop-Aktivitäten des Freiland Labors zur Vermittlung botanischer Kenntnisse für Menschen aller Altersgruppen. Der zentrale Kubus, das Plantarium, ist architektonischer Mittelpunkt und wird als universitäre Begegnungs- und multifunktionale Veranstaltungsstätte genutzt. Weitere Informationen finden Sie auch hier: Historisches Glashaus

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Graz - Johannes Nepomuk Kapelle

Ehemals war die barocke Kapelle ein bedeutender religiöser Schauplatz, heute wird sie jedoch nicht mehr liturgisch genutzt, wirkt von außen unscheinbar und gerät immer mehr in das Vergessen der Bevölkerung.

Wird ein Gebäude über längere Zeit nicht genutzt, ist eine langfristige Erhaltung nur schwer zu verwirklichen. Auch die einzigartige Wandmalereiausstattung ist somit dem langsamen Verfall anheimgegeben. Erste durchgeführte Restaurierungsarbeiten lassen die Qualität der historischen Substanz erkennen und den ehemaligen Raumeindruck erahnen. Um das Kulturdenkmal auch für künftige Generationen zu erhalten, liegt es nun an uns allen eine neue Nutzung für die Kapelle zu finden.

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Graz - Medizinische Universität Graz: Anatomie

Das alte Gebäude wurde von der Statthalterei auf Landesgrund nach Plänen von Statthaltereibaurat Rudolf Schneider in den Jahren 1910-1912 errichtet. Die vom Land subventionierte ehemalige Anatomische Pathologie war ein in sich geschlossener und vom Krankenhausareal abgetrennter Baukörper. Dieser wurde in den Jahren 2020-2022 von der Bundesimmobiliengesellschaft für die Medizinische Universität Graz und dem „Lehrstuhl für makroskopische und klinische Anatomie“ denkmalpflegerisch saniert, für die neue Nutzung adaptiert und umgebaut, sowie um einen Neubau im Westen und einen unterirdischen Hörsaal für 500 Personen erweitert.

Das alte Institut hatte immer eine Sonderstellung am LKH Gelände, denn es diente nicht der Patientenversorgung, sondern übernahm von Beginn an neben der Forschungstätigkeit die wichtige Aufgabe der objektiven Untersuchung von Todesursachen sowie die Aufklärung von Todesfällen.

Trotz der bewussten, ursprünglich etwas abseits gelegenen Errichtung im Westen des Areals und der Beauftragung eines vom Krankenhausareal abweichenden Planers steht das Gebäude in einer inhaltlichen und gedanklichen Verbindung zum heutigen LKH-Univ. Klinikum Graz.

Die historische Substanz des Gebäudes ist strukturell und auch in zahlreichen Ausstattungsdetails wie etwa den Eingangstüren, dem Stiegenhaus und dem Stuckdekor erhalten. Als Besonderheit ist der ehemalige klinische Seziersaal hervorzuheben, der mit der Eisenkonstruktion der amphitheaterförmigen Sitzreihen als letzter Rest des ursprünglichen Mobiliars weitgehend unverändert erhalten ist.

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Graz - Museum Schlossberg

Im Rahmen einer Sonderführung mit der Restauratorin und Konservatorin Eva Schantl im Graz Museum Schlossberg anlässlich Des Tags des Denkmals laden wir die Besucher:innen ein, in die Welt der präventiven Konservierung einzutauchen und einen Blick hinter die Kulissen der Ausstellung zu werfen.

Welche Rolle spielt das Klima und der allgegenwärtige Klimawandel im Museum? Warum ist es im Museum dunkel und was kreucht und fleucht da? Begeben sie sich mit uns auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen!

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Graz - Schloss Eggenberg: Alte Galerie

Erleben Sie 500 Jahre europäische Geschichte im Spiegel der Kunst und Kulturgeschichte: Herausragende Beispiele österreichischer Gotik bezeugen in sieben Ausstellungsräumen den Glauben des Mittelalters, Meisterwerke aus Renaissance und Barock erzählen in 15 Themenräumen von Glanz und Elend der Frühen Neuzeit. Eine ständig wechselnde Auswahl kostbarer Handzeichnungen und Druckgrafiken aus dem Kupferstichkabinett bereichert die Dauerausstellung mit ergänzenden Themen. 2022 wird diese zum immateriellen Kulturerbe erhoben.

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Graz - Schloss Eggenberg: Archäologiemuseum

Das Archäologiemuseum zeigt mehr als 1200 Objekte, die als „Lebensspuren“ Ausgangspunkte für Fragen bilden, welche die Menschen seit Jahrtausenden bewegen. Es versteht sich als ein Ort der ständigen Kommunikation, nicht nur zwischen Museumspublikum und Wissenschaft, sondern auch zwischen den Besucherinnen und Besuchern selbst. Das Lapidarium des Archäologiemuseums – die Römersteinsammlung am Universalmuseum Joanneum – gilt als die größte und bedeutendste von Österreich und dem gesamten Ostalpenraum.

In „Geschichten aus der Vergangenheit - Digitale Reise in verlorene Welten" wurden bedeutende archäologische Fundstellen im Donauraum im Rahmen des EU-Projekts „Danube’s Archaeological eLandscapes“ digital rekonstruiert. Diese können von den Besucher:innen während einer Zeitreise in die Vergangenheit virtuell erlebt werden. In Österreich wurden etwa die Landschaften der eisenzeitlichen Siedlung bei Großklein oder auch das römische Munizipium Flavia Solva wieder zum Leben erweckt.

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Graz - Schloss Eggenberg: Münzkabinett

Das Münzkabinett in Schloss Eggenberg erzählt einprägsame Münzgeschichten aus der Steiermark. Die Präsentation arbeitet die Schwerpunkte des Sammlungsbestands heraus und lässt sich von ihrem Standort inspirieren. Die Bühne für das neue Münzkabinett bilden zwei Räume im ältesten Teil von Schloss Eggenberg, dem im 15. Jahrhundert angelegten Vorgängerbau der fürstlichen Residenz.

Die diesjährige Sonderausstellung trägt den Titel „Ehre und Eitelkeit: 100 Jahre Ehrenzeichen der Republik Österreich 1922–2022" und zeigt die Dekorationen der österreichischen Ehrenzeichen und des Verdienstordens samt Etuis, Dekreten und Verleihungsbildern, sowie weitere Bundesauszeichnungen und eine qualitativ hochwertige Auswahl der Ehrenzeichen der Bundesländer.

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Graz - Schloss Eggenberg: Prunkräume

Die Beletage von Schloss Eggenberg hat ihr ursprüngliches Erscheinungsbild seit 250 Jahren nahezu unverändert bewahrt. Mit ihrer originalen Ausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert gehört sie zu den bedeutendsten Ensembles historischer Innenräume, die Österreich besitzt. Ihr Mittelpunkt ist der glanzvolle Planetensaal.

Im Rahmen unserer „klassischen" Führungen zu jeder vollen Stunde können Sie zwischen 10:00 Uhr und 17:00 Uhr die barocken Appartments und ihre künstlerisch vollständig erhaltenen Qualität entdecken.

Alternativ dazu können Sie sich auch auf einen spielerischen Rundgang durch die „Eingeweide“ des UNESCO-Weltkulturerbes begeben und „1000 und eine Pracht" erleben. Manchmal trügt uns der Schein und Dinge sind sehr kostbar, obwohl sie nicht so prächtig aussehen. Dafür verraten sie viele Geheimnisse. Über Stuck und Stein, Gold und Glas führt dieser spannende Rundgang, bei dem sich das ganze Schloss in ein 3D-Puzzle verwandelt.

Schnürmacher und Ziegler, Gürtler und Staffierer, Kalkbrenner und Drahtzieher haben an diesem Schloss mitgebaut, aber wer kennt sie noch? Entdecken Sie die Geschichte(n) hinter den vielen Bestandteilen von Eggenberg und erfahren Sie dabei viel Interessantes über längst vergessene Berufe und fabelhafte Handwerkskunst.

Der Besuch der Prunkräume ist ausschließlich im Rahmen einer Führung möglich.

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Graz - TU Graz: Biomedizinische Technik

Das Ende der 1950er-Jahre vom bekannten österreichischen Architekten Karl Raimund Lorenz erbaute und denkmalgeschützte Instituts- und Laborgebäude ist ein wunderschönes und seltenes Beispiel funktionaler sachlicher Architektur in der Steiermark.

Dank präziser, unprätentiöser Maßnahmen ist es gelungen, die hohe Qualität des Bauwerks zu unterstreichen und dieser gleichzeitig mit zeitgemäßen Adaptierungen zu begegnen. Dabei wurde vor allem auf Energie-Effizienz und der besseren Funktionalität im Inneren Wert gelegt. Die Gebäudehülle blieb unangetastet, während im Inneren sämtliche Möblierungen sowie Ein- und Aufbauten mit Ausnahme des zentralen großzügigen Hauptstiegenhauses und der beiden Fluchtstiegen­häuser abgebrochen wurden, nicht zuletzt um diverse, flexibel adaptierbare Bürozonen mit entsprechenden Medienangeboten zu schaffen. Die offenen Grundrisse bieten nun den angemessenen architektonischen Rahmen für eine zeitgemäße Lehr- und Forschungskultur. Auf wartungsintensive Technik wurde bewusst verzichtet und auf natürliche Durchlüftung gesetzt. Die während der Abrissarbeiten zu Tage gekommenen Betonrippendecken konnten als „Speichermasse" aktiviert werden. Für ein gutes Raumklima mauerte man entlang der historischen Fassade speichernde Ziegel vor, verputzte sie innen mit Lehm und baute 300 Laufmeter Pflanzentröge davor. Bei der Auswahl der Materialien ließ man sich für die gesamte Renovierung von deren Qualität für ein besseres Raumklima ästhetisch leiten.

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Hartberg - Bürgerhaus

Im Rahmen der Aktion „Haus lebt“ findet eine Offenlegung und Zugänglichmachung des denkmalgeschützten, barocken Tuchscherer- und späteren Bäckerhauses Michaeligasse 10 statt.

Das Haus wurde begrünt und mit einfachsten Mitteln als Veranstaltungs- und Ausstellungsort adaptiert. Für bauliche Maßnahmen (Bühne, Bar und anderes) wurden ausschließlich vorhandene Materialen umgenutzt und wiederverwendet, weil Denkmalschutz auch Klimaschutz ist.

An drei langen Wochenenden verwandelt sich das Haus zu einem kulturellen Zentrum: zahlreiche Programmpunkte, eine utopische Ausgrabung und ein barocker Innenhof mit Café eröffnen Rück-, Aus- und Einblicke.

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Hartberg - Stadtpfarrkirche Hartberg

Die Gesamtsanierung der katholische Pfarrkirche Sankt Martin ist seit heuer abgeschlossen. Dabei wurde im Inneren besonderes Augenmerk auf die Wiederherstellung des historischen Erscheinungsbilds der barocken Gestaltung gelegt. Gleichzeitig ist es gelungen eine qualitätsvolle Neuinterpretation der liturgischen Zone im Altarraum zu schaffen.

Aus Hartberg werden seit 2008 regelmäßig Gottesdienste im Internet übertragen. Woche für Woche ist ein Gottesdienst weltweit per Live-Streaming unter www.igod.at mit erlebbar.

Die Integration von moderner Tontechnik und die Schaffung einer digitalen Videoübertragung in einem historisch wertvollen Kirchenbau zeigen, dass mit einer profunden Kenntnis des historischen Bestands nach einer restauratorischen Befundung und eine darauf basierende qualitätvolle Planung vieles möglich ist, um zeitgemäß und modern zu sein. Die gelungenen Restaurierungsarbeiten dienen der langfristigen Erhaltung der Einrichtung und Ausstattung.

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Kaindorf - Bürgerhaus „Sommerhaus"

Co-Working-Space ist nicht nur ein räumlich-ressourcenschonendes Arbeitsmodell sondern auch eine kreativ-kommunikative Plattform.

Speziell im ländlichen Raum mit vielen Pendlerinnen und Pendlern ist es vor allem im Kontext des Klimaschutzes eine zukunftsfähige Arbeitsweise. Und gerade historische Gebäude mit anpassbaren aber zugleich auch klaren Raumstrukturen eignen sich perfekt für die „Aneignung" des individuellen Nutzers. Ausgestattet mit flexiblen Arbeitszonen und bestückt mit Breitbandanschluss lässt es sich in alten Gemäuern kreativ arbeiten. Themen wie Belichtungsfläche, Raumklima, natürliche Beschattung oder Akustikanforderungen sind in historischen Gebäuden selbstverständlich präsent. Es zahlt sich aus zu revitalisieren, denn was „schon immer funktioniert" hat, gilt es wieder vor den Vorhang zu holen.

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Kapfenstein - Herz Jesu Kapelle

Die Herz-Jesu Kapelle stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und liegt mitten im Weingarten der Schlossanlage.

In der Gruft der Kapelle sind die Schlossherren von Kapfenstein begraben. Die Kapelle dient auch heute noch als Bestattungsort der Familie Winkler-Hermaden.

Am Tag des Denkmals kann der vor kurzem restaurierte Hochaltar besichtigt werden. Georg Winkler-Hermaden und die Restauratorin Dorota Seman werden vor Ort sein und über die Geschichte der Kapelle und die Restaurierung des Hochaltares berichten.

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Murau - Schloss Murau

Georg Ludwig Reichsgraf zu Schwarzenberg ließ die vom Minnesänger Ulrich von Liechtenstein erbaute Burg im Jahr 1628 abtragen und erbaute an deren Stelle das Renaissanceschloss in seiner heutigen Form. Seit damals ist die Familie Schwarzenberg Besitzer der Herrschaft Murau. Bei den geführten Touren durch das Schloss, die auch durch Gemäldegalerie, Küche, Verlies und Kapelle führen, wird ein Eindruck vom Leben hinter dem Schlosstor vermittelt und die Geschichte von Herrschaft und Schloss Murau sowie des Hauses Schwarzenberg erzählt.

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Neuberg - Annakapelle

Hier an der Hauptstraße von Neuberg befindet sich die „Keimzelle" des Orts, in dem die Herren von Perg ihren Wehrturm 1314 errichteten. Im 15. Jahrhundert erfolgte der Umbau zur Pfarrkirche der Heiligen Anna.

Die Kirche wurde später säkularisiert, also aufgelassen. Ab diesem Zeitpunkt nahm das Gebäude seine heutige Funktion als Wohnhaus ein.

Es handelt sich daher um Mauern, die zum Teil bereits 700 Jahre alt sind - ein gelungener Beweis nachhaltigen Bauens.

Erleben Sie das einzigartige Wohnhaus bei einer Führung. Auf die kleinen Besucher:innen wartet eine Rätselralley mit Überraschung.

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Neudau - Schloss Neudau

Schloss Neudau war ursprünglich eine Wasserburg nahe der Lafnitz an der ehemaligen Grenze zu Ungarn. Die Anlage ist seit 1705 im Eigentum der Familie Kottulinsky.

Die Barockisierung des Schlosses mit seinem charakteristischen Innenhof erfolgte Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Außenfassade wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Stil des Neubarock/Klassizismus gestaltet. Das Vorschloss hat großteils seine ursprünglichen Renaissancemerkmale erhalten.

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Schwanberg - Josefikirche: Hochaltar

Auf einer Anhöhe weithin sichtbar liegt die Filialkirche Heiliger Josef.

Vom Ort Schwanberg führt der Rosenkranzweg entlang barocker Passionsfiguren zur Kirche, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie baufällig und wurde saniert, der Innenraum in den 1950er- bis 1980er-Jahren ausgestaltet. Der barocke Hochaltar ist noch erhalten und wurde jüngst von der Restaurierungswerkstätte Thomann & Golob restauriert.

Am Tag des Denkmals ermöglicht das Team der Restauratorinnen und Restauratoren einmalige Einblicke hinter die Kulissen von Planung, Vorbereitung und Ausführung eines Restaurierungsprojekts. Ursula Thomann und Boris Golob berichten über die aktuell durchgeführte Freilegung der ursprünglichen Marmorierung und der im Sinne der Nachhaltigkeit erforderlichen konservatorischen und restauratorischen Arbeitsschritte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Maßnahmen, um die in dieser Region seltenen Verzierungstechniken der Polimentvergoldung von Skulpturen zu erhalten.

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Seggauberg - Jägerhaus

Das barocke Jägerhaus ist Teil von Schloss Seggau und wird im Rahmen des gemeinnützigen Beschäftigungsprojekts „Tiergarten Leibnitz" unter fachlicher Anleitung von Transitmitarbeiterinnen und Mitarbeitern Schritt für Schritt ökologisch saniert und energetisch optimiert. Als Grundlage dient die Umweltenzyklika von Papst Johannes „Laudato Si“.

Zur Erhaltung der alten Bausubstanz werden ausschließlich Leinölfarben, Kalkputz und Kalkmörtel wie anno dazumal verwendet. Bereits 17 Holztüren inklusive der Türstöcke und alle Wiener Kastenstockfenster konnten denkmalgerecht nachgebaut werden. Beheizt wird das Haus mit bäuerlichem Waldhackgut aus der unmittelbaren Umgebung.

Unser Tiergarten stellt das Thema „Klimawandelkommunikation“ öffentlichkeitswirksam in den Mittelpunkt. Wir sind Klimabündnisbetrieb und mit dem Umweltzeichen für das Beziehen von Grünem Strom ausgezeichnet.

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Stubenberg am See - Burg Neuhaus

Die Burg Neuhaus wurde um 1350 vom steirischen Adelsgeschlecht der Stubenberg erbaut. Spätere Besitzer waren die Drachsler, die Grafen von Wurmbrand und die Barone Gudenus.

Der Burgkomplex besteht aus dem vier Stockwerke hohen Wohnturm mit einer Mauerstärke von bis zu 4,5 Metern, der noch von einer mächtigen, 32 Meter hohen Schildmauer überragt wird. Zwei Nebengebäude, von denen eins das ehemalige Verlies und die Kapelle umfasste, das zweite heute den Rittersaal bildet, umschließen zusammen mit der aus der Renaissance stammenden Tormauer mit Gussgalerie den inneren Burghof. Dort befindet sich auch die 13 Meter tiefe Zisterne, die heute wieder als Nutzwasserreservoir dient.

Obwohl keine Berichte über feindliche Belagerungen vorliegen, hat die Burg dennoch eine abwechslungsreiche Geschichte aufzuweisen, die in zwei durch Blitzschlag ausgelöste Brandkatastrophen ihren Höhepunkt fand. Dem ersten Brand im Jahre 1551 folgte ein rascher Wiederaufbau durch den damaligen Besitzer Bernhard Drachsler, bei dem die Burg im Wesentlichen ihr heutiges Aussehen erhielt. Der zweite Brand im Jahre 1800 besiegelte jedoch das – vorläufige – Ende dieses stolzen Wehrbaus, der in der Folge zur Ruine verfiel.

1982 begann die Revitalisierung durch die derzeitigen Besitzer. Zunächst mussten das gesamte Areal gerodet und etwa 1.500 Kubikmeter Bauschutt händisch entfernt werden. Der Wiederaufbau erfolgte sodann unter Wiederverwendung der Bruchsteine aus dem Schutt und bestmöglicher Erhaltung der historischen Bausubstanz sowie mittels traditioneller Baumethoden. Hiebei fanden unter anderem etwa 21.000 alte Dachziegel (Wiener Tasche) sowie 300 Quadratmeter Holzträme vom Umbau des Grazer Priesterseminars Verwendung. Auf diese Weise konnte neuer Wohn- und Veranstaltungsraum ohne Bodenverbrauch und nur mit einem Minimum moderner Baumaterialien geschaffen werden.

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Voitsberg - Burg Krems

Auf einem schmalen, das Kainachtal sperrenden Bergrücken liegen die ausgedehnten Ruinen dieser Burg.

Die ältesten Teile, wie zum Beispiel der fünfstöckige Bergfried, dürften bereits im 12. Jahrhundert errichtet worden sein. Der Wohnturm im Süden stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im 16. und 17. Jahrhundert erfolgten weitreichende Umbauten – die Burg wurde zum Schloss. Aber ab der Mitte des 18. Jahrhunderts geriet die Anlage immer stärker in Verfall.

Seit der Zeit um 1990 bemühen sich der Verein „Licht im Leben“ und der „Burgverein Krems“ um die Erhaltung dieser wichtigen Burganlage.

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Vorau - Restaurierwerkstatt Schaunigg

Am heurigen Tag des Denkmals ist wieder ein Blick hinter die Kulissen zeitgemäßer Restaurierungspraxis möglich.

Wir präsentieren aktuelle Restaurierungsprojekte und stellen in den Fachbereichen gefasstes Inventar, Architekturoberfläche und historisches Handwerk vor. Bestehendes wird erhalten oder wieder nutzbar gemacht und Restaurierung trägt somit zum aktiven Klimaschutz bei. Unsere Werkstatt verwendet historische Techniken und Materialien, die meist regional verfügbar sind und von natürlichen Quellen stammen. Damit schonen wir wertvolle Ressourcen.

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Tirol

Absam bis Thaur - Dörferbahn

1906 wird in Thaur per Rundschreiben zu einer Versammlung der „Steuergeber der Gemeinde“ eingeladen: Gegenstand ist eine Abstimmung, „ob zu den Vorarbeiten der beantragten elektrischen Bahn über die Dörfer Mühlau – Absam ein namhafter Betrag aus den Steuergeldern zu bewilligen ist oder nicht.“ Hintergrund der Versammlung in Thaur war, dass sich in allen Dörfern zwischen Innsbruck und Absam in den Jahren 1906 bis 1908 Komitees gebildet hatten, die eine moderne, autofreie, elektrische und kreuzungsfreie Verkehrsanbindung an die Landeshauptstadt zum Ziel hatten – die Dörferbahn.

Am Tag des Denkmals 2022 wird in Erinnerung an dieses aus heutiger Sicht klima- und mobilitätspolitisch vorbildliche und zukunftsweisende Projekt in Absam und Thaur, das nunmehr ein Revival erfährt, jeweils eine Dörferbahn-Haltstelle eingeweiht.

Für die Führungen ist keine Anmeldung erforderlich!

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Alpbach - Hof Lueg

Der in 1229 Meter Seehöhe gelegene denkmalgeschützte Hof Lueg geht baulich bis in das 16. Jahrhundert zurück.

Die Erhaltung dieses Alpbacher Kleinods wurde zur Familiensache: behutsam und respektvoll renovierte man die Substanz, ergänzte die vorhandene durch eine moderne Infrastruktur und nahm den Ausbau des Dachgeschosses in Angriff.

Das Motto am heurigen Tag des Denkmals "Denkmal voraus - Denkmalschutz = Klimaschutz" wird an diesem Hof gelebt. Die Freude sowohl an der alten Bausubstanz wie auch an modernem Komfort kennzeichnen die Arbeiten in Lueg, die in Führungen am Tag des Denkmals präsentiert werden. Achtung: Parkmöglichkeiten finden sich nur am Luegergrabenweg unterhalb der Hofstelle. Von dort beträgt der Fußweg zum Hof etwa zehn Minuten.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Hall in Tirol - Guarinonihaus

Das sogenannte Guarinonihaus wurde nach dem in Hall lebenden Arzt und Universalgelehrten benannt. Dieser war Stadtphysikus in Hall in Tirol und wurde zum Leibarzt der Erzherzoginnen Eleonore und Maria Christina im Haller Damenstift. In Pestzeiten veranlasste er die Reinigung der infizierten Örtlichkeiten, beschäftigte sich mit der Wirkung von Heilquellen und empfahl zur körperlichen Ertüchtigung eine sportliche Betätigung. Das Bauwerk war nie Wohnort der berühmten Persönlichkeit, zählt aber zu den bedeutendsten barocken Stadthäuser der Altstadt von Hall und besitzt eine reiche Baugeschichte bis ins 14. Jahrhundert. Am Tag des Denkmals wird erstmals das Objekt für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben dem namengebenden und für Hall wichtigen Guarinoni können Sie mehr zur Baugeschichte des Hauses und seiner künftigen Restaurierung erfahren.

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Hall in Tirol - Stadtarchäologie Saline

Einst begrüßten riesige Holzstapel vor der Stadt und der beißende Rauch aus den Pfannhäusern die Besucher:innen.

Aus heutiger Sicht waren dies die Anfänge einer Entwicklung, der wir kaum noch entgegenwirken vermögen. In diesem Sinne steht das Industriedenkmal Saline Hall in Tirol als Kulturgut auch für einen problematischen Umgang mit Ressourcen und seine Auswirkungen auf das Klima.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Innervillgraten - Sägemühle

In Innervillgraten entsteht das Freilichtmuseum Wegelate-Säge. Im Vorjahr wurde aus einem nahegelegen Weiler ein spätbarocker Einhof als Hofstätte ins Museum am Stallerbach übertragen.

Am Tag des Denkmals wird die Venezianergattersäge, die Lodenstampfe und Getreidemühle des 19. und 20. Jahrhunderts vom technik- und kulturgeschichtlich spannenden Handwerk erzählen und die alte Hofstelle erstmals zu besichtigen sein.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Innsbruck - Mühlau Kraftwerk Kirchgasse 17

Seit dem Mittelalter wurden am Mühlauer Bach Mühlen und Hammerwerke betrieben, ehe vor gut 100 Jahren mit der Errichtung mehrerer Elektrizitätswerke eine neue Phase der industriellen Produktion einsetzte.

Das 1906/07 von der Lodenfabrik Weyrer anstelle der Hintermühle errichtete Elektrizitätswerk stammt aus der frühen Periode der Elektrifizierung Nordtirols. Damals wie heute stellte die Wasserkraft die wichtigste Energiequelle in Tirol dar. Obwohl das Kraftwerk heute still steht und in der Turbinenhalle Ruhe eingekehrt ist, zeugen die vollständig erhaltene Kraftwerkstechnik, die Turbinen oder die marmorne Schalttafel von der Bedeutung und Wertschätzung, die der erneuerbaren Energieerzeugung mittels Wasserkraft in jener Zeit zukam.

Am Tag des Denkmals bieten Führungen Einblicke in die Geschichte dieses Industriedenkmals.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Innsbruck - Rauch-Kraftwerk

Das aufgelassene Elektrizitätswerk der Rauchmühle erzeugte sowohl Strom für die Getreidevermahlung als auch für den Betrieb der Ersten Elektrischen Eisenbahn Tirols. Diese befand sich von 1901 - 1919 in Mühlau bei Innsbruck.

Neben der eindrucksvollen Maschinenhalle kann ein kleines Museum besichtigt werden, das die Geschichte der Rauchmühle zeigt und wesentlich mit der Tiroler Landesgeschichte verbunden ist. Raum gewidmet wird hier der Darstellung der Ersten Elektrischen Kraftstromübertragung in Tirol 1888, der oben genannten Eisenbahn wie auch diversen Katastrophen infolge von Bachunterspülung, Brand oder Inflation.

Die Besichtigung eignet sich für Elektrizitätsinteressierte genauso wie für rein historisch Interessierte. Der „Schönheit" der Maschinenhalle kann sich jedoch niemand entziehen.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Innsbruck - Tirol Panorama mit Kaiserjägermuseum

Jedes Denkmal ist Ausdruck seiner Zeit. Wer wurde wann, von wem und warum auf einen Sockel gestellt? Und würden wir das heute wieder so machen?

Ausgehend von den zahlreichen Denkmalen am Bergisel und der Ausstellung „Denkmal weiter“ im Tirol Panorama thematisiert die Führung die Erinnerungskultur und den Umgang mit der Geschichte vor Ort. Sie beschäftigt sich darüber hinaus mit der politischen Vereinnahmung dieser Denkmale und ihrem Konfliktpotential im Laufe der Geschichte. Des Weiteren kann am Tag des Denkmals zwischen 13:00 Uhr und 16:00 Uhr unter dem Motto „MUSEUM AKTIV" die Ausstellung „Denkmal weiter. Eine Ausstellung zum Mitmachen" kostenlos besucht werden. An diesem Nachmittag laden wir Jugendliche und Erwachsene ein, unsere Ausstellung „Denkmal weiter“ mit der Familie oder Freundinnen und Freunden gemeinsam zu erleben. Das Team der Kulturvermittlung ist in dieser Zeit vor Ort, steht für Fragen zur Verfügung und begleitet gerne durch die Ausstellung.

Nehmt aktiv an der Schau teil: Kunstwerke, die im Dialog mit den Denkmalen und dem Museum am Bergisel stehen, können an interaktiven Stationen um eigene Ideen ergänzt werden, denn... Geschichte ist nichts Endgültiges, sondern wird immer wieder neu geschrieben, auch von uns!

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Innsbruck - Tiroler Volkskunstmuseum

Die Begrenztheit von Ressourcen förderte einst das Reparieren und kreative Weiterverwenden von defekten Objekten - oftmals in gänzlich anderen Kontexten.

In einer Tour durch das Volkskunstmuseum begeben wir uns auf eine Suche nach Objekten, die umfunktioniert und wiederverwendet wurden.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Kaunerberg - Hofgebäude

Das Wohnhaus des ehemaligen Doppel-Paarhofs liegt im Gemeindegebiet Kaunerberg auf 1100 Metern Seehöhe. Die Anordnung des zweigeschossigen Wohngebäudes mit zwei spiegelgleich angeordneten Hausteilen stellt eine singuläre Hofform in der Hauslandschaft des Tiroler Oberinntals dar und ist regional als auch überregional ohne Vergleichsbeispiel. Die Instandsetzung des Hofs Buchhammer ist ein vorbildliches Beispiel für die Erhaltung historischer Bausubstanz. Durch den unermüdlichen Einsatz des Eigentümers und sein handwerkliches Geschick war es möglich, die denkmalgerechte Erhaltung des Gebäudes behutsam ohne Substanzverlust umzusetzen und für eine zeitgemäße, nachhaltige Nutzung mit eigener Landwirtschaft zu erschließen. Am Tag des Denkmals bieten Führungen Einblicke in diesen besonderen Ort am Kaunerberg. ACHTUNG: Die Parkmöglichkeiten liegen an der Kaunertaler Straße. Der Fußweg zum Hof beträgt 10-15 Minuten. Der Hof kann auch von Kaltenbrunn aus in einer Gehzeit von etwa 30-40 Minuten „erwandert“ werden.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Längenfeld - Heimatmuseum

Das Ötztaler Heimatmuseum umfasst eine Gruppe von Bauernhäusern, die bereits mehrere Jahrhunderte alt sind. In den vergangenen Jahren wurden sie beforscht und teils werden sie aktuell einer Sanierung unterzogen.

DI Karoline Knabl vom Bundesdenkmalamt führt durch das Ensemble und erzählt von der Geschichte der Häuser, im Anschluss gibt DI Martin Mutschlechner Einblicke in die Arbeiten rund um die Sanierung des 400 Jahre alten Wastls-Hauses.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Matrei in Osttirol - Schloss Weißenstein

Schloss Weißenstein, einst die Burg Matrei, wurde erstmalig im Jahr 1160 urkundlich erwähnt. Ihr heutiges Aussehen verdankt die mittelalterliche Burg den historistischen Umbauten im 19. Jahrhundert und seiner Nutzung als Hotel. Seit dem Jahr 2020 ist die Liegenschaft im Besitz der Felbertauernstraße AG. Die öffentliche Nutzbarmachung des Schlosses steht am Beginn.

Am Tag des Denkmals öffnet das Schloss zum ersten Mal mit Führungen zur Baugeschichte und zu künftigen Perspektiven für die breite Öffentlichkeit ihre Tore. Zu den Führungen gelangen Sie mittels Shuttlebussen von den Parkplätzen Tauernstadion und Rauterplatz.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Reutte - Burgruine Ehrenberg

Die unter Graf Meinard II. von Görz-Tirol Ende des 13. Jahrhunderts errichtete Burganlage wird seit Jahrzehnten nachhaltig saniert. Dabei müssen die Restaurierungsarbeiten aufgrund der exponierten Lage vorwiegend händisch ausgeführt werden. Das dafür notwendige Steinmaterial stammt ausschließlich aus den Schuttkegeln der Burgruine, was einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen darstellt. Historische Mauerwerkstechnik und die historische Verarbeitung von Bindemitteln runden die ressourcenschonenden Sanierungsarbeiten ab.

Am Tag des Denkmals erfahren Sie mehr über die Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten, die auf neuen Erkenntnissen jüngster Ausgrabungen beruhen.

Für Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

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Silz - Burg Sankt Petersberg

Die Burg Sankt Petersberg wurde urkundlich Ende des 11. Jahrhunderts als welfisches Reichslehen errichtet und in den folgenden Jahrhunderten zu einer stattlichen Festung am felsigen Ausläufer des Silzerbergs ausgebaut.

Neben den Herzögen von Bayern befand sich die Burg im 13. und 14. Jahrhundert im tirolisch landesfürstlichen Besitz. Ab 1965 kam sie in den Besitz der Schutzengelbruderschaft, wurde zu einem Ordenshaus ausgebaut und 1979 den Regularkanonikern vom Heiligen Kreuz übertragen, die sie heute noch erhalten und dort nach ihren Ordensregeln leben.

Am Tag des Denkmals können Sie mehr über die Geschichte von Sankt Petersberg und ihre Bewohner erfahren. Darüber hinaus wird die laufende Restaurierung der Wehrmauern präsentiert und ein Einblick in die Burgkapelle gewährt. Achtung: Parkmöglichkeiten finden sich nur unterhalb des Burgbergs. Von dort beträgt der Aufweg circa 15 Minuten. Es besteht auch die Möglichkeit einer Wanderung von Silz über den Wolkensteinerweg zur Burg, die Gehzeit dafür beträgt eine Stunde. Fahrmöglichkeiten für Gehbehinderte gibt es nach Rücksprache mit dem Orden.

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Vorarlberg

Außerbraz - Bahnhof Außerbraz

Der Brazer Fotograf Andreas Gaßner hat in den letzten Jahren den Betrieb rund um den Bahnhof Braz fotografisch dokumentiert.

Dabei handelte es sich um das letzte mit Personal besetzte Gebäude dieser Art an der Arlberg-Westrampe zwischen Langen und Bludenz. Der letzte Dienst eines Fahrdienstleiters erfolgte im August 2021. Seither ist der Bahnhof in Bezug auf den Betrieb der Arlbergbahn stillgelegt. Die Fotodokumentation, die auch in Buchform vorgelegt wird, ist Teil einer Ausstellung, die beim Tag des Denkmals präsentiert wird. Auch die Geschichte des Bahnhofs Braz wird in diesem Zusammenhang zum Thema gemacht.

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Bludenz - Pulverturm

Zu den wenigen Resten der um 1500 erneuerten Befestigungsanlage von Bludenz gehört der Pulverturm.

Vom Original des im Südwesten der historischen Altstadt gelegenen Bauwerks ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nur ein Stumpf erhalten. Es diente als Fundament für ein neues Gebäude. An den Pulverturm schließt ein bis heute erhaltener Teil der erneuerten Stadtmauer an. Der Pulverturm ist das letzte Überbleibsel jener Rondelle (kreisförmigen Befestigungsbauwerke), die am Ende des Mittelalters zur Verteidigung der Stadt mit Kanonen entwickelt worden waren. Wie der Name belegt, befand sich an dieser Stelle – etwas abseits – ein Munitionslager.

Das Bauwerk befindet sich am Ende der Sturnengasse, deren Bezeichnung auf einen nicht mehr gebräuchlichen Spottnamen für die Bewohner:innen zurückgeht. Der einst stark ausgeprägte bäuerliche Charakter der Stadt ist hier immer noch erkennbar.

Heute ist im Pulverturm die Firma Bitschanu Plan+Bau untergebracht. Diese öffnet am Tag des Denkmals ihre Pforten.

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Bludenz - Villa Walch

Die Villa in der Bludenzer Bahnhofstraße wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Stadtbaumeister Johann Tagwerker errichtet. In den 1920er-Jahren erwarb sie der bekannte Viehhändler Martinus Walch, nach dem sie heute benannt ist.

Einst war im Keller Vieh untergebracht, das im Umfeld geweidet wurde. Heute ist in der Villa Walch die Firma A-Appartments untergebracht. Diese öffnet am Tag des Denkmals ihre Pforten.

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Bregenz - Archäologische Fundzone

Wo sich vor 2000 Jahren ein dicht bebautes römisches Stadtgebiet befand, erstreckt sich heute das ansehnliche Villenviertel an der Ölrainterrasse. An einigen Stellen sind Häusergrundrisse an der Oberfläche erkennbar, anderswo ruinenhafte Mauern.

Das besondere an diesem Stadtteil sind jedoch die noch zahlreichen Grünflächen. Sie dienen nicht nur dem Klimaschutz, sondern haben auch die archäologischen Überreste unter der Erde durch die Zeiten gut geschützt.

Die Überreste von Brigantium bilden eines der bedeutendsten archäologischen Denkmale Vorarlbergs. Um die Größe und Struktur dieser römischen Stadt zu begreifen, muss man sie jedoch „erwandern". Mit fachkundiger Erklärung und etwas Vorstellungsvermögen wird die eine oder andere spannende Entdeckung zu machen sein - also „Denkmal voraus".

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Bregenz - Talstation Pfänderbahn

Führungen für Jung und Alt zeigen die Geschichte der 95-jährigen Pfänderbahn mit der einfühlsam erhaltenen, markanten Architektur der 1920er-Jahre und geben ungewohnte Einblicke in die Technik, die geologischen Herausforderungen und die Entwicklung.

Nach der letzten Führung ab 16:30 Uhr geht es zu Fuß nach Bregenz mit Informationen zum Projekt einer elektrischen Zahnradbahn im Jahr 1903.

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Dornbirn - Carl Lampert Säule

Denkmale rufen, wenn wir es zulassen, eine verborgene Seite in Erinnerung. Ihre reine Existenz lädt zu einer beständigen Aufarbeitung ein. Letztendlich bekunden sie als Gradmesser mehr über die Periode, in der sie errichtet wurden, als über die Zeit, an die sie erinnern sollten. Sie beschreiben, wie wir mit der Hypothek aus der Geschichte umgehen. Das Carl Lampert Forum hat junge Menschen eingeladen, sich mit der Carl Lampert Säule als Denkort zu beschäftigen. Klimanotstand, Pandemie und Ukraine-Krieg sind Krisen ungewohnten Ausmaßes. Was ist im Hier und Jetzt notwendig, damit Zukunft denkbar wird? Die Ergebnisse werden in der St. Martinskirche gezeigt. Führungen skizzieren die Zeit, in der Carl Lampert lebte und werfen Ausblicke in die Zukunft. Führung um 14:00 Uhr: Wenn Plätze sprechen könnten...

Faschismus, totalitäre Regimes und Kriege entwickeln sich nicht über Nacht. Die Stätte von Carl Lamperts Wirken hätte - wenn sie sprechen könnte - vieles zu berichten. Adolf-Hitler-Platz war nur eine Bezeichnung des öffentlichen Raums vor der Kirche St. Martin. Heute ist der Platz wieder ein Zeichen für das Leben, für die Verbundenheit, für die Menschlichkeit. Doch wie war es damals? Wie entwickelte sich der Nationalsozialismus? Wer war bedroht oder setzte sich wie Carl Lampert für die Menschlichkeit ein? Und wieso braucht eine nachhaltige Zukunft ein Denkmal? Führung um 15:30 Uhr: Rundgang Gedenksäule Carl Lampert und Gedenkstein

Ausgehend vom Portal der Pfarrkirche St. Martin und der dort seit 2021 installierten neuen Säule zum Gedenken an Provikar Carl Lampert (1894-1944) werden ausgewählte Biografien von Menschen aus Dornbirn vorgestellt, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. Ihre Namen sind am Gedenkstein beim Stadtmuseum zu finden, ihre Spuren in der Stadt. Gemeinsam werden auch Überlegungen zur Denkmalkultur von gestern, heute und der Zukunft angestellt. Eine Kooperation mit dem Stadtmuseum Dornbirn

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Dornbirn - Evangelische Heilandskirche

Im Jahr der Schöpfung bereiten wir ein Fest vor: „90 plus 1 Jahre: Die Heilandskirche feiert nachhaltig".

Wir führen durch eine Kirche, die mit Holz erbaut, mit Nahwärme geheizt und mit neuester Technik beleuchtet wird. Im Jahr der Schöpfung erzählen wir die Geschichte unserer Kirche, in deren Mitte die Hörenden gefragt werden und an deren Stirn das Kreuz hängt, das von Hans Wissel gefertigt wurde. Sein Werk ist vom 4. bis 22. Oktober 2022 bei uns ausgestellt. Alles fügt sich harmonisch ineinander, und wenn die Rieger-Orgel erklingt, lassen wir uns gerne nieder. Schon mancher hat bestätigt, die Kirche so verlassen zu haben, wie es 1931 der Architekt Otto Bartning beabsichtigte: „Der Raum entlässt uns anders, verändert."

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Dornbirn - Hotel Weiss

Das 1887 errichtete Hotel Weiss vis-à-vis vom Bahnhof erzählt von der Dornbirner „Gründerzeit": Es wurde als Wohnhaus des aufstrebenden Südtiroler Weinhändlers Josef Weiss gebaut, zum gehobenen Hotel beim neuen Bahnhof erweitert und war als Weinstube und Treffpunkt beim Dornbirner Bürgertum jahrzehntelang beliebt. Jetzt wurde das denkmalgeschützte Gebäude generalsaniert und bald wird es wieder ein Teil des von Marte.Marte Architekten geplanten Hotels Flint sein.

Lisl Thurnher-Weiss, Grafikerin und Designern bei Franz M. Rhomberg, die in der aktuellen Stadtmuseum-Ausstellung „Ware Dirndl" eine besondere Rolle spielt, ist in dem Haus aufgewachsen. Die Kunsthistorikerin Karin Rass gibt Einblicke in die Biografie und erzählt uns von der Hausgeschichte.

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Dornbirn - Textilmusterarchiv Stadtmuseum

Bei der Führung wird ein Einblick in den denkmalgeschützten, sehr wertvollen Bestand der historischen Textilmusterbücher geboten. Ein Teil des Firmennachlasses der 1832 gegründeten Firma Franz M. Rhomberg lagert seit 20 Jahren denkmalgeschützt im Stadtmuseum Dornbirn. Die eigens dafür eingerichteten Archivräumlichkeiten sind normalerweise nur auf Anfrage zu Studienzwecken zugänglich.

Was dieser Schatz bedeutet, welche Herausforderungen er birgt und was damit in Zukunft geplant ist, wird bei der Besichtigung des Musterarchivs erzählt.

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Feldkirch - Bürgerhaus

Das Haus „Kreuzgasse 7“ in der Kreuzgasse am Sparkassenplatz in Feldkirch mit seiner historischen Gebäudestruktur soll einer grundlegenden Revitalisierung zugeführt werden.

Seine ältesten Bauteile können bis ins 15. Jahrhundert datiert werden. Die beeindruckende Dachstuhlkonstruktion samt Winde und Kran aus dem 17. Jahrhundert bleibt im Zuge der Revitalisierung sichtbar erhalten.

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Feldkirch - Stadtrundgang

Ein Leben in der Stadt erfordert Wasser. Bei dieser Führung wenden wir uns dem Thema und der Bedeutung des Wassers in Feldkirch zu.

Die Ill durchfließt die Stadt und versorgt diese nicht nur mit Strom sondern droht auch mit Überschwemmungen. Diverse Stadtbäche, Kanäle, Brunnen und Wasserleitungen waren und sind für die Trink-, Lösch- und Abwasserversorgung notwendig.

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Hohenems - Jüdisches Museum

Die städtisch wirkenden Bürgerhäuser gegenüber der ehemaligen Synagoge von Hohenems wurden im ausgehenden 18. Jahrhundert von jüdischen Hoffaktorenfamilien wie den Löwenbergs oder Hirschfelds erbaut. Sie waren im Handel, im Bankwesen und schließlich auch als Industrielle tätig. Die aufgeklärte Gesetzgebung dieser Jahrzehnte versprach und ermöglichte den jüdischen Familien Schritt für Schritt die Integration in die entstehende bürgerliche Gesellschaft. Im Löwenberg-Haus wurden in den 1980er-Jahren bei Sanierungsarbeiten zahllose alte Briefe und Dokumente, Stofffetzen, Schuhe und andere Gegenstände in den Zwischenwänden im Dachboden gefunden – Material, das offensichtlich zur Dämmung dienen sollte. Die Briefe – meist von oder für Personen aus der Familie Löwenberg – befinden sich wie viele andere Funde, Leihgaben und Schenkungen aus dem Jüdischen Viertel inzwischen in der Dauerausstellung oder im Archiv des Jüdischen Museums Hohenems. In den 1990er-Jahren wurde die geschichtsträchtige Häuserzeile im Rahmen des Ensembleschutzes des Jüdischen Viertels unter Denkmalschutz gestellt. In Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt wurde nun auch das seit Jahrzehnten leerstehende Hirschfeldhaus revitalisiert. Die Fassade wurde dem ursprünglichen Zustand angenähert. Innen wurde das historische Objekt modernisiert und für Geschäftsflächen und Wohnungen ausgelegt. Durch ein zeitgemäßes Nutzungskonzept und unter Bedacht des Denkmalschutzes wird das 250 Jahre alte Gebäude in die Zukunft getragen. Anlässlich Des Tag des Denkmals kann das Hirschfeld-Haus besichtigt werden.

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Hohenems - Wahrnehmungsspaziergang

Die Stadt Hohenems möchte mit Wahrnehmungsspaziergängen zum Thema Baukultur verstärkt auf das baukulturelle Erbe der Stadt aufmerksam machen. Durch einen bewussten Spaziergang können die Raumqualitäten beziehungsweise das räumliche Profil besser erkannt und das Bewusstsein für die gebaute Umgebung, in der man lebt, geschärft werden.

Der erste Wahrnehmungsspaziergang führt in den alten Dorfkern, rund um das unter Denkmalschutz stehende alte Rathaus.

Der 1637 errichtete dreigeschossige Kopfstrickbau unter Satteldach diente bis 1830 als Rathaus und befindet sich in der Sägerstraße Nummer 10. Beim Spaziergang wird das Gesamtensemble des alten Dorfkerns erkundet.

Der zweite Spaziergang führt zum alten Krankenhaus (Elisabethspital) in die Kaiserin-Elisabeth-Straße 4-8. Auf diesem Spaziergang wird vorrangig auf die Baugeschichte des Krankhausareals eingegangen.

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Lustenau - Musikschule

Um die Jahrhundertwende übersiedelte die „Hausersche-Privat-Handels-Schule“ von Bregenz in das aufstrebende Lustenau. Kurz darauf verstarb der Schulbetreiber Alwin Hauser und die Schule wurde von der Gemeinde übernommen, um den Betrieb der damals in zwei Klassen geführten Lehranstalt auch weiterhin garantieren zu können. Damit einher ging der Bau eines ordentlichen Schulgebäudes, welches 1908 in der Maria-Theresien-Straße seiner Bestimmung übergeben wurde.

Nachdem die Kommunal-Handelsschule in den 1970er-Jahren in die Agenden des Bundes überging, übersiedelte die Institution im Jahr 1977 in ein neu erbautes Schulgebäude in der Neudorferstraße. Heute beherbergt das ehemalige Handelsschulgebäude die Rheintalische Musikschule und trägt durch diese Nachnutzung zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung bei.

Der seit 2016 unter Denkmalschutz stehende Bau wird momentan durch den Einbau eines Personenaufzugs ergänzt, um das Gebäude künftig auch barrierefrei nutzen zu können.

Anlässlich Des Tag des Denkmals wird eine Führung vor Ort auf die damit einhergehenden Herausforderungen und die interessante Geschichte der Lustenauer Handelsschule eingehen.

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Lustenau - Villa Schmalzigaug

Die Villa des Stickereifabrikanten Karl Heinrich Schmalzigaug wurde 1914 im Jugendstil erbaut. Sie entstand in der Hochblüte der Vorarlberger Stickereiindustrie und zeigt auf anschauliche Weise die großbürgerliche Bau- und Wohnkultur dieser Zeit.

Erstmalig kann das repräsentative Erdgeschoss dieser Villa mit der weitgehend original erhaltenen Holzvertäfelung besichtigt werden.

Aktuell werden die ursprünglichen Fenster restauriert, fehlende Sprossen ergänzt und mit reinem Leinölanstrich konserviert.

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Nenzing - Heubargen der Latzwiese

Jahrhundertelang nutzten die Bauern von Nenzing die Wiesen oberhalb des Dorfs für die Gewinnung des Winterheus. Die teils steilen Hänge wurden kaum gedüngt und nur einmal im Jahr gemäht.

Das sogenannte Magerheu wurde in Ställen, im Volksmund Heubargen genannt, gelagert. Sofern ein Unterstall vorhanden war, kam das Vieh nach der Alpsaison hierher und war bis zum Winterbeginn hier untergebracht. Meist aber beförderten die Bauern mit Heuschlitten die wertvolle Fracht auf speziellen Wegen ins das heimische Stallgut.

Mit der Industrialisierung und der Motorisierung endete nach und nach diese nachhaltige und ressourcenschonende Bewirtschaftung. Heubargen verfallen, Magerheuberge wachsen wieder zu.

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Nenzing - Unterkirche Sankt Mauritius

In den Jahren 1982-84 wurde vom Bundesdenkmalamt Innsbruck/Dr. Sydow die Unterkirche der Pfarre Sankt Mauritius Nenzing archäologisch erfasst. Der Befund der ersten Kirche weist auf das 5. oder 6. Jahrhundert hin. Darauf folgten mehrere weitere Bauphasen.

Der Fund eines Goldohrrings sowie diverser Gräber belegen die Existenz einer sehr frühen christlichen Kirche, die für den Raum Vorarlberg und Umgebung ungewöhnlich ist.

In der Unterkirche, die manchmal besucht werden kann, hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen, weshalb eine Neuerfassung der Grabungsergebnisse und restauratorische Maßnahmen notwendig geworden sind, um dieses bedeutende Denkmal der Nachwelt zu erhalten.

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Rankweil - Kapellen am Liebfrauenberg

In Not, als Zeichen von Dankbarkeit oder Frömmigkeit wurden Kapellen und Kirchen von Gläubigen gestiftet, aufgesucht und gepflegt. Hinter diesen denkmalgeschützten Bauwerken stehen oft sagenhafte Geschichten, die zum Erzählen und Erleben einladen. Auf dem Programm am Tag des Denkmals stehen die Pestkapelle, die Sankt Michaelskapelle (Friedhofskirche) sowie die Kapellen in der Basilika – Fridolins- und Landesgedächtniskapelle. Zusätzlich zum regulären Führungsangebot bieten wir heuer eigens konzipierte Familienführungen an, damit Kinder mit ihren Eltern den Tag des Denkmals besuchen und den Geschichten und Legenden lauschen können. Führungen finden um 9:00 Uhr und 10:30 Uhr statt. Die Familienführung (Kinder ab 6 Jahre) beginnt um 10:00 Uhr. Die Führungen sind kostenlos. Bitte um Anmeldung auf: www.rankweil.at/tagdesdenkmals

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Riefensberg - Juppenwerkstatt Riefensberg

Die Herstellung der Bregenzerwälder Juppen und das Tragen der Frauentracht wurde 2021 in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Es ist eine große Herausforderung, sich um den Fortbestand dieses außergewöhnlichen Traditionsgewands zu kümmern. Am Erfolg sind viele Akteurinnen und Akteure der Region beteiligt. In der Juppenwerkstatt Riefensberg wird nach uralter Handwerkskunst Stoff für die Trachtenerzeugung veredelt. Gearbeitet wird auf über 100 Jahre alten Maschinen und nach uralter Rezeptur.

Im Rahmen einer Führung lernen die Besucher:innen den aufwendigen Herstellungsprozess des tief schwarzen, geleimten, glänzenden und gefältelten Stoffs kennen. Sie erfahren von erfolgreichen Vernetzungs-, aber auch Ökologisierungsstrategien in der Produktion. Die Arbeitsstätten sind im ehemaligen Wirtschaftsteil des alten Gasthauses Krone im Dorfzentrum untergebracht. Die Planungsprämisse für DI Gerhard Gruber lautete, ressourcenschonend zu arbeiten. Das hat zu einem minimalinvasiven Eingriff in die bestehende Bausubstanz geführt, der Verwendung heimischer Baumaterialien und einer Architektursprache der Zeitlosigkeit.

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Röthis - Pfarrhof und Pfarrheim

2019 beschloss der Pfarrkirchenrat Röthis die Sanierung und weitere Nutzung des Pfarrhofs und Pfarrheims in Röthis anzugehen.

Bis zum Tag des Denkmals sollte die dritte und letzte Bauetappe, die Gestaltung des Außenraumes und Innenhofes abgeschlossen sein. Die teilweise privat genutzten Räumlichkeiten werden am Tag des Denkmals zugänglich sein.

Die Architektinnen und Architekten von Studio SAAL erzählen über den Bauprozess und machen bei Führungen durch und um das Gebäude auf interessante Details aufmerksam. Ein kleines Rahmenprogramm wird kurzfristig bekanntgegeben werden.

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Röthis - Zehentkeller

Das Peterhaus, benannt nach dem Vorbesitzer, entstammt einem ursprünglichen Zehenthof aus nicht datierter Epoche. Ein Kellergewölbe von 1774 und das Haus von 1824 verleihen der neuen gastronomischen Nutzung einen stilvollen Rahmen.

Das Gebäude wurde von 2000 bis 2001 aufgrund der sehr gut erhaltenen Bausubstanz mit relativ geringem Aufwand saniert. Im Haus befindet sich seither eine Vinothek und ein Restaurant.

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Schruns - Batlogghalle

Die Kulturbühne oder Batlogghalle in Schruns wurde 1928 als Turnhalle errichtet. Bald danach wurde sie als Kino des Invalidenvereins genützt. In den 1950er-Jahren wurde die Batlogghalle, die durch die bekannten Batlogg-Spiele zu ihrem Namen kam, nach Plänen des Architekten Werner Pfeifer aus Schruns zu einem modernen Kulturhaus umgebaut.

Das Gebäude ist ein wertvolles Zeugnis der Blütezeit der Lichtspieltheater in den 1950er-Jahren, die bis ins Montafon ihre Spuren legte. 40 Jahre lag hatte das Ehepaar Mühlbacher das Kino gepachtet. 1993 wurde die Batlogghalle nach Umbaumaßnahmen und der Einrichtung zweier Bars als „Casablanca Kino“ wieder eröffnet. Auch für Theateraufführungen fand die Halle immer wieder Verwendung. 2004 wurde sie nach der Schließung des Casablanca-Kinos als Kulturbühne eingeweiht. Teile des Inventars befinden sich heute in der Sammlung der Montafoner Museen.

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Schruns - Bustour

Ein wichtiger Aspekt der Montafoner Kulturlandschaft ist die Baukultur im Tal und der fachgerechte und beispielgebende Umgang mit Erhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen.

Einige dieser Vorhaben haben bereits dazu geführt, dass Gebäude von bauhistorischem und heimatkundlichem Wert unter erheblichem finanziellen Aufwand und großem Arbeitseinsatz der Eigentümer für die Nachwelt erhalten werden konnten. Auch Elemente der Kulturlandschaft oder qualitätvolle zeitgenössische (Zu-)Bauten rückten in der Fokus der Fachjury. Aus diesem Grund vergibt der Stand Montafon in Zusammenarbeit mit dem Heimatschutzverein seit dem Jahr 2015 im Zwei-Jahres-Rhythmus eine offizielle Anerkennung in Form einer Kennzeichnung als Montafoner Kulturgut.

An diesem Nachmittag machen wir uns auf, einige der ausgezeichneten Bauten zu besuchen und über Baukultur sowie die Verbindung von Altem und Neuem zu diskutieren.

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Schruns - Bustour Kraftwerke Montafon

Mit der Gründung des Unternehmens Vorarlberger Illwerke 1901 wurde der Grundstein für die wegweisende Entwicklung der Wasserkraftnutzung in Vorarlberg gelegt.

In atemberaubendem Tempo wurden Technik und die Anforderungen an die Energiewirtschaft vorangetrieben. Deutliche Zeitabschnitte auf dem Weg der Erzeugung elektrischer Energie sind anhand ihrer Gebäude bis heute sichtbar.

Diese Zeitabschnitte erfahren wir bei unserer Bustour. Wir reisen zunächst zum damals größten Holz-Hybrid-Bau der Welt, dem Bürogebäude der VKW in Vandans, machen dann eine Zeitreise zurück in die 50er-Jahre und besuchen das Kraftwerk Lünersee, das damals größte Pumpspeicherkraftwerk der Welt, um zum Schluss das Kraftwerk Gampadels zu erreichen, ein 1923 errichtetes Gebäude - Meilenstein in der Geschichte der Energieerzeugung Vorarlbergs.

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Schruns - Christians Muntafuner Hus

Das wunderschöne, alte und originale Montafoner Haus wurde 1665 auf einer großen Wiese in der Ausserlitz in Schruns erbaut und hat 280 Quadratmeter Wohnfläche. Es muss früher einer wohlhabenden Familie gehört haben, denn es ist sehr großzügig mit vielen und großen Räumen angelegt. Es wurde im Jahr 2019 liebevoll und mit Feingefühl renoviert, um den Charakter des alten Montafoner Hauses zu erhalten und trotzdem auf keinen Komfort zu verzichten. Das kommt nun den dort wohnenden Gästen zugute, die den Charme des Hauses spüren und erleben können.

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Schruns - Dünglerhaus

Die Säumerroute führte von Bludenz über Vandans, Tschagguns und Galgenul über das Zeinisjoch ins Paznauntal oder über das Schlappinerjoch nach Graubünden in die Schweiz.

Das Haus am Veltlinerweg ist ein Säumergasthaus aus der Barockzeit, genauer dem 18. Jahrhundert. 1978 wurde es von den heutigen Eigentümern erworben. Das heute als Wohnhaus genutzte Montafonerhaus besteht aus einem massiven Mauerwerkssockel und einem darüber angeordneten Holzbau in Strickbauweise und einem holzgedeckten Satteldach. In enger Zusammenarbeit mit Architekt Keicher wurde das Gebäude innen und außen in den 1980er-Jahren liebevoll restauriert. 2019 erfolgte die Unterschutzstellung, im Sommer 2021 wurde das Dach neu eingedeckt. Bei den umfassenden Renovierungsarbeiten vor rund 40 Jahren wurde bewusst auf die Anwendung von natürlichen Baustoffen aus der Region geachtet. Die Umsetzung erfolgte durch Montafoner Handwerker, die unter Verwendung hochwertiger Rohstoffe und traditioneller Methoden dieses besondere Gebäude in der heutigen Form mitgestalteten. Die Sanierungsmaßnahmen aber auch die nachhaltige und weitsichtige Herangehensweise der Bauherrschaft werden in der Führung vor Ort näher erläutert.

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Schruns - Frühmesshaus

Das mächtige zweigeschossige Wohnhaus unter Satteldach auf hohem Kellergeschoss aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist teilweise gemauert und teilweise ein verschindelter Kopfstrickbau. Es besticht durch seinen giebelseitigen Mittelflureingang mit vorgelagerter zweiläufiger Treppe und seine historische Tür. Die hochrechteckigen Fenster haben noch originale Jalousieläden. Einige Innenräume sind mit flachen Felderdecken und Holzböden mit Einlegearbeiten ausgestattet.

Die hochwertige Ausstattung wurde für die jetzige Nutzung – eine Wohnung im oberen Geschoss und ein Architekturbüro im Erdgeschoss – behutsam instandgesetzt und aufgefrischt.

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Schruns - Haus am Münster

Das Bürgerhaus in Schruns wurde vor vielen Jahren aufgelassen und soll nun wieder zu neuem Leben erweckt werden. Durch eine sorgfältige Restaurierung unter Verwendung nachhaltiger Materialien, ausgeführt von kompetenten Fachkräften, wird auf energetische Sanierung sowie statische und bauphysikalische Ertüchtigung der Immobilie große Aufmerksamkeit gelegt. Ziel ist es aus dem verwahrlosten Gebäude ein edles und wertvolles Gästehaus im Herzen von Schruns zu errichten.

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Schruns - Heimatmuseum

Das seit 1906 bestehende Montafoner Heimatmuseum in Schruns gehört zu den ältesten seiner Art im ganzen Alpenraum.

Seit 1978 ist es in einem rund 500 Jahre alten Steinhaus am Kirchplatz im Hauptort des Montafons beheimatet. Das Museum beherbergt Kulturgut aus dem gesamten Tal und informiert über die traditionelle Lebensweise der Montafoner Bevölkerung.

Die aktuelle Sonderausstellung steht unter dem Titel „Krank – heil – gesund – Medizingeschichte(n) im Montafon". Die neue Dauerausstellung beschäftigt sich mit traditioneller Bekleidung und wirft neue Perspektiven auf die Geschichte der Montafoner Tracht. Eine weitere neue Dauerausstellung nennt sich „Zelle" und beleuchtet das Kapitel Zwangsarbeit im Montafon. Neben einer Rätselrallye für die ganze Familie können in der Museumsstube Fragen bei der „Sprechstunde Denkmalpflege" zur Unterschutzstellung eines Hauses oder generell zum Denkmalschutz gestellt werden. Ein weiteres Highlight ist ebendort die Präsentation und Diskussion zum Thema „Bestand Nutzen. Ein Begleitfaden". Hier geht es um Umnutzungen mit Mehrwert für die Öffentlichkeit, eine Fragestellung, der durch Laura Bonetti im Rahmen eines Pro Bono Projekts an der Universität Liechtenstein nachgegangen wird.

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Schruns - Josefsheim

Die Emotionen sind viel zu schön und die Erinnerungen viel zu präsent, um die Geschichte des Josefsheims in Vergessenheit geraten zu lassen. Es ist ein Objekt von geschichtlicher, künstlerischer und kultureller Bedeutung, vor allem aufgrund seiner Rolle als Zeugnis für die Armen- und Krankenversorgung sowie die Geburtskultur.

Es wurde 1912 als Armen- und Krankenhaus der Gemeinde Schruns erbaut. Die Entwürfe stammten vom Architekten Rusch aus Bregenz, Baumeister war Josef Pfeifer aus Schruns. Die Architektur des Gebäudes war ganz dem so genannten Heimatstil verpflichtet. Die Barmherzigen Schwestern aus Zams bezogen das Josefsheim 1913 mit ihren Pflegebedürftigen. In den 1920er-Jahren wuchs der Spitalbetrieb. 1940 wurde eine Entbindungsstation eingerichtet. Viele Montafoner:innen kamen hier zur Welt oder haben ihre Kinder hier geboren.

In den 1980er-Jahren wurde das Josefsheim umfassend saniert und umgebaut. Auch die Außenansicht wandelte sich. Mitte der 1990er-Jahre wurde es zum Pflegeheim und kurz darauf unter Denkmalschutz gestellt. Nach einiger Zeit der Teilnutzung und des Leerstands kam es in den Besitz der Silvretta Montafon und wurde 2019 erneut umfangreichen Sanier- und Umbaumaßnahmen unterzogen, um schließlich als Hostel und Restaurant neu eröffnet zu werden. Mit dem verantwortungsvollen und behutsamen Rückblick auf das, was war, entstand jetzt etwas Neues: etwas Mutiges, Junges und zeitgerecht Interpretiertes. Mit jedem Einheimischen, Gast oder Mitarbeiter wird das geschichtsträchtige Haus wiederbelebt und zu einem Ort, an dem man sich gerne trifft, Zeit verbringt und genießt. Ein sympathischer Treffpunkt für Jung und Alt. Gemeinsam hauchen wir diesem Stück Montafoner Geschichte neues Leben ein.

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Schruns - Münster Hl. Jodok

Die im Hauptort des Tals Montafon gelegene Kirche St. Jodok wurde 1866/67 im neuromanischen Stil erbaut und 2021 zum Münster erhoben.

Sie besitzt das größte Tonnengewölbe Vorarlbergs und wurde von drei Generationen der heimischen Künstlerfamilie Bertle ausgestaltet. Sie ist zudem die einzige Kirche Vorarlbergs, die gänzlich im „Nazarener-Stil“ gestaltet und erhalten worden ist.

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Schruns - Ortsrundgang

Auf einem Spaziergang durch den Hauptort des Tals erfahren wir allerhand Erstaunliches über die Menschen und die Ereignisse, die Schruns geprägt haben. Wir begeben uns auf die Spuren der Geschichte des frühen Tourismus, des Handels mit Vieh und Wein sowie des alten Gerichts. Berühmte Persönlichkeiten wie Ernest Hemingway begegnen uns auf dem Weg. Neben historischen Informationen lenken wir den Fokus auch auf Anliegen der Denkmalpflege, sprechen über Fenster, Materialien, Oberflächen und die Besonderheiten der unter Schutz stehenden Gebäude und deren Veränderungen.

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Schruns - Vallasterhaus

Das Haus Vallaster an der Bahnhofskreuzung in Schruns wurde nach den Plänen der Architekten Alois Dönz (1899-1979) und Franz Reznicek (1903-1999) in den Jahren 1937/38 für den Schrunser Kaufmann Alfons Vallaster errichtet.

Dönz und Reznicek waren Schüler beziehungsweise Mitarbeiter von Clemens Holzmeister und Lois Welzenbacher an der Staatsgewerbeschule in Innsbruck. Sie eröffneten 1929 ein eigenes Architekturbüro in Bludenz, welches das erste der Stadt war und bis 1975 bestand. Der Bauherr Alfons Vallaster betrieb im Erdgeschoss ein Geschäft für Hausrat und Eisenwaren. In den frühen 1960er-Jahren wurde dieses von seinem Sohn Armin Vallaster übernommen. In den 1970er- bis Anfang der 1980er-Jahre hatte die Montafonerbahn (MBS) dort ein Radio- und Fernsehgeschäft. Etwa in der gleichen Zeit wurden in den Obergeschossen unter dem Namen „Fremdenheim Kapell“ Gästezimmer vermietet. Ab 1983 befand sich im Erdgeschoss eine Filiale der Volksbank. 1988 wurde das Dach neu eingedeckt. 2018 ist im Untergeschoss die Tourismusinformation Schruns eingezogen.

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Schwarzenberg - Angelika Kauffmann Museum

Von außen unsichtbar enthält das im Kern über 450 Jahre alte Bregenzerwälder Haus im ehemaligen Stadel einen modernen Museumstrakt. Darin werden wechselnde Ausstellungen mit Originalwerken der Malerin Angelika Kauffmann gezeigt. Im ehemaligen Wohnteil befindet sich seit 1928 das Heimatmuseum.

In einem Rundgang durch das Haus können die Besucher:innen unmittelbar erlebbare Einblicke in eine bäuerliche Wohn-und Alltagskultur des 19. Jahrhunderts gewinnen. Im denkmalgeschützten Haus gehen im Geiste der modernen Vorarlberger Bauschule alte und neue Holzarchitektur ineinander über.

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Silbertal - Knappenkapelle am Kristberg

Mehr als 500 Jahre Vorarlberger Geschichte erzählt die noch im Original bestehende Kirche des Montafons. Sie hängt eng zusammen mit der interessanten Bergknappenzeit am Kristberg.

Bei einer exklusiven Führung mit dem Flötenspieler vom Kristberghof, Adolf Zudrell, erfahren Sie Wissenswertes über die mehr als 1000-jährige Geschichte der Bergknappen, die über 500-jährige Kirche und das Schürfen von Erz und Stein. Durch das Einstellen des Bergbaus vor mehreren Jahrhunderten können wir heute mit einer naturbelassenen Kulturlandschaft aufwarten. Die Spuren vom Bergbau sind nur noch an den überwachsenen Schütthalden und den Pingen sichtbar. Der damals für die Stützen der Stollen und das Brennholz der Schmelzöfen abgeholzte Wald hat sich schon lange erholt. Durch den Erhalt des bestehenden Gebäudes und der Sicherung dieses einmaligen Kulturdenkmals wurde und wird ein wertvoller Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz geleistet.

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Sonntag - Museum Großes Walsertal

Das imposante Doppelhaus im Herzen der Gemeinde Sonntag in Vorarlberg gehört selbst zu den ältesten erhaltenen Gebäuden im Tal.

Im Laufe der Jahrhunderte diente das Gebäude als Wohnhaus, Sennerei, Bäckerei und Gasthaus. Seit 1981 beherbergt das Haus ein Museum und das Archiv.

Heute befindet sich das Museumsgebäude samt Stall im Besitz der sechs Gemeinden des Tals. Für den Museumsbetrieb zeigt sich der Heimatpflegeverein verantwortlich.

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St. Gerold - Propstei

Im Zentrum des Programms stehen Archäologie und 1000-jährige Baugeschichte der Propstei St. Gerold.

Bauführungen durch das historische Haupthaus der Propstei bieten eine einzigartige Gelegenheit zu Einblicken in die ursprüngliche Bausubstanz der Anlage. Demonstriert werden auch archäologische Aufschließungen im Rahmen der Gesamtsanierung des historischen Haupthauses der Propstei St. Gerold.

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Sulz - Freihof

Die seit 1796 bestehende Gastwirtschaft zeigt heute das restaurierte Erscheinungsbild der Zeit um 1900.

Nach einer grundlegenden Restaurierung vermittelt der Freihof Sulz seit 2006 wieder das stimmungsvolle Ambiente eines Dorfgasthauses vor 100 Jahren. Neben der Gastronomie bieten die historischen Räume Platz für Seminare und Kulturveranstaltungen.

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Thüringerberg - Burgruine Blumenegg

Die Blumenegg gehört zu den am besten erhaltenen Burgen des Walgaus.

Die ausgedehnte Anlage mit einem Bergfried und einem repräsentativen mehrstöckigen Wohngebäude beweist, dass Blumenegg als Sitz hochadeliger Dynastien diente. Die mittelalterliche Burg entstand im 13. Jahrhundert als Sitz der Grafen von Werdenberg. Die Burg bildete den Mittelpunkt eines eigenen Herrschaftssprengels. Mit dem Tod des Churer Bischofs Hartmann IV. von Werdenberg 1416 gelangten seine Besitzungen Vaduz und Blumenegg an dessen Halbbrüder aus dem Freiherrengeschlecht von Brandis. Die Herrschaft der Familie währte nicht ganz 100 Jahre. Ihnen folgten Grafen von Sulz. Nach weiteren rund 100 Jahren erwarb das Benediktiner-Reichsstift Weingarten 1612 die Reichsgrafschaft Blumenegg und hielt sie bis 1802 in seinem Besitz.

1804 kam Blumenegg zu Österreich.

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Tschagguns - Brettersäge in Latschau

Die alte Säge am Rasafeibach in Latschau ist nach dem Flurnamen „Mülli“ benannt. Die Familie Loretz erwarb 1849 die seit dem 18. Jahrhundert betriebene Säge von den Geschwistern Gavanesch. Der heutige Zustand entspricht im Wesentlichen dem von 1907.

Im gemauerten Untergeschoss befindet sich das oberschlächtige hölzerne Wasserrad von 4,1 Metern Durchmesser, welches in der Radstube die Transmission antreibt. Diese sorgt über zwei exzentrische Schwungräder und die Stelzen für die Auf- und Abbewegungen des Venezianergatters, einem einfachen senkrechten Sägeblatt mit automatischem Vorschub.

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Wien

1010 Wien - Campus-Akademie

Das alte Universitätsviertel in der Wiener Innenstadt stellt seit jeher einen Ort des Wissens dar. Nach dem Abbruch des Collegium Ducale erfolgte 1624 die Grundsteinlegung für die Jesuitenkirche und für das Kollegsgebäude, unter Maria-Theresia wurde 1756 der Gebäudekomplex um die Neue Aula erweitert, in den 1820er-Jahren um einen modernen Bibliotheksbau ergänzt. Seit 1857 hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften ihren Sitz im Areal. 2017 startete die Bundesimmobiliengesellschaft die Sanierung des riesigen Gebäudekomplexes. Neben einer Reorganisation der Funktionsbereiche wurde der historische Baubestand behutsam restauriert und mittels sanfter Eingriffe an die Anforderungen eines modernen Wissens- und Forschungszentrums angepasst. Heute wird das Viertel von den Jesuiten, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Wien genutzt. Der Innenhof stellt das neue Zentrum des Campus Akademie dar, von dem aus Sie am Tag des Denkmals das Areal erkunden können. In Führungen erfahren Sie Einzelheiten über die Entwicklung des Universitätsviertels, über die dort ansässigen Institutionen, die Baugeschichte, die aktuellen Sanierungsmaßnahmen und über Baudenkmale als Ressource und Wissensspeicher.

Kinder können bei einer Rätselrallye den Hof und seine Geheimnisse erforschen. Weitere Programmdetails folgen.

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1010 Wien - Hans Hollein-Lokal Retti

Für den Entwurf eines kleinen Kerzenfachgeschäfts in Wien wurde der damals erst 32-jährige Architekt Hans Hollein im Jahr 1966 mit dem international renommierten Reynolds Memorial Award ausgezeichnet.

Dieses architektonische Kleinod heute wieder „originalgetreu“ erlebbar zu machen, wurde als Herausforderung angenommen. Dabei wurde nicht nur Augenmerk darauf gelegt, durch konservatorische Reinigung und Restaurierung die Oberflächen des Interieurs wiederherzustellen. Verlorengegangene Oberflächenbeläge (Teppichbelag, Wandseide) wurden mittels Archivrecherche möglichst nahe an die historische Erscheinungsform herangeführt. Darüber hinaus wurden Leuchtstrahler nach Originalplänen des Architekten nachgebaut und mit zeitgemäßer LED-Technologie ausgestattet. Dieses Vorgehen wurde auch auf die anderen vom Architekten entworfenen Lichtobjekte ausgeweitet.

Am Tag des Denkmals können Sie das Ergebnis dieser außergewöhnlichen Restaurierung besichtigen.

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1010 Wien - Haus der Geschichte Österreich

Das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) erzählt die jüngste Geschichte des Landes – in historischen Räumen der Neuen Burg am Wiener Heldenplatz. Durch das prachtvolle Prunkstiegenhaus gelangen Sie in die modern gestaltete Ausstellung „Neue Zeiten: Österreich seit 1918". Am Tag des Denkmals lädt das hdgö zu einer Spezialführung: Ganz im Sinne des Jahresthemas „Nachhaltigkeit" geht es dabei um eine Umweltgeschichte Österreichs.

Welchen Einfluss haben Menschen auf die Umwelt – und wie wirken Veränderungen in der Umwelt auf die Menschen zurück? Wodurch entstand eine österreichische Umweltbewegung? Wie engagieren sich Menschen in Österreich für den Umweltschutz – in der Vergangenheit wie heute?

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1010 Wien - Hofburg: Ahnensaal und Türkischer Salon sowie Sterbezimmer mit Kapelle

Die Nachhaltigkeit eines Denkmals wird beim Besuch im ältesten Teil der Hofburg, dem Schweizertrakt, deutlich. Fast 650 Jahre lang war die Hofburg Residenz der Habsburger. Heute ist das Areal Wohnsitz, Arbeitsplatz, Kulturzentrum und urbaner Erholungsraum. In einer Führung durch die historischen Räume im Schweizertrakt können die Wohnräume von Kronprinz Rudolf und Kaiser Franz II./I. besichtigt werden. Der Ahnensaal wurde 1873 bis 1876 als Speisezimmer für den 15-jährigen Kronprinz Rudolf ausgestaltet und mit Porträts bedeutender Habsburger versehen, um die historische Rolle der Dynastie als Kaiser des Heiligen Römischen Reichs zu betonen. Das ehemalige Schlafzimmer und Sterbezimmer des Biedermeier-Kaisers Franz II./I. kann ebenso besichtigt werden wie die, von seiner Witwe beauftragte kleine Kapelle, die als Erinnerungs- und Gedenkort an den „Guten Kaiser Franz“ gelten kann. Das Altarbild stammt von Leopold Kuppelwieser, ist 1835 datiert und zeigt Kaiser Franz I. im Krönungsornat mit der österreichischen Kaiserkrone, der sogenannten Rudolfskrone (1602), vor dem auferstandenen Christus kniend.

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1010 Wien - Hofburg: Betriebsfeuerwehr

In der Nacht vom 26. auf den 27. November 1992 brach im Großen Redoutensaal der Hofburg Wien ein Feuer aus, das die beiden Redoutensäle beinahe vollständig zerstörte. Der Brand, bei dem mehr als 240 Feuerwehrleute im Einsatz waren, ist vielen Menschen noch bis heute in Erinnerung geblieben. Das Ereignis jährt sich heuer zum 30. Mal. Aus diesem Anlass lädt die Betriebsfeuerwehr Hofburg am Tag des Denkmals zu Spezialführungen zum Thema Redoutensaalbrand ein, die einen Einblick in die Chronologie des Brands, in die Brandermittlungen und in die Wiederherstellung des Redoutensaals geben.

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1010 Wien - Hofburg: Burghauptmannschaft

In der Hofburg in Wien freut man sich auf viele kleine Gäste, die Schätze und Spuren suchen möchten: Kleine und große Abenteurer:innen gehen auf eine spannende Entdeckungsreise und lernen spielerisch die Hofburg Wien und das Areal kennen.

Anlässlich des Redoutensaalbrands, der sich heuer zum 30. Mal jährt, zeigt uns Kater Hofrat die Trakte, die damals von dem Brand betroffen waren. Lüften wir mit ihm spannende Geheimnisse rund um den Brand, die Brandermittlungen und die Wiederherstellung der Redoutensäle!

Löse mit ihm die Rätsel und finde den geheimnisvollen Schatz! Die Schatzsuche beginnt im Schweizerhof der Hofburg.

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1010 Wien - Hofburg: Die Wiener Hofmusikkapelle

Chorgesang und Orchesterspiel in höchster Vollendung haben die Wiener Hofmusikkapelle seit über 500 Jahren zu einem einzigartigen Monument in der Geschichte der europäischen Musik gemacht. Sie ist eine der weltweit ältesten Institutionen ihrer Art. Heute setzt sich das Ensemble aus Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, des Herrenchors der Wiener Staatsoper und den Wiener Sängerknaben zusammen.

Die Hofmusikkapelle gestaltet von September bis Juni sonntags um 09:15 Uhr den Gottesdienst in der Hofburgkapelle. Die wechselnden Teile der Messe (Proprium) werden von der Choralschola der Wiener Hofburgkapelle gestaltet.

Am Tag des Denkmals werden 60 Freikarten für die Messe mit der Wiener Hofmusikkapelle zur Verfügung gestellt. Diese Karten können ab 18. September online auf www.hofmusikkapelle.gv.at reserviert werden: Sitze in der Kategorie 12 EUR auswählen und bei der Zahlung den Aktionscode „denkmal2022“ eingeben. Es können pro Person maximal zwei Freikarten gebucht werden.

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1010 Wien - Jüdisches Museum Wien

Kann die Beschäftigung mit Geschichte und Kultur unserer Stadt nachhaltig sein, auch wenn wir nicht mit dem Rad ins Museum kommen? Jedenfalls.

Im Jüdischen Museum Wien begegnen wir zwei berühmten Fahrrad-Fans - ihr Wissen über Geschichte und die Kenntnis der Vergangenheit trägt zur Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft bei. Lernen wir unsere Stadt bei einem Rundgang in der Dauerausstellung unter einer neuen Perspektive kennen und erfahren wir, wie jüdische Wohltätigkeitsorganisationen dem Sozialstaat weit voraus waren und berühmte Wissenschafter:innen, Künstler:innen, Autorinnen und Autoren über ihre Zeit hinausgewirkt haben.

Die Natur kommt ebenfalls zu Wort, weil der jüdische Kalender ein Neujahrsfest für Bäume bietet und auch die Landwirtschaft Schabbat hält. Ein Blick in die Ausstellung „Love me kosher“ führt uns in einen paradiesischen Garten…

Der Eintritt ist nur im Rahmen der Führungen frei.

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1010 Wien - Metro Kino Kulturhaus

Kino, Ausstellungen und das audiovisuelle Erbe Österreichs im METRO Kinokulturhaus: Die aktuelle Ausstellung „100 Jahre Oskar Werner" spürt Leben und Werk eines zum Mythos gewordenen Weltstars nach. Genial und unverkennbar in seiner Kunst, unbestechlich und kompromisslos in seiner Haltung, sensibel und selbstzerstörerisch in seinem Sein.

Anlässlich seines 100. Geburtstages am 13. November präsentiert die neue Ausstellung neue, bislang unveröffentlichte Materialien aus dem vom Filmarchiv Austria aufgearbeiteten Nachlass: ein Jahrhundertkünstler im Licht der Gegenwart.

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1010 Wien - Museum für angewandte Kunst MAK

Das MAK, das letztes Jahr 150 Jahre Fersteltrakt am Stubenring feiern konnte und zudem stolzer Träger des Umweltzeichens ist, stellt am Tag des Denkmals drei Strategien vor, mit denen es die Ziele für eine klimagerechte Gestaltung umsetzt. Denn sowohl im Gebäudemanagement als auch innerhalb von Organisation und Struktur des Museums sowie nicht zuletzt in seiner inhaltlichen und programmatischen Ausrichtung setzt das MAK auf S(ustainable) D(evelopment) G(oals). Gundi Eßlinger, Leitung Gebäudemanagement, führt hinter die Kulissen des MAK und berichtet über viele wichtige Neuerungen der letzten Jahre in Sachen Nachhaltigkeit, wie beispielsweise die Elektrosanierung und die Umstellung auf LED, der Fernkälteanschluss und die Sanierung der Sanitäranlagen, um nur einige Maßnahmen zu nennen. Anschließend erzählt Katharina Egghart, Nachhaltigkeitsbeauftragte, wie das MAK mit der Verleihung des Umweltzeichens – aber auch schon davor – einen stetigen Verbesserungsprozess in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit angestoßen hat. Sie berichtet über die notwendigen Umstellungen, die organisatorischen und strukturellen Herausforderungen sowie die Evaluation der MAK Aktivitäten hinsichtlich Nachhaltigkeit. Abschließend wird in einer Führung durch das MAK DESIGN LAB erlebbar, wie vielfältig Design zu positivem Wandel beitragen kann. Über 500 Objekte, aber auch Werkzeuge, wissenschaftliche Recherchen und Technologien präsentieren alternative Wege unserer gegenwärtigen Lebensstile und zeigen Handlungsansätze für eine klimagerechte nachhaltige Wandlung unserer Produktionsweisen, Lebensweisen, Gewohnheiten und Systeme. Im MAK Design Kids Workshop befassen wir uns mit der klimafürsorglichen Umgestaltung unser „alten Häuser und Straßen“. Dabei entwerfen wir gemeinsam fantasievolle und alternative Ideen, um bestehende urbane Bestände nach klimagerechten Anforderungen umzugestalten. Der Eintritt ist nur nach Anmeldung im Rahmen der Führungen und des Kinderprogramms frei.

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1010 Wien - Österreichische Nationalbibliothek: Esperantomuseum

Im Esperantomuseum werden mehr als 500 Plansprachen dokumentiert.

Neben dem 1887 von Ludwik L. Zamenhof (1859–1917) veröffentlichten Esperanto erlangten im 20. Jahrhundert auch Ido und Interlingua relativ weite Verbreitung. Bereits 1914 erfolgte anlässlich des vierten Gesamtösterreichischen Esperantokongresses in Franzensbad die Errichtung des ersten Esperanto-Denkmals der Welt. Seitdem sind mehr als 1000 Esperanto-Denkmale in mehr als 50 Ländern errichtet worden, manche davon aus Blumen oder in Form von Bäumen.

In der Themenführung erfahren Sie mehr über diese Denkmale im Sammlungsbestand des Esperantomuseums.

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1010 Wien - Österreichische Nationalbibliothek: Globenmuseum

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden spezielle Globustypen entwickelt, welche das Klima bestimmende Faktoren in den Vordergrund der kartographischen Aussage stellten. Reliefgloben, meteorologische Globen und Klimagloben spielten in der Entwicklung der Klimakunde eine große Rolle als Veranschaulichungsmittel und Lehrmittel. Sie repräsentieren die Bandbreite der spezifischen kartographischen Ausdrucksform Globus und werden im Rahmen einer Themenführung vorgestellt und erklärt.

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1010 Wien - Österreichische Nationalbibliothek: Literaturmuseum

Das Grillparzerhaus ist ein Gebäude mit langer Geschichte: 1848 wurde dort das k.u.k. Hofkammerarchiv eingerichtet, das die Wirtschafts- und Finanzakten der Habsburger Monarchie aufbewahrte. 2015 wurde der denkmalgeschützte Biedermeierbau mit seinen Archivräumen und Regalen zum Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek umgebaut.

In einer Themenführung erfahren Sie mehr darüber, wie aus einem Archiv ein Museum und wie die historische Archivarchitektur in eine moderne Ausstellungsfläche verwandelt wurde.

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1010 Wien - Österreichische Nationalbibliothek: Papyrusmuseum

Seit April 2021 erstrahlt das Papyrusmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek in neuem Glanz. Werfen wir gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen und erfahren Sie bei dieser Themenführung mehr zu den nachhaltigen Überlegungen bei der Planung und Gestaltung unserer neuen Dauerausstellung.

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1010 Wien - Österreichische Nationalbibliothek: Sammlung von Handschriften und alten Drucken

Schon bevor die Klimakrise und die damit einhergehenden Naturkatastrophen zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema wurden, versuchten die Menschen die oft zerstörerische und lebensbedrohende Kraft der Natur zu verstehen und zu beherrschen. War es göttliche Strafe oder das Werk von Hexen, wenn das Getreide auf dem Feld verdorrte oder ein Unwetter hereinbrach? Hatten die Planeten Einfluss auf das Wetter auf der Erde?

In einer Themenführung werden alte Drucke und Handschriften vorgestellt, die zeigen, wie man sich in vergangenen Jahrhunderten vor der Bedrohung durch die Elemente zu schützen versuchte.

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1010 Wien - Palais Niederösterreich

Das alte Niederösterreichische Landhaus im ersten Wiener Gemeindebezirk ist eines der geschichtsträchtigsten und traditionsreichsten Gebäude des Landes Niederösterreich.

Im Jahre 1513 erwarben die Stände Niederösterreichs, Vorläufer des heutigen Niederösterreichischen Landtags, unweit der Hofburg eine Realität von den Brüdern Liechtenstein, um hier ihre Landtage abhalten zu können. Ab 1835 erfolgte ein umfassender Umbau im klassizistischen Stil. Im Inneren haben sich bedeutende Ausstattungen aus allen Bauphasen erhalten. Heute wird das Haus für Veranstaltungen genutzt. Für Kulturinteressierte bieten wir am Tag des Denkmals wieder spezielle Führungen durch die historischen Räume des Palais Niederösterreich an. Renommierte Kulturvermittler bringen Ihnen die Geschichte des Gebäudes näher und erzählen Ihnen auch die eine oder andere Anekdote darüber, was sich in den vergangenen mehr als 500 Jahren in unserem Hause zugetragen hat. Falls Sie die Räumlichkeiten selbständig erkunden möchten, stellen wir Ihnen Audioguides (begrenzte Stückzahl) zur Verfügung.

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1010 Wien - Palais Todesco

Das ehemalige Todesco-Haus wurde 1863 bis 1865 vom Architekten Anton Baumgartner für die Bankiers Eduard und Moritz von Todesco als zweiter Wohnsitz nach dem ehemaligen Todesco-Palais in der Kärntner Straße erbaut. Auch dieses Gebäude erhielt wie jenes in der Kärntnerstraße eine kostbare Innenausstattung mit Holzvertäfelungen, Holzkassettendecken, Stuckmarmorverkleidungen, Stuckzierteilen und Deckengemälden sowie Fresken. Nach mehreren Besitzerwechseln und Adaptierungen für unterschiedliche Nutzungen hatten die wertvollen Ausstattungen zahlreiche Schäden erlitten: abgeschlagene Zierteile, zum Teil entfernte und mit Tapeten überspannte Stuckmarmorflächen - ein vollkommen anderer Raumeindruck war entstanden. Der Eigentümer des Gebäudes entschloss sich nach Auszug des letzten Mieters dem Haus wieder seinen ursprünglichen Glanz zurückzugeben und eine umfassende Restaurierung in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt durchzuführen. Spätere Zubauten und Ausstattungselemente werden entfernt, die originalen Dekore werden aufwändig restauriert und verloren gegangene Flächen und Zierteile werden originalgetreu rekonstruiert. Vergoldungen und ursprüngliche Fassungen werden wieder hergestellt. Am Tag des Denkmals können Besucher:innen bereits fertiggestellte Räume besichtigen und von den dort tätigen Restauratorinnen und Restauratoren Einblicke in deren Arbeit gewinnen.

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1010 Wien - Secession

Seit über 120 Jahren ist die Secession der Dreh- und Angelpunkt für Kunst.

Äußerlich blieb der Ziegelbau Olbrichs weitgehend unverändert. Im Inneren fand jedoch ein raumeffizientes Wachstum statt. Heute sind neben dem Beethovenfries drei zeitgenössische Ausstellungen zu sehen.

Wir führen Sie nachhaltig durch das Lorbeerbaumgebäude und laden Sie dazu ein, seine grüne Ader zu entdecken.

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1020 Wien - Augarten

Der in Oberkrain im heutigen Slowenien geborene Anton Janscha (1734 - 1773) gilt als Pionier in der Bienenzucht.

Sein Vater, ein Bauer, pflegte und bewirtschaftete wohl über 100 Bienenstöcke. So schnupperte der kleine Anton schon früh die „Bienenluft". Janscha, der weder lesen noch schreiben konnte, als er Anfang der 1760er-Jahre nach Wien kam und der auch kein Deutsch verstand, veröffentlichte bereits zwei Jahre später seine erste Abhandlung über das Schwärmen der Bienen in deutscher Sprache. Im Jahr 1769 beschloss die österreichische Kaiserin Maria Theresia, eine kaiserliche Bienenschule zu eröffnen und Anton Janscha wurde 1770 der erste Direktor der im Wiener Augarten angesiedelten Theresianischen Imkerschule. Janschas nur vierjährige Lehrtätigkeit an der Wiener Anstalt, wohl der ersten staatlichen Bienenzuchtlehranstalt, verschaffte der Schule sehr schnell einen ausgezeichneten Ruf. Von allen Seiten strömten Schüler, vor allem aus der Landwirtschaft, herbei; auch der Adel zeigte starkes Interesse und selbst die Kaiserin erschien häufig zu seinen Vorträgen. Janscha schrieb ein über 200 Seiten starkes Buch über die Bienenzucht, das mit eigenen Kupferstichen geziert ist, dessen Erscheinen er allerdings nicht mehr erlebte. 1773 starb er, erst 39 Jahre alt, an einem hitzigen Fieber. Auch heute beherbergt der Augarten eine Schau-Imkerei und Imkermeister Eugen Aberer wird dieses interessante Kapitel in der Geschichte des Augartens in Führungen näherbringen.

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1020 Wien - Bamherzige Brüder: Klosterkirche und Orgel

Die Klosterkirche der Barmherzigen Brüder Wien wurde ab 1622 gemeinsam mit dem angrenzenden Kloster und dem Spital errichtet.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach durch Brände und Kriege beschädigt, wieder auf- und umgebaut. Ihre hoch aufragende Turmfassade, die in den Straßentrakt des Klosters integriert ist, stammt noch aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Der Innenraum der Kirche ist mit reichem Stuckdekor des 17. und 18. Jahrhunderts geschmückt und besitzt eine bemerkenswerte Innenausstattung. 2021 wurde in Vorbereitung des 400-Jahr-Jubiläums die Orgel, die 1765 von dem bedeutenden Wiener Orgelbaumeister Johann Hencke erbaut worden war, einer aufwändigen Gesamtrestaurierung unterzogen. Dabei wurde sowohl das Instrument, als auch das Gehäuse, das gemeinsam mit der Brüstung der Orgelempore den Innenraum der Kirche prägt, umfassend restauriert. Auch die gestalterisch zur Orgel gehörige Kanzel von 1736 und Teile der barocken Sakristeiausstattung wurden restauriert.

Am Tag des Denkmals laden die Barmherzigen Brüder zu einer Spezialführung in die Klosterkirche und präsentieren gemeinsam mit Restauratorinnen und Restauratoren die jüngsten Arbeiten.

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1030 Wien - Haus der Industrie

Das 1911 von Kaiser Franz Josef eröffnete Haus der Industrie ist einer der letzten Großbauten des Historismus in Wien.

Das viergeschossige Büropalais wurde vom Wiener Architekten Karl König geplant. Mit der prächtigen Innengestaltung in den großen Repräsentationsräumen zählt das Haus der Industrie zu einem der schönsten Tagungsorte Wiens aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.

Historische Bedeutung erlangte das Haus der Industrie nach dem Zweiten Weltkrieg als Sitz des Alliierten Rates in Österreich. Hier wurde 1955 der Österreichische Staatsvertrag verhandelt.

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1030 Wien - Oberes Belvedere

Wie viel Wasser haben Sie heute schon verbraucht? Welcher Anteil davon wäre vermeidbar gewesen? Und was können wir alle tun, um die globale Wasserkrise zu bewältigen? Der Zugang zu sauberem Wasser und Hygiene ist ein Grundrecht, doch ringen Milliarden Menschen täglich um jeden Tropfen der kostbaren Ressource.

Am Tag des Denkmals 2022 taucht das Belvedere in die Welt des blauen Golds ein. Kunstwerke aus der Sammlung laden dazu ein, das Wesen von Wasser in seiner kulturgeschichtlichen, sozialen und ökologischen Dimension zu diskutieren.

Der Eintritt ist nur für zu den Führungen angemeldete Personen frei.

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1030 Wien - Unteres Belvedere

Als frühester Sommersitz des Prinzen diente das Untere Belvedere vor 300 Jahren auch als Herberge für kostbare und seltene Orangenbäume. Gab es damals schon ein ökologisches Bewusstsein?

In der ersten Führung um 10:30 Uhr zu „Barock und Nachhaltigkeit" durch die Prunkräume erfahren Sie mehr über Prinz Eugens grünen Daumen und die heutigen Herausforderungen zum Thema Nachhaltigkeit im Barockschloss.

Der zweite Rundgang um 11:30 Uhr führt Sie durch die Ausstellung „GROW. Der Baum in der Kunst". Hier wird die religiöse, künstlerische und ökologische Bedeutung des Baums geklärt. Diese Führung gibt Ihnen einen multisensorischen Impuls zum Nachdenken und Handeln im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit.

Der Eintritt ist nur für zu den Führungen angemeldete Personen frei.

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1040 Wien - Ehrbar Saal

Historische Konzertsäle sind ein wichtiges Kulturgut. Ihre Erhaltung und nachhaltige Instandsetzung sind unerlässlich.

Durch das sehr reiche musikalische und künstlerische Erbe Wiens und die über Jahrhunderte große Attraktivität der Stadt für Künstler:innen und Musiker:innen gibt es eine große Menge an über die Stadt verteilten Konzertsälen. Der Ehrbar Saal, der für den Klavierfabrikanten Friedrich Ehrbar ausschließlich für Konzertzwecke konzipiert wurde, ist einer der ältesten Konzertsäle seiner Art. Er wurde im Stil der italienischen Hochrenaissance 1876 mit aufwendigen Handwerkstechniken errichtet. Diese umfassen Stuckmalereien, das Ätzen von Glas, aufwendige Holzarbeitstechniken wie die Thonet Technik, das Biegen von massivem Holz, aufwendige Messingguss- oder Kupferarbeiten sowie Steinmetzarbeiten mit Marmor. Dank des Einbaus moderner Technik – insbesondere klimatisch nachhaltiger Einbauten wie schall- und wärmegedämmter Fenster und Türen, energietechnisch optimierter Beleuchtung und der Modernisierung der Heizungs- und Lüftungsanlage – erfüllt der Ehrbar Saal noch heute die Bedürfnisse eines modernen Konzertsaals. Bei einer Führung lernen Sie die Historie des Ehrbar Saals und dessen historische Bedeutung für das Wiener Konzertgeschehen kennen. Außerdem erfahren Sie, wie bei den jüngsten Sanierungsarbeiten die historische Bausubstanz mit modernisierten Elementen kombiniert wurde. Speziell eingegangen wird auf die Themenbereiche Holz und Parkett, Kupfer/Messing, Marmor und Malerei.

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1040 Wien - Französische Botschaft

In der Aufbruchsstimmung der vorigen Jahrhundertwende beschloss die Republik Frankreich, in der Kaisermetropole Wien ein Botschaftsgebäude zu errichten.

Es sollte ein architektonisches Schmuckstück und ein Manifest der Moderne werden, weshalb man den Stil Art Nouveau wählte, der sich in Frankreich zeitgleich zum Wiener Jugendstil entwickelt hat. Der Architekt G. Chedanne gestaltete gemeinsam mit renommierten Künstlern und Kunsthandwerkern wie Majorelle zwischen 1904 und 1912 ein französisches Gesamtkunstwerk, das auch Einflüsse des Wiener Standorts erkennen lässt. Zu bewundern entstand ein europäisches Kulturerbe, das Frankreich gerne mit Österreich teilt. Passend zum diesjährigen Schwerpunkt Des Tag des Denkmals „Denkmal voraus – Denkmalschutz = Klimaschutz“ laufen derzeit auch konkrete Überlegungen, um dem Zeitgeist entsprechend eine effiziente Ressourcen- und Flächennutzung sicherzustellen. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges globales Anliegen, für das sich die Botschaft nicht nur an ihrem Standort einsetzt, sondern das auch tagtäglich im Zentrum ihrer diplomatischen Aktivitäten steht. Das zeigt einmal mehr: Denkmale sind keine verstaubten Gebäude von gestern, sondern lebendige Orte, an denen aus Vergangenem Künftiges geschaffen wird.

Anmeldungen sind ab 12. September 2022 möglich.

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1040 Wien - Wien Museum

Das vom Wiener Architekten Oswald Haerdtl geplante, 1959 eröffnete Wien Museum am Karlsplatz wird zu einem zukunftsweisenden Stadtmuseum ausgebaut. Das neue Gebäude am Karlsplatz war der erste und lange Zeit einzige Kulturneubau der Nachkriegszeit in Wien. Schon zur Eröffnung wurde die Raumknappheit bemängelt – ein Thema, das schließlich 2015 in einen internationalen Architekturwettbewerb mündete. Aufgabe war es, den denkmalgeschützten Haerdtl-Bau zu integrieren und den Karlsplatz als Umfeld mit einzubeziehen. Das Siegerprojekt, der Entwurf von Certov, Winkler + Ruck Architekten, wird nun seit Juli 2020 umgesetzt. Das Architekturbüro fand die architektonische Lösung in einem erweiterten, über dem solitären Gebäude schwebenden Neubau, der zwei zusätzliche Geschosse ergibt. Ebenso dringlich wie der Ausbau war die hochwertige Sanierung des denkmalgeschützten Haerdtl-Gebäudes, in dem eine neue Dauerausstellung die Geschichte Wiens über drei Etagen und in einer neuen, zentralen Halle für Großobjekte erzählen wird. Die Sanierung geschieht unter Einbezug der heutigen Baunormen und in permanenter Absprache mit dem Bundesdenkmalamt. Vor Baubeginn wurden alle historischen Bau- und Ausstattungsteile definiert, eingehaust oder, wie zum Beispiel die Haerdtl-Direktion, komplett ausgebaut. Ein Kompetenzteam aus Restauratorinnen und Restauratoren für Metall, Holz und Stein begleitet diese Maßnahmen, die notwendigen Restaurierungen und den späteren Wiedereinbau. Neuanfertigungen, wie zum Beispiel die neuen Fassadensteine, erfolgen nach dem Vorbild des historischen Bestands. Das Bundesdenkmalamt begutachtet jeden Entwicklungsprozess. Ende 2023 soll das Wien Museum mit mehr Platz für die hochkarätigen städtischen Sammlungen und für Sonderausstellungen wiedereröffnet werden. Adäquate Flächen für Vermittlung und Schulklassen, funktionale Räumen für Veranstaltungen und ansprechende Kulinarik sind ebenso geplant.

Die Teilnahme nur mit vorheriger, bestätigter Anmeldung möglich.

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1040 Wien - Wiener Tramwaymuseum WTM

Das Wiener Tramwaymuseum, kurz WTM, besitzt neben vielen Kleinobjekten 109 historische Straßenbahnwagen, von der Pferdetramway aus 1868 über die ersten „Elektrischen“ bis zum ULF-Versuchsträger, alle denkmalgeschützte Unikate. Einige historische Tramway-Wagen kann man ganzjährig zu Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeiten oder Firmenevents mieten.

Am Tag des Denkmals laden wir Sie ein, wie einst der Kaiser durch Wien zu fahren, denn obwohl Klimaschutz damals noch kein Thema war, sind unsere Denkmale schon immer der Zeit voraus gewesen und fahren seit über 100 Jahren umweltfreundlich mit Strom und abgasfrei durch Wien. Zudem dienen die Züge an diesem Tag auch als „Hop On/Hop Off“-Möglichkeit zum Besuch weiterer Programmhighlights. Rundfahrten: Quartier Belvedere – Ring-Kai-Ring – Quartier Belvedere Mehr Details, wie Haltestellen und Zeiten auf: www.tram.at/tag-des-denkmals

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1050 Wien - Margarete Schütte-Lihotzky Zentrum

Die Wohnung Margarete Schütte-Lihotzkys, der bedeutendsten und international bekanntesten Architektin Österreichs, in der sie ihre letzten 30 Lebensjahre verbrachte, wurde 2021 unter Denkmalschutz gestellt.

Nach Sanierung und partieller Rekonstruktion der ursprünglichen Innenausstattung wird hier die Verbindung von tradierter Wiener Wohnkultur mit der Moderne erfahrbar. Die Intentionen der Architektin zum Wohnen, die Frauen einen selbständigen Arbeits- und Lebensbereich ermöglicht haben, werden vermittelt. Die Wohnung mit dem ökonomischen Grundriss von 56 Quadratmetern und dem vorgelagerten Dachgarten von 32 Quadratmetern kann als Musterbeispiel urbaner zeitgemäßer Wohnkultur betrachtet werden. Innen- und begrünter Außenraum sind direkt verbunden und schaffen ideale klimatische Wohnbedingungen.

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1070 Wien - ehemaliges Finanzamt

Das ehemalige Finanzamt für die Bezirke 6, 7 und 15 wurde 1907 von Hans Dworak als repräsentatives und modernes Wohnhaus geplant.

Im Erdgeschoß befand sich ein Atelier für dekorative Bildhauerei, Stukkateur und Kunststein-Erzeugung der Firma Jung, Russ & Co. Diese damals sehr erfolgreiche Firma nutzte das Haus auch gleich als Beispiel ihrer Kunstfertigkeit und schmückte das Entree, das Stiegenhaus, die Wohnungen sowie die Fassade mit Stuckatur und Dekoration der besonderen Art und in besonders aufwendiger Ausführung. 1933 wurde das Haus zum Finanzamt, die schönen Verzierungen verschwanden größtenteils hinter Farbe, Verputz und Fliesen.

Erst nach dem Auszug des Amts 2016 wurden bei einer restauratorischen Untersuchung die reichen Schätze wiederentdeckt. Insbesondere die Gestaltung der Decke im Entree als orientalischer Teppich, die blauen und schwarzen stucco lustro Wände sowie der kräftige blaue Himmel über dem goldfarbenen Stiegengeländer sind hier zu erwähnen.

Der neue Eigentümer hat dem Haus mit der „Rückplanung“ in Wohnungen nicht nur seine ursprüngliche Funktion zurück gegeben, sondern in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt diese dekorativen Elemente sehr aufwändig sanieren lassen. Ein Schmuckstück dieser Bauepoche ist so endlich wieder zu sehen.

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1080 Wien - Palais Auersperg

Das letzte Mal vor Herbstbeginn öffnet sich die barocke Gartenanlage des Palais Auersperg, um am Tag des Denkmals zusammen mit allen Besucher:innen und Mitwirkenden den Tag ausklingen zu lassen.

Nach getaner Arbeit und dem Besuch zahlreicher Denkmale in Wien lädt die Kulisse des Palais Auersperg zum Austausch über die frisch gewonnen Eindrücke und zur Diskussion über klimagerechte Sanierungskonzepte und Aspekte der Wiener Denkmallandschaft.

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1080 Wien - Volkskundemuseum

Wir gehen zu Beginn der Frage nach: Was hält die Gesellschaft gegenwärtig für kulturell wertvoll, welche Aspekte für vermittlungswürdig?

Das barocke Gartenpalais Schönborn soll ab 2024 aus den Mitteln des Wiederaufbau-Fonds der EU restauriert und saniert werden. Anknüpfend daran setzt sich das Volkskundemuseum Wien in der Sonderausstellung „Was uns wichtig ist!" mit dem Thema Kulturerbe sowie Erinnerungskultur auseinander und versammelt dazu Positionen zeitgenössischer Kunst. Anschließend besuchen wir gemeinsam mit dem „Forscherteam Wiener Unterwelten“, Lukas Arnold und Marcello La Speranza, ein Beispiel für ein „schwieriges“ Erbe: Wir gehen in den Schönbornpark, wo sich der im Zweiten Weltkrieg öffentlich zugängliche Luftschutzbunker befindet. Der Bunker sowie Teile der Kelleranlagen sind heute noch als Museumsdepot in Verwendung, was für manche Sammlungsobjekte aus konservatorischen Gründen problematisch ist. Derzeit wird über eine neue Nutzung des Bunkers nachgedacht. Die Kulturvermittlerinnen Dagmar Czak und Katrin Prankl informieren über mögliche Umbau-Pläne zu einem Veranstaltungs- und Ausstellungsort.

Pro Führung können maximal 25 Personen teilnehmen.

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1090 Wien - Jüdischer Friedhof Seegasse

Der Friedhof liegt im Hof eines heutigen Pensionistenwohnheims und reicht in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Er ist damit der älteste erhaltene jüdische Friedhof Österreichs mit einer Fläche von circa 2300 Quadratmetern und diente bis 1783 der jüdischen Gemeinde als Begräbnisstätte.

Um die nach Schändung des Areals noch verbliebenen Grabsteine vor Zerstörung zu bewahren, wurden diese im Jahre 1943 auf den Zentralfriedhof Tor IV gebracht und dort vergraben. Erst im Jahre 1984 konnten diese Grabsteine auf den Friedhof Seegasse zurückgebracht und wieder aufgestellt werden. Seit 2011 wird der Friedhof mit Unterstützung der Gemeinde Wien und des Bundesdenkmalamts laufend saniert. Die Grabsteine werden nach einer genauen Vermessung des Geländes unter Mithilfe israelischer rabbinischer Fachleute wieder an ihren historischen Orten aufgestellt und restauriert. Das für die Grabsteine entwickelte Restaurierkonzept sieht vor, den Alterswert der Grabsteine zu bewahren und die bewegte Geschichte des Friedhofs sichtbar zu machen. Bei der Restaurierung der einzelnen Grabsteine wird das Hauptaugenmerk auf die Wiederherstellung eines intakten Erscheinungsbilds mit geschlossenen Umrisslinien gelegt.

Männer werden gebeten, beim Betreten des Jüdischen Friedhofs aus religiösen Gründen eine Kopfbedeckung zu tragen. Das Betreten des Areals erfolgt auf eigene Gefahr.

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1090 Wien - Votivkirche

Im Rahmen Des Tag des Denkmals lädt das Institut für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst Wien gemeinsam mit Pfarrer Joe Farrugia zu einer exklusiven Führung durch das neu aufgestellte Museum in der Votivkirche in Wien.

Die Votivkirche ist nicht nur der einzige Sakralbau, sondern auch der erste Monumentalbau der Wiener Ringstraße. Der Ring als Prachtboulevard mit repräsentativen Gebäuden entstand ab 1857 im Zuge der Stadterweiterung anstelle der obsolet gewordenen Verteidigungsbauwerke und des Glacis rund um die Stadt. Der Entschluss, die Votivkirche an ihrem heutigen Platz zu errichten, fiel sogar noch vor dem offiziellen Start der Stadterweiterung, weshalb sie einen besonderen Stellenwert in der historistischen Ringstraßenarchitektur einnimmt.

Das heutige Museum befindet sich im erhöhten Oratorium hinter dem Altar – einem Raum, der ursprünglich dem Kaiserpaar vorbehalten war. Gezeigt werden nicht nur wertvolle liturgische Geräte, teils vom Architekten Ferstel selbst entworfen mit dem Ziel ein Gesamtkunstwerk zu schaffen. Auch die eindrucksvollen Glasmalereientwürfe sind zu bestaunen. Einen der Höhepunkte der Ausstellung stellt der spätgotische Antwerpener Passionsaltar dar, der im Rahmen einer Diplomarbeit am Institut für Konservierung und Restaurierung eingehend untersucht und restauriert wurde. Das Institut für Konservierung und Restaurierung unter Leitung von Frau Professorin Gabriela Krist war federführend in die Konzeption der Neuaufstellung involviert. Die Restaurierung der Objekte erfolgte durch Mitarbeiter:innen, Studierende, Absolventinnen und Absolventen des Instituts. Im Sakralraum der Votivkirche wird überdies gerade die Kanzel von der Stein-, Metall- und Gemälderestaurierung des Instituts restauriert.

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1130 Wien - Erzbischöfliche Schlossanlage

Im Nordtrakt des Erzbischöflichen Schlosses befindet sich ein Raumkompartiment mit exotischen Wand- und Deckenmalereien aus dem Spätbarock, das einer interessierten Öffentlichkeit bis dato kaum zugänglich war: 1762/63 schuf hier der später zu Berühmtheit gelangte Maler Johann Baptist Wenzel Bergl für Kaiserin Maria Theresia erstmals eine großflächige Raumausstattung in Form exotischer Illusionsmalerei.

Die damals bekannten vier Erdteile wurden durch fremdländische Pflanzen und Tiere und durch zahlreiche Schätze aus der Natur dargestellt. Das Ergebnis beeindruckte die Kaiserin so sehr, dass sie Bergl in Folge für weitere künstlerische Tätigkeiten am Kaiserhof verpflichtete. Nicht nur Räume in der Hofburg und im Schloss Schönbrunn, auch der Gartenpavillon des Stiftes Melk wurden in Folge von Bergl „nach der Sankt Veit Art“ ausgestattet. Mit seinen Landschaften voll exotischer Pflanzen und Tiere schuf Bergl eine für die (privilegierten) Betrachter:innen neue, aufregende Welt.

Viele der gezeigten Objekte aus Flora und Fauna können wir heute noch identifizieren - aber wie lange noch? Sie werden in aller Welt durch Raubbau an der Natur bedroht. Sind Bergls Bilder dann die letzten Zeugen einer von Klimaerwärmung und Ausbeutung zerstörten Tier- und Pflanzenwelt?

Am Tag des Denkmals können die Wand- und Deckenmalereien, die derzeit aufwändig restauriert werden, öffentlich besichtigt werden. Bergls illusionistische Exotik ist ein Signal an alle für einen sorgsamen Umgang mit der Natur.


Anmeldungen werden ab 12. September 2022, 9:00 Uhr entgegengenommen. Sehr begrenzte Teilnehmer:innenanzahl!

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1140 Wien - Bahá'í Center Austria

Das ehemalige k.u.k. Offizierskasino wurde in den Jahren 1903 bis 1905, vermutlich von einem Schüler Otto Wagners, im Stil der Frühmoderne unter Verwendung von Jugendstil-Ornamenten erbaut. Seit 2008 beherbergt das nach den Auflagen des Denkmalschutzes restaurierte Gebäude das Zentrum der österreichischen Bahá'í-Gemeinde und dient der Abhaltung von Festen, Vorträgen, Studienkreisen und interreligiösen Dialogen.

In einer Führung durch das repräsentative Gebäude lernen Sie dessen Geschichte und seine aktuelle Nutzung kennen. Das Bahá'í Center Austria ist lebendiger Teil der weltweit für die Einheit der Menschheit wirkenden Bahá'í-Gemeinde - ein Denkmal mit nachhaltiger und zukunftsorientierter Nutzung. Am Abend des Tag des Denkmals wird das um 1900 spielende Theaterstück „Wanted" vom Ensemble von Nicole Fendesack aufgeführt. Die berühmte Schauspielerin Sarah Bernhardt trifft auf die österreichische Frauenrechtlerin Marianne Hainisch. Beide sind inspiriert von der persischen Dichterin Táhirih. Thematisiert werden Frauenrechte, Selbstbestimmung, Antisemitismus und religiöses Vorurteil. Zum Besuch der Theateraufführung sind Sie ebenfalls herzlich eingeladen (Beginn um 18:00 Uhr).

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1140 Wien - Technisches Museum

Die Vereinten Nationen haben 17 Entwicklungsziele vereinbart – die sogenannten Sustainable Development Goals, kurz SDGs, um nachhaltige Entwicklung zu stärken – Nachhaltigkeit bezogen auf Wirtschaft, Soziales und Ökologie. Die SDG-Führung stellt verschiedene Objekte des Museums in den Kontext der 17 Nachhaltigkeitsziele und erzählt von technischen Innovationen mit dem Potential, die Welt nachhaltig zu verändern – sowohl mit Blick in die Vergangenheit als auch in die Zukunft.

Unter dem Motto „Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“ bietet die Führung Denkanstöße zu komplexen Fragen unserer Zeit. Die Menschheit steht vor vielen großen Herausforderungen – global, regional und lokal. Ist nachhaltige Energiegewinnung möglich? Welche innovativen Ansätze gibt es oder gab es bereits im Bereich der Mobilität? Wie können Ungleichheiten verringert oder der Zugang zu Ressourcen gerecht gestaltet werden?

Der Eintritt ist nur im Rahmen der Führungen frei. Details unter: www.technischesmuseum.at

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1180 Wien - Villa Rezek

Lange Zeit war die im Jahre 1933 nach den Plänen des in Österreich geborenen Architekten Hans Glas errichtete Villa Rezek trotz ihrer opulenten Größe und prominenten Lage auf dem Rücken der Windmühlhöhe nur ein paar wenigen Fachleuten bekannt. Nach zahlreichen Veränderungen und Zerstörungen in den letzten Jahrzehnten begann 2019 die Restaurierung und Rekonstruktion dieses Musterbeispiels der Wiener Moderne der Zwischenkriegszeit.

Die Führung gibt einen Überblick über die aktuelle Restaurierung und die damit verbundenen Herausforderungen.

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1190 Wien - Casino Zögernitz

1837 erwarb der Wiener Bürger Zögernitz einen Grund, der einst in kaiserlichem Besitz gewesen war. Zögernitz erbaute im Biedermeierstil ein Kasino, das mit seinem reich dekorierten Saal und dem wunderschönen Garten ein beliebter Treffpunkt der Wiener Gesellschaft wurde. Konzerte, unter anderem von Lanner und Strauß, sowie Volksfeste im Garten oder im großen Saal zählten zu den lokalen Ereignissen besonderer Art. Wir bieten am Tag des Denkmals mehrere Führungen durch das geschichtsreiche Gebäude. Die Sanierung des historischen Saals schreitet voran. Die historische Wandbemalung wird wiederhergestellt und der Saal architektonisch in seinen ursprünglichen Zustand versetzt.

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1190 Wien - Jüdischer Friedhof Währing

Der jüdische Friedhof Währing – 1784 gegründet und bis 1879 belegt – beherbergte nach mehrfacher Erweiterung bis zu 9500 Gräber, darunter zahlreiche Grabstätten berühmter Persönlichkeiten. Als Begräbnisstätte der jüdischen Gemeinde ist er ein Spiegelbild für ihren Anteil an Wiens Vergangenheit und ein einzigartiges Dokument der Wiener Geschichte. Der Friedhof und seine Grabsteine waren seit Jahrzehnten dem Verfall preisgegeben. Seit 2019 findet nun die abschnittsweise Instandsetzung statt. Am Tag des Denkmals haben Sie die Möglichkeit, das Areal des jüdischen Friedhofs Währing zu besichtigen und sich ein Bild vom Zustand aber auch vom Fortschritt der Restaurierungsarbeiten zu machen. Männer werden ersucht, eine Kopfbedeckung zu tragen.

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1190 Wien - Waschsalon Karl-Marx-Hof: Das Rote Wien

Der Karl-Marx-Hof, ein Werk des Otto-Wagner-Schülers Karl Ehn, erstreckt sich über eine Länge von mehr als einem Kilometer. Zusätzlich zu den 1382 Wohnungen für etwa 5000 Menschen verfügte der Gemeindebau ursprünglich über zwei Zentralwäschereien mit 62 Waschständen, zwei Bäder mit 20 Wannen und 30 Brausen, zwei Kindergärten, eine Zahnklinik, eine Mutterberatungsstelle und eine Bibliothek, ferner über ein eigenes Postamt, eine Krankenkassenstelle, eine Apotheke und 25 weitere Geschäftslokale.

Am Tag des Denkmals finden drei Führungen zu unterschiedlichen Zeiten durch den Karl-Marx-Hof statt. Treffpunkt ist jeweils vor dem Bahnhof Heiligenstadt (Endstelle U4). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Museum zum Roten Wien kann im Anschluss individuell besichtigt werden. Abhängig von der aktuellen Lage im Zusammenhang mit COVID-19 behält sich das Museum eine FFP2-Maskenpflicht vor.

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